In Kooperation mit der young academy rostock (Internationales Zentrum für musikalisch Hochbegabte) und der Horst Rahe Stiftung veranstaltete die Deutsche Seereederei (DSR) am 8. Januar 2010 das traditionelle Neujahrskonzert. Schon beim Betreten der ansehnlichen Hallen der Hochschule für Musik und Theater Rostock (HMT) kam Festtagsstimmung auf. Aber der ausverkaufte Katharinensaal steigerte die Stimmung nochmals.


Die 13 bis 17-Jährigen der academy überzeugten durch unaufgeregtes gutes Spiel. Zu nennen wäre noch die gesanglich anspruchsvolle Darbietung des russischen Volksliedes „Die Lerche“ von Florian Werner. Die erst 8-Jährige Eva Gasparyan stahl mit ihrer Klavier- und Querflötenvorstellung jedoch allen die Show.

Frau Balan bat dann das Publikum für Eva zu spenden, damit sie sich irgendwann eine eigene Querflöte kaufen könne. Zum Ende der Pause war der dafür bereitgestellte Geigenkasten schon gut gefüllt.

Mit dem ungewöhnlichen Instrument Englischhorn begeisterte der brasilianisch stämmige Ravi Shanker V. Domingues das Publikum und wurde gleichzeitig an diesem Abend als 50. Stipendiat vorgestellt. Mein persönlicher Favorit des Abends, wobei ich kein wirklicher Kenner der klassischen Musik bin, war das Violoncello-Duo mit Ruodi Li und Davit Melkonyan. Grazie und hingebungsvolles Spiel wirkten sehr harmonisch und wurden verdientermaßen mit starkem Beifall belohnt.
Die jungen Damen trugen durchweg elegante Kleider, also lohnte sich der Abend demnach nicht nur aufgrund der akustischen Erlebnisse. Facettenreiche Darstellungen von melancholischen Klaviersoli bis hin zu temporeichen Violinen begeisterten die Zuschauer.
Ein Klavierstück von Rachmaninow für 6 Hände gespielt von drei bezaubernden Damen war der vorletzte Auftritt. Zum Abschluss gab es „Wiener Blut“ von Johann Strauss (Sohn).
Teilweise waren schunkelnde Gäste im Besucherbereich zu sehen, da die sehr gute Darbietung sogar Tanzmuffel hätte Walzer tanzen lassen. Beschwingt endete ein von Anfang bis Ende fabelhafter Abend.