14 neue Optimisten für die Rostocker Segelsportvereine

Anlässlich des 793. Stadtgeburtstages haben die sieben Rostocker Segelsportvereine heute insgesamt 14 Jollen der Klasse „Optimist“ erhalten

24. Juni 2011, von
Optimisten „segeln“ durch die Kröpeliner Straße
Optimisten „segeln“ durch die Kröpeliner Straße

Die Ostsee vor Warnemünde gilt als eines der besten Segelreviere weltweit. Dass auch in Rostocks Innenstadt fantastische Segelbedingungen herrschen, dürfte den meisten unbekannt sein. Und so rieben sich heute etliche Passanten verdutzt die Augen, als der Segelnachwuchs mit seinen Segeljollen quer durch Rostocks Zentrum zog.

Anlässlich des 793. Stadtgeburtstages haben die sieben Rostocker Segelsportvereine heute insgesamt 14 Jollen der Klasse „Optimist“ erhalten. Auf Initiative des Vereins Rostocker Sieben e.V. wurden sie von Eurawasser finanziert.

Neptun tauft die neuen Segelboote vor dem Rathaus
Neptun tauft die neuen Segelboote vor dem Rathaus

Vor dem Rathaus tauften Oberbürgermeister Roland Methling und Meeresgott Neptun mit seinem Gefolge die Jollen feierlich. 13 Optis wurden auf die Namen von Partnerstädten getauft, die in 13 Ländern auf drei Kontinenten liegen: vom chinesischen Dalian, über die skandinavischen Partnerstädte Bergen, Turku und Aarhus bis hin zu Raleigh in den USA – fast schon eine kleine Weltreise.

Ein weiteres Schiff wird den Namen der chinesischen Stadt „Hefei“ tragen. Im letzten Jahr hat das Rostocker Stadtoberhaupt dorthin einen auf den Namen „Rostock“ getauften Optimisten als Gastgeschenk mitgenommen.

Doch bei den 14 Optimisten soll es nicht bleiben, erklärt Methling: „Wir werden diese Flotte ergänzen und wollen sie zur größten Städte-Optimisten-Regatta-Flotte der Welt ausbauen.“

Paul Arp (10) und Lennart Kuss (11) vom Warnemünder Segel-Club
Paul Arp (10) und Lennart Kuss (11) vom Warnemünder Segel-Club

Für den Warnemünder Segel-Club konnten Lennart Kuß und Paul Arp eine der neuen Jollen in Empfang nehmen. „Am Wochenende geht es noch mal mit dem alten Boot aufs Wasser“, erzählt Paul, ab Dienstag soll dann mit den neuen Booten trainiert werden.

Seit vier Jahren segelt der Zehnjährige bereits aktiv. Zweimal wöchentlich wird trainiert, an den Wochenenden gibt es oft Regatten. Vorwiegend in Mecklenburg-Vorpommern, „aber wir hatten auch schon eine Regatta in Slovenien und in Dänemark“, fügt Lennart hinzu.

Rostocker Segelnachwuchs mit seinen Optimisten-Jollen auf dem Uniplatz
Rostocker Segelnachwuchs mit seinen Optimisten-Jollen auf dem Uniplatz

Und wovon träumt der Rostocker Segelnachwuchs? „Von einer WM-Teilnahme“, sind sich beide sofort einig. Da trifft es sich gut, dass über 75 Prozent der Weltmeister und Olympiasieger das Segeln auf einem Opti gelernt haben.

Nach der Taufe zogen die Nachwuchssportler mit ihren Optimisten durch die Kröpeliner Straße zum Universitätsplatz. Anschließend ging es für die jungen Segler mit ihren Schiffen dann weiter in Richtung Stadthafen, zum Rostocker Segelverein Citybootshafen. Beim 3. Eurawasser Pokal setzt der Nachwuchs hier am Wochenende die Segel und kämpft als Sonderwertung auch um den 5. Optimisten-Pokal des Oberbürgermeisters.

Folgende Vereine konnten sich heute über neue Optis freuen:

  • Rostocker Yachtclub: „Riga“ und „Rijeka“
  • Mecklenburgischer Yachtclub Rostock: „Arhus“
  • Segler-Verein Turbine Rostock: „Antwerpen“
  • Yachtclub Warnow: „Bergen“ und „Bremen“
  • Rostocker Segelverein Citybootshafen: „Dalian“, „Turku“, „Göteborg“ und „Raleigh“
  • Akademischer Seglerverein zu Rostock: „Szczecin“
  • Warnemünder Segel-Club: „Städtegemeinschaft Dünkirchen“, „Varna“ und „Hefei“

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