Ortseingang Warnemünde soll bebaut werden
Wie der Warnemünder Ortseingang entlang der Stadtautobahn künftig aussehen könnte, wurde heute Abend im Ortsbeirat vorgestellt
10. Mai 2016, von Olaf
Vor 25 Jahren, am 10. April 1991, beschloss die Bürgerschaft der Hansestadt Rostock die Aufstellung eines Bebauungsplans für den Ortseingang Warnemünde östlich der Stadtautobahn. 1993 folgte der B-Plan für das Gewerbegebiet. Tankstelle und Autohaus sind längst wie geplant entstanden, ebenso der vorgesehene Discounter und Lebensmittelmarkt. Das beabsichtigte Parkhaus mit 430 Stellplätzen hingegen ist nie gebaut worden.
Nun soll der Bebauungsplan für das Gebiet zwischen Aral-Tankstelle/Opel-Autohaus und Rewe-/Aldi-Markt angepasst werden. „Entlang der Straße sollen interessante Einzelbauten entstehen“, erläutert Ralph Müller, Chef des Amts für Stadtplanung. Dahinter, zu den S-Bahn-Gleisen hin, ist ein Parkhaus mit Einkaufsmarkt im Erdgeschoss vorgesehen.
Um den Ortseingang möglichst attraktiv zu gestalten, hat das Amt für Stadtplanung vier Büros beauftragt, städtebauliche Ideen zu entwickeln. Die Ergebnisse liegen inzwischen vor und sollen die Grundlage für die Erstellung des städtebaulichen Konzepts bilden.
Für die Baufelder an der Straße ist demnach eine maximal viergeschossige Bebauung mit einer absoluten Höhe zwischen elf und 14 Metern geplant. Diese soll durch eine offene, punktuelle Bauweise umgesetzt werden, aktuell sieht der Plan zwei einzelne Gebäude vor.

Was die Nutzung betrifft, ist diese bereits durch den Aufstellungsbeschluss festgeschrieben, erläutert Stadtplaner Müller. Das Grundstück entlang der Straße, das die Stadt im Rahmen von Eigentumsübertragungen erworben hat, ist als Sondergebiet Technologie/Wissenschaft ausgewiesen, die Fläche soll der Erweiterung des Technologiezentrums auf der anderen Straßenseite dienen. Für diese Nutzung ist auch weiterhin der Sportplatz gegenüber, westlich der Stadtautobahn, vorgesehen. Dafür existiert ein eigener B-Plan, der eine Erweiterung des Technologiezentrums vorsieht.
Was die Erschließung des Gebietes betrifft, soll die Kreuzung Stadtautobahn/Friedrich-Barnewitz-Straße zu einem ordentlichen Knoten ausgebildet werden, erläutert Rostocks Chef-Stadtplaner. Die Straße soll durch das Gebiet bis zur Lortzingstraße durchgeführt werden und in beide Richtungen befahrbar sein.
Etwas schwierig gestaltet sich noch die genaue Lage der Straße. Während die Stadt Eigentümerin für die Flächen entlang der Stadtautobahn geworden ist, befindet sich der hintere Teil weiter in Privatbesitz. Wird der neue Weg auf der Grenze zwischen den Grundstücken gebaut, ergibt sich ein Versatz zur bereits bestehenden Straße zwischen den Parkplätzen von Rewe und Aldi. Die dort notwendige S-Kurve würde unnötig viel Grundstücksfläche kosten. Müller hofft in den nächsten drei bis vier Monaten eine optimale Lösung zu finden. Ende des Jahres könnte dann der B-Plan stehen. Ein Vorentwurf mit anschaulichen Skizzen und Modellen soll den Warnemündern aber schon vorher präsentiert werden, verspricht Rostocks oberster Stadtplaner.