Ostsee so warm wie noch nie

Die mittlere Oberflächentemperatur der Ostsee hat im Juli mit 20,0°C einen Spitzenwert erreicht und liegt damit ein halbes Grad über dem bisherigen Höchstwert vom Juli 2014

3. August 2018, von
Die mittlere Oberflächentemperatur der Ostsee hat im Juli 2018 mit 20,0°C einen Rekordwert erreicht (Foto: Archiv)
Die mittlere Oberflächentemperatur der Ostsee hat im Juli 2018 mit 20,0°C einen Rekordwert erreicht (Foto: Archiv)

Die mittlere Oberflächentemperatur der Ostsee hat im Juli eine Rekordtemperatur von 20,0°C erreicht, wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) heute mitgeteilt hat. Damit wird der bisherige Höchstwert vom Juli 2014 um 0,5 °C übertroffen. Die Temperatur liegt um 2,8 °C über dem Langzeitmittel der letzten rund dreißig Jahre.

Als Ursache für den Temperaturanstieg nennt das BSH die seit Mai recht stabile Hochdruckbrücke von den Azoren bis in die Barentssee. Da die Großwetterlage anhält, dürften sich die extremen Temperaturen im August weiter verschärfen. Erst mit Einsetzen der Sturmsaison im Herbst erwartet das BSH eine Abkühlung der Oberflächentemperaturen durch die Vermischung mit kühlerem Tiefenwasser.

Auch die Oberflächentemperatur der Nordsee lag mit 16,3°C nur 0,1°C hinter der Rekordtemperatur vom Juli 2014 – der zweithöchste Wert seit 50 Jahren.

Hintergrund:

Das BSH erhebt seit 1990 über Satellit die Daten der Oberflächentemperatur der Ostsee. Jeweils wöchentlich liegen damit aktuelle Daten der gesamten Ostsee vor. In Verbindung mit den steigenden Wassertemperaturen beobachten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch den Sauerstoffgehalt des Wassers. Die Ergebnisse der Auswertungen sollen Mitte August zur Verfügung stehen.

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