
Diese Motivation und Unterstützung konnte ich gestern auch gleich ganz gut gebrauchen, denn dank der unberechenbaren Regenschauer drohte unsere freudig erwartete Veranstaltung sprichwörtlich ins Wasser zu fallen.

Der gelegentlich einsetzende Regen hatte nicht alle Schaulustigen vom Stadthafen vertrieben. Bei unserer Ankunft wartete noch ein anderes Pärchen auf den Beginn der Show, kurz darauf waren wir schon fast ein Dutzend Zuschauer.


Weil sich das zurückhaltende Publikum zunächst noch nicht richtig für die angepriesenen Sachen erwärmen konnte, wurde auf ein einfaches Mittel gesetzt: ein Sechserpack Bier in Plastikflaschen wurde für schlappe fünf Euro angeboten – und fand prompt einen neuen Besitzer.

So viel Glück hatten die beiden Töpfe mit Basilikum allerdings nicht. Obwohl sie momentan noch einem „Dschungel nach dem Kahlschlag“ ähnelten, hatten sich die zwei seetauglichen „Basilica maritima“ nach der Überfahrt von Dänemark schon sichtlich erholt. Trotzdem fanden sie keinen freiwilligen neuen Besitzer, sodass sie nach und nach als Gratis-Zugabe zu anderen Auktionen dazu gegeben wurden.

Dazu traten jeweils zwei Schauspieler vom TAP aus Bern und von den Hasplern aus Rostock in unterschiedlichen „Disziplinen“ gegeneinander im Wettkampf an. Die Rolle des Schiedsrichters übernahm Auktionator Roland, ebenfalls vom Schweizer Theater am Puls.

Als Gegenstand wurde das (zu dem Zeitpunkt noch vorhandene) Basilikum-Töpfchen ausgewählt, welches einen Leuchtturm symbolisieren sollte. Dabei entstand von den einfallsreichen Schweizer Schauspielern ein kurzes aber sehr kreatives Stück, das das inzwischen angeheiterte und aufgelockerte Publikum in seinen Bann zog.
Aber auch die Rostocker „Haspler“ kamen gleich darauf beim „ABC-Spiel“ zum Zug. Über den Namen einer Zuschauerin wurde der Buchstabe S ausgewählt. Beide Schauspieler mussten nun beim S beginnend den jeweils ersten Satz ihres Sprechparts mit nacheinander allen Buchstaben des Alphabets beginnen. Das kleine Stück begann also mit dem Wort „Sauna“ und endete mit „Rummmms“.

Da die Sitzbänke fast die gesamte Breite des Weges einnahmen, blieben bald immer mehr Schaulustige stehen und auch die Sitzgelegenheiten wurden langsam knapp.
Zum krönenden Abschluss wurde ein Lied für die Rostocker improvisiert. Trotz gelegentlicher Regenschauer war die letzte Veranstaltung des TAP-Segelsommers also ein voller Erfolg, das hart gesottene Publikum wird diesen Abend jedenfalls bestimmt nicht mehr so schnell vergessen.