Neueste Nachrichten aus Rostock und Warnemünde

Rostock startet Sofortmaßnahmen zum Energiesparen

Rostock startet Sofortmaßnahmen zum Energiesparen

Die Anstrahlung öffentlicher Gebäude in Rostock wird in den kommenden Tagen sukzessive zurückgefahren. Darüber informiert Dr. Chris von Wrycz Rekowski, Erster Stellvertreter des Oberbürgermeisters. „Dies ist eine erste und für alle sichtbare Maßnahme, um Energie einzusparen. Insgesamt etwa 30 Gebäude und Sehenswürdigkeiten sind davon betroffen, darunter das Rathaus,  Stadttore und Teile der Stadtmauer, Kirchen, Denkmale, Plastiken, besondere Wandmalereien, der Warnemünder Leuchtturm und die historischen Kräne im Stadthafen. Der Zeitpunkt der Abschaltung hängt von den jeweiligen konkreten technischen Gegebenheiten ab. Weitere Vorschläge werden derzeit geprüft, bewertet und zusammengestellt“, so der amtierende Oberbürgermeister. „Wir alle sind als Stadtgesellschaft aufgerufen, Energie zu sparen. Die Stadtverwaltung wird dabei wichtige Beiträge leisten.“ Von den 173 in Verantwortung der Kommune betriebenen Lichtsignalanlagen in Rostock sind bereits 101 Anlagen auf LED-Technik umgerüstet, so dass eine Abschaltung kaum Energiespareffekte haben würde. Dennoch wird derzeit überprüft, ob der Nachtbetrieb der einzelnen Anlagen erforderlich ist. „Unfallhäufungsstellen werden nicht betroffen sein“, versichert Dr. Chris von Wrycz Rekowski. „Wir wollen aber auch in diesem Bereich künftig auf smarte Technik setzen.“ Darüber hinaus ist geplant, im Hallenschwimmbad „Neptun“ nach der aktuellen Instandsetzungspause die Badewassertemperatur um zwei Grad abzusenken. Entsprechende Prüfungen laufen derzeit. Alle Ämter und Organisationseinheiten der Stadtverwaltung wurden aufgefordert, in den kommenden Tagen weitere Energiespar-Vorschläge in ihren jeweiligen Bereichen zu erarbeiten. Nach Sichtung und Bewertung sollen weitere Maßnahmen noch im August folgen. Im September sind eine Klimakonferenz und mehrere Veranstaltungen in unterschiedlichen Stadtteilen geplant, bei denen es um effizientes Energiesparen geht. Viele Städte in Deutschland erarbeiten aktuell kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen, um Gas und Strom einzusparen. Die Bandbreite reicht dabei von Temperaturabsenkungen in Gebäuden und Bädern bis hin zu Priorisierungen von Aufgaben im Gebäudemanagement. Dabei müssen die Maßnahmen auch haftungsrechtlich geprüft werden. So geben Arbeitsstättenrichtlinien einzuhaltende Parameter vor. Auch Ordnungs- und Sicherheitsaspekte müssen ausreichend berücksichtigt werden. Quelle: Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Pressestelle

29. Juli 2022 | Weiterlesen
Orang-Utan-Spross im Zoo hört auf den Namen Akeno

Orang-Utan-Spross im Zoo hört auf den Namen Akeno

Auf dem heutigen Landeszootag lüftete Zoodirektorin Antje Angeli gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Wiro-Geschäftsführung, Ralf Zimlich, das Geheimnis um den Namen des jüngsten Nachwuchses von Hsiao-Ning (18) und Sabas (18). Die rund 2.000 Zoofreunde, die sich an der Abstimmung beteiligten, hatten bei ihrer Wahl einen klaren Favoriten – der am 15. Juni geborene Orang-Utan-Junge wird künftig auf den Namen Akeno hören. Fast die Hälfte aller Stimmen fiel auf Akeno, was in Indonesien, der ursprünglichen Heimat der Menschaffen mit den roten Haaren, so viel wie die Morgenröte oder der Sonnenaufgang bedeutet. Das passt sehr gut, kam der Kleine doch in den frühen Morgenstunden zur Welt. Mit Abstand folgten Tyrion (der Nette, Freundliche), Wayan (Energie/Stärke), Rabu (Mittwoch) und Jeruk (Orange). Akeno ist der Bruder der sechsjährigen Niah und das sechste Orang-Utan-Jungtier seit Eröffnung des Darwineums im Zoo Rostock im Jahr 2012. Vom langjährigen Premiumpartner und Paten der Borneo-Orang-Utan-Gruppen gab es zur Namensgebung ein großes Wäschepaket. „Anfang September wird das zehnjährige Bestehen des Darwineums gefeiert. Es macht uns als Paten sehr glücklich, die positive Entwicklung der beiden Orang-Utan-Gruppen in den vergangenen Jahren hautnah miterleben zu können“, betonte Ralf Zimlich. „Der Zoo Rostock leistet darüber hinaus eine großartige Aufklärungsarbeit im Natur- und Artenschutz für diese bedrohte Art. Das Wäschepaket war ein Wunsch der Tierpflegerinnen und Tierpfleger. Orang-Utans spielen mit Vorliebe sowie bewundernswerter Ausdauer mit Tüchern, Decken und Laken und verstecken sich gern darunter. Deshalb gibt es da immer einen großen Bedarf.“ Die Wiro – Wohnen in Rostock Wohnungsgesellschaft mbH unterstützt den Zoo Rostock als Premiumpartner in der langjährigen Kooperationsgemeinschaft „Natur- und Artenschutz“. Neben den Riesenschildkröten gehören die Orang-Utans zu den Patentieren der Wohnungsgesellschaft. Für die langjährige Zusammenarbeit dankte die Zoodirektorin der Wiro. „Dieses Engagement ermöglicht es uns, vielfältige Aktivitäten und Aktionen im Artenschutz gezielt zu fördern. Zum Schutz der Menschenaffen unterstützen wir konkret den Verein Orang-Utans in Not e.V.“, so Antje Angeli. Der Verein fördert mehrere Projekte auf Borneo und Sumatra (Indonesien), zum Beispiel im Lamandau River Wildlife Reservat, einem rund 76.000 Hektar großen Gebiet in der Provinz Zentralkalimantan im indonesischen Teil Borneos. Das Reservat dient als Heimat für viele bedrohte Arten und ist zudem ein wichtiges Auswilderungsgebiet für Orang-Utans. Wie geht es dem Orang-Utan-Baby? „Unser Akeno ist jetzt sechs Wochen alt. In den ersten Monaten passiert bei kleinen Orang-Utans noch nicht besonders viel. Er hält sich an seiner Mutter fest, trinkt regelmäßig und schläft viel. Wenn er wach ist, schaut er auch mal in der Gegend umher“, informierte die Kuratorin für Säugetiere, Daniela Lahn. „Mama Hsiao-Ning macht sich als Mutter sehr gut und weiß genau, was sie zu tun hat. Sie umsorgt ihn und passt gut auf. Dies ist besonders schön zu sehen, da sie selbst von Menschen aufgezogen wurde.“ Besonderes Interesse zeigt Schwester Niah. Sie war am Anfang nicht so glücklich, dass ihre Mutter ihr weniger Beachtung schenkt, mittlerweile findet sie ihren Bruder aber auch sehr anziehend und hält sich öfter bei den beiden auf. Der Rest der Gruppe zeigt momentan noch wenig Begeisterung. Papa Sabas geht Hsiao-Ning lieber noch aus dem Weg und hat seit der Ankunft von Cantik (10) Ende März sowieso hauptsächlich ein Auge für das Weibchen aus dem tschechischen Zoo Ústí nad Labem. Er weicht der jungen Orang-Utan-Dame kaum von der Seite. Zur Gruppe gehört auch noch Sabas Tochter LinTang (4). Aktuell nutzen alle Orang-Utans aufgrund der sommerlichen Temperaturen gern die Außenanlage und klettern hoch auf die Bäume. Alle Klettermöglichkeiten in den Außenanlagen wurden bereits modernisiert. Die zweite Orang-Utan-Gruppe besteht aus Orang-Utan-Oma Sunda (45) mit ihrem Langzeitpartner Ejde (42) und ihrem Nachzögling Bayu (2) sowie Weibchen Miri (17) mit ihrer Tochter Mayang (4). Die 2013 im Darwineum geborene Surya ist vor zwei Jahren in den Tiergarten Schönbrunn in Wien umgezogen. „Rote Waldmenschen“ sind akut gefährdet Laut International Union for Conservation of Nature (IUCN) sind die roten „Waldmenschen“ (indonesisch für Orang-Utan) in Asien akut vom Aussterben bedroht. Hauptgründe sind die illegale Bejagung und die kontinuierliche Vernichtung des Lebensraumes. Im Jahr 2016 schätzte der WWF den Gesamtbestand der Borneo-Orang-Utans auf etwa 54.000 Tiere. Der Sumatra-Orang-Utan ist ebenfalls stark gefährdet. Derzeit sollen nach Angabe der IUCN noch rund 15.000 Tiere auf der indonesischen Insel ansässig sein. Der Tapanuli-Orang-Utan, die dritte Orang-Utan-Art, lebt ebenfalls auf Sumatra und ist mit nur etwas über 800 Tieren schon fast ausgestorben. Quelle: Zoo Rostock, Foto: Joachim Kloock

29. Juli 2022 | Weiterlesen
Neues Ärztehaus am Südstadtklinikum

Neues Ärztehaus am Südstadtklinikum

Der Weg für den Neubau eines viergeschossigen Ärztehauses auf dem Campus des Südstadtklinikums ist geebnet. Für das kommende Frühjahr ist der Baustart und für Anfang 2025 die Eröffnung geplant. Heute wurde das jüngste Neubauprojekt am Klinikum Südstadt gemeinsam mit dem 1. Stellvertreter des Oberbürgermeisters der Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Dr. Chris von Wrycz Rekowski, den Investoren Andreas Markschies und Gunar Liebau von der Ärztehaus Klinikum Süd GmbH und dem Architekten Tilo Ries erstmals öffentlich vorgestellt. „Das neue Ärztehaus ist ein exzellentes Beispiel für die innovative Zusammenarbeit von Stadt, städtischem Klinikum und privaten Investoren“, betonte heute der zuständige Senator Dr. Chris von Wrycz Rekowski bei der Präsentation. „Das Engagement der Ärztehaus Klinikum Süd GmbH ermöglicht den zeitnahen Neubau eines modernen Ärztehauses, das dringend aufgrund des steigenden Versorgungsbedarfes im ambulanten Sektor benötigt wird. Das dann modernste Ärztehaus in MV ist gelebte partnerschaftliche Kooperation im Interesse der Rostockerinnen und Rostocker.“ Kita in Sicht? – Ärztehaus ermöglicht neuen Gestaltungsspielraum Das neue 15 Meter hohe, 55 Meter lange und 39 Meter breite Ärztehaus, das über ca. 4.000 Quadratmeter Nutzfläche verfügt, wird unmittelbar neben dem Parkhaus des Klinikums an der Robert-Koch-Straße entstehen. Mit der Erteilung der Baugenehmigung wird mit einer zweijährigen Bauzeit gerechnet. In dem Neubau werden sich im Erdgeschoss ein Sanitätshaus, eine Apotheke und eine Bäckerei ansiedeln und die direkte Nähe zum Klinikum nutzen. Die drei Obergeschosse sind vor allem für unterschiedliche Arztpraxen und ein größeres Rostocker Medizintechnik-Unternehmen vorgesehen. „Wir freuen uns über den ersten positiven Zuspruch der am Südstadtklinikum ansässigen Praxisteams und über viele weitere Interessenten“, sagte Verwaltungsdirektor Steffen Vollrath. „Mit den Inverstoren haben wir uns auf ein Mitspracherecht über die Belegung verständigt. Die Hälfte der Räumlichkeiten sollen durch Arztpraxen genutzt werden, die andere Hälfte vorrangig von weiteren Gesundheitsdienstleistern. Der Umzug in den Neubau wird nicht nur die Bedingungen für die ambulanten Praxen und ihre Nutzer erheblich verbessern, sondern auch Platz und Kapazitäten für neue Ideen in den Gebäuden und auf den Flächen des Klinikums schaffen. Neben dem stark erhöhten Flächenbedarf auch in der klinischen Gesundheitsversorgung steht unter anderem die Einrichtung einer Betriebskindertagesstätte ganz oben auf der Wunschliste der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ Ohne Ecken und Kanten, aber mit viel Licht und kurzen Wegen Das vom Rostocker Architekten Tilo Ries entworfene Ärztehaus ist vollumfänglich auf die Bedürfnisse der künftigen Mieter zugeschnitten. „In dem Neubau stecken 25 Jahre Erfahrung, wie ein gut funktionierendes Gebäude für die Anbieter und Nutzer eines Ärztehauses aufgestellt sein sollte“, hoben die Investoren Andreas Markschies und Gunar Liebau von der Ärztehaus Klinikum Süd GmbH hervor. „Wir haben zwei Aufgänge mit zwei Fahrstühlen, um kleinteilige Lösungen mit kurzen Wegen zu ermöglichen. Die Fassade ist mit ihren Rundungen nicht nur optisch ein Hingucker, sondern auch vom Lichtmanagement optimal ausgereizt, sozusagen ohne unnötige Ecken und Kanten.“ Die Bauherren legen darüber viel Wert auf eine umwelt- und klimafreundliche Hybridbauweise, bei der auch nachhaltige Materialien wie beispielsweise Holz eingesetzt werden. Die für das Ärztehaus notwendigen zusätzlichen Parkplätze sind bereits durch die Investoren mit der Aufstockung des Parkhauses am Südstadtklinikum um zwei Halbebenen und 102 Stellflächen geschaffen worden. „Wir freuen uns wirklich sehr, dass das ambitionierte Projekt mit einem Investitionsvolumen im unteren zweistelligen Millionenbereich nach der aufwändigen Planungsphase und auf der Basis unserer langjährigen Partnerschaft jetzt starten kann“, so Markschies und Liebau. Quelle: Klinikum Südstadt Rostock, Visualisierung: Architekturbüro Tilo Ries, Foto: Joachim Kloock

13. Juli 2022 | Weiterlesen
Überseehafen Rostock bestätigt Umschlag-Rekordergebnis des Vorhalbjahrs

Überseehafen Rostock bestätigt Umschlag-Rekordergebnis des Vorhalbjahrs

In Rostock gingen im ersten Halbjahr 2022 insgesamt 15 Millionen Tonnen Fracht über die Kaikanten der Hafenstadt an der Warnow. Davon wurden 14,4 Millionen Tonnen im Überseehafen umgeschlagen; noch einmal ein leichter Anstieg gegenüber dem Rekordergebnis des ersten Halbjahres 2021. Etwa 600.000 Tonnen wurden laut Hafen- und Seemannsamt in anderen Rostocker Hafenanlagen wie dem Chemiehafen Yara sowie Fracht- und Fischereihafen verladen. Die Gütermengen im gesamten Rostocker Hafenrevier blieben damit in etwa auf dem Rekordniveau von 15,2 Millionen Tonnen des Vorhalbjahrs. Die Zahl der beförderten Fährpassagiere von und nach Nordeuropa erreichte 953.000 und liegt damit wieder auf dem Vor-Corona-Niveau. „Alle Rostocker Hafenunternehmen und -behörden, insbesondere die hier operierenden Reedereien, Umschlagunternehmen, Speditionen und Eisenbahngesellschaften haben in ihrem Zusammenspiel dafür gesorgt, dass das Rekordumschlagergebnis des Vorhalbjahrs trotz der mit Krieg und Corona einhergehenden Hemmnisse bestätigt werden konnte“, sagt Rostock Port-Geschäftsführer Dr. Gernot Tesch. Überseehafen Rostock Der Güterumschlag im Überseehafen Rostock erreichte in den ersten sechs Monaten des Jahres 2022 den Vorjahreswert von 14,4 Millionen Tonnen. Auf dem Fähr- und RoRo-Terminal wurden von Januar bis Juni 2022 wie im Vorhalbjahr 9,1 Millionen Tonnen rollende Ladung über die Kaikanten bewegt. Der Anteil der Fähr- und RoRo-Güter am Gesamtumschlag im Universalhafen Rostock betrug 63 Prozent. Der Umschlag von Massen- und Stückgütern erreichte mit 5,3 Millionen Tonnen einen Anteil von 37 Prozent. Der Rostocker Überseehafen verzeichnete 3.709 Anläufe (2021: 3.616) von Fähr-, RoRo-, Fracht- und Kreuzfahrtschiffen in den ersten sechs Monaten des Jahres, davon 2.921 Anläufe (2021: 2.801) von Fähr- und RoRo-Schiffen. Rollende Ladung Auf den vier Fähr- sowie drei RoRo-Verbindungen von und nach Dänemark, Schweden und Finnland wurden 218.000 Lkw (begleitete Einheiten) transportiert – sieben Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Umschlag von unbegleiteten Einheiten nahm ebenfalls zu: 88.250 Trailer bzw. sonstige Ladungsträger rollten über die Kaikanten (plus sechs Prozent). Im ersten Halbjahr 2022 wurden zudem 8.150 Eisenbahnwaggons über See transportiert. „Besonders erfreulich ist der weiter starke Zuwachs im Bereich Lkw/Trailer. Der Rückgang im Bereich Bahnwaggon (- 6.650) ist allein durch den Sondereffekt einer zeitweisen Streckensperrung in Dänemark im vergangenen Jahr verursacht“, erläutert Dr. Gernot Tesch. Die Anzahl der transportierten Pkw von 204.000 verdoppelte sich im Vergleich zum pandemiebeeinträchtigten ersten Halbjahr 2021. Positive Entwicklung im Kombinierten Ladungsverkehr setzt sich fort Die positive Entwicklung im Kombinierten Verkehr (KV) setzte sich auch in diesem Jahr fort. Der Umschlag intermodaler Ladeeinheiten stieg im ersten Halbjahr auf über 64.000 Einheiten (plus vier Prozent). „Der Anstieg ist hauptsächlich auf Frequenzsteigerungen nach Bratislava und Dresden zurückzuführen. Zudem konnte mit Wuppertal eine bereits zwischen 2018 und 2021 verkehrende Verbindung wiederaufgenommen werden. Die zum Teil sprunghaften Mengensteigerungen der letzten Jahre erfordern eine zügige Anpassung der Bahnabfertigungskapazitäten im Überseehafen“, so Dr. Gernot Tesch. Derzeit verkehren wöchentlich 47 Kombiverkehrszüge von und nach Verona (16), Bologna (3) in Italien, Bratislava (6) in der Slowakei, Dresden (10) [mit Anbindung nach Curtici (2) in Rumänien], Herne (5), Wuppertal (3) und Halle (1) in Deutschland, sowie Bettembourg (3) in Luxemburg. Die letztgenannte Verbindung, eine Zusammenarbeit des luxemburgischen Eisenbahn-unternehmens CFL Multimodal und der Fährreederei Stena Line, konnte jüngst um zwei Antennen nach Lyon in Südfrankreich und Barcelona in Spanien erweitert werden. Damit erreichen kranbare und nicht kranbare Ladeeinheiten im Kombinierten Verkehr ab Eskilstuna in Schweden oder Oslo in Norwegen die Iberische Halbinsel in vier Tagen. Massen- und Stückgüter Ein Minus von 211.000 Tonnen (-13 Prozent) gab es beim Umschlag von Flüssiggütern. Bis Ende Juni 2022 wurden 1,42 Millionen Tonnen über die Kaikanten gepumpt. Es wurde insbesondere mehr Rohöl, Biodiesel und Bunkerware umgeschlagen, aber weniger Naphta, Gas- und Heizöl. Der Umschlag von Schüttgütern lag mit 3,6 Millionen Tonnen etwa 230.000 Tonnen über dem bereits sehr hohen Vorjahresniveau. Den größten Anteil am Schüttgutumschlag hatte erneut der Umschlag von Getreide mit 1,77 Millionen Tonnen (2021: 1,9 Millionen Tonnen). Im wertschöpfungsintensiven Stückgutbereich wurden 313.000 Tonnen über die Kaikanten gehoben und damit ein Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Es wurden vor allem mehr Bleche, Brammen und Zink verladen. Investitionen in Zukunftsfelder und Infrastruktur Der Ersatzneubau der zwei ältesten Liegeplätze im Überseehafen Rostock, 31 und 32, wurde im April 2022 offiziell gestartet. Die Rostock Port GmbH ist Bauherrin des rund 22 Millionen teuren Hafeninfrastrukturprojektes, das bis zum Oktober 2023 abgeschlossen werden soll. „Die 62 und 58 Jahre alten Liegeplätze 31 und 32 auf der Ostseite von Pier II im Hafenbecken B werden auf einer Gesamtlänge von 400 Metern, einer Breite von 18 Metern und für eine Wassertiefe von 12,50 Meter neu gebaut“, sagt Jens Scharner. Die Kaianlage wird für eine Flächenbelastbarkeit von fünf Tonnen pro Quadratmeter ausgelegt und auf der gesamten Länge mit neuen Kranbahnschienen ausgerüstet, die eine Last von 30 Tonnen pro Meter aufnehmen können. „Die Liegeplätze 31 und 32 werden als Multifunktionsliegeplätze für den Umschlag sowohl von Projektladungen als auch Stück- und Schüttgütern gebaut, an denen zukünftig aber auch wieder Transitanläufe von Kreuzfahrtschiffen stattfinden können“, so Dr. Gernot Tesch. Neubau der Ost-West-Straße Als Bestandteil des Fördervorhabens zur Verkehrsertüchtigung zweiter Abschnitt wurde im Frühjahr mit dem überfälligen Neubau eines etwa 500 Meter langen Abschnitts der viel befahrenen Ost-West-Straße im Überseehafen begonnen. Der Straßenkörper war durch die intensive Nutzung völlig verschlissen. In die umfangreichen Straßen- und Tiefbaumaßnahmen werden Baumaßnahmen öffentlicher Leitungsträger integriert und parallel durchgeführt. Dazu zählen die Neuverlegung von Trinkwasser- und Fernwärmeleitungen. Eine Besonderheit der Maßnahme ist der Bau und die Verlegung eines großen Entwässerungskanales im Straßenkörper und unter zwei Bahnübergänge. Der Kanal wird bis an die Querkai von Liegeplatz 30 im Hafenbecken B geführt, um Flächen südlich der Ost-West-Straße für eine Nutzung durch eine entsprechend dimensionierte Vorflut erschließen zu können. Die Baumaßnahme wird sich bis in den Sommer 2023 erstrecken. Eine besondere Herausforderung des Vorhabens ist die Verkehrslenkung und Umleitung, um insbesondere die betriebsinternen Verkehre nicht unterbrechen zu müssen. Neubau der Teilanschlussstelle Bundesautobahn A 19 Auf Basis geleisteter Planungen durch Rostock Port und langwieriger Vorbereitungen realisiert die Autobahn GmbH seit Anfang 2022 den Neubau der Teilanschlussstelle Bundesautobahn A 19 – Industriehafen. Es ist geplant, die neue und von Rostock Port finanzierte Anbindung ab Oktober 2022 für den Verkehr freizugeben. Straßenbrücke und Steganalage im Ölhafen werden erneuert Noch im Sommer 2022 beginnt Rostock Port mit der Erneuerung einer Straßenbrücke und der nördlichen Steganlage der Liegeplätze 3 und 4 im Ölhafen. Bund startet mit der Vertiefung des Seekanals Nach Erteilung des Einvernehmens durch das Land Mecklenburg-Vorpommern erließ die Planfeststellungsbehörde „Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt“ am 19. Mai 2021 den Planfeststellungsbeschluss für die „Anpassung der seewärtigen Zufahrt zum Seehafen Rostock“ auf 16,50 Meter Wassertiefe. Ein Baustart ist seitens des Bundes zu Beginn des vierten Quartals dieses Jahres vorgesehen. Nach aktuellem Stand ist von einer rund zweieinhalbjährigen Bauzeit auszugehen. „Rostock Port begrüßt diese Bundesmaßnahme ausdrücklich, lässt sie Rostocks Überseehafen auf Augenhöhe mit anderen Ostseehäfen kommen, die bereits 16,50 Meter Wassertiefe aufweisen. Rostock wird nach der Umsetzung dieser Maßnahme und parallel zu den erfolgenden Anpassungen der Liegeplatzkapazitäten gerade für flüssige und trockene Massengüter noch attraktiver“, so Jens Scharner. Flächenvorsorge für Hafenentwicklung Die Flächenvorsorge zur langfristigen Hafenentwicklung wird fortgeführt. Stadt- und Regionalplanung gestalten den Prozess der Neuaufstellung der vorbereitenden kommunalen Bauleitplanung – „Flächennutzungsplanung“ bzw. Neuaufstellung „Zukunftsplan“ der Hanse- und Universitätsstadt Rostock – sowie der Regionalplanung. Rostock Port erarbeitete mit vorgenannten Partnern, der IHK zu Rostock und der Wirtschaftsfördergesellschaft Rostock Business eine Kommunikationsstrategie, die in verschiedenen Gremien der Stadt sowie dem Hafenforum vorgestellt und deren Inhalte in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen. Weitere Informationen und Hintergründe: https://rathaus.rostock.de/de/startseite/325396 Produktionsanlage für Wasserstoff entsteht bis zum Jahr 2026 im Überseehafen Rostock Innerhalb der nächsten vier Jahre soll im Überseehafen Rostock auf dem Gelände des Steinkohlekraftwerks eine 100-Megawatt-Produktionsanlage für die Erzeugung von grünem Wasserstoff entstehen. Die Elektrolyseanlage ist das Herzstück des Projektes „HyTech Hafen Rostock“, das sich auf Förderung im Rahmen des IPCEI-Programms (Important Project of Common European Interest) beworben hat. Eine finale Investitionsentscheidung ist noch nicht getroffen und erst nach Erhalt des Förderbescheides geplant. Entwickelt und gebaut werden soll die Anlage von der rostock EnergyPort cooperation GmbH, einem gemeinsamen Unternehmen von EnBW Neue Energien GmbH, RheinEnergie AG, RWE Generation SE und der Rostock Port GmbH, das jüngst in der Hanse- und Universitätsstadt gegründet wurde. Die vier Partner beteiligen sich jeweils mit knapp 25 Prozent an dem neuen Unternehmen. Ziel ist der Auf- und Ausbau einer nachhaltigen und grünen Produktions-  und Verteilungsstruktur für Wasserstoff. Der dafür erforderliche Strom soll aus Erneuerbaren Energien, wie Windkraftanlagen auf See und an Land, bezogen werden. Jährlich sollen so bis zu 6.500 Tonnen Wasserstoff klimaneutral im Überseehafen Rostock erzeugt, in ein überregionales Verteilnetz (Wasserstoff-Startnetz) eingespeist und lokalen Verbrauchern zur Verfügung gestellt werden. Der Standort ermöglicht den Ausbau der Anlage auf eine Leistung von bis zu 1.000 Megawatt und kann zur nachhaltigen Energieversorgung und Energiesicherheit Deutschlands einen wichtigen Beitrag leisten. Die Investitionen liegen im dreistelligen Millionenbereich und sollen mit Hilfe von Fördermitteln getätigt werden. „Die erfolgreiche Transformation von fossilen Energieträgern wie Kohle zu nichtfossilen Energieträgern wie Wasserstoff betrifft viele Teile des Hafens. Ein konsequenter Einstieg in den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern wird die fossilen Energieträger ablösen und zur Dekarbonisierung der Region führen. Als ein Partner des gemeinsamen Unternehmens möchten wir weiterhin Impulsgeber für eine klimaschonende und nachhaltige Hafenwirtschaft sein“, hebt Jens Scharner hervor. Kreuzschifffahrt in Warnemünde Das Kreuzfahrtschiff „AIDAdiva“ eröffnete am 11. April die Kreuzfahrtsaison in Rostocks Ostseebad. Im Warnemünder Hafen wurden die beiden Passagierterminals, Warnemünde Cruise Center 7 und 8, sowie die technischen Anlagen im Winterhalbjahr auf die Kreuzfahrtsaison vorbereitet sowie die Hygiene- und Sicherheitskonzepte mit den Behörden und Reedereien abgestimmt. In diesem Jahr werden etwa 140 Anläufe von Kreuzfahrtschiffen in Warnemünde erwartet, darunter zehn Erstanläufe: „Le Champlain“ (29. April), „Rotterdam“ (13. Mai), „Viking Venus“ (14. Mai), „Sky Princess“ (23. Mai), „Carnival Pride“ (27. Juni), „Norwegian Dawn“ (30. Juni), „Celebrity Apex“ (10. Juli), „Viking Mars“ (17. Juli), „Norwegian Prima“ (6. September) und „Seven Seas Splendor“ (12. September). Die Kreuzfahrtsaison endet mit den Anläufen von „AIDAmar“ am 2. November und „Amera“ am 5. Dezember. Quelle: Rostock Port GmbH

8. Juli 2022 | Weiterlesen
Bund übernimmt MV-Werften-Standort in Warnemünde

Bund übernimmt MV-Werften-Standort in Warnemünde

Der Bund übernimmt den Standort der MV Werften in Rostock. Ein entsprechender Kaufvertrag ist zwischen der Insolvenzverwaltung der MV Werften und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) geschlossen worden. „Damit ist die letzte Hürde in dem Verfahren geschafft. Der Kauf ist eine gute Botschaft für den Rostocker Standort und vor allem für die Beschäftigen. Ein traditionsreicher Schiffbaustandort erhält nun weiter eine maritime Perspektive. Die internationale Sicherheitslage bedeutet einen wachsenden Bedarf an außerplanmäßigen Reparaturen und turnusmäßigen Wartungen bei der Marine. Rund 500 sichere Arbeitsplätze könnten im Herbst am Standort geschaffen werden“, sagte der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Reinhard Meyer. Insolvenzverwalter: Kauf ist bedeutender Schritt Der Bund hat sich in einem Bieterverfahren als Interessent für den Rostocker Standort durchgesetzt. Am Donnerstag hat der Haushaltsausschuss des Bundes dem Kauf zugestimmt. „Der Verkauf des Rostocker Werftgeländes an die Bundesrepublik Deutschland ist ein bedeutender Schritt sowohl für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch für die Gläubiger, unterstreicht der Insolvenzverwalter der MV Werften Dr. Christoph Morgen: „Mit dem Vertrag haben wir eine überzeugende Zukunftsperspektive für rund 500 Beschäftigte geschaffen, weiterhin im Schiffbau und der Instandhaltung tätig zu sein“, betonte  Insolvenzverwalter Dr. Christoph Morgen. Lösungen für alle Werftstandorte der MV Werften gefunden Wirtschaftsminister Reinhard Meyer zeigte sich abschließend erfreut darüber, dass an allen drei Werftstandorten Beschäftigungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. „In den vergangenen Monaten haben Bund, Land und Insolvenzverwaltung für die Werftstandorte Stralsund, Rostock und Wismar Lösungen erarbeitet und auch gefunden. Dies wäre ohne die kommunale Unterstützung, die Wirtschaftskammern, Gewerkschaften und die heimische Wirtschaft kaum umsetzbar gewesen“, betonte Meyer. „Gleichzeitig, weiß ich, dass wir noch eine Menge Hausaufgaben zu erledigen haben. Oberstes Ziel ist es, dass die Menschen vor Ort wieder in Beschäftigung kommen. Die Wirtschaft ist energiehungrig. Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass wir weiter nach Lösungen suchen müssen, um innovative Energievorhaben im Land voranzubringen“, betonte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Reinhard Meyer abschließend. Neben der Übernahme des Rostocker Standortes durch die Marine, siedelt sich in Wismar die thyssenkrupp Marine Systems (tkMS) an. Darüber hinaus wurde der Standort der MV Werften Kabinenproduktion durch die Firma Eppendorf SE übernommen. Am ehemaligen MV Werften-Standort Stralsund entsteht ein maritimer Gewerbepark. Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit MV

8. Juli 2022 | Weiterlesen
OB-Neuwahl in Rostock am 13. November 2022

OB-Neuwahl in Rostock am 13. November 2022

Der Termin für die Neuwahl des Rostocker Oberbürgermeisters (m/w/d) steht fest. In einer Sondersitzung hat die Bürgerschaft der Hanse- und Universitätsstadt heute den 13. November 2022 (Volkstrauertag), als Wahltag festgelegt. Erreicht kein Bewerber die absolute Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen, werden die Rostocker zwei Wochen später, am 27. November 2022 (1. Advent), erneut an die Urne gerufen. Dann entscheidet die Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit der höchsten Stimmenzahl. Die Verwaltung hatte als Wahltermin den 6. November vorgeschlagen, das war den Parteien jedoch zu früh. Wahlvorschläge müssen spätestens 73 Tage vor der Wahl (30. August 2022) eingereicht werden – die notwendigen Wahlversammlungen der Parteien hätten noch in den Sommerferien durchgeführt werden müssen. In einem gemeinsamen Antrag forderten SPD, Linke, Grüne, CDU/UFR und Rostocker Bund daher die Verschiebung um eine Woche. Ihnen bleibt jetzt etwas mehr Zeit für die Aufstellung ihrer Kandidaten. Für die Wahl kann jeder EU-Bürger kandidieren, der am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet und das 60. Lebensjahr noch nicht vollendet hat und seit mindestens drei Monaten in Rostock gemeldet ist bzw. sich hier gewöhnlich aufhält. Zusätzlich müssen die Voraussetzungen zur Ernennung zum Beamten auf Zeit erfüllt sein, etwa die körperliche, geistige sowie charakterliche Eignung und ein sauberes Führungszeugnis. Verwaltungserfahrung müssen die OB-Kandidaten nicht mitbringen. Neben Wahlvorschlägen von Parteien oder Wählergruppen sind auch Einzelbewerber möglich. Gewählt wird der Rostocker Verwaltungschef für die Dauer von sieben Jahren. Die Neuwahl wird notwendig, nachdem Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) sein Amt bereits nach rund drei Jahren aufgegeben hat und am vergangenen Mittwoch in Kiel zum neuen Wirtschaftsminister von Schleswig-Holstein ernannt wurde. Die Gesamtkosten für Haupt- und Stichwahl schätzt die Verwaltung auf etwa 600.000 Euro. Zusätzlich beschloss die Bürgerschaft, dass Senator Holger Matthäus (Grüne) als weiterer Stellvertreter des Oberbürgermeisters bestellt wird. Ab bestimmten Summen sind zwei Unterschriften notwendig, erläuterte Finanzsenator und kommissarischer Oberbürgermeister Chris von Wrycz Rekowski (SPD). Sollten er oder Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke) ausfallen und es gibt eine dringende Vorlage, „ist es gut noch jemand Drittes zu haben“, so von Wrycz Rekowski.

6. Juli 2022 | Weiterlesen
Hartmann-Bergzebras im Zoo Rostock

Hartmann-Bergzebras im Zoo Rostock

Seit kurzem sind auf der Cameliden-Equiden-Anlage im Zoo Rostock wieder Zebras zu sehen. Dabei handelt es sich um zwei Hartmann-Bergzebras (Equus zebra hartmannae), die im südwestlichen Afrika heimisch und stark gefährdet sind. „Das Hartmann-Bergzebra ist laut International Union for Conservation of Nature (IUCN) als gefährdet eingestuft und wird über ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm (EEP) gemanagt. Wir möchten mit der Haltung dieser wunderschönen Tierart auch auf deren Bedrohung hinweisen“, informierte Zoodirektorin Antje Angeli. Die Bergzebras leben hauptsächlich in den steinigen Wüsten- und Halbwüstengebieten und auf Hochebenen im südwestlichen Afrika. An ihren zerklüfteten Lebensraum sind sie mit ihren steilen Hufen optimal angepasst. Sie können flink und sicher über spitze Klippen klettern. Der Hauptgrund für die Gefährdung des Hartmann-Bergzebras ist die Konkurrenz durch die Rinderfarmer, die Bergzebras schießen, um sich immer neue Weidegründe für ihre Großtiere zu sichern. Darüber hinaus wird weiterhin mit Zebrafellen gehandelt.  Laut der Roten Liste der bedrohten Arten der IUCN wird der weltweite Bestand an Hartmann-Bergzebras auf ca. 33.265 Tiere geschätzt. Beide Hengste haben sich gut eingelebt Hengst Riad wurde am 29. August 2018 im Réserve Africaine de Sigean in Südfrankreich geboren. Der zweite Hengst Akuma kommt aus der Tierwelt Herberstein in Österreich. Dort kam er am 12. August 2019 zur Welt. Die Zebras leben in Rostock auf der Cameliden-Equiden-Anlage gegenüber vom Darwineum zusammen mit Watussis und Elenantilopen. Die beiden Hengste zeigten bereits von Anfang an ihre charakterlichen Unterschiede. Riad war sehr ruhig bei der Ankunft und auch bei der Erkundung des neuen Reviers, während Akuma erst einmal etwas unsicher über die Anlage lief. Er hat sich dann aber schnell gefangen. Inzwischen sind die beiden Neuankömmlinge erfolgreich integriert. „Aktuell wird es bei einer Hengstgruppe bleiben“, erläuterte Daniela Lahn. Die Kuratorin für Säugetiere verwies darauf, dass junge Hengste insbesondere für die Erhaltungszuchtprogramme von großer Bedeutung sind, wenn eine geeignete Zuchtgruppe zur Verfügung steht. „Die EEP-Koordinatorin wird dann entscheiden, ob wir eine eigene Zuchtgruppe aufbauen können oder es weiterhin bei der Haltung einer Hengstgruppe bleibt.“ Quelle: Zoo Rostock, Foto: Steffen Ahlefeldt-Purgander

2. Juli 2022 | Weiterlesen
Warnemünder Woche 2022 startet morgen

Warnemünder Woche 2022 startet morgen

Morgen wird die 84. Warnemünder Woche offiziell eröffnet. Bis Ende kommender Woche gibt es Segelwettbewerbe auf dem Wasser sowie ein buntes Rahmenprogramm an Land. Nachdem die Traditionsveranstaltung aufgrund der Corona-Pandemie 2020 abgesagt werden musste und im vergangenen Jahr deutlicher kleiner ausfiel als üblich, gibt es in diesem Jahr neben den sportlichen Wettkämpfen wieder ein großes Sommerfest. Niege Ümgang, Konzerte, Bummelmeilen und Freiluftkino Nachdem der beliebte Eröffnungsumzug „Niege Ümgang“ im vergangenen Jahr Corona-bedingt nicht stattfinden konnte, zieht der Festumzug morgen Vormittag wieder traditionell durch Warnemünde. Start ist um 10 Uhr am Leuchtturmvorplatz. Die Route führt durch die Alexandrinenstraße, Kirchenstraße, Mühlenstraße, Kurhausstraße und die Seestraße in den Kurhausgarten, wo die 84. Warnemünder Woche gegen 11:30 Uhr mit dem Fassbieranstich offiziell eröffnet wird. Eine Bühne vor dem Leuchtturm wird es nicht mehr geben, stattdessen soll für die Eröffnung und kulturelle Veranstaltungen auch in Zukunft der Kurhausgarten genutzt werden, wo die benötigte Infrastruktur bereits vorhanden ist. Hier finden am Abschlusswochenende auch das Shanty- und Trachtentreffen statt – in diesem Jahr in Verbindung mit dem Wiro-Sporttag. Zwischen den Shany-Konzerten bzw. Darbietungen der Trachtengruppen stellen sich abwechselnd Rostocker Sportvereine vor. Am 8., 9. und 10. Juli lädt die Wiro zum Open-Air-Kino auf der Warnemünder Mittelmole ein. Jeweils um 20 Uhr werden Kinofilme gezeigt, über die im Vorfeld abgestimmt werden konnte. Am Freitag wird „Spider-Man: No way home“ gezeigt, am Samstag kommt der Naturfilm „Unsere Ozeane“ auf die Leinwand. Zum Abschluss steht am Sonntagabend der Tanzfilmklassiker „Dirty Dancing“ auf dem Programm. Bereits seit heute, dem „Tag vor der Woche“, haben die Buden auf den Bummelmeilen am Alten Strom und der Seepromenade geöffnet. Das komplette Landprogramm findet ihr hier. Segelprogramm Um 10 Uhr startet morgen die Mecklenburgische Bäderregatta. 15 Yachten haben sich für die etwa 20 Seemeilen lange Mittelstreckenregatta nach Kühlungsborn und zurück angemeldet. Gesegelt wird entlang der Küste, sodass es vom Strand aus einen guten Blick auf die Schiffe gibt. Montag wird vor der Westmole die Langstreckenregatta „Rund Bornholm“ gestartet. Beide Rennen zusammen ergeben die Wertung für den Wiro XXL-Cup. Bei den 505ern wird in diesem Jahr erstmals im Rahmen der Warnemünder Woche der Europa Cup ausgesegelt. Nach St. Raphael in Frankreich und dem Gardasee in Italien findet die dritte von vier Regattaserien ab morgen auf der Ostsee vor Rostock statt. Der erste Start ist für 12 Uhr angesetzt. Bis Montag sind insgesamt sieben Wettfahrten geplant. Beach-Handball und Drachenbootrennen In der SportBeachArena am Strand unterhalb des Leuchtturms werden an diesem Wochenende nach zweijähriger Corona-Zwangspause die 26. Beach-Handball-Tage ausgetragen. Die Finalspiele finden am Sonntag ab etwa 14 Uhr statt. Ebenfalls nach zwei Jahren findet am nächsten Wochenende das Drachenbootfestival wieder statt. Auf dem Südende des Alten Stroms paddeln die Teilnehmer am 9. Juli auf der 280 Meter langen Bahn um die Wette, am Sonntag folgen die Sprintrennen über die 100-Meter-Distanz. Die Sanierung der Bahnhofsbrücke ist zwar noch nicht abgeschlossen, von der neuen Promenade am Westufer hat man jedoch einen guten Blick auf das sportliche Geschehen.

1. Juli 2022 | Weiterlesen
OB Madsen wird Wirtschaftsminister in Schleswig-Holstein

OB Madsen wird Wirtschaftsminister in Schleswig-Holstein

Tagelang pfiffen es die Möwen von den Dächern, jetzt ist es offiziell: Claus Ruhe Madsen (parteilos) gibt sein Amt als Oberbürgermeister der Hansestadt Rostock auf und wechselt als Wirtschaftsminister in die neue schwarz-grüne Landesregierung von Schleswig-Holstein. Das gab Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Abend auf dem Parteitag in Neumünster bekannt. Am Mittwoch soll das neue Kabinett im Kieler Landtag vereidigt werden. Vor fast genau drei Jahren, am 16. Juni 2019, setzte sich Madsen in der Stichwahl um das Amt des Rostocker Oberbürgermeisters gegen Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke) durch und löste Roland Methling (parteilos) ab, der nach zwei Amtszeiten altersbedingt nicht mehr antreten durfte. Madsen wurde damit zum ersten Oberbürgermeister einer deutschen Großstadt ohne deutschen Pass. Prägend für seine Jahre als Verwaltungschef der mit gut 200.000 Einwohnern größten Stadt in Mecklenburg-Vorpommern war die Corona-Pandemie. Als Rostock mit niedrigen Inzidenzen glänzte, wurde der 49-jährige Däne durch verschiedene Fernseh-Talkshows bundesweit bekannt. Eine Erklärung oder gar ein Erfolgsrezept für die geringen Corona-Zahlen gab es jedoch nicht. Als die Inzidenz in späteren Wellen in Rostock zu den höchsten in ganz Deutschland gehörte, wurde es ruhiger um den „Schnacker“, wie ihn viele Rostocker nannten – auf Plattdeutsch klingt alles liebevoll. Er wollte „Rostock bewegen“, doch Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg hielten Madsen fast die gesamten drei Jahre im Krisenmodus. So ging es bei vielen seiner Wahlkampfthemen nur schleppend voran. Der Umbau zur Fahrradstadt steckt weiter in den Kinderschuhen und auch bei seinem Lieblingsprojekt, der „lebenswerten Stadt“ blieb es weitgehend bei seinen bekannten Hoodies mit dem Smile-City-Logo. Zuletzt kratzte die abgesagte Bundesgartenschau am Image des Oberbürgermeisters. Es ist das erste Mal in der 70-jährigen Buga-Geschichte. Eingefädelt hatte die Bewerbung noch sein Vorgänger Roland Methling. Als „Motor für die Stadtentwicklung“ warb Madsen jedoch leidenschaftlich für die Gartenschau. Bei Land und Bund konnte er viele Millionen Euro Fördermittel für die verschiedenen geplanten Großprojekte einwerben. Madsens Nachfolger könnte noch in diesem Jahr gewählt werden, frühestens drei Monate nach Bekanntgabe. Der Oberbürgermeister wird in Rostock per Direktwahl für einen Zeitraum von sieben Jahren bestimmt. Wer für die Parteien oder als Einzelkandidat seinen Hut in den Ring wirft, ist noch nicht bekannt. Bis die Rostocker an die Urne gerufen werden, dürfte Chris von Wrycz Rekowski (SPD), Senator für Finanzen, Digitalisierung und Ordnung und 1. Stellvertreter des Oberbürgermeisters, die Amtsgeschäfte übernehmen.

27. Juni 2022 | Weiterlesen
Neptun-Brunnen in Warnemünde eingeweiht

Neptun-Brunnen in Warnemünde eingeweiht

„Wasser marsch“, lautete am Nachmittag das Kommando auf dem Kirchenplatz in Warnemünde, wo der neue Neptunbrunnen feierlich eingeweiht wurde. Zusammen mit den drei „Nereiden“ Nina, Lydia und Swantje enthüllte Bildhauer Thomas Jastram unter den Augen zahlreicher Schaulustiger das von ihm geschaffene Wasserspiel. Die jungen Damen standen dem Künstler dafür Modell und konnten sich heute über ihr lebensgroßes, bronzenes Ebenbild freuen. Bereits 2012 gab es die ersten Überlegungen, an dieser Stelle einen Brunnen zu errichten. Viele Jahre hat sich Alexander Prechtel dafür starkgemacht und das Projekt dank zahlreicher Spender unter der Schirmherrschaft des Rotary Clubs umgesetzt. „Du bist der Spiritus Rector dieses Ganzen“, lobte Noch-Senator Holger Matthäus das Engagement des ehemaligen Ortsbeiratsvorsitzenden. Neptunbrunnen ohne Neptun „Da ist sein Dreizack, da ist sein Netz, aber Neptun ist nicht da“, verweist Prechtel auf das leere Podest im Brunnen. Und warum fehlt ausgerechnet der Meeresgott in seinem Brunnen? Vielleicht ist er gerade im Neptun-Hotel oder auf der Neptun-Werft? Bereits jetzt ranken sich viele Mythen um sein Verschwinden. Es lag nicht am Geld, stellt Prechtel jedoch klar. Auch dass vor der Kirche kein anderer, heidnischer Gott stehen soll, ist nicht der Grund, schmunzelt er. Eine Erklärung, auf die viele angebissen hätten, sei, dass die drei Nixen den alten Mann in Zeiten der Frauenpower nicht mehr brauchen. Ganz leer ist das Podest übrigens nicht. Neben Netz und Dreizack stehen dort auch die leeren Sandalen von Neptun, in die jeder hineinschlüpfen darf und soll. „Da werden die Touristen stehen und Neptun sein wollen“, ist sich Prechtel sicher. Hat der Meeresgott im Zeitalter der sozialen Medien seinen Platz für einen Fotopoint geräumt? „Es gibt auf der Welt viele Neptunbrunnen, aber es gibt nur einen ohne Neptun“, ist der Hauptgrund für Prechtel ein anderer: „Der Brunnen ist einzigartig – so wie Warnemünde.“ Senator Holger Matthäus erzählt eine andere Geschichte: Zwischen Prechtel, Jastram und ihm hätte es Streit gegeben, wer von ihnen Neptun wird. Am Ende habe der Künstler ein salomonisches Urteil gefällt: „Wenn sich alle streiten, dann ist jeder der Gott, jeder darf sich da reinstellen.“ „Nicht so furchtbar wichtig“, war es dem Künstler selbst, „irgendwelche symbolisch-inhaltlichen Dinge da reinzubrummen“. Alle 50 Nereiden (Meeresnymphen und Begleiterinnen des Meeresgotts Poseidon in der griechischen Mythologie) darzustellen, hätte allerdings doch das Budget gesprengt. Es soll ein Brunnen sein, „der zur Beseelung des Ortes beiträgt“, sagt Jastram. Vielleicht kann der Pastor den Brunnen sogar als Taufbecken benutzen. „Es soll schön sein, es soll Freude machen, mehr soll es gar nicht sein“, sagt der Bildhauer bescheiden. „Es gibt einen Satz in der deutschen Aufklärung“, so Jastram: „Wer nach Schönheit strebt, strebt auch nach Frieden“ – wichtig in diesen Zeiten. Neptun-Brunnen komplett durch Spenden finanziert Über 260.000 Euro Spendengelder wurden in nur 15 Monaten gesammelt. Spenden kamen nicht nur von Unternehmen, Vereinen und Einwohnern des Seebads, sondern auch aus Hamburg, Berlin, Sachsen oder Bayern. Neben ein paar Großspenden wurden zahlreiche Kleinbeträge gespendet. Über 250 Überweisungen sind auf dem Spendenkonto eingegangen. Auf einer Stele neben dem Brunnen finden sich 128 Plaketten mit den Namen der Spender, die mindestens 500 Euro gegeben haben. Doch es gab nicht nur Großspenden, sondern auch „ganz, ganz viele kleine“, freut sich Alexander Gatzka, Präsident des Rotary Clubs Warnemünde. So sind allein durch eine Sammeldose in der Apotheke 3.000 Euro zusammengekommen. Im Dezember 2020 wurde mit dem Spendensammeln begonnen, damals lag das Ziel noch bei 150.000 Euro, erinnert sich Gatzka, doch „die ursprünglich kalkulierten Kosten kannten nur eine Richtung und die zeigte nach oben.“ Trotzdem konnte genug Geld gesammelt werden. „Dies ist nicht der Brunnen von irgendjemand, der den uns hier hinstellt“, betont Prechtel, „das ist unser Brunnen – ein Brunnen der Warnemünder für Warnemünde“. Als Geschenk geht er in die Obhut der Stadt über. Die Bürgerschaft hat dem bereits zugestimmt. „Ich verspreche, dass wir diesen Brunnen hegen und pflegen“, sicherte Matthäus zu. Wasser abgestellt, Fugen müssen noch trocknen Wer den Brunnen in Aktion erleben möchte, muss sich ein wenig gedulden. Das Wasser wurde kurz nach der Einweihung wieder abgestellt Die Arbeiten an den Granitplatten wurden erst gestern abgeschlossen, die Fugen müssen noch ein paar Tage durchtrocknen. Auch drei Sitzbänke sollen noch aufgestellt werden, die zuständige „Bankbeauftragte“ der Stadt ist derzeit im Urlaub. Video: Neptunbrunnen auf dem Kirchenplatz Warnemünde eingeweiht:

25. Juni 2022 | Weiterlesen
Neue Straßenbahnen für Rostock kommen von Stadler

Neue Straßenbahnen für Rostock kommen von Stadler

Die Entscheidung in der Ausschreibung über die neue Straßenbahngeneration für Rostock ist gefallen: Die Rostocker Straßenbahn AG und der Schweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler haben am Freitag, 24. Juni 2022, den Vertrag über die Lieferung von 28 Straßenbahntriebwagen des Typs Tina abgeschlossen. Tina steht für «Total Integrierter Niederflur-Antrieb». Laut Vertrag erfolgt die Lieferung des ersten Fahrzeugs Ende 2024. Im Jahr 2025 sollen die ersten Bahnen dieser Serie durch Rostock rollen und die klimafreundliche Verkehrswende in Rostock weiter vorantreiben. Die Neufahrzeuge ersetzen nach und nach einen Teil der im Betrieb befindlichen Bahnen vom Typ 6N1, die aus den Jahren 1994 bis 1996 stammen und nach rund 30 Jahren Dauereinsatz in Rente gehen. Im Vorfeld wurde die Vergabe im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung vorbereitet und entsprechend den gesetzlichen Regelungen abgeschlossen. Das Gesamtauftragsvolumen liegt bei 98,2 Millionen Euro. Das Land Mecklenburg-Vorpommern unterstützt die Anschaffung der 28 neuen Straßenbahnen mit 9,45 Millionen Euro. „Ein großer Tag für die Rostocker Straßenbahn AG – nach einem mehrjährigen Entscheidungs-, Ausschreibungs- und Vergabeprozess kaufen wir heute 28 topmoderne Straßenbahnen und freuen uns, den Rostockerinnen und Rostockern ab 2025 noch mehr Service und Sicherheit bieten zu können. Umweltverträgliche Klimaanlagen, WLAN on board und innovative Fahrerassistenzsysteme, u.a. zur Kollisionsvermeidung, werden unsere neuen Bahnen auszeichnen“, freuen sich die RSAG-Vorstände Yvette Hartmann und Jan Bleis. „Ein starkes Signal für die klimafreundliche Mobilität in Rostock und eine Investition in die Zukunft. Mit dieser Erweiterung können wir den Rostockerinnen und Rostockern zusammen mit der RSAG wieder ein Stück mehr aufzeigen, welche modernen und gleichzeitig umweltschonenden Fortbewegungsmöglichkeiten der ÖPNV in unserer Hanse- und Universitätsstadt bietet“, zeigt sich Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen begeistert. „Wir sind stolz, mit dem Auftrag der Rostocker Straßenbahn AG das innovative und besonders fahrgastfreundliche Fahrgastkonzept TINA innerhalb kurzer Zeit seit der Markteinführung bereits zum dritten Mal erfolgreich im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung platziert zu haben. Wir freuen uns, dass nach dem Tramlink mit TINA nun auch die neueste Generation Straßenbahnen aus dem Hause Stadler in Rostock zum Einsatz kommen wird.“, sagt Jure Mikolčić, CEO Stadler Deutschland „Die neuen Fahrzeuge sind auf die Bedürfnisse der Rostocker Fahrgäste und auf die Anforderungen aus Streckennetz und Fahrplan zugeschnitten.“ Bequemer, leiser und umweltschonender mit den neuen Bahnen unterwegs Bei der Entwicklung der neuen Fahrzeuggeneration wurde besonderes Augenmerk auf den Fahrgastkomfort gelegt. So bieten die dreiteiligen voll klimatisierten Zweirichtungsfahrzeuge auf rund 32 Metern Fahrzeuglänge und einer Breite von 2,65 Metern Platz für 221 Fahrgäste, 75 davon auf Sitzplätzen. Die vollständig stufenlos begehbaren barrierefreien Fahrzeuge verfügen über einen großzügigen Innenraum, der in vier geräumigen Mehrzweckbereichen die komfortable Mitnahme von Kinderwagen oder Fahrrädern möglich macht. Maximale Durchgangshöhen und Panoramafenster sorgen für ein offenes Raumgefühl und freien Ausblick. Fahrgäste können in den USB-Ladeanschlüssen ihre mobilen Endgeräte während der Fahrt laden. Moderne Doppel-TFT-Monitore sorgen für eine gut lesbare Fahrgastinformation. Um den Fahrgästen einen kostenfreien Internetzugang anzubieten, werden die Fahrzeuge mit einem Fahrgast-WLAN-System ausgerüstet. Wie alle Fahrzeuge der RSAG erhalten die neuen Bahnen ein System zur Videoüberwachung und einen modernen, bargeldlosen Fahrscheinautomaten. Vier speziell konstruierte Drehgestelle sorgen für eine hohe Laufruhe und schonen Rad und Schiene. Eine wesentliche Innovation stellen verschiedene Fahrerassistenzsysteme dar: Beispielsweise ein neuartiges Kollisionsschutzsystem, das die Sicherheit des Straßenbahnbetriebs weiter erhöhen wird. Die neuen Straßenbahnen können im gesamten Streckennetz der RSAG zum Einsatz kommen. Vorzugsweise ist der Einsatz auf den Hauptlinien 1 und 5 vorgesehen. Für alle Interessierten lohnt ein Blick in den RSAG-Straßenbahn-Blog: https://blog.rsag-online.de. Die Rostocker Straßenbahn AG betreibt insgesamt 6 Straßenbahnlinien in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock. Die Bahnen der RSAG legen dabei jährlich rund 3,2 Millionen Straßenbahnkilometer zurück. Quelle: Rostocker Straßenbahn AG, Foto: Joachim Kloock, Visualisierungen: Stadler

24. Juni 2022 | Weiterlesen
Wasserstoff-Elektrolyseanlage im Seehafen Rostock

Wasserstoff-Elektrolyseanlage im Seehafen Rostock

Innerhalb der nächsten vier Jahre soll im Überseehafen Rostock auf dem Gelände des Steinkohlekraftwerks eine 100-Megawatt-Produktionsanlage für die Erzeugung von grünem Wasserstoff entstehen. Die Elektrolyseanlage ist das Herzstück des Projektes „HyTech Hafen Rostock“, das sich auf Förderung im Rahmen des IPCEI-Programms (Important Project of Common European Interest) beworben hat. Eine finale Investitionsentscheidung ist noch nicht getroffen und erst nach Erhalt des Förderbescheides geplant. Entwickelt und gebaut werden soll die Anlage von der rostock EnergyPort cooperation GmbH, einem gemeinsamen Unternehmen von EnBW Neue Energien GmbH, RheinEnergie AG, RWE Generation SE und der Rostock Port GmbH, das jüngst in der Hanse- und Universitätsstadt gegründet wurde. Die vier Partner beteiligen sich jeweils mit knapp 25 Prozent an dem neuen Unternehmen. Ziel ist der Auf- und Ausbau einer nachhaltigen und grünen Produktions-  und Verteilungsstruktur für Wasserstoff. Der dafür erforderliche Strom soll aus Erneuerbaren Energien, wie Windkraftanlagen auf See und an Land, bezogen werden. Jährlich sollen so bis zu 6,5 Tonnen Wasserstoff klimaneutral im Überseehafen Rostock erzeugt, in ein überregionales Verteilnetz (Wasserstoff-Startnetz) eingespeist und lokalen Verbrauchern zur Verfügung gestellt werden. Der Standort ermöglicht den Ausbau der Anlage auf eine Leistung von bis zu 1.000 Megawatt und kann zur nachhaltigen Energieversorgung und Energiesicherheit Deutschlands einen wichtigen Beitrag leisten. Die Investitionen liegen im dreistelligen Millionenbereich und sollen mit Hilfe von Fördermitteln getätigt werden. „Gemeinsam mit den beteiligten Unternehmen treibt die RheinEnergie die zielgerichtete Transformation des Kraftwerkstandorts Rostock von der Steinkohle hin zu grünem Wasserstoff voran. Damit schaffen wir eine Perspektive, nicht nur für den Standort selbst, sondern für die gesamte Region. Die benötigten Mengen an grünem Wasserstoff stellen wir im Rahmen der neu gegründeten Gesellschaft künftig allen Marktteilnehmern zur Verfügung“, sagt Dr. Dieter Steinkamp, Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie AG. „Wir sehen in der Realisierung eines solchen Projektes und einem sich daran anschließenden weiteren Ausbau eine große Chance, einen Kohlekraftwerksstandort langfristig in einen zukunftsfähigen Energiestandort zu transformieren. Wir sichern damit auch Arbeitsplätze vor Ort“, sagt Rainer Allmannsdörfer, Geschäftsführer der EnBW Neue Energien GmbH, der auch Geschäftsführer des Kohlekraftwerkes ist. „Die erfolgreiche Transformation von fossilen Energieträgern wie Kohle zu nichtfossilen Energieträgern wie Wasserstoff betrifft viele Teile des Hafens. Ein konsequenter Einstieg in den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern wird die fossilen Energieträger ablösen und zur Dekarbonisierung der Region führen. Als ein Partner des gemeinsamen Unternehmens möchten wir weiterhin Impulsgeber für eine klimaschonende und nachhaltige Hafenwirtschaft sein“, hebt Rostock-Port-Geschäftsführer Jens Scharner hervor. „Der Überseehafen Rostock ist ein idealer Startpunkt für einen Wasserstoff-Hub im Nordosten Deutschlands. Im Rahmen des neuen Konsortiums trägt RWE als weltweit führendes Unternehmen bei Erneuerbaren Energien und mit ihrer Kompetenz bei der Wasserstofferzeugung maßgeblich zur grünen Transformation des Standorts und der Region bei“, sagt Sopna Sury, COO Hydrogen RWE Generation. Quelle: Rostock Port GmbH

24. Juni 2022 | Weiterlesen
Südstadt-Klinikum 2021 mit 7,14 Mio. Euro Gewinn

Südstadt-Klinikum 2021 mit 7,14 Mio. Euro Gewinn

Das Klinikum Südstadt Rostock kann auch während der anhaltenden schwierigen Pandemiephase an seine langjährige erfolgreiche Entwicklung anknüpfen. Das städtische Klinikum und größte kommunale Krankenhaus in MV hat das Wirtschaftsjahr 2021 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 7,14 Millionen Euro abgeschlossen (2020: 6,78 Mio. Euro). Zwei Millionen Euro davon werden für verschiedene Projektträger in der Hanse- und Universitätsstadt zur Verfügung gestellt. „Unser Krankenhaus und sein gesamtes Team stehen wie ein Fels in der Brandung“, lobte Senator Dr. Chris von Wrycz Rekowski die enormen Leistungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Südstadtklinikums in diesen schwierigen Zeiten. „Besonders hervorzuheben ist, dass trotz der massiven Einschränkungen der beiden vergangenen Coronajahre bei laufendem Betrieb das Klinikum die zahlreichen Baumaßnahmen planmäßig umgesetzt bzw. zielstrebig vorangetrieben habt. Wir werden auch künftig in unser Klinikum und den Ausbau des kommunalen Gesundheitsstandortes am Südstadtcampus im Interesse der Rostockerinnen und Rostocker investieren. Der Wirtschaftsplan 2022 zeigt ein Investitionsvolumen von 66 Mio. Euro bis zum Jahr 2025 auf. Wir schaffen hier und heute die Grundlagen, um auch in naher Zukunft unser Klinikum fit zu halten, das Leistungsangebot auszubauen, moderne Behandlungsplätze für die Patienten und attraktive Arbeitsplätze für die Mitarbeitenden anzubieten. Darüber hinaus sind wir in der Lage, uns auf neue Herausforderungen einzustellen und hier am Standort sinnvolle Kooperationen der örtlichen Gesundheitswirtschaft einzugehen.“ Auswirkungen durch Inflation befürchtet Die Erlöse aus den Krankenhausleistungen betrugen im Jahr 2021 insgesamt 111,7 Mio. Euro, etwas weniger als 2020 mit 113,4 Mio. Euro, bei einem Gesamtumsatz von 142,2 Mio. Euro (2020: 153 Mio. Euro). Der höhere Landesbasisfallwert von 3.746,00 Euro (+79,77 Euro), der die Grundlage für die Vergütung der Krankenhausleistungen bildet, sowie sinkende Materialkosten haben zum positiven Jahresabschluss beigetragen. Die Investitionsquote des Südstadtklinikums betrug 2021 bei einem Investitionsvolumen von 11,3 Mio. Euro 6,6 Prozent. „Angesichts der politischen Entwicklungen in Europa und weltweit stehen wir erneut vor einer herausfordernden Zeit“, befürchtet Verwaltungsdirektor Steffen Vollrath. „Während wir das Arbeiten unter Pandemiebedingungen professionalisiert haben, sind die Auswirkungen der explodierenden Kosten in fast allen Bereichen auf den Krankenhausbetrieb noch nicht abzusehen.“ Dennoch werden die nächsten Zukunftsaufgaben tatkräftig angepackt. „Noch in diesem Jahr ist neben der Erweiterung der Zentralen Notaufnahme und des Neubaus der eigenen Küche der Baustart des Ärztehauses und die Modernisierung der Geburtenstationen der Universitätsfrauenklinik am Südstadtklinikum geplant“, kündigte Vollrath an. Ein Drittel der Belegschaft arbeitet in Teilzeit Insgesamt 25.265 Patienten wurden im vergangenen Jahr am Südstadtklinikum stationär oder teilstationär behandelt sowie 2.919 Kinder geboren. Dazu kamen 49.295 ambulante Patienten sowie 10.691 ambulante und 7.787 stationäre Notfallpatienten. Im Durchschnitt verbrachten die stationären Patienten 5,7 Tage in dem städtischen Krankenhaus mit 464 Betten und 49 Tagesklinikplätzen. Trotz teilweise starker Einschränkungen in der Coronapandemie wurden im vergangenen Jahr 10.706 stationäre und 3.076 ambulante Operationen durchgeführt. Der am Klinikum Südstadt stationierte 24-Stunden-Intensivtransporthubschrauber (ITH) der Johanniter Luftrettung startete im Vorjahr insgesamt 430-mal zu Patientenverlegungen. Im Jahresdurchschnitt arbeiteten 1.454 Frauen und Männer am Klinikum Südstadt, davon sind aktuell 184 Auszubildende in sieben Berufen; ein Drittel (33 %) der Beschäftigten (501) davon in Teilzeit. Das Durchschnittsalter beträgt 40 Jahre und der Anteil der Frauen 79 Prozent. Bei einem gleichbleibenden Mitarbeiterstand stiegen die Personalkosten um 3,7 Mio. Euro in Folge von Tarifanpassungen. Über die Erfolge bei der Gewinnung von mehr Auszubildenden freute sich nicht nur die neue Pflegedirektorin Ilka Diening. „Die Fachkräftesituation bleibt unsere größte Herausforderung“, unterstrich die Diplompflegewirtin. „Die Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen sind deshalb ein entscheidender Zukunftsfaktor, den wir künftig noch stärker im Blick haben müssen.“ Leistungsspektrum den Bedürfnissen anpassen „Im vergangenen Jahr wurde der Grundstein für eine deutlich effektivere Patientenversorgung gelegt“, betonte der Ärztliche Direktor Prof. Jan P. Roesner. „Mit dem Hybrid-OP und dem neuen Herzkatheterlabor mit zwei Messplätzen sind wir optimal auf die wachsenden Bedürfnisse in der Gefäß- und Wirbelsäulenchirurgie sowie in der Herzmedizin eingestellt. Weitere Verbesserungen erwarten wir mit der Inbetriebnahme der erweiterten Notaufnahme im kommenden Jahr.“ Ein optimiertes Leistungsspektrum am Klinikum habe auch pandemiebedingte Rückgänge sowie demografische Entwicklungen auffangen können, erklärte der Mediziner. „Gerade sinkende Fallzahlen bei den Geburten und Frühchen sowie vermehrt ambulant statt stationär durchgeführte Operationen führen zu Einbußen, die wir aber unter anderem mit dem erweiterten Angebot in der Wirbelsäulenchirurgie kompensieren konnten.“ Für rund 1,3 Millionen Euro wurde 2021 neue Medizintechnik angeschafft, unter anderem ein neuer Inkubator für die jüngsten und kleinsten Patienten der Neonatologie, ein Ultraschallgerät für die Gefäßchirurgie und ein weiteres Schwerlastbett, welches nun für ein Patientengewicht bis 454 kg ausgelegt ist. „Die Materialverstärkung unserer Ausstattung ist nicht nur für unser zertifiziertes Adipositaszentrum von Bedeutung. Insgesamt registrieren wir zunehmend Patientinnen und Patienten mit extrem großem Übergewicht. Auch darauf sind wir jetzt mit unserem XXXL-Schwerlastbett vorbereitet.“ Quelle: Klinikum Südstadt Rostock

24. Juni 2022 | Weiterlesen
Buga-Absage besiegelt, Großprojekte laufen weiter

Buga-Absage besiegelt, Großprojekte laufen weiter

Die für 2025 geplante Bundesgartenschau (Buga) in Rostock ist endgültig Geschichte. Mit großer Mehrheit hat die Bürgerschaft der Hanse- und Universitätsstadt die Buga am Mittwochabend abgesagt. Es ist die erste Absage in der 70-jährigen Geschichte der Bundesgartenschau. Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen hat die Absage empfohlen, nachdem eine Risikoanalyse ergeben hatte, dass die meisten der geplanten Projekte nicht nur deutlich teurer, sondern auch nicht rechtzeitig fertig werden. „Das, was wir bis 2025 schaffen, entspricht keiner Buga mehr“, so Madsen. „Das, was eine Buga sein muss, schaffen wir nicht.“ Nicht nur vor dem Hintergrund von Corona-Pandemie und Ukraine-Krieg sei die Buga gescheitert, räumte Madsen Fehler ein. Schwierige Personalgewinnung, mangelnde Kapazitäten in der Verwaltung oder in Qualität und Tiefe nicht ausreichende Buga-Berichte führt der Verwaltungschef an. Um künftige Großprojekte zu schaffen, müsse Rostock in diesen Bereichen besser werden. Brücke, Warnowquartier und die Neugestaltung des Stadthafens auch ohne Buga „Wir müssen auf das Event Gartenschau verzichten, um die langfristige Stadtentwicklung zu ermöglichen“, so Madsen. Drei der wichtigsten Projekte sollen auch ohne Buga umgesetzt werden, hat die Bürgerschaft beschlossen. Die Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Warnow, das neue Warnowquartier am Osthafen sowie die Umgestaltung des Stadthafens mit Hochwasserschutz und Halle 625 werden weiterverfolgt. Auch die Mustersiedlung am bzw. im Iga-Park soll zeitnah umgesetzt werden. Volkstheater, Archäologisches Landesmuseum und Eltern-Kind-Zentrum An drei weiteren Großprojekten hält Rostock ebenfalls fest. Das Stadtparlament bekannte sich zum Archäologischen Landesmuseum (ALM), zum Neubaus des Volkstheaters am Bussebart sowie zum Eltern-Kind-Zentrum. Auch hier geht es um viel Geld. Fürs ALM wurde ursprünglich mit Gesamtbaukosten in Höhe von 55 Mio. Euro kalkuliert. 40 Mio. Euro davon sollte das Land tragen, Rostock wollte sich mit 15 Mio. Euro beteiligen. Angesichts des Siegerentwurfs und der Kostensteigerungen im Baugewerbe dürfte das ALM deutlich teurer werden. Gemäß Vertrag mit dem Land muss die Hansestadt Rostock lediglich „prüfen, ob sie sich bei einem nachweislich stadtgesellschaftlichen Mehrwert auch an den Mehrkosten mit einem Anteil von 27,27 Prozent beteiligt“. Das Prüfergebnis nebst Verfahrensvorschlag soll der Oberbürgermeister der Bürgerschaft jetzt zur Beschlussfassung vorlegen. An den Kosten des neuen Volkstheaters will sich das Land – wie 2019 vereinbart – mit 51 Mio. Euro beteiligen. Ursprünglich war lediglich ein Landeszuschuss von 25 Mio. Euro geplant, allerdings wurden damals noch Baukosten von 50 Mio. Euro veranschlagt. Inzwischen geht die Stadt von 183 Mio. aus, zusammen mit der Innenausstattung dürften es mehr als 200 Mio. werden. Oberbürgermeister Madsen soll in Schwerin für einen höheren Landeszuschuss werben, wurde von der Bürgerschaft aber bevollmächtigt, gegenüber dem Land zu erklären, dass Rostock die Mehrkosten selbst trägt. Für den Eigenanteil ist auch der Verkauf kommunaler Grundstücke wieder im Gespräch, obwohl die Bürgerschaft diese lt. einem Grundsatzbeschluss eigentlich nur noch in Erbpacht vergeben wollte. Auch Bundesfördermittel sowie eine Beteiligung der Umland-Gemeinden sollen geprüft werden. Den Neubau des Eltern-Kind-Zentrums möchte Rostock zusammen mit dem Land ebenfalls weiter vorantreiben, allerdings nur am Standort des Südstadt-Klinikums, nicht auf dem Campus des Universitätsmedizin. Kosten für Buga-Absage werden extern ermittelt Wie teuer das Buga-Aus den Steuerzahler zu stehen kommt, ist noch unklar. Die Verwaltung hat eine externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft damit beauftragt, die Kosten zu ermitteln. Die Umsetzung und Finanzierung der weiterhin geplanten Projekte ist Thema von Gesprächen zwischen Madsen und der Landesregierung am kommenden Montag.

22. Juni 2022 | Weiterlesen
XXL-Riesenrad in Warnemünde

XXL-Riesenrad in Warnemünde

Seit heute hat Warnemünde eine neue Attraktion. Auf der Mittelmole, zwischen Bahnhof und Neuem Strom, dreht das knapp 60 Meter hohe Riesenrad „Sky Lounge Wheel“ seine Runden und bietet einen traumhaften Blick über das Rostocker Seebad. Sky Lounge Wheel – drittgrößtes transportables Riesenrad der Welt Das „Sky Lounge Wheel“ ist eins von drei Riesenrädern des Schaustellerbetriebs Oscar Bruch jr. aus Düsseldorf. Erbaut wurde es 1999, seine Premiere feierte das Fahrgeschäft auf der Expo 2000 in Hannover. Mit einer Gesamthöhe von 58 Metern gilt das „Sky Lounge Wheel“ als drittgrößtes transportables Riesenrad der Welt. Es verfügt über 40 Kabinen, die jeweils bis zu acht Personen Platz bieten. 1.200 Meter Neonröhren und etwa 50.000 LED-Lämpchen sorgen für eine imposante Beleuchtung. In 40 Containern wurde das 400 Tonnen schwere Fahrgeschäft von Düsseldorf an die Ostsee transportiert. Vor dem Aufbau des Kolosses musste der Boden verdichtet werden, um für ausreichend Standsicherheit zu sorgen. Ein Dutzend Mitarbeiter war die letzten 14 Tage mit dem Aufbau des Riesenrads beschäftigt. „Wir haben eben alle noch Arbeitskleidung angehabt“, sagt Katrin Geisler bei der Eröffnung. Ihr Familienbetrieb hat das „Sky Lounge Wheel“ nach Warnemünde geholt – vorerst ist es gemietet. Bereits seit 20 Jahren betreibt die Rostocker Schaustellerfamilie Geisler Riesenräder. Ihr „Hanse Rad“ steht seit zwei Jahren auf der Mittelmole und wurde dort während der Corona-Pandemie mit Biergarten und Kinderkarussell zum „Treff am Riesenrad“ ausgebaut. Die Kabinen sind voll verschlossen und verglast, sodass man die Aussicht auch bei nicht so schönem Wetter genießen kann. Zudem muss man sich keine Sorgen machen, wenn die Kinder mal auf die Sitze klettern, erklärt Oscar Bruch, dem das XXL-Riesenrad gehört. Auch Rollstuhlfahrer können problemlos mitfahren. Montag wird noch eine Rampe im vorderen Bereich angebaut, kündigt Katrin Geisler an. Doch auch heute konnten schon die ersten Rollifahrer die Aussicht genießen, einfach das Fahrpersonal ansprechen! Der blaue Sonnenschutz an den Scheiben stört zwar etwas beim Fotografieren, die Fenster in den Türen lassen sich jedoch herunterschieben, sodass schöne Erinnerungsfotos von Warnemünde kein Problem sind. Anders als das „Hanse Rad“, das quer zum Seekanal stand, wurde das „Sky Lounge Wheel“ parallel zur Wasserkante aufgestellt. Während das „Hanse Rad“ gerade abgebaut wird und in den Sommermonaten auf Reisen geht, bleibt das „Sky Lounge Wheel“ voraussichtlich bis zum 4. September in Warnemünde stehen. Dann soll es zu den „Stuttgarter Wasen“ weiterziehen und das „Hanse Rad“ nach Warnemünde zurückkommen. Eine Fahrt mit dem Riesenrad kostet acht Euro für Erwachsene. Kinder bis 1,40 Meter Größe zahlen sechs Euro, die ganz Kleinen dürfen ihre Runden kostenlos drehen.Geöffnet ist täglich von 11 bis 22 Uhr, in der Saison sogar bis Mitternacht. Traumhafte Aussicht vs. Postkarten-Silhouette Während sich die einen über die traumhafte Aussicht aus fast 60 Metern Höhe freuen, zerstört es für andere den Charme des ehemaligen Fischerdorfs. Immerhin ist das Riesenrad bereits von weitem sichtbar und dominiert beliebte Warnemünder Postkarten-Motive. So zeigt es sich etwa von der Mühlenstraße aus deutlich neben dem Kirchturm. Solange die Zukunft der Mittelmole noch ungewiss ist, belebt es als Attraktion jedoch die ansonsten brach liegende Fläche neben dem Wiro-Parkplatz. XXL-Riesenrad „Sky Lounge Wheel“ in Warnemünde:

17. Juni 2022 | Weiterlesen
Vicke-Schorler-Rolle ausgestellt - 19 Meter Rostock

Vicke-Schorler-Rolle ausgestellt - 19 Meter Rostock

Sie gehört zu den bedeutendsten kulturhistorischen Schätzen der Hansestadt und ist doch nur selten im Original zu sehen: die 19-Meter lange Vicke-Schorler-Rolle aus dem 16. Jahrhundert. In kolorierten Federzeichnungen hat der Krämer Vicke (mittelniederdeutsch für Friedrich) Schorler (um 1560 bis 1625) Stadtansichten aus dem späthansischen Rostock und der Umgebung festgehalten. Zuletzt wurde das Kunstwerk 2008 zum bundesweiten Tag der Archive in der Rathaushalle gezeigt, ab morgen ist die empfindliche Bildrolle für eine Woche im Kulturhistorischen Museum zu sehen. Sonst lagert sie gut verpackt im Archiv der Stadt. Stadtansicht zeigt Gebäude und Leben der Menschen „Warhaftige Abcontrafactur der hochloblichen und weitberumten alten See- und Hensestadt Rostock Heuptstadt im Lande zu Meckelnburgk“ hat Vicke Schorler seine Stadtansicht überschrieben. Sie zeigt die wichtigsten Bauten seiner Zeit: Kirchen, Stadttore, Giebelhäuser, das Rathaus sowie die 1419 gegründete Universität. Liebevoll dargestellt wird aber auch das geschäftige Treiben der Händler auf dem Neuen Markt oder der Schiffsverkehr in Warnemünde und dem Stadthafen. Ganz realitätsgetreu ist Schorler dabei nicht vorgegangen. So hat er den Stadthafen von der Wasserseite gezeichnet und die Giebelhäuser dafür einfach umgedreht. Umfassende Restaurierung und Konservierung Im Dezember 2011 verließ die Vicke-Schorler-Rolle Rostock für eine umfassende Restaurierung und kehrte 2020 ins Stadtarchiv zurück. Insgesamt 127 Einzelblätter mit kolorierten Federzeichnungen waren in zwei übereinanderliegen Reihen auf einem säurehaltigen Pappträger aufgetragen. Dessen Bestandteile drohten die Zeichnungen zu beschädigen. „Wir haben restauratorisch das Möglichste getan, um sowohl die Papiere als auch die Tinten und die Farben zu sichern“, sagt Stadtarchivdirektor Dr. Karsten Schröder und freut sich, „dass wir das bisher größte kulturhistorische Zeugnis Rostocks, das beweglich ist, für viele Jahre, Jahrzehnte, möglicherweise Jahrhunderte gesichert haben“. Ausgeführt hat die Arbeiten der Lübecker Restaurator Boguslaw Radis. Im Rahmen der Restaurierung wurde die Bildrolle in sieben Teile zerlegt, um sie besser archivieren zu können. Jedes Auf- und Abrollen beschädigt die empfindliche Oberfläche, zudem wirken sich Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen bei 19 Metern Länge sehr viel stärker aus, begründet Schröder die Maßnahme. Jetzt können die Teile plan gelagert werden, für die Ausstellung wurden sie wieder zusammengesetzt. Neue Erkenntnisse bei der Restaurierung „Die Befunde haben mehr denn je Anlass zu Spekulationen gegeben“, umschreibt Karsten Schröder die neuen Erkenntnisse, die es der Restauration gegeben hat. „Wir sind überrascht gewesen, dass für den Hauptteil der Bildfolge, die die Stadt Rostock zeigt, eine Nummerierung der Blätter auf der Rückseite vorgelegen hat.“ Bislang waren sie unter dem Pappträger verborgen. Nicht nummeriert sind hingegen die Bilder links und rechts der Rostocker Stadtansichten. Sie entführen den Betrachter ins „Rostocker Schiffslager Warnemünde“, die Dörfer Groß Klein, Lütten Klein oder Marienehe sowie die Warnow hinauf bis ins Gebiet der Nebel mit Ansichten aus Bützow und Güstrow. Das lässt Raum für Spekulationen, so Schröder: „Sind es vielleicht zwei Werke, die miteinander verbunden worden sind?“ Vielleicht hat er auch links und rechts mit einer Vogelschauperspektive begonnen, wollte diese dann von Rostock machen und hat festgestellt, dass sie viel zu klein würde. Nicht ganz genau geklärt ist das Entstehungsdatum der Bildrolle. Schorler selbst hat auf seinem Werk vermerkt, dass er mit der Arbeit vor genau 444 Jahren, am Johannistag (24. Juni) 1578, begonnen und sie am Johannistag 1586 beendet hat. Ein geschichtsträchtiger Tag für Rostock: Am 24. Juni 1218 wurde von Fürst Heinrich Borwin I. das lübische Stadtrecht bestätigt. „Wir haben nur Fakten, mit denen wir beweisen können, dass er vier Jahre daran gearbeitet hat – von 1582 bis 1585“, sagt Schröder. Und noch eine Überraschung gab es: Die Vicke-Schorler-Rolle ist länger geworden. War sie ursprünglich einmal 18,68 Meter breit, sind es jetzt 25 Zentimeter mehr, so Schröder. Bei den Vorbereitungsmaßnahmen für eine Kopie wurden 1937 durch das Umklappen von Bildteilen und das Abschneiden von Rändern Teile verborgen. Ausstellung vom 17. bis zum 24. Juni geöffnet Die Vicke-Schorler-Rolle kann vom 17. Juni bis zum 804. Stadtgeburtstag am 24. Juni 2022 täglich zwischen 10 und 18 Uhr im Kulturhistorischen Museum besichtigt werden. Auch am kommenden Montag ist die Ausstellung außer der Reihe geöffnet. Aufgrund des erwarteten großen Interesses sei mit Wartezeiten zu rechnen, sagt Museumsdirektor Dr. Steffen Stuth. Die angebotenen Führungen und Vorträge sind bereits komplett ausgebucht. 81.000 Euro haben Restaurierung und Konservierung insgesamt gekostet. 35.000 Euro kamen vom Freundeskreis der Kulturstiftung der Länder, 15.000 Euro von der Jahresköste der Kaufmannschaft zu Rostock, die restlichen 31.000 Euro aus dem Budget des Stadtarchivs.

16. Juni 2022 | Weiterlesen
Mittelmole Warnemünde – Gutachten vorgestellt

Mittelmole Warnemünde – Gutachten vorgestellt

In den Prozess um die Zukunft der Mittelmole kommt wieder Bewegung. Nachdem Einwohner, Verwaltung und Politik zuletzt im November 2021 die Zukunft des Warnemünder Filetstücks diskutierten, liegt jetzt das abschließende Gutachten des beauftragten Hamburger Büros Urbanista vor. In den nächsten Tagen soll es auf der Website „Viele Mittel eine Mole“ veröffentlicht werden. Gestern Abend gab Anja Epper, Sachgebietsleiterin im Stadtplanungsamt, im Ortsbeirat des Seebades einen ersten Überblick und erläuterte, wie es jetzt weitergeht. Gutachten, kein städtebaulicher Entwurf Urbanista hat keinen städtebaulichen Entwurf gemacht, das war nicht die Aufgabe, betonte Epper. Ziel war es, den festgefahrenen Arbeitsprozess wieder auf Anfang zu setzen, um zusammen zu einem Ergebnis zu kommen. „Leute, ihr habt hier ein Filetstück, ihr müsst es gemeinsam und sorgsam machen“, fasst die Stadtplanerin die Ergebnisse zusammen. Die Verwaltung habe eine andere Aufgabe als die Wiro, Ortsbeirat und Bürger haben ebenfalls eine andere Aufgabe – die unterschiedlichen Kräfte und Interessen müssen auf der Sachebene wieder zusammengebracht werden. Dabei muss auch die Frage der Steuerung geklärt werden, so Epper. „Wer ist Entwicklungsträger einer Mittelmole? Die Wohnungsgesellschaft baut Wohnungen, wer baut die Straßen und die öffentlichen Räume?“ Wohnen auf der Mittelmole „Urbanista hat sehr deutlich das Thema ‚Urbanes Quartier‘ angesprochen, es kann nicht nur ums Wohnen gehen“, so Epper, sondern um „die Mittelmole als lebendiges Quartier“. An solch einem 1A-Standort könne man im Erdgeschoss nicht wohnen, da muss etwas anderes sein, findet die Stadtplanerin klare Worte. Wohnungen sollen jedoch entstehen. „Ein Quartier mit 150 bis 300 Wohneinheiten wird Teil des städtebaulichen Entwurfs sein“, sagt Epper, allerdings ohne Landmarke (‚Hochhaus‘) und nur Miet-, keine Eigentums- oder Ferienwohnungen. Die Realisierung von sozialem Wohnungsbau soll geprüft werden. Diese Punkte hatte Wiro-Chef Ralf Zimlich bereits zugesagt. Ortsbeirat möchte Bürgerhaus auf der Mittelmole Ein ganzjährig nutzbarer, multifunktionaler Veranstaltungsraum soll auf der Mittelmole ebenfalls entstehen. Was machbar und finanzierbar ist und wer Träger wird, soll eine Machbarkeitsstudie klären, sagt Epper. Wie der „multifunktionale Veranstaltungsraum“ aussehen soll, ist für Wolfgang Nitzsche (Linke) bereits klar: Er möchte ein Bürgerhaus. „Wir haben da schon sehr konkrete Vorstellungen“, erläutert der Ortsbeiratsvorsitzende. „Finanziert wird das zum Teil natürlich durch die Stadt.“ Nitzsche strebt eine Mischfinanzierung durch Sozial- und Kulturamt an. „Entscheidend ist, ob die Stadtverwaltung da mitspielt bei der derzeitigen Haushaltslage.“ „Nehmen Sie das Wort Raum nicht wörtlich“, stellt Epper klar. Es können auch zwei, drei oder fünf Veranstaltungsräume werden, vielleicht sogar das gewünschte kleine Bürgerhaus. „Letztendlich geht’s ums Geld.“ Es wird jedoch kein klassisches Stadtteilbegegnungszentrum, betont die Stadtplanerin, „dafür ist die Anzahl der Personen, die hier sind, einfach zu gering“. Zwei Beschlussvorlagen geplant Bis zum Herbst soll es zwei Beschlussvorlagen für die Bürgerschaft geben. Ein Beschluss soll das Gutachten zur verbindlichen Grundlage für die weitere Arbeit der Verwaltung erklären. Die zweite Vorlage soll städtebauliche Ziele als Ergänzung zum Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan formulieren. Das Wichtigste ist, so Epper: „Die müssen klar formuliert sein, damit wir da nicht schon wieder in die Missverständnisse oder die verschiedene Interpretation kommen – ist das ein Prüfauftrag oder eine Verpflichtung?“ Im September sollen die Vorlagen im Ortsbeirat vorgestellt, im Oktober bereits von der Bürgerschaft beschlossen werden. „Das ist mir ein bisschen zu knapp“, fand nicht nur Mathias Ehlers vom Umweltausschuss. „Das riecht schon wieder fast wie: Beschlussvorlage ist da und muss nur noch durchgewunken werden“, kritisierte er den straffen Plan und forderte ausreichend Zeit für eine Diskussion der Papiere.

15. Juni 2022 | Weiterlesen
Sechste Orang-Utan-Geburt im Darwineum

Sechste Orang-Utan-Geburt im Darwineum

Mit großer Vorfreude hat das Team im Darwineum der Geburt von Hsiao-Nings zweitem Jungtier entgegengefiebert. Heute Morgen entdeckten die Tierpflegerinnen und Tierpfleger das Neugeborene. Der kleine Junge ist der Bruder der 2017 geborenen Niah. Papa ist das Rostocker Orang-Utan-Männchen Sabas (18), der zusammen mit den Weibchen Hsiao-Ning (18) und Cantik (10) sowie den Jungtieren Niah (4) und LinTang (4) in einer Gruppe lebt. „Hsiao-Ning und ihr Sohn sind offenbar wohl auf und wahrscheinlich schon ab morgen auf der Anlage unterwegs und damit für die Besucherinnen und Besucher zu sehen“, informierte die Kuratorin für Säugetiere, Daniela Lahn. „Es ist bereits der sechste Orang-Utan-Nachwuchs im 2012 eröffneten Darwineum. Das gesamte Zooteam freut sich über den neusten Zuwachs bei den Menschenaffen.“ Zur zweiten Orang-Utan-Gruppe gehören Orang-Utan-Dame Sunda (45) mit ihrem Langzeitpartner Ejde (42) und ihrem Nachzögling Bayu (2) sowie Weibchen Miri (17) mit ihrer Tochter Mayang (4). Die bereits 2013 geborene Surya ist vor zwei Jahren in den Tiergarten Schönbrunn in Wien gewechselt. Quelle: Zoo Rostock, Foto: Kerstin Genilke

15. Juni 2022 | Weiterlesen
Gehweg in der Schillerstraße Warnemünde soll erneuert werden

Gehweg in der Schillerstraße Warnemünde soll erneuert werden

Wer durch die Warnemünder Schillerstraße geht, muss gut aufpassen, wo er hintritt. Die Wurzeln der alten Alleebäume haben Verwerfungen hervorgerufen und sorgen auf den Gehwegen für Stolperfallen. Da sich in der Schillerstraße eine Seniorenvilla sowie das Pflegeheim der Volkssolidarität befinden, sind hier besonders viele betagte Warnemünder unterwegs. Seit Jahren beklagen Anwohner den desolaten Zustand der Wege, jetzt sollen sie endlich saniert werden. Am Dienstagabend stelle Ute Wieckowski vom Tiefbauamt zusammen mit dem zuständigen Planer Uwe Neuendorf von Inros Lackner die Entwurfsplanung vor. Ausreichend breite Gehwege und wesentliche Verbesserung für bestehende Bäume Die größte Herausforderung bei der Erneuerung der Gehwege stellt der zu erhaltende Baumbestand in der Schillerstraße dar, erläutert Planer Uwe Neuendorf. Drei Varianten wurden für die neue Aufteilung des Querschnitts zwischen Gehweg und Baumstreifen untersucht. Als Vorzugsvariante ergab sich eine Breite von 1,66 Meter für den Gehweg und 1,49 Meter für den Randstreifen mit den Baumscheiben. Die Gehwegbreite entspricht dem Regelmaß, so Neuendorf. Außerhalb der Baumflächen steht eine Breite von 2,37 Meter zur Verfügung, sodass sich Fußgänger dort problemlos begegnen können. Die Baumscheiben werden nicht nur in der Breite, sondern auch in der Länge auf sechs bis sieben Meter vergrößert, sodass sich pro Baum eine Grundfläche von über zehn Quadratmetern ergibt. Der krumme Wert für die Gehwegbreite resultiert daraus, dass – wie bereits an anderen Stellen in Warnemünde – ein quadratisches Pflaster mit Bischofsmützen verlegt werden soll und man möglichst wenig Verschnitt möchte, so Neuendorf. Die Pflastersteine auf dem Hauptweg werden ungebunden, die Natursteine auf dem Sicherheitsstreifen gebunden verlegt. Auch die Straßenbeleuchtung soll erneuert werden. Für jeden einzelnen Baum hat ein im Vorfeld erstelltes Baumgutachten ermittelt, wie der Gehweg gestaltet werden soll, um die Wurzeln zu schonen. In einigen Bereichen muss der Gehweg um zehn bis 15 Zentimeter angehoben werden, erklärt Neuendorf. Zudem verringere der größere Abstand zu den Bäumen die Gefahr, dass deren Wurzeln den Gehweg wieder schädigen. Den kompletten Gehweg anzuheben, um eine durchgängig ebene Fläche zu erhalten, sei nicht möglich gewesen, da dies die Zufahrten zu den Grundstücken beeinträchtigt hätte. Ein weiteres Problem: Teilweise reichen Müllabstellplätze, Steine oder Pflanzen in den öffentlichen Raum hinein. Diese müssen vor Beginn der Baumaßnahme von den Eigentümern auf ihr Grundstück zurückgesetzt werden. Vier Bäume sollen gefällt werden Drei Bäume müssen im südlichen Teil der Schillerstraße – zwischen Wachtler- und Parkstraße – gefällt werden. „Das Baumgutachten sagt, dass die schon im Absterben sind“, so Neuendorf. Die Restlebenszeit wurde nur noch mit drei, fünf bzw. acht Jahren angegeben. Zusätzlich soll in der Einmündung zur Wachtlerstraße ein Baum entnommen werden, der sich lt. Baumgutachter ebenfalls in einem sehr schlechten Zustand befindet. Ersatzpflanzungen sollen in der Schillerstraße selbst erfolgen. Nicht nur dort, wo die drei Bäume gefällt werden, sind Nachpflanzungen geplant, sondern auch in Bereichen, in denen früher bereits Bäume standen. „Ob das ausreichend ist für die Fällungen, die vorgesehen sind, muss noch geklärt werden“, erläutert Ute Wieckowski. Wenn der Platz direkt vor Ort nicht ganz ausreicht, soll zusammen mit dem Amt für Stadtgrün geprüft werden, ob die restlichen Pflanzungen an anderen Standorten in Warnemünde erfolgen können. In der Vergangenheit gab es häufig Kritik daran, dass Ersatzpflanzungen außerhalb des Seebads, teilweise sogar in der Rostocker Heide erfolgt sind. Zeitplan Die Entwurfsplanung ist abgeschlossen und befindet sich derzeit in der Ämterabstimmung. Bis Ende November soll die Ausführungsplanung erarbeitet werden, im Dezember die Ausschreibung der Bauleistungen erfolgen. Läuft alles nach Plan, könnte im März 2023 mit der Umsetzung der Baumaßnahme begonnen und die Gehwege auf einer Länge von 220 Metern beidseitig erneuert werden, erläutert Planer Neuendorf. Während der Bauzeit soll die Benutzung einer Seite immer gewährleistet sein.

15. Juni 2022 | Weiterlesen
Buga in Rostock (fast) endgültig abgesagt

Buga in Rostock (fast) endgültig abgesagt

Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen wird der Bürgerschaft empfehlen, das einmalige Event Buga nicht durchzuführen. Die Auswertung der Risikoanalyse und eine erneute Prüfung der geplanten Projekte habe bestätigt, dass Genehmigung und Umsetzung der Vorhaben aufgrund veränderter Rahmenbedingungen durch Corona und den Krieg in der Ukraine nicht rechtzeitig realisiert werden können und zudem mit erheblichen Kostensteigerungen verbunden wären. Diese Einschätzung legte der Oberbürgermeister Madsen gestern Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister und Leiter der Interministeriellen Arbeitsgruppe zur Buga Dr. Till Backhaus in einem konstruktiven und offenen Vier-Augen-Gespräch vor. „Ich bin froh, dass sich der Oberbürgermeister nun endlich klar positioniert hat, auch wenn wir uns definitiv ein anderes Ergebnis gewünscht hätten. Wir alle hätten die Bundesgartenschau gern in Rostock gesehen – das sage ich in aller Deutlichkeit. Temporäre Großereignisse wie die Buga können die Entwicklung einer Stadt in hohem Maße vorantreiben. Diesen Schwung hätte auch Rostock mitnehmen sollen. Dass der Plan nicht aufgegangen ist, ist bitter, aber ein Fakt, mit dem wir nun weiterarbeiten müssen. Ich habe den Oberbürgermeister daher gebeten mir nun unverzüglich eine Liste mit den für Rostock prioritären Projekten sowie einen verbindlichen Zeitplan für deren Finanzierung, Genehmigung, Umsetzung und Unterhaltung vorzulegen. Die Unterlagen werden von den beteiligten Ressorts zunächst auf Minister- und dann auf Staatssekretärsebene beraten. Dazu liegt bereits eine eng getaktete Terminkette vor“, betonte Backhaus. Claus Ruhe Madsen unterstreicht: „Ich freue mich, dass das gestrige Gespräch mit Herrn Minister Dr. Backhaus lösungsorientiert verlief. Wir haben besprochen, wie die Stadtentwicklung auch ohne das einmalige Event Buga mit Unterstützung des Landes erreicht werden kann.“ Einig sind sich Stadt und Land bereits jetzt, dass der Küsten- und Hochwasserschutz im Stadthafen fester Bestandteil der umzusetzenden Projekte sein wird: „Die Planungen dazu sind bereits sehr weit vorangeschritten und berücksichtigen auch den Erhalt der touristischen Infrastruktur vor Ort“, so Backhaus. Der Minister sicherte auch zu, sich innerhalb der Landesregierung dafür einzusetzen, weitere wichtige städtebauliche Projekte zu unterstützen. Madsen betonte in diesem Zusammenhang, dass er der Bürgerschaft empfehlen werde, die prioritären Projekte aus der bisherigen Buga-Planung weiter mit Nachdruck zu verfolgen. Dazu gehören: die Entwicklung des Stadthafens, Halle 625, der Plaza und der Vorarbeiten für das Archäologische Landesmuseum die Warnowbrücke als Leitsternprojekt moderner Mobilität und Realisierung des Rostocker Ovals das Warnowquartier als Modellprojekt mit bundesweiter Bedeutung für moderne Wohnquartiere und der Stadtpark als städtebauliche Entwicklung „Auch für die weiteren bisherigen Buga-Projekte werden wir Optionen entwickeln, aber nicht alle unsere Wünsche werden noch umsetzbar sein oder nur bei zeitlicher Verschiebung“, sagte Madsen. Mit der Bewerbung um die Ausrichtung der Bundesgartenschau 2025 hatte Rostock im Jahr 2018 ein sehr ambitioniertes Projekt zur Gestaltung des Ovals entlang der Warnow beschlossen. Seither wurde mit großem Engagement an der Umsetzung der damit verbundenen Projekte gearbeitet. „In Auswertung der aktuellen Risikoanalyse und vieler Prüfungen müssen wir uns nun jedoch eingestehen: Die Welt ist heute eine andere als 2018. Und wir waren nicht kritisch genug auf diesem Weg. Wir haben Defizite in der Bewertung und in der Kommunikation der jeweiligen Sachstände nicht erkannt. Es ist uns nicht gelungen, die dafür benötigten personellen Kapazitäten rechtzeitig aufzubauen. Auch ich muss mir vorwerfen, hier zu optimistisch gewesen zu sein. Im Ergebnis bleibt uns nur, auf die Buga zu verzichten und mit aller Kraft in die Umsetzung der für unsere Stadtentwicklung so wichtigen Projekte und damit künftigen Wohlstand zu investieren. Dies wird – nach umfangreichen Prüfungen und Gesprächen – auch meine Empfehlung an die Mitglieder der Bürgerschaft sein“, fasste Madsen zusammen. „Die Herausforderungen werden also nicht kleiner: Unser erklärtes Ziel bleibt die nachhaltige Stadtentwicklung Rostocks“, so der Oberbürgermeister. „Wir bauen dabei auf die weitere Unterstützung von Landesregierung und Bundesregierung und benötigen auch weiterhin die Kraft und das Engagement aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Buga GmbH bei der Umsetzung dieser Stadtentwicklungsprojekte. Rostock wird auch in Zukunft seiner Rolle als Motor für die Entwicklung von Mecklenburg-Vorpommern gerecht.“ Quelle: Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern & Hanse- und Universitätsstadt Rostock

10. Juni 2022 | Weiterlesen
Abriss der Goetheplatzbrücke führt zur Vollsperrung des Südrings

Abriss der Goetheplatzbrücke führt zur Vollsperrung des Südrings

Zwischen Rostocks Innenstadt und der Südstadt kommt es in den nächsten beiden Wochen zu erheblichen Verkehrseinschränkungen. Im Rahmen des Ersatzneubaus für die Eisenbahnüberführung Goetheplatzbrücke wird der nördliche Brückenteil abgerissen. Dafür muss der Südring in diesem Bereich voll gesperrt werden. Betroffen sind Fußgänger, Radfahrer, Kraftfahrzeuge sowie der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV). Vollsperrung des Südrings vom 13. bis zum 27. Juni 2022 Der vierstreifige Südring wird zwischen Goetheplatz und Platz der Freundschaft voraussichtlich vom 13. Juni 21 Uhr bis zum 27. Juni 2022 komplett gesperrt. Innerörtlich wird der Kfz-Verkehr über Südring, Parkstraße, Saarplatz und Arnold-Bernhard-Straße zum Deutsche-Med-Platz umgeleitet. Alternativ kann der etwas kürzere Weg über die Erich-Schlesinger-Straße und die Hundertmännerbrücke zum Saarplatz genutzt werden. Falls es hier zum Stau kommt, achtet bitte darauf, dass die Einsatzfahrzeuge der Feuerwache 1 in der Schlesinger-Straße nicht behindert werden! Besonders in den Hauptverkehrszeiten dürften Parkstraße, Arnold-Bernhard-Straße und Saarplatz zum Nadelöhr werden. Es empfiehlt sich, den Bereich weiträumig zu umfahren oder auf den ÖPNV umzusteigen. Wer von der Autobahn in die Innenstadt möchte, sollte nicht die Abfahrt Rostock-Südstadt von der A20 nutzen, sondern über die Abfahrt Rostock-West und die Hamburger Straße fahren. Alternativ können die A19-Abfahrten Rostock-Ost und Rostock-Nord genutzt werden. Fußgänger und Radfahrer können an diesen Tagen den Tunnel am Hauptbahnhof oder in der Schwaaner Landstraße nutzen. Ab dem 28. Juni steht für den Kfz-Verkehr in beide Richtungen jeweils nur noch ein Fahrstreifen zur Verfügung. Der Rad- und Fußweg ist einseitig nutzbar – je nach Bauphase auf der Ost- oder Westseite. Voraussichtlich Ende Oktober 2023 ist eine weitere mehrtägige Vollsperrung für den Abriss des südlichen Brückenteils geplant. Einschränkungen im Straßenbahnverkehr Während Fußgänger, Radfahrer und Kraftfahrzeuge die Baustelle nach der Vollsperrung wieder passieren können, erfordert der Rück- und Neubau der Mittelstützen eine komplette Sperrung der Straßenbahntrasse zwischen Goetheplatz und Platz der Freundschaft bis voraussichtlich April 2023. Bereits ab dem 10. Juni werden die Linien 2 (Kurt-Schumacher-Ring – Reutershagen) und 3 (Dierkower Allee – Neuer Friedhof) über die Lange Straße umgeleitet, die Linie 4 (Dierkower Allee – Campus Südstadt) über den Hauptbahnhof. Die Tramlinien 1, 5 und 6 sind von der Baustelle nicht betroffen. Die Buslinie 25 von Evershagen zum Doberaner Platz wird als Schienenersatzverkehr bis zum Hauptbahnhof Süd verlängert. Sie hält am Schroeder- und Goetheplatz sowie an der Stadthalle. Während der zweiwöchigen Vollsperrung wird statt der Süd- die Nordseite des Hauptbahnhofs angefahren. Die Linie 27 endet immer am Hauptbahnhof Süd, verlängerte Touren zur Nordseite wird es bis April 2023 nicht geben. Während der zweiwöchigen Vollsperrung wird die Fledermauslinie F1 zwischen Schröderplatz und Erich-Schlesinger-Straße über die Arnold-Bernhard-Straße und die Hundertmännerstraße umgeleitet. Ebenfalls von Umleitungen betroffen sind die Rebus-Linien 112, 113, 120, 121 und 123. Die S-Bahnen fahren nach aktuellem Stand ohne Einschränkungen. Bauinfoportal der Bahn Informationen der RSAG Informationen von Rebus

9. Juni 2022 | Weiterlesen
Hochwasserschutz im Stadthafen - Pläne vorgestellt

Hochwasserschutz im Stadthafen - Pläne vorgestellt

Das Land plant im Rostocker Stadthafen den Bau eines 3,54 Meter hohen Hochwasserschutzes. Die fast drei Kilometer lange Sturmflutschutzanlage soll vom Kabutzenhof bis zur Vorpommernbrücke reichen und überflutungsgefährdete Bereiche in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt (KTV) sowie der Altstadt vor Sturmfluten schützen. Verantwortlich für Planung und Bau ist das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg (StALU MM). Zusammen mit der Stadtverwaltung und dem Team der Bundesgartenschau (Buga) stellte es heute im Rathaus den aktuellen Planungsstand vor. Alle Details sind aber noch nicht geklärt. Harmonie zwischen Stadt und Land? „In einer guten Harmonie, bis zum heutigen Tag“ würden die Gespräche zwischen Stadt und Land verlaufen, beteuerte Holger Matthäus (Grüne), Senator für Infrastruktur, Umwelt und Bau: „Wir haben die Chance, in einem großen Gemeinschaftsprojekt nicht nur den Stadthafen zu entwickeln, sondern gleichzeitig auch den Hochwasserschutz mit zu planen und zu bauen.“ Auch Till Backhaus (SPD), Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt, lobte „die intensiven Gespräche im 14-tägigen Rhythmus“ und dass die Fachämter der Stadt von Beginn an in die Planungen miteinbezogen wurden. „Es wäre dem Haushaltsgesetzgeber und den Steuerzahlern nicht zu vermitteln, wenn ohne Berücksichtigung von lokalen Interessen Gelder ausgegeben werden für Lösungen, die zwar ihren fachlichen Sinn ergeben, aber Streit bei und mit den zu schützenden Personen oder Firmen auslösen.“ Bedenken gab es vor allem von Gastronomen am Kempowskiufer, die eine hohe, hässliche Mauer vor ihren Restaurants befürchten. Backhaus betonte, dass der Küsten- und Hochwasserschutz bebauter Gebiete mit einem Ortskern zwar „originäre Aufgabe des Landes Mecklenburg-Vorpommern“ ist, doch „das, was draußen rum passiert“, so der Minister, „ist Aufgabe der Stadt“. „Ich hoffe, ich höre heute auch, wie weit die Planungen sind. Und was der ganze Spaß kostet.“ Darauf hatte Rostock allerdings noch keine Antwort. Hochwasserschutz und die Bundesgartenschau Bei so viel Harmonie hatte der Minister sogar einen Blumenstrauß mit ins Rathaus gebracht. Der war allerdings für seine Amtsleiterin Ines Liefke. Seit 25 Jahren steht die StALU-Chefin in Diensten des Landes. „Dafür gibt’s die Blumen, die gibt’s nicht für die Buga“, konnte sich der Minister einen Seitenhieb in Richtung Stadtverwaltung nicht verkneifen. Erst gestern hatte der Buga-Aufsichtsrat noch einmal bekräftigt, dass „die Umsetzung einer Buga nach den Kriterien einer Bundesgartenschau im Jahr 2025 im Rostocker Oval nicht möglich“ sei. Genau daran hatte Backhaus jedoch Fördermittel in Millionenhöhe geknüpft. Die geplante Umgestaltung des Christinenhafens, die Warnowbrücke und das Archäologische Landesmuseum haben direkten Einfluss auf den Hochwasserschutz. „Alles hängt mit allem zusammen“, so Backhaus. „2025 ist seit gestern vom Tisch. Doch die Stadt steht weiter in der Verantwortung und muss sagen, welche Alternativen sie will.“ Hochwasserschutz ist wirtschaftlich sinnvoll Auch wenn viele Details noch offen sind, ist ein Punkt inzwischen klar: Der Hochwasserschutz im Stadthafen wird kommen. Vor knapp zwei Jahren hatte das Stalu diesen überraschend selbst infrage gestellt, da die Hochwasserschäden kaum höher wären als die Kosten des geplanten Sturmflutschutzes. Ein neue Berechnung mit mikroskaligem Ansatz hat jedoch deutlich höhere Schadenssummen ergeben, erläutert Dr. Lars Tiepolt, Dezernatsgruppenleiter im StALU. Danach ist der Nutzen rund zwölfmal so hoch wie die Kosten für den Hochwasserschutz. 3,54 Meter hoher Hochwasserschutz, aber keine drei Meter hohe Mauer Geplant wird die Sturmflutschutzanlage mit einer Höhe von 3,54 Meter über Normalhöhennull (NHN). Basis für die Berechnung ist ein statistisch alle 200 Jahre auftretendes Referenzhochwasser von 2,50 Meter. Dazu kommt ein Vorsorgemaß von 0,84 Meter für den aufgrund des Klimawandels bis 2100 erwarteten Anstieg des Meeresspiegels. Zusammen mit einem Mindestfreibord von 0,20 Meter für den Wellengang ergibt sich die Konstruktionsoberkante von 3,54 Meter über NHN. Der Wert bedeutet natürlich nicht, dass im Stadthafen eine entsprechend hohe Mauer gebaut wird. Einerseits liegt die Kaikante bereits deutlich über der Wasserlinie, andererseits steigt das dahinterliegende Gelände teilweise bereits an. Dennoch liegt die durchschnittliche Ansichtshöhe bei 1,28 Meter, auf Höhe der Friedrichstraße wären es sogar 1,87 Meter – drüber schauen oder gar steigen kann man dort nicht mehr. Wenn es möglich ist, werden wir immer versuchen, die Spundwand zu verstecken, verspricht Tiepolt. Matrosendenkmal, Kabutzenhof und Kehrwieder Für die Überfahrt von der L22 zum Kabutzenhof ist eine Fahrbahnanhebung geplant. Das Matrosendenkmal erhält eine terrassenartige Freianlage. Bis kurz vors Braugasthaus „Zum alten Fritz“ soll die Hochwasserschutzwand zwischen der L22 (Warnowufer) und dem Geh-/Radweg verlaufen. Aktuell sind zwei Übergänge mit Treppen und Rampen geplant. Die Vorzugsvariante der Stadt sieht für den Bereich bis zum M.A.U. Club eine Neuaufteilung des Straßenraums vor, erklärt Ralph Müller, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Wirtschaft. Der Gehweg wird auf max. 3,50 Meter ausgebaut, Kraftfahrzeuge und Radfahrer teilen sich die fünf Meter breite Anliegerstraße. Der Grünraum zwischen Hochwasserschutzwand und L22 wird auf 5,50 Meter ausgebaut, mit Bäumen bepflanzt und von der L22 zur Mauer hin angeböscht, sodass sich deren sichtbare Höhe auf 0,50 Meter reduziert. Es gehe um eine „standortgerechte Gestaltung“, sagt Rostocks oberster Stadtplaner. Schließlich sei der Stadthafen nicht weniger als die „gute Stube“ der Hansestadt. Die vorhandenen Bäume müssen nicht zwangsweise gefällt werden, man könne diese auch – wie in der Fritz-Reuter-Straße getestet – umsetzen, erläutert Holger Matthäus. Schwieriger wird es im Bereich östlich der Straße Kehrwieder – die dort vorhandene zweireihige Allee genießt besonderen Schutz. Christinenhafen und Kempowskiufer Im Bereich des Christinenhafens ist weiterhin eine Geländeerhöhung durch Aufschüttungen auf die erforderliche Höhe von 3,54 Meter vorgesehen. Im Siegerentwurf für das Areal sind Wiesenschollen („Grüne Dünen“) vorgesehen, die den Hochwasserschutz verstecken, erklärt Robert Strauß. „Aufenthaltsqualität und Hochwasserschutz sind möglich“, ist der Chefplaner der Buga-GmbH überzeugt. Besonders sensibel ist der Bereich am Kempowskiufer, wo die Mauer zwischen Kaikante und Gebäuden verlaufen soll. Kritik gab es vor allem von den hier ansässigen Gastronomen. Die aktuelle Vorzugsvariante der Stadt sieht für diesen Bereich verschiedene Maßnahmen vor. Die Fahrradstraße zwischen Mauer und Häusern soll geringfügig um bis zu 30 Zentimeter angehoben werden, die Grünflächen deutlich um bis zu 1,20 Meter. Zur Fahrradstraße soll die sichtbare Höhe durch eine Geländemodellierung (Anhäufung) reduziert werden. Nur an den Durchgängen wäre die volle Höhe der Mauer von 1,20 Meter wahrnehmbar. Die absolute Höhe des Hochwasserschutzes wird von 3,54 Meter auf 3,20 Meter über NHN reduziert und erst in Zeitscheiben bis 2070 realisiert. Dies entspricht dem noch vor einigen Jahren erwarteten Anstieg des Meeresspiegels. Anschließend würde die Mauer auf ihre endgültige Höhe gebracht. Silohalbinsel und Vorpommernbrücke Für die Silohalbinsel sind derzeit noch zwei Varianten im Gespräch. Die Mauer könnte entlang der Kaikante oder der L22 geführt werden. Bevorzugen würde er die erste Variante, so Tiepolt. Zwar wurden beim Bau der Gebäude die Hochwasservorschriften berücksichtigt, jedoch nicht das kürzlich erhöhte Vorsorgemaß. Zudem wäre der Zugang zu den Gebäuden abgeschnitten, wenn das Hochwasser zwischen ihnen und der Schutzmauser an der L22 steht. An der Holzhalbinsel verläuft die Hochwasserschutzwand weiter entlang der L22 bis hinter die Straßenbahnhaltestelle „Stadthafen“. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite führt sie zurück bis ans geplante Petritor. Erst hier ist das Gelände wieder hoch genug. Wenn die marode Vorpommernbrücke erneuert wird, könnte diese vielleicht bis an die Slüterstraße heran auf die erforderlichen 3,54 Meter erhöht werden, blickt Stadtplaner Müller in die Zukunft, allerdings müssten dafür auch die Straßenbahngleise angehoben werden. Zusätzliche Schutzmaßnahmen wären in diesem Bereich dann nicht mehr erforderlich. Sperrwerk keine Option Eine klare Absage erteilte Lars Tiepolt der immer wieder aufkommenden Idee eines zentralen Sperrwerks, wie es etwa in Greifswald gebaut wurde. Dies sei sowohl von den Baukosten mit etwa 200 Mio. Euro als auch im Unterhalt (jährlich etwa zehn Prozent der Baukosten) deutlich teurer. Zudem würde man den Zugang zum Hafen kappen. Bei einer Lebensdauer von 100 Jahren müsse man damit rechnen, dass es in Zukunft Hochwassersituationen gibt, bei denen das Sperrwerk tagelang geschlossen werden müsste. Baubeginn für 2023, Fertigstellung bis 2030 geplant Das Stalu rechnet bis Ende 2022 mit einer Genehmigung der Küstenschutzmaßnahme. Im nächsten Jahr sollen Ausführungsplanung, Ausschreibung und Vergabe für einzelne Bauabschnitte beim Matrosendenkmal und im Buga-Bereich folgen. Ab 2026 – nach der bislang geplanten Buga – sind die weiteren Bauabschnitte vorgesehen. Mit dem Lückenschluss im Bereich des Archäologischen Landesmuseums soll das Gesamtvorhaben bis 2030 fertiggestellt werden. Hochwasserschutz im Stadthafen Rostock – Vorstellung der Planungen:

8. Juni 2022 | Weiterlesen
1.000. Geburt des Jahres am Südstadtklinikum

1.000. Geburt des Jahres am Südstadtklinikum

Die 1.000. Geburt in der Universitätsfrauenklinik am Klinikum Südstadt Rostock fiel auf den Pfingstsonntag. Die kleine Nauzat machte ihre Eltern und ihre Familie stolz und glücklich. Das erste Kind der Familie aus Syrien kam mit einem Gewicht von 3.270 g und einer Länge von 52 cm am 5. Juni um 17.11 Uhr zur Welt. Mutter und Baby sind wohlauf. „Nauzat“ bedeutet übrigens „Frühling“ und dementsprechend strahlte die Sonne über Pfingsten nach Kräften. „Bis zum 5. Juni wurden 1.043 Kinder am Klinikum Südstadt geboren, 513 Mädchen und 530 Jungen. 41 Familien konnten sich bei den Zwillingsgeburten gleich doppelt und ein Elternpaar sogar dreifach über ihren Nachwuchs freuen“, informierte Oberärztin Dr. Kerstin Hagen. „Im Vorjahr fiel die 1.000. Geburt etwas eher auf den 11. Mai.“ Für Zabiea Albakkour und ihre Tochter Nauzat ging es heute nach Hause zum Vater, der als Maschinenbauingenieur bei einer großen Rostocker Firma arbeitet. Die 26-Jährige lebt seit acht Monaten in Rostock und fühlt sich in der Hanse- und Universitätsstadt sehr wohl. Sie lernt fleißig die deutsche Sprache und will schon bald ihr in Syrien begonnenes Lehrerstudium an der Universität Rostock fortsetzen. „Das dreitägige Pfingstwochenende war mit 23 Geburten sehr arbeitsreich“, berichtete Dr. Kerstin Hagen. „Dabei waren nur zwei Kaiserschnitte notwendig, alle anderen Geburten verliefen normal.  Wir versuchen immer, Mutter und Kind auf natürlichem Wege in einer Spontangeburt zu begleiten“, unterstrich die erfahrene Frauenärztin. Vermutlich nach den Sommerferien in MV werden auch wieder die Infoveranstaltungen zur Geburtsvorbereitung für werdende Eltern und Geschwisterkinder stattfinden, die pandemiebedingt lange ausfallen mussten. Quelle: Klinikum Südstadt Rostock, Foto: Joachim Kloock

8. Juni 2022 | Weiterlesen
Neun-Euro-Ticket: RSAG verstärkt Angebot

Neun-Euro-Ticket: RSAG verstärkt Angebot

Der Start des 9-Euro-Tickets verlief bei der Rostocker Straßenbahn AG an den ersten Tagen problemlos. In den Bussen und Straßenbahnen wurden werktags etwa 143.000 Fahrgäste befördert, das sind rund neun Prozent mehr als sonst. Das vergangene Pfingstwochenende war mit Blick auf die Auslastung der Fahrzeuge nun wie erwartet die erste Bewährungsprobe: Am Pfingstsamstag waren gut 21 Prozent mehr Fahrgäste in Bus und Straßenbahn unterwegs, am Pfingstsonntag wurden rund 37 Prozent mehr Fahrgäste gezählt. Aufgrund dieser erhöhten Nachfrage verstärkt die RSAG vom 11. Juni bis 28. August 2022 ihr Angebot am Wochenende auf der Straßenbahnlinie 5 und der Buslinie 36: Verstärktes Angebot Buslinie 36 (Mecklenburger Allee – Diedrichshagen) Ab dem 11. Juni 2022 fahren die Busse der Linie 36 samstags zwischen circa 11 Uhr und 19 Uhr verstärkt im 7,5-Minuten-Takt und damit doppelt so häufig wie bisher. Sonntags sind die Busse der Linie 36 von circa 11 Uhr und 19 Uhr im 10-Minuten-Takt im Einsatz. Verstärktes Angebot Straßenbahnlinie 5 (Mecklenburger Allee – Südblick) Ab dem 12. Juni 2022 fahren die Straßenbahnen der Linie 5 sonntags zwischen circa 11 Uhr und 19 Uhr vier Mal pro Stunde. Auf dem Abschnitt zwischen Südstadt-Center und der Rostocker Innenstadt wird damit ein 10-Minuten-Streckentakt angeboten (durch Überlagerung mit der Linie 6). Auch zwischen der Innenstadt und Lichtenhagen sind Fahrgäste, durch die Überlagerung mit der Linie 1, im 10-Minuten-Takt unterwegs. Wie viele Tickets wurden bisher verkauft? Verkaufsstart des 9-Euro-Tickets innerhalb des Verkehrsverbunds Warnow (VVW) war der 23. Mai 2022: Bis zum 6. Juni 2022 wurden bisher rund 49.000 Tickets in den RSAG-Kundenzentren, an den RSAG-Automaten, in den RSAG-Partneragenturen und über das Mobile Ticketing (VVW-App) verkauft. Rund zwei Drittel dieser Tickets wurden für den Monat „Juni“ gekauft, die übrigen Tickets verteilen sich gleichmäßig auf „Juli“ und auf „August“. Es gibt Kunden, die haben gleich für alle drei Monate die Tickets erworben, andere haben gezielt einen bestimmten Monat gekauft. Rund 30 Prozent aller Kunden nutzten für den Kauf ein RSAG-Kundenzentrum, um Rückfragen klären zu können. Im VVW gibt es zudem rund 85.000 Abonnenten, die kein 9-Euro-Ticket kaufen brauchen: Alle VVW-Abonnenten profitieren direkt von dem 9-Euro-Ticket. Sie brauchen nichts weiter machen und können mit dem vorhandenen Ticket deutschlandweit den öffentlichen Verkehr nutzen. Bei den Abonnenten erfolgt eine Reduzierung des Abbuchungsbetrages für die Monate Juni bis August auf jeweils 9 Euro durch die VVW-ABO-Stelle. Ticketkauf nicht limitiert Das 9-Euro-Ticket ist weiterhin in allen RSAG-Kundenzentren, an den Automaten in Bus und Straßenbahn oder an der Haltestelle, bei den rund 20 RSAG-Partneragenturen und über das Mobile Ticketing der VVW-App erhältlich. Es ist auch möglich, die Tickets im Voraus für den Monat Juli und August zu erwerben. Der Preis beträgt 9 Euro pro Monat. Alle weiteren Informationen zum Geltungsbereich des 9-Euro-Tickets erhalten Fahrgäste unter www.rsag-online.de. Quelle: Rostocker Straßenbahn AG

7. Juni 2022 | Weiterlesen
Blaue Flaggen in Warnemünde und Markgrafenheide

Blaue Flaggen in Warnemünde und Markgrafenheide

Stück für Stück werden die Aufbauten, die den Warnemünder Strand in diesem Jahr wieder zu einem der attraktivsten Ausflugsziele von MV machen sollen, fertiggestellt. Eines der letzten Prunkstücke ist die SportBeachArena, Austragungsort zahlreicher Sportevents wie den Deutschen Beachsoccer Meisterschaften des DFB. Diese erhält in diesem Jahr eine völlig neue Gastronomie, die vieles anders machen will – mit Hängematten, Skulpturen und kulinarischen Besonderheiten. Beachhandball, Beachsoccer, Beachkubb oder das Crossfit-Event „Battle the Beach“: In der Warnemünder SportBeachArena ist der sandige Untergrund neben den zahlreichen Athleten der große Star. Auch in diesem Jahr lädt die Tourismuszentrale Rostock und Warnemünde mit ihren Partnern AOK und der Rostocker Brauerei auf bis zu vier Tribünen mit 1260 Plätzen Schaulustige aus Nah und Fern dazu ein, den diversen Sportevents zu folgen. Und damit sowohl die Athleten als auch die zahlreichen Event- und Strandgäste nicht hungern und dursten müssen, wird es in diesem Jahr eine ganz besondere gastronomische Versorgung geben. Ein Team rund um das Dock Inn Containerhostel und die KTV-Szenekneipe Unfug wird dem Areal ganz neue Impulse verleihen – mit Kultur, Kulinarik und Sport. Eine Skulptur für den Namen Christoph Krause, Jonas Himmel, Sascha Post und Jakob Grosse-Ophoff lassen den Wal (Name der Bar) am Warnemünder Strand landen – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn im Zentrum der Gastronomie steht eine vier Meter lange Wal-Skulptur aus Altmetall und Baustahlresten. Erdacht wurde diese von Jakob Grosse-Ophoff. „Die Skulptur hat der Bar auch ihren Namen gegeben“, sagt der UNFUG-Baumeister und Berufskünstler.Er wird dem Areal seinen unverkennbaren Stempel aufdrücken. Aus receycelten Altholzresten hat er etwa die auffächernde Dachkonstruktion der Bar gestaltet. „Ich wollte etwas bauen, was man auf jeden Fall wiedererkennt.“ Hängematteninsel und Hollywoodschaukeln Ganz generell soll hier alles etwas bunter, moderner und einfach anders sein. Mit einer Hängematteninsel, einem schattenspendenden Stretchzelt, einem Liegenetz und Hollywoodschaukeln will das Team im Hochsommer die Gäste locken. Auch kulinarisch wird man etwas Besonderes bieten, die bisherigen Strandklassiker ergänzen. „Man darf sich künftig auf frischen Salat mit Müritz-Hecht, Falafel oder Pasta mit Erdnuss-Bärlauch-Pesto freuen“, sagt Christoph Krause, Dock-Inn-Chef und Co-Betreiber von Unfug und Wal. Ein Konzept mit Überraschungen Und während man die Speisen genießt, kann man Musikern lauschen, die auf einer aus einem Seecontainer gebauten Bühne auftreten. Kooperieren wird das Wal-Team übrigens mit dem Rostocker Surfshop HW Shapes, der über die Bar Boards vermieten und SUP -Kurse anbieten wird. Das Projekt ist auf mehrere Jahre ausgelegt und hält noch einige Überraschungen bereit, verspricht Krause. „Das Konzept ist wirklich innovativ und wird frischen Wind an den Strand bringen. Sowohl die Einheimischen als auch die Gäste des Ostseebades werden hier ein Angebot erhalten, das es so in ganz MV noch nicht gibt. Damit ist der Warnemünder Strand wieder um eine Attraktion reicher“, freut sich Rostocks Tourismusdirektor Matthias Fromm. Jetboards und Schwimmkurse für Kinder Außerdem werden zwischen Diedrichshagen und Rosenort elf Strandkorbvermieter mit insgesamt rund 2200 Strandkörben für schattige Sitzgelegenheiten und die ein oder andere Verköstigung sorgen. Wer auf der Suche nach rasantem Surfspaß ist, wird bei Jetboard Experience fündig. Auf elektrischen Surfboards ist man nicht von den Wellen abhängig, sondern regelt die Geschwindigkeit mit einer Handfernbedienung auf dem Wasser. Auf Höhe des Hotel Neptun ist sowohl der AOK Active Beach mit Volleyball- und Fußballplätzen, als auch das Supremesurf Beachhouse wieder eine Anlaufstelle für alle Sportbegeisterten und Wellenreiter*innen. Das Team um den Supremesurf-Geschäftsführer Daniel Weiß bietet in diesem Jahr auch wieder Schwimmkurse für Kinder in der Ostsee an. Was im Zuge der Corona-Pandemie aus der Not geboren war, soll sich weiter etablieren – „auch, weil die Ostsee nun mal ganz andere Bedingungen bietet als eine Schwimmhalle“, sagt Weiß. Im Juli und im August werden die Kurse stattfinden. Blaue Flagge: Ein Kompliment für den Strand Dass diese in der Ostsee wieder unter sicheren Bedingungen stattfinden können, belegt die Verleihung der Blauen Flagge in Warnemünde und Markgrafenheide. Sie ist das internationale Erkennungsmerkmal für saubere Strände und eine hervorragende Wasserqualität und wird jährlich von der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung vergeben. Neben der Wasserqualität werden die Umweltkommunikation, das Umweltmanagement und der Service bzw. die Sicherheit als Kriterien herangezogen. Für das begehrte Gütesiegel werden in der Sommersaison unter anderem täglich dreizehn Kilometer Strand gereinigt. Dank an ehrenamtliche Helfer „Bereits zum 26. Mal weht an Rostocks Stränden die Blaue Flagge. Das ist ein besonderes Kompliment und eine Bestätigung dafür, dass sich unser hoher Anspruch an Sauberkeit und Sicherheit auszahlt“, sagt Matthias Fromm. Besonders dankt Rostocks Tourismusdirektor in diesem Zuge den ehrenamtlichen Helfern der DRK-Wasserwacht, die auch in diesem Jahr dafür sorgen, dass die Gäste am Strand sicher baden können. Quelle: Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde, Fotos: Joachim Kloock

7. Juni 2022 | Weiterlesen
Van-Gogh-Ausstellung in Rostock eröffnet

Van-Gogh-Ausstellung in Rostock eröffnet

Eine Multimedia-Show präsentiert seit heute in der Hansemesse Schmarl auf spektakuläre Weise das Leben und Werk von Vincent van Gogh (1853-1890). Projektionen, Videoanimationen und Musik erwecken die weltberühmten Werke des niederländischen Malers zum Leben. Immersive Experience – 360-Grad-Multimedia-Spektakel Herzstück der Ausstellung ist eine 35-minütige immersive Show, bei der die Besucher mitten im Geschehen sitzen. Immerse bedeutet übersetzt eintauchen. Bei der Van-Gogh-Ausstellung taucht der Besucher tief ins Leben und Schaffen des Künstlers ein. Moderne Technik lässt die alten Klassiker zum digitalen Erlebnis werden. 20 Beamer projizieren die Gemälde übergroß an alle vier Wände und auf den Boden des abgedunkelten Saals. Videoanimationen erwecken die Bilder zum Leben. Bäume wiegen sich im Wind, Blätter fallen auf den Boden herab. Fliegen gerade noch die berühmten Krähen übers Weizenfeld, wird der Raum im nächsten Moment zur „Sternennacht“ – der Besucher mittendrin, fast ein Teil des Gemäldes. Wer noch tiefer eintauchen möchte, kann im Anschluss an die Show eine Virtual-Reality-Brille aufsetzen und acht Van-Gogh-Bilder mit den Augen des Künstlers betrachten. Insgesamt zeigt die Ausstellung mehr als 500 Werke des Malers. Neben Multimedia und virtueller Realität hängen – ganz klassisch – auch ein paar Nachdrucke seiner Gemälde an den Wänden. Neben Selbstporträts und den berühmten Sonnenblumen-Bildern gibt es die sechs teuersten Werke Van Goghs zu sehen. Vincents berühmtes „Schlafzimmer in Arles“ hängt in Rostock nicht als Bild an der Wand, sondern wurde in einer kleinen Nische liebevoll nachgebaut. Wer selbst zum Künstler werden möchte, kann am Ende der Ausstellung zu Malvorlage und Stift greifen. Das eigene Kunstwerk kann anschließend eingescannt und an die Wand projiziert werden. Bereits mehr als eine Million Besucher weltweit Nachdem die Multimediaschau u.a. bereits in Brüssel, Paris, Barcelona, Berlin und Dresden zu sehen war, ist sie jetzt erstmals in Mecklenburg-Vorpommern zu Gast. Mehr als 500.000 Besucher haben die Ausstellung bislang im deutschsprachigen Raum gesehen. „Mit über einer Million Besuchern weltweit ist es die erfolgreichste Immersive-Ausstellung von Vincent Van Gogh“, freut sich Co-Produzent Oliver Forster. Entwickelt wurde sie 2017 in Belgien. Ursprünglich sollte die Ausstellung bereits vor zwei Wochen eröffnet werden. Die Messehalle wurde aber noch als Notunterkunft für Geflüchtete aus der Ukraine benötigt. Veranstalter Burghard Zahlmann freute sich, dass „es miteinander gelungen ist, Lösungen zu finden – im Interesse der Flüchtlinge, aber auch im Interesse der Ausstellung“. Erst in die Ausstellung, dann ins Museum Und warum sollte man in die Ausstellung gehen, statt sich die Werke direkt im Museum anzuschauen, auch wenn der Weg etwas weiter ist? „Nicht statt, sondern erst hier in die Ausstellung gehen und dann die Originale sehen“, ist die Kunsthistorikerin Nadine Luskovec überzeugt. Die Multimedia-Show ermögliche einen einfachen emotionalen Zugang zu Van Gogh und seinen Werken. „Danach gerne ins Museum fahren und sich die Originalgemälde anschauen, wo man den Pinselstrich, die dicken Farbaufträge und die intensiven Farben sieht“, so Luskovec. Öffnungszeiten und Eintrittspreise Die Van-Gogh-Ausstellung in der Hansemesse kann bis zum 28. August 2022 besucht werden. Dienstags, mittwochs und sonntags ist sie von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis samstags bis 20 Uhr geöffnet. Montags ist Ruhetag, am kommenden Pfingstmontag ist jedoch geöffnet. Tickets gibt es ab 20 Euro (ermäßigt: 14 Euro, Kinder & Jugendliche: 11 Euro) unter https://van-gogh-experience.com/rostock/, an den bekannten Vorverkaufsstellen sowie an der Tageskasse. Kinder unter sieben Jahren haben freien Eintritt, Familientickets werden ab 48 Euro angeboten. Video-Eindrücke von der Van-Gogh-Ausstellung in Rostock:

1. Juni 2022 | Weiterlesen