Neueste Nachrichten aus Rostock und Warnemünde

Asiatischer Laubholzbockkäfer in Warnemünde?

Asiatischer Laubholzbockkäfer in Warnemünde?

Bei Baumpflegearbeiten auf einem Privatgrundstück sind in Warnemünde verdächtige Ausbohrlöcher in einer Birke bemerkt worden. Entsprechende Fotos wurden an die zuständige Behörde, den Pflanzenschutzdienst des LALLF in Rostock, weitergeleitet. Die Symptome ließen sich keinem heimischen Insekt zuordnen. Die Experten des Amtes stuften das Gesehene als verdächtig für einen Befall durch Anoplophora glabripennis, den Asiatischen Laubholzbockkäfer (ALB), ein. Der Käfer ist als ein sogenannter „primärerer Unionsquarantäneschädling“ eingestuft. Er besiedelt völlig gesunde Bäume und bringt sie rasch zum Absterben. Zu seinen Wirtspflanzen zählen alle Laubbaumarten, einschließlich Obstgehölze. Er hat das Potential, bei massenhaftem Auftreten Parks und Wälder zu vernichten. „Dies wäre der erste Nachweis des Asiatischen Laubholzbockkäfers in Mecklenburg-Vorpommern“, so Agar- und Umweltminister Dr. Till Backhaus. „Vorrangig gilt es jetzt herauszufinden, ob die gefundenen Ausbohrlöcher von dem gefährlichen Quarantäne­schädling stammen. Daher erfolgte heute die Fällung des Baumes. Das Holz wird auf lebende Stadien wie zum Beispiel Larven des Schaderregers untersucht. Zur sicheren Abklärung nehmen, parallel zu Laboruntersuchungen am Montag, ausgebildete, erfahrene ALB-Spürhunde die Fährte auf, um den Verdacht zu bestätigen und weitere befallene Bäume zu erkennen. Dies ist eine amtlich anerkannte Methode“ so der Minister weiter. „Eine behördliche Feststellung des Käfers ist mit enormen Konsequenzen verbunden“, erklärt Minister Backhaus. „Bei einem bestätigten Befall müssen alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen werden, um den Käfer zu eliminieren. Diese Maßnahmen sind europarechtlich zwingend vorgeschrieben. In einem Umkreis von 100 m um die Fundstelle herum müssen zur Eindämmung des Befalls alle Laubbäume gefällt werden. In einer 2-km-Zone schließt sich ein mehrjähriges Monitoring an. Ziel ist die Ausrottung des Schadinsekts zum Schutz der heimischen Laubbäume. Die Zuständigkeit für die Maßnahmen liegen bei unserem Landesamt, dem LALLF. Ich bitte unsere Bevölkerung, die Augen offen zu halten: Wenn an einer Holzpalette oder einem Laubbaum ca. 1 cm große kreisrunde Ausbohrlöcher insbesondere in größerer Höhe zu sehen sind oder bis zu 3 cm breite Fraßgänge oder gar bis zu 60 mm große cremeweiße Insektenlarven, dann könnte es sich um einen eingeschleppten Laubholzbockkäfer handeln. In diesen Fällen informieren Sie bitte umgehend den Pflanzen­schutz­­dienst. Für den Menschen ist der ALB glücklicherweise unbedenklich“, so Backhaus. Hintergrund Der Asiatische Laubholzbockkäfer stammt ursprünglich aus Asien und wird überwiegend über Holzpaletten oder –kisten in der Welt verbreitet. Um seiner Verbreitung vorzubeugen, gibt es einen internationalen Standard mit Maßnahmen für die Behandlung von Holzverpackungs­material im internationalen Handel. [ad]Aktualisierung, 15.03.2021: Die Untersuchung zweier weiterer Birken mit Verdacht auf ALB-Befall sind in der zuständigen Behörde, dem Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock, abgeschlossen worden. Weitere Larven von Holzschädlingen wurden nicht gefunden. „Einen Befall mit dem Quarantäneschädling ALB können wir deshalb nicht bestätigen“, sagt Minister Dr. Backhaus erleichtert. Die bei der Untersuchung der Holzstämme entdeckten Bohrgänge waren typisch für den Schadschmetterling „Blausieb“. Im Nationalen Referenzlabor, dem Julius-Kühn-Institut in Braunschweig, gelang kein Nachweis von DNA-Spuren des ALB. Die in der ersten Birke gefundene Raupe konnte zweifelsfrei als „Blausieb“ identifiziert werden. Dr. Stephan Goltermann, Direktor des LALLF, verweist auf eine ergänzende Maßnahme: „Zur Absicherung des Befundes werden wir in Warnemünde in den nächsten Monaten ein Monitoring an den Bäumen im Umkreis von 500 Meter rund um den Befallsherd durchführen.“ Damit sind die behördlichen Maßnahmen nach Befallsverdacht durch einen prioritären Quarantäneschaderreger abgeschlossen. Quelle: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt MV

26. Februar 2021 | Weiterlesen
Corona-Quarantäne von Schüler missachtet?

Corona-Quarantäne von Schüler missachtet?

Aktualisierung: Die beiden Schüler wurden inzwischen negativ getestet. Hat ein Kind in Rostock trotz angeordneter Corona-Quarantäne mit anderen Kindern gespielt und diese möglicherweise infiziert? Wie gestern bekannt wurde, sollen Kind und Eltern nach einem positiven Test auf eine Corona-Mutation seit Ende letzter Woche unter Quarantäne stehen. Trotzdem soll das Kind Kontakt mit mindestens zwei Mitschülern gehabt haben, die in die 5. Klasse einer Schule in der Südstadt gehen. Ob sie sich angesteckt haben, ist bislang unklar, die Testergebnisse stehen noch aus. Die Sorge vor der britischen Coronavirus-Mutation greift auch in der Hansestadt zunehmend um sich. Die Variante B.1.1.7 gilt als deutlich ansteckender und könnte eine dritte Welle auslösen. „Wir haben es in Rostock tatsächlich mit Mutationen zu tun“, bestätigt Ulrich Kunze, Pressesprecher der Stadt, ohne auf den konkreten Fall einzugehen. Erst am Dienstagabend hatte Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) im Hauptausschuss eindringlich vor den Mutationen gewarnt. In Dänemark werden aktuell bereits 40 Prozent aller Infektionen durch die britische Variante hervorgerufen. Ein sehr hoher Teil würde bei Kindern und Jugendlichen stattfinden, die das Virus weiterverbreiten, selbst jedoch kaum Symptome haben. Dadurch sei es nach den Schulöffnungen im dänischen Kolding zu einem großen Infektionsgeschehen gekommen, so Madsen. Um derartige Ausbrüche in Rostock zu verhindern, sollen sich Schüler ab der nächsten Woche zweimal wöchentlich kostenlos testen lassen können. Begonnen werden soll in den Abiturklassen. Auch an einer Grundschule in Reutershagen wurden am Mittwoch zwei neue Corona-Fälle gemeldet. Schüler und Lehrer aus zwei Klassen wurden in Quarantäne geschickt. Einzelne Hortkinder, die als Erstkontakt eingestuft wurden, müssen ebenfalls zuhause bleiben. Erst seit Mittwoch gilt für alle Schüler bis zur 6. Klasse wieder die Anwesenheitspflicht, am 8. März soll auch der Präsenzunterricht ab der Klassenstufe 7 wieder starten. Insgesamt wurden für Rostock am Donnerstag zwölf neue SARS-CoV-2-Infektionen gemeldet. Mit 26,8 liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in der Hansestadt immer noch auf einem niedrigen Niveau. Landesweit beträgt der Wert 63,6.

26. Februar 2021 | Weiterlesen
Mehr Platz für Außengastronomie in Corona-Zeiten

Mehr Platz für Außengastronomie in Corona-Zeiten

Die Hanse- und Universitätsstadt bietet Gastronomiebetrieben die Möglichkeit, vom 1. April bis 31. Oktober 2021 zusätzliche Flächen im Verkehrsraum zu nutzen, um Tische, Stühle und gastliches Zubehör aufzustellen. So könnten diese die Vorgaben der Corona-Maßnahmen leichter umsetzen und den Betrieb wieder aufnehmen. Im Zuge möglicher Lockerungen der Corona-Maßnahmen könnten Restaurants wieder Tischbedienung durchführen, müssen dabei aber einen Mindestabstand zwischen den Tischen gewährleisten. Voraussetzung ist natürlich die grundsätzlich mögliche Wiederaufnahme des Gastronomiebetriebs im Jahre 2021. Genutzt werden können städtische Flächen einschließlich der für den ruhenden Verkehr vor den gastronomischen Einrichtungen. Nach der Einzelfallprüfung der Anträge wird die Stadtverwaltung entsprechende Anordnungen treffen. Ein Rechtsanspruch besteht nicht. Die Genehmigungen werden mit Blick auf die Corona-Eindämmungsmaßnahmen befristet und bis auf weiteres gebührenfrei ausgesprochen. Die Nutzung der Sonderflächen kann nach Einzelfallprüfung zunächst kostenfrei bis zum 31. Oktober 2021 erfolgen. Über eine Verlängerung der Maßnahme entscheidet die Stadtverwaltung. Bedingungen für die Genehmigung von Schank- und Auslagenbereichen im Straßenbereich sind eine eigenverantwortliche Durchführung der verkehrsrechtlichen Anordnung inklusive Stellung von Sperren, Schildern und gegebenenfalls Personal, die Verpflichtung Mehrweggeschirr zu nutzen und ausreichend breite Gehwege von mindestens 1,80 Meter freizuhalten. Hintergrund dieser Maßnahme ist die notwendige Aufrechterhaltung des 1,50 Meter-Abstandsgebotes. Dieses führt zu einem erhöhten Bedarf an Flächen im Innen- und Außenbereich gegenüber den Verhältnissen vor der Pandemie. Insbesondere für die unter den Beschränkungen der Pandemie existenziell bedrohten Betriebe sind entsprechend große Außenflächen zur Sicherung der ökonomischen Existenz anzubieten. [ad]Anträge sind schriftlich und formlos bis 19. März 2021 an den Senator für Infrastruktur, Umwelt und Bau zu stellen, E-Mail: umweltundbausenator@rostock.de, um in der Regel einen Bescheid bis zum 1. April 2021 gewährleisten zu können. Eine spätere Antragstellung ist möglich. Eine Bearbeitungszeit von maximal drei Wochen wird angestrebt. In Abstimmung mit den Ortsbeiräten wird damit die 2020 begonnene Unterstützung der Gastronomiebetriebe fortgesetzt. Quelle: Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Pressestelle

25. Februar 2021 | Weiterlesen
Kaum Corona-Lockerungen in MV

Kaum Corona-Lockerungen in MV

Mecklenburg-Vorpommern wagt leichte Lockerungen im Corona-Lockdown. Einzelhandel, Gastronomie und Hotellerie bleiben jedoch geschlossen, bis die Sieben-Tage-Inzidenz auf Landesebene unter 35 (Stand heute: 64,7) fällt. Erst dann sind stufenweise Öffnungen in diesen Bereichen geplant. Die Lage im Land sei weiter ernst, MV ist „noch nicht über den Berg“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Abend nach dem MV-Gipfel mit Vertretern von Kommunen, Wirtschaft, Gewerkschaften und Sozialverbänden. „Wir sind müde von dieser Pandemie, wir haben die Nase voll, wir wollen, dass endlich Schluss ist, aber wir sind noch nicht an diesem Punkt“, sagte die Landeschefin. Auch wenn die Inzidenz in Mecklenburg-Vorpommern in den letzten Wochen deutlich gesunken sei, geht sie nicht so schnell runter wie gewünscht. Seit einigen Tagen stagnieren die Zahlen, es droht sogar wieder ein Anstieg, denn auch in MV breiten sich die Mutationen aus, so Schwesig. „Das hat die Rahmenbedingungen für mögliche Öffnungen sehr erschwert.“ Vorerst gibt es nur „erste Lichtblicke“. Friseure, Gartencenter und Zoos dürfen öffnen Neben der bereits für den 1. März beschlossenen Öffnung von Frisören dürfen eine Woche später auch Fußpflege, Nagel- und Kosmetikstudios wieder Kunden empfangen. Gartencenter und Baumschulen können landesweit ab dem 1. März öffnen, für Baumärkte gilt dies nicht. Auch die Außengelände von Zoos und Tierparks dürfen ab dem 8. März wieder besucht werden. Für Kreise mit einer Inzidenz über 150 gelten diese Lockerungen nicht. Einzelhandel, Gastronomie und Hotellerie bleiben geschlossen Für alle weiteren Branchen gibt es einen „Perspektivplan“, der jedoch nicht mit konkreten Daten hinterlegt ist. Fällt die Sieben-Tage-Inzidenz landesweit unter 35, sind nächste Schritte möglich. In der ersten Phase geht es um Öffnungen im Einzelhandel, in der zweiten um die Gastronomie und anschließend um den Tourismus innerhalb von MV. Ob ein Osterurlaub im eigenen Land möglich sein wird, ist fraglich. Zwischen den einzelnen Phasen sollen jeweils 14 Tage lang die Auswirkungen beobachtet werden. Wie es mit Schulen, Sport und Kultur weitergeht, soll nach der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am 3. März besprochen werden. [ad]Corona-Modellregion Rostock light Mit den von Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) gewünschten Öffnungen in der „Testregion Rostock“ wird es vorerst nichts. Diese bleiben an die landesweite Inzidenz gekoppelt. Einzige Ausnahme: Die körpernahen Dienstleistungen dürfen in der Hansestadt sowie im Kreis Vorpommern-Rügen, die beide unter dem Wert von 35 liegen, bereits am 1. März öffnen – eine Woche früher als im restlichen Land. Dies gilt jedoch nur für die jeweiligen Einwohner.

24. Februar 2021 | Weiterlesen
So will Rostock aus dem Corona-Lockdown

So will Rostock aus dem Corona-Lockdown

Einkaufen, Essen gehen, ein Theaterbesuch und den Aufstieg der Hansa-Kogge zusammen im Ostseestadion feiern. Geht es nach den Plänen von Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos), ist all das bald wieder möglich. Rostock soll zur Modellregion für Lockerungen in der Corona-Pandemie werden. Am Dienstagabend hat der Verwaltungschef dem Hauptausschuss der Bürgerschaft seinen Weg aus dem Corona-Lockdown vorgestellt. Konkrete Öffnungsszenarien zeigt das als „Pilot Rostock“ überschriebene Diskussions- und Arbeitspapier allerdings noch nicht auf. Eigenverantwortung Mehr Corona-Tests, eine Handy-App zur digitalen Kontaktverfolgung und ein neues Ampelsystem sollen die Wirtschaft und das gesellschaftliche Leben in Rostock trotz Corona wieder in Gang bringen. Als Modellregion möchte die Hansestadt mögliche Öffnungen testen und diese wissenschaftlich begleiten lassen. „Wir sind Gesundheitsamt“, erklärt Madsen, dass es dabei auf die Verantwortung jedes Einzelnen ankommt. „All diese Lockerungen funktionieren nur dann“, formuliert Sozialsenator Steffen Bockhahn (Linke) es lapidar, „wenn sich alle am Schlüpper reißen“. „Abstand halten und Maske auf“ sei weiterhin angesagt. „Wir haben sonst Infektionszahlen, mit denen dieser Weg auch beim besten Willen nicht mehr gangbar sein wird“, so Bockhahn. Dass auf die Eigenverantwortung nicht immer Verlass ist, hat sich allerdings erst am Wochenende gezeigt, als Abstände auf einer Veranstaltung in Warnemünde kaum eingehalten wurden. Kostenfreie PCR-Tests für Schüler und Lehrer „Kinder brauchen Kinder, sie brauchen Bildung und haben ein Recht auf Bildung“, betont Madsen. Um möglichst schnell in den Regelbetrieb zurückzukehren, ist ein breit angelegtes Test-Programm geplant. Alle Schüler und Lehrkräfte sollen sich zweimal wöchentlich kostenfrei auf Sars-CoV-2 testen lassen können. Begonnen wird ab nächster Woche mit den Abiturklassen, die weiteren Jahrgänge folgen später. Die Tests werden in Zusammenarbeit mit dem Rostocker Gentechnik-Unternehmen Centogene durchgeführt. Schüler nehmen ihr Test-Kit mit nach Hause und führen den Abstrich mit ihren Eltern durch. In der Schule werden die Proben eingesammelt und ins Labor gebracht. Die Ergebnisse können innerhalb von 24 Stunden eingesehen werden. Bei positiven Tests wird automatisch das Gesundheitsamt informiert. Das Angebot ist freiwillig, soll datenschutzrechtlich geprüft und wissenschaftlich begleitet werden. Ab morgen gibt es wieder Präsenzunterricht bis zur 6. Klasse. In Rostock sollen jedoch auch alle anderen Jahrgänge „zeitnah“ wieder zur Schule gehen können. Laut Stufenplan des Landes startet der Präsenzunterricht ab der Klassenstufe 7 am 8. März. Ob es in Rostock schneller geht, steht noch nicht fest. Offene Läden und Restaurants dank App-basierter Kontaktverfolgung Bei der Öffnung von Läden und Restaurants soll die für Nutzer kostenlose Luca-App helfen, die ein Berliner Start-Up zusammen mit den Rappern von den „Fantastischen Vier“ entwickelt hat. Statt manuell ausgefüllter Kontaktformulare werden die persönlichen Daten einmalig in der App eingegeben und auf Servern verschlüsselt gespeichert. Im Restaurant oder Geschäft wird nur noch ein QR-Code gescannt, die Angestellten haben keinen Zugriff auf die Daten. Kommt es zu einer Infektion, können ausschließlich die Gesundheitsämter auf die Daten der Personen zugreifen, die zur gleichen Zeit am selben Ort waren. Die Kontaktverfolgung geht deutlich schneller, sodass potenziell Infizierte früher informiert und höhere Inzidenzwerte bewältigt werden können. Zusätzlich sind Schnelltests vorgesehen, deren Kosten der Händler beim Kauf übernehmen kann. In der Anfangsphase soll die Kundenzahl stark beschränkt werden, etwa über eine Terminvergabe. Das Konzept ist branchenübergreifend angelegt. Neben Geschäften und Restaurants könnten so auch Sport- und Kultureinrichtungen wieder öffnen. Die Umsetzung hängt allerdings stark von der Bereitschaft der Rostocker ab, die Luca-App zu installieren und zu nutzen. Wer kein Smartphone besitzt, kann einen Schlüsselanhänger mit QR-Code verwenden. Luca für bestimmte Orte verpflichtend zu machen, schloss Madsen nicht aus. Neues Ampelsystem statt 35er Inzidenz Aktuell liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Rostock bei 24,9, aber „wir bleiben nicht unter 35“, geht Madsen angesichts geplanter Öffnungen und zusätzlicher Tests von steigenden Zahlen aus. Damit dann nicht gleich wieder geschlossen werden muss, möchte er Infektionsgeschehen und Gefahren mit einem neuen Ampelsystem besser einschätzen. Neben der 7-Tage-Inzidenz sollen der R-Wert, der Anteil von Mutationen, die demografische Verteilung, die Zuordnung (Cluster vs. diffus), die Situation in den Krankenhäusern sowie die Auslastung des Gesundheitsamtes jeweils mit einem Wert zwischen 0 (entspannt) und 3 (schwierig) bewertet werden. Ab acht Punkten springt die Ampel auf Gelb, ab 15 auf Rot. Mögliche Konsequenzen lässt das Papier offen. [ad]Fraktionen stehen hinter Madsen, Zustimmung vom Land ungewiss „Ganz ausdrücklich“ begrüßte Sybille Bachmann (Rostocker Bund) den Weg. Für Daniel Peters (CDU) ist vor allem das Ampelsystem der „absolut richtige Schritt, um das Infektionsgeschehen genauer analysieren und die Gefahren einschätzen zu können“. „Nur wer gar nichts macht, macht auch nichts falsch“, lobte Uwe Flachsmeyer (Grüne) die Entscheidung, Verantwortung zu übernehmen. „Meine Tochter geht in die 9. Klasse und sagt ‚Ich will wieder in die Schule!‘“, so Flachsmeyer. Er versprach Madsen Rückendeckung, auch wenn es einzelne Rückschläge geben sollte. „Als Naturwissenschaftler begrüße ich diese Vorgehensweise, gewissermaßen nach Trial-and-Error“, erklärte Wolfgang Nitzsche (Linke). Sorgen bereitete ihm eine mögliche Überlastung des Gesundheitsdienstes. „Ja, es bleiben Aufgaben liegen“, bestätigte Sozialsenator Bockhahn, etwa Gutachten für Gerichte. „Aber die notwendigsten Aufgaben werden stets und ständig erfüllt.“ Ob die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern die geplanten Lockerungen genehmigt, ist allerdings völlig ungewiss. Morgen trifft sie sich mit Vertretern von Kommunen, Wirtschaft, Gewerkschaften und Sozialverbänden per Videokonferenz zum MV-Gipfel. Ob dort bereits eine Entscheidung fällt oder die nächste Ministerpräsidentenkonferenz am 3. März abgewartet wird, steht noch nicht fest.

23. Februar 2021 | Weiterlesen
Warnemünde außer Corona-Kontrolle

Warnemünde außer Corona-Kontrolle

Feiern in Corona-Zeiten? Einfach mal wieder singen, tanzen, ausgelassen sein? Nicht mit Musik aus der Konserve, sondern mit einer Live-Band auf der Bühne sowie einer großen Lichter- und Feuershow? Zusammen mit Hunderten anderer Menschen, nicht nur mit dem eigenen Hausstand? Geht nicht? Geht doch! In Warnemünde strömten die Menschenmassen am Samstagabend förmlich zum Lichterglanz in den Kurpark. Was Mitte der Woche mit einer kleinen Anzahl Besucher begann, geriet heute weitgehend außer Kontrolle. Bereits tagsüber lockte das schöne Frühlingswetter zahlreiche Ausflügler ins Seebad. Auch wenn die Maskenpflicht am Alten Strom nur teilweise eingehalten wurde, verteilten sich die Menschen dort, auf der Promenade und vor allem am Strand schnell. 1,5 Meter Abstand waren hier meist kein Problem. Ganz anders sah es am Abend im Kurpark aus. Das Positive vorweg: Die meisten Besucher trugen einen Mund-Nasen-Schutz. An das Einhalten des 1,5-Meter-Mindestabstands war jedoch kaum zu denken. Insbesondere um die Bühnen und die Shows herum stand das Publikum meist dicht gedrängt. Da halfen weder die Hygiene-Plakate an den Zugängen zum Kurpark noch die Lautsprecherdurchsagen, mit denen immer wieder zum Tragen von Masken und dem Einhalten von Abständen aufgefordert wurde. Ortsamtschefin Franka Teubel versicherte auf der letzten Ortsbeiratssitzung, dass ihr auf nochmalige Nachfrage zugesagt wurde, dass alles Corona-konform ablaufen werde und es entsprechende Auflagen gibt. Demnach sollten Künstler ihre Darbietungen abbrechen, „wenn man merkt, es gibt zu große Ansammlungen und die Abstandsregeln werden nicht eingehalten“, so Teubel. Das allerdings geschah heute Abend nicht. Der „Lichterglanz im Kurpark Warnemünde“ findet im Rahmen des „Erlebniswinter Rostock“ statt, heute war der letzte Abend. 200.000 Euro hat die Bürgerschaft bewilligt, um mithilfe dieses Formats die Rostocker Innenstadt sowie weitere Stadtteile mit Pandemie-gerechten Angeboten zu beleben und Künstler sowie Kulturschaffende zu unterstützen. [ad]Video vom Lichterglanz im Kurpark Warnemünde am Samstagabend:

20. Februar 2021 | Weiterlesen
Hansa Rostock besiegt Waldhof Mannheim mit 1:0

Hansa Rostock besiegt Waldhof Mannheim mit 1:0

Heimsieg im Ostseestadion: Hansa Rostock setzt sich am Samstagnachmittag gegen Waldhof Mannheim mit 1:0 (1:0) durch. Nico Neidhart brachte die Kogge in der 22. Minute in Führung, weitere Tore fielen in der Begegnung nicht. Mit 42 Punkten steht Rostock weiter auf dem Relegationsplatz. Im Vergleich zum Remis bei 1860 München nimmt Hansa-Cheftrainer Jens Härtel drei Veränderungen vor. Für Damian Roßbach sowie die gesperrten Sven Sonnenberg und John Verhoek stehen heute Jan Löhmannsröben, Julian Riedel und Pascal Breier von Beginn an auf dem Platz. 22 Minuten dauert es bis zum ersten Torschuss, der den Hausherren direkt die Führung einbringt. Breier verlängert einen langen Scherff-Einwurf von links per Kopf zu Nik Omladic, der ihn per Hacke zu Neidhart weiterleitet. Der nimmt die Kugel volley und trifft zur 1:0-Führung ins lange Eck. Ein Distanzschuss von Simon Rhein geht über den Kasten, auf der Gegenseite schießt Dominik Martinovic knapp links am Rostocker Tor vorbei (27./35. Minute). Offensiv lassen beide Mannschaften wenig zu und so geht es nach chancenarmen 45 Minuten mit der 1:0-Führung für die Hausherren in die Pause. Löhmannsröben stoppt mit einem taktischen Foul Dennis Jastrzembski (57. Minute), Torchancen bleiben in der Begegnung weiterhin Mangelware. In der 74. Spielminute hat der für Breier eingewechselte Lion Lauberbach die Chance zum Führungsausbau, als er nach einer Kopfballablage von Bahn frei vor Timo Königsmann auftaucht und den Mannheimer Schlussmann aussteigen lässt. Marcel Seegert rettet jedoch am linken Pfosten für seinen Keeper. Nach vier Minuten Nachspielzeit ist die Partie vorbei. Kein sehenswertes Spiel, Rostock fährt aber drei wertvolle Zähler ein. Mit 42 Punkten behauptet Hansa den Relegationsplatz. Weiter geht es für die Kogge am nächsten Samstag bei Viktoria Köln. [ad]Tore: 1:0 Nico Neidhart (22. Minute) Aufstellung, FC Hansa Rostock: Markus Kolke (Torwart) Nico Neidhart, Julian Riedel, Jan Löhmannsröben (Damian Roßbach, 61. Minute), Lukas Scherff Björn Rother (Oliver Daedlow, 89. Minute), Simon Rhein Nik Omladic (Manuel Farrona Pulido, 71. Minute), Bentley Baxter Bahn, Philip Türpitz (Tobias Schwede, 61. Minute) Pascal Breier (Lion Lauberbach, 71. Minute)

20. Februar 2021 | Weiterlesen
Lichterglanz im Kurpark Warnemünde

Lichterglanz im Kurpark Warnemünde

Kultur, live und mit Publikum – das gab es in Corona-Zeiten schon lange nicht mehr. Seit heute Abend kann in Warnemünde zumindest wieder Kleinkunst auf der Bühne erlebt werden – unter Einhaltung der Hygieneregeln, versteht sich. Und so kommt kurz vor Beginn um 17 Uhr noch einmal Hektik im Seebad auf. Eilig werden an den Zugängen zum Kurpark Schilder aufgestellt. „Die Einhaltung der Hygiene-Regeln macht diese Veranstaltung möglich“ ist auf ihnen zu lesen. Desinfektionsspender wurden schon vorher an den Wegen aufgestellt. Ob sich tatsächlich jemand mitten im Kurpark die Hände desinfiziert? Mit verschiedenen Lichtquellen haben Heiko Lange mit seiner Agentur Highlights-Event und die Firma EAS Bäume, Sträucher und Skulpturen im Kurpark Warnemünde in ein farbenfrohes Lichtermeer getaucht. Das ‚lodernde‘ Lagerfeuer und die leuchtenden Tiere, die sonst im Rahmen der Rostocker Lichtwoche zu sehen sind, begeistern vor allem die Kleinen. Die größeren Besucher zücken Kamera oder Handy und halten ihre Eindrücke auf Fotos fest. Mit dem Schnee der vergangenen Tage wären die Lichtinstallationen bestimmt noch eindrucksvoller gewesen, der matschige Boden trübt das Vergnügen jedoch kaum. Auf der kleinen Bühne sorgt das Walter-Martinez-Trio mit lateinamerikanischen Rhythmen für Stimmung beim Publikum. Die Interpretation des plattdeutschen „Dat du min Leevsten büst“ bekommt so ihren ganz eigenen Charme. Als „Walking Act“ führt Zauberfee JosaFira die Besucher mit ihrer Lichtshow durch den bunt erleuchteten Park. Auf der nächsten Bühne warten schon Any Excuse & Liam Blaney mit ihrer irischen Musik, zum Abschluss ist eine Feuershow geplant. Noch bis Samstag kann der Lichterglanz im Kurpark Warnemünde besucht werden. Das Programm findet täglich von 17 bis 20 Uhr statt, der Eintritt ist frei. Das Einhalten der Corona-Abstände war heute Abend problemlos möglich. Sollte der Andrang in den nächsten Tagen zu groß werden, müssen Auftritte abgesagt oder abgebrochen werden. Menschentrauben sollen sich nicht bilden. Die Veranstaltung findet im Rahmen vom Erlebniswinter Rostock statt, der im Auftrag der Stadt von der Großmarkt GmbH und dem Kulturamt organisiert wird. Es ist der zaghafte Versuch, der Kultur in Corona-Zeiten wieder ein wenig Raum zu geben und Künstler sowie Techniker auch finanziell etwas zu unterstützen. [ad]Video vom Lichterglanz im Kurpark Warnemünde:

17. Februar 2021 | Weiterlesen
Hansa Rostock und 1860 München trennen sich 0:0

Hansa Rostock und 1860 München trennen sich 0:0

Hansa Rostock verteidigt den Relegationsplatz. Fast die komplette zweite Hälfte in Unterzahl spielend halten die Rostocker beim TSV 1860 München ihren Kasten sauber und sichern sich mit dem 0:0 einen Zähler. Mit 39 Punkten steht Rostock weiter auf den Relegationsplatz. Im Vergleich zum Sieg gegen Verl nimmt Hansa-Cheftrainer Jens Härtel vier Veränderungen vor. Für Julian Riedel, Jan Löhmannsröben, Manuel Farrona Pulido und Lion Lauberbach stehen heute Björn Rother, Damian Roßbach, Nik Omladic und Philip Türpitz von Beginn an auf dem Platz. Die erste Chance der Partie gehört den Hausherren, als Sascha Mölders den Ex-Rostocker Merveille Biankadi bedient, dessen Schuss jedoch von Sven Sonnenberg geblockt wird. Bei der anschließenden Ecke landet der Ball am Außennetz (4. Minute). In der 11. Spielminute ist Mölders nach einem Steilpass frei durch, Nico Neidhart spitzelt ihm den Ball aber im letzten Moment vom Fuß. Auf der Gegenseite bringt Hansa den Ball nach einem Freistoß mehrfach zurück in den Strafraum, eine echte Torchance können die Gäste bislang jedoch nicht für sich verbuchen (21. Minute). Nach einer schönen Flanke von Phillipp Steinhart hat Stephan Salger die Führung für die Münchner Löwen auf dem Fuß, setzt den Ball aus Nahdistanz jedoch an den Querbalken (23. Minute). So verabschieden sich die Mannschaften nach einem insgesamt chancenarmen ersten Durchgang torlos zum Pausentee. Hansa startet mit Jan Löhmannsröben für den gelb-verwarnten Sven Sonnenberg in die zweite Hälfte. Doch kurz nach dem Seitenwechsel rächt sich ein anderer Karton: Rostocks Stürmer John Verhoek – im ersten Durchgang wegen Meckerns verwarnt – wird nach einem harten Einsteigen gegen Daniel Wein mit Gelb-Rot vom Platz gestellt – Rostock ab jetzt in Unterzahl (49. Minute). In der 54. Minute kommt Mölders nach einem Freistoß am rechten Torraumeck zum Schuss, hebt den Ball jedoch über den Kasten. Drei Zeigerumdrehungen später scheitert Biankadi an Kolke. In Überzahl kommen die Sechzger gefährlicher vors Rostocker Tor. Ein Distanzschuss des eingewechselten Fabian Greilinger landet in den Armen von Kolke, kurz darauf rettet der Rostocker Schlussmann seine Mannschaft mit toller Parade gegen Mölders vor dem Rückstand (81./82. Minute). Nach einer Ecke wird es in der Nachspielzeit noch einmal gefährlich im Rostocker Strafraum, doch dann ertönt der Schlusspfiff und Hansa sichert in Unterzahl einen wichtigen Zähler. Mit 39 Punkten behauptet Rostock den Relegationsplatz vor 1860 München. Weiter geht es für die Kogge am nächsten Samstag, wenn der SV Waldhof Mannheim im Ostseestadion zu Gast ist. [ad]Tore: keine Aufstellung, FC Hansa Rostock: Markus Kolke (Torwart) Björn Rother (Tobias Schwede, 71. Minute), Sven Sonnenberg (Jan Löhmannsröben, 46. Minute), Damian Roßbach Nico Neidhart, Bentley Baxter Bahn, Simon Rhein (Oliver Daedlow, 79. Minute), Lukas Scherff Nik Omladic (Manuel Farrona Pulido, 79. Minute), Philip Türpitz (Pascal Breier, 64. Minute) John Verhoek

13. Februar 2021 | Weiterlesen
Pappeln in Diedrichshagen sollen erhalten werden

Pappeln in Diedrichshagen sollen erhalten werden

Sieben Pappeln wurden im Waldweg Diedrichshagen mit einem roten Kreuz markiert. Zur Fällung freigegeben sind sie damit jedoch nicht, stellte Ute Fischer-Gäde am Dienstagabend in der Ortsbeiratssitzung Warnemünde/Diedrichshagen klar. „Es liegt weder eine Fällgenehmigung vor, noch haben wir konkret einen Fällplan bzw. ein Fälldatum vor Augen“, bekräftigt die Leiterin des Amts für Stadtgrün, Naturschutz und Friedhofswesen. „In der Baumliste stehen diese Bäume, weil wir bereits seit 15 Jahren wissen, dass uns diese Bäume sukzessiv verloren gehen.“ Baumerhalt vs. Verkehrssicherheit Der Waldweg in Diedrichshagen sei „ein klassisches Beispiel“ für den Abwägungsprozess, ob ein Baum erhalten werden kann und wann mit welchen Maßnahmen für Verkehrssicherheit gesorgt werden muss, so Fischer-Gäde. Die in den 1950er Jahren gepflanzten Pappeln sind in einem Alter, wo es jederzeit auch ohne Sturm zu einem Grünastabbruch kommen kann, erklärt Nils Vetter, der in der Hansestadt Rostock den Baumschutz betreut. Zudem handelt es sich bei den Bäumen nicht um Schwarz-, sondern um Hybridpappeln, die durch ihre langgestreckten Fasern besonders zu Grünastabbrüchen neigen. Dass nicht alle Bäume gesund sind, zeigt ein Vorfall aus dem Jahr 2019: Ein Besucher aus Brandenburg ging mit seinem Enkel auf dem Weg spazieren, als es in zehn Metern Entfernung einen Grünastabbruch gab, berichtet Vetter. Passiert ist glücklicherweise nichts, trotzdem rief der Besucher die Polizei und die forderte das Amt zum Handeln auf. Daraufhin wurden die Stellen zurückgeschnitten. Aktuell besteht bei zwei Bäumen akuter Handlungsbedarf, so Vetter. Bei einer Pappel habe die Klangprobe eine Stammfäule ergeben, bei einer zweiten gab es bereits massive Abbrüche. „Nach zwei Grünholzabbrüchen in drei aufeinanderfolgenden Jahren muss der Baum gefällt werden“, laute eine Regel zur Verkehrssicherheit. Ob die beiden Bäume noch bis zum Beginn der nächsten Fällperiode am 1. Oktober stehen bleiben können, muss geprüft werden. Auf jeden Fall soll noch bis Ende Februar das komplette Totholz entnommen werden – die letzte derartige Maßnahme fand vor vier Jahren statt. Grünzug soll langfristig erhalten bleiben Die akut nicht gefährdeten Pappeln sollen erhalten bleiben, dies gilt auch für die vorhandenen Heckenstrukturen. Eine eingehende Untersuchung aller Bäume durch einen Gutachter mit einem Resistographen sei jedoch auch eine finanzielle Frage, erklärt Vetter. Nur sieben Bäume gehören der Stadt, 30 befinden sich auf privatem Gelände. Müssen Bäume gefällt werden, sollen sie durch andere Arten ersetzt werden. Schon jetzt wachsen dort von ganz alleine Eichen mit bis zu 25 Zentimetern Stammdurchmesser. „Die Natur zeigt einem, was sie möchte“, sagt Vetter. Er könne sich vorstellen, für jede sukzessiv entnommene Pappel eine Eiche zu setzen, die dort noch in 150 Jahren steht. Bislang sei dies jedoch nur eine Vorstellung des Amts für Stadtgrün. Das vorgeschriebene Beteiligungsverfahren der Naturschutzverbände ist noch nicht erfolgt, es gab bislang lediglich eine „fachliche Auseinandersetzung“ zu der Idee mit Katharina Dujesiefken, Alleenexpertin beim BUND. [ad]Mehr Augenmaß gefordert Annette Boog von der Bürgerinitiative „Rettet des Küstenwald“ betonte noch einmal, dass die Bäume nur dann gefällt werden dürfen, wenn „auf andere Weise keine Abhilfe geschaffen werden kann“. Sie kritisierte, dass die Pappeln nicht in der vorläufigen Liste enthalten waren und zwei Bäume als abgestorben eingestuft wurden. Bei der Erstellung des Baumberichts sei es in diesem Punkt tatsächlich zu einem Kopierfehler in der Excel-Liste gekommen, musste Nils Vetter eingestehen, abgestorben sind die Bäume nicht. „Augenmaß“ forderte der stellvertretende Ortsbeiratsvorsitzende Stephan Porst, der als Anwohner bislang nur wenig Grünastabbrüche bemerkt hat, obwohl die Bäume „quer zur Hauptwindrichtung stehen“ und die vergangenen Jahre sehr trocken waren. Mathias Ehlers vom Umweltausschuss freute sich immerhin über die Aussage, dass bei notwendigen Fällungen an Ort und Stelle nachgepflanzt werden soll und wünscht sich dies auch an anderen Stellen, etwa in der Warnemünder Mühlenstraße.

11. Februar 2021 | Weiterlesen
Fähranleger Gehlsdorf und Kabutzenhof werden umgebaut

Fähranleger Gehlsdorf und Kabutzenhof werden umgebaut

Für den Einsatz der neuen Elektrofähre im Rostocker Stadthafen ist die Neugestaltung der Anleger am Kabutzenhof sowie auf der Gehlsdorfer Seite erforderlich. Dazu der zuständige Senator Dr. Chris Müller-von Wrycz Rekowski: „Wir freuen uns sehr, dass die neue E-Fähre für den Stadthafen jetzt langsam in Sichtweite kommt. Schon im März werden unsere Vorbereitungen sicht- und greifbar, wenn am Gehlsdorfer Ufer die Bauarbeiten beginnen. Mit dann runderneuerten Anlegern und einem supermodernen Schiff werden wir den Fahrgästen auf dieser Strecke künftig eine neue Qualität und deutlich höheren Komfort bieten können. Gleichzeitig leisten wir damit einen echten Beitrag für mehr Klima- und Umweltschutz in unserer Stadt.“ Am Gehlsdorfer Anleger fallen die baulichen Maßnahmen umfangreicher aus, da die bestehende Ufersicherung dort grundhaft instandgesetzt werden muss. Beide Anleger werden wieder als schwimmende Anleger errichtet und mit einer metallischen Platte versehen. Die neue Fähre ist steuerbordseitig mit zwei Permanentmagneten ausgerüstet, die ein schnelles An- und Ablegen in Vorwärtsfahrt ermöglichen. Während der gesamten Baumaßnahme soll der Fährbetrieb soweit wie möglich aufrechterhalten werden. Ab Mitte März wird als Zwischenlösung ein provisorischer Anleger für das Fährschiff „Gehlsdorf“ in unmittelbarer Nähe zum jetzigen Anleger Gehlsdorf errichtet. Voraussichtlich ab Anfang April wird die Fähre dann von diesem temporären Anleger Gehlsdorf zum Anleger Kabutzenhof fahren. Mit der Verlegung des Fährverkehrs werden die umfangreichen Bauarbeiten am künftigen Gehlsdorfer Anleger beginnen. Auch wird dort die Landstromversorgung für das nächtliche Nachladen der E-Fähre errichtet. Der Nachtliegeplatz für das neue Fährschiff wird künftig Gehlsdorf sein. Die Bauarbeiten am Kabutzenhof hingegen werden voraussichtlich erst Anfang Juni beginnen, aber zeitgleich mit den Arbeiten in Gehlsdorf Mitte Juli abgeschlossen sein. Während der Bauzeit am Kabutzenhof muss das Fährschiff an den Neptunkai, auf Höhe der Straße „An der Kesselschmiede“, ausweichen. So kann der Fährverkehr bis voraussichtlich Mitte Juli aufrechterhalten werden. Anschließend werden etwa zwei Wochen lang Test- und Probefahrten mit der neuen Elektrofähre im Revier des Stadthafens stattfinden. In dieser Zeit muss der reguläre Fährverkehr zwischen Gehlsdorf und Kabutzenhof leider entfallen. Nach erfolgreicher Abnahme des Schiffes durch die Hanse- und Universitätsstadt wird die Rostocker Straßenbahn AG den Fährbetrieb mit der Elektrofähre aufnehmen. Der Einsatz der vollelektrischen Fähre mit Photovoltaikanlage auf dem Schiffsdach kommt dem städtischen Klimaschutz zugute. 100% emissionsfrei und fast lautlos geht es dann über die Warnow. [ad]Während der Baumaßnahmen an den Fähranlegern kann es zu zeitweiligen Einschränkungen für mobilitätseingeschränkte Personen kommen. Dafür wird sich die Aufenthaltsqualität für Fährnutzende nach dem Umbau deutlich erhöhen. Beide Anleger werden mit taktilen Bodenplatten zur einfacheren Orientierung für blinde und sehbehinderte Menschen ausgestattet. Zudem wird die Ausleuchtung der Anleger auf moderne und energiesparende LED-Beleuchtung umgestellt. Für Pendelnde werden zusätzliche Fahrradabstellmöglichkeiten geschaffen. Quelle: Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Pressestelle

10. Februar 2021 | Weiterlesen
Corona-Lockdown wird verlängert

Corona-Lockdown wird verlängert

Der aktuelle Corona-Lockdown wird um drei Wochen bis einschließlich 7. März 2021 verlängert, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) heute Abend nach der Bund-Länder-Videokonferenz mit den Ministerpräsidenten bekannt. Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist seit Beginn der Maßnahmen deutlich gesunken. Bundesweit ist die Sieben-Tage-Inzidenz auf 68,0 (Stand gestern) gefallen. Beim letzten Treffen am 25. Januar lag diese noch bei 111. Das zeige, dass zumindest die 50er-Inzidenz „in Reich- und Sichtweite“ ist, so Merkel. Mehr als 100 Stadt- und Landkreise liegen inzwischen unter der 50er Marke, 45 Kreise sogar unter einem Wert von 35. Die Inzidenz sinke zwar langsamer, aber beständig. „Wir können auch sehr zufrieden sein“, bekräftigt die Bundeskanzlerin. Gleichzeitig bleibt die Sorge vor einer Ausbreitung von ansteckenderen Virus-Mutationen. Da der R-Faktor über 0,7 liegt, könne der Reproduktionsfaktor durch die Mutationen über eins steigen und wieder zum exponentiellen Wachstum der Neuinfektionen führen. Die Zeitspanne bis Mitte März sei „existenziell“, um zu verhindern, dass die Mutationen die Oberhand gewinnen und Deutschland in eine Wellenbewegung rutscht, so Merkel. In Mecklenburg-Vorpommern liegt die 7-Tage-Inzidenz mit 70,7 (Stand heute) leicht über dem Bundesdurchschnitt. Regional fallen die Zahlen jedoch sehr unterschiedlich aus. Während Vorpommern-Greifswald den mit Abstand höchsten Wert (210,9) hat, liegt dieser in der Hansestadt Rostock (23,9) sowie in den Landkreisen Vorpommern-Rügen (28,9), Rostock (37,5) und Nordwestmecklenburg (40,0) unter der Schwelle von 50. Kontakte, Gastronomie, Einzelhandel und Friseure Bis zum 7. März bleibt es bei den aktuellen Kontaktbeschränkungen. Treffen sind weiterhin nur innerhalb des eigenen Hausstandes und einer weiteren Person gestattet. Ausnahmen gelten für Kinder unter zwölf Jahren, die betreut werden müssen, sowie für Begleitpersonen von Behinderten. Gastronomie und Einzelhandel bleiben mit Ausnahme von Waren des täglichen Bedarfs geschlossen, Abhol- und Lieferdienste sind möglich. Im Bereich der körpernahen Dienstleistungen ist eine Ausnahme geplant: Friseure sollen – unter strengen Hygieneauflagen – bereits ab dem 1. März wieder öffnen dürfen. Für den Kreis Vorpommern-Greifswald steht die Entscheidung noch aus. Im nächsten Schritt können Einzelhandel (ein Kunde pro 20 Quadratmeter), Museen und Galerien sowie die restlichen körpernahen Dienstleistungen geöffnet werden. Dies ist jedoch erst bei einer „stabilen 7-Tage-Inzidenz von höchstens 35“ möglich, so Merkel. Der Wert muss für mindestens drei Tage für das jeweilige Bundesland erreicht werden. Ein Shopping-Tourismus soll verhindert werden, indem sich benachbarte Bundesländer über Öffnungszeitpunkte abstimmen. In den beiden Kreisen Rostock und Vorpommern-Rügen, die bereits unter dem Inzidenzwert 35 liegen, soll geprüft werden, ob man testweise „das eine oder andere“ öffnen kann, auch wenn der Wert in MV noch doppelt so hoch ist – „um zu schauen, wie solche Öffnungen laufen können“, stellt Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) in Aussicht. Welche Bereiche geöffnet werden können, ohne dass diese Regionen überlaufen werden, soll in den nächsten Tagen besprochen werden. Kitas und Schulen Was die Öffnung von Kitas und Grundschulen betrifft, gibt es kein bundeseinheitliches Vorgehen. Die Länder sollen in eigener Verantwortung über Lockerungen entscheiden. In Mecklenburg-Vorpommern sind bis Ende nächster Woche Winterferien. Anschließend sollen die Kitas und Grundschulen in allen Kreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 50 wieder in den Regelbetrieb gehen, erklärt Manuela Schwesig. Präsenzunterricht gibt es weiterhin auch für Abschlussklassen, für alle anderen Schüler bleibt es vorerst beim Distanzunterricht. In Hotspots mit einer 7-Tage-Inzidenz über 150 wird es weiterhin nur eine Notbetreuung geben. Der Öffnungsplan für die Schulen soll am Freitag vorgestellt werden. Es soll zudem geprüft werden, ob Kita-Erzieher und Grundschullehrer in die zweithöchste Impfkategorie vorrücken können, so Merkel. Hintergrund ist, dass die empfohlenen Abstände bei der Arbeit mit jüngeren Kindern kaum einzuhalten sind. Corona-Landesverordnung Mecklenburg-Vorpommern

10. Februar 2021 | Weiterlesen
Schnee dank Lake-Effekt in Rostock

Schnee dank Lake-Effekt in Rostock

Rostock trägt weiß: Kräftige Schneefälle haben die Hansestadt über Nacht in ein Winterwunderland verwandelt. Zu verdanken haben wir die weiße Pracht dem Lake-Effekt (Lake Effect). Dieses meteorologische Phänomen tritt auf, wenn kalte Luftmassen über große, relativ warme Gewässer strömen. Aufgenommener Wasserdampf gefriert und geht an der Küste als Schnee nieder. Seinen Namen verdankt der Effekt den Großen Seen (Great Lakes) in Nordamerika, wo er regelmäßig zu beobachten ist. Eher selten tritt das Wetterphänomen bei uns an der Ostsee auf. Vor allem auf Rügen, Deutschlands größter Insel, kamen so in den vergangenen Tagen bereits beträchtliche Schneemengen zusammen. Letzte Nacht sorgte der Nordost-Wind ab kurz vor Mitternacht für eine ausgeprägte Schauerstraße, die von Rügen, über die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und Rostock hinwegzog und innerhalb weniger Stunden für einige Zentimeter Neuschnee sorgte. Heute kann es noch den ganzen Tag über weitere Schneefälle geben, am Nachmittag lässt sich vereinzelt die Sonne blicken. Die Winterlandschaft bleibt uns auch in den nächsten Tagen erhalten. Tauwetter ist vorerst nicht in Sicht, zumindest bis zum Wochenende ist in Rostock Dauerforst angesagt. Winterdienst, Schneeräum- und Streupflicht Während für die Kinder die Schneeballschlacht und das Rodelvergnügen in den Ferien gesichert sind, hat der Winterdienst alle Hände voll zu tun. Insgesamt 38 Fahrzeuge der Stadtentsorgung Rostock GmbH stehen im Auftrag der Hansestadt für den Winterdienst bereit – 20 Räum- und Streufahrzeuge für Fahrbahnen, zwölf für Rad- und Gehwege sowie jeweils zwei Kleintechnikfahrzeuge, Radlader und Kontrollfahrzeuge. 500 Tonnen Kies und 2.000 Tonnen Streusalz wurden für die Winterdienstsaison 2020/2021 eingelagert. Falls es bei euch mit dem Winterdienst nicht funktioniert, könnt ihr Hinweise über die E-Mail-Adresse strassenreinigung@rostock.de an die Stadtverwaltung schicken. Für die meisten Gehwege in Wohngebieten und verkehrsberuhigten Bereichen hat die Stadt die Schneeräum- und Streupflicht auf die Eigentümer der anliegenden Grundstücke übertragen. Die Wege müssen täglich zwischen 7 und 20 Uhr vom Schnee beräumt und bei Bedarf abgestumpft werden. [ad]Video: Lake-Effekt bringt Schnee nach Rostock: Video: Leichter Schneefall am Montagabend in Warnemünde:

10. Februar 2021 | Weiterlesen
Hansa Rostock besiegt Verl mit 3:2

Hansa Rostock besiegt Verl mit 3:2

Heimsieg im Ostseestadion! Hansa Rostock dreht die Freitagabend-Partie gegen Aufsteiger SC Verl und fährt den fünften Sieg in Folge ein. Zlatko Janjic brachte die Gäste in der 4. Spielminute per Foulelfmeter in Führung, Patrick Schikowski erhöhte noch vor der Pause auf 2:0. John Verhoek und Nik Omladic sorgten kurz nach dem Seitenwechsel für den Ausgleich. In der Nachspielzeit gelang Philip Türpitz der Siegtreffer. Mit 38 Punkten klettert Rostock auf den 2. Tabellenplatz. Im Vergleich zum Sieg gegen Saarbrücken nimmt Hansa-Cheftrainer Jens Härtel drei Veränderungen vor. Für Damian Roßbach, Björn Rother und Pascal Breier stehen heute Jan Löhmannsröben, Bentley Baxter Bahn sowie Lion Lauberbach von Beginn an auf dem Platz. Drei Minuten sind im Ostseestadion gespielt, als Kasim Rabihic nach einem Steilpass halbrechts in den Rostocker Strafraum eindringt und dort von Sven Sonnenberg zu Fall gebracht wird. Der Unparteiische Franz Bokop zeigt auf den Punkt und Zlatko Janjic verwandelt den Foulelfmeter links unten zur 1:0-Gästeführung. Hansa-Torwart hat Markus Kolke ahnt zwar die richtige Ecke, kommt jedoch nicht mehr an den Ball. Zwei Zeigerumdrehungen später lenkt der Rostocker Schlussmann einen Schuss von Zlatko Janjic mit toller Reaktion über seinen Kasten. Ein erster Abschluss von Manuel Farrona Pulido landet in den Armen von Verl-Keeper Robin Brüseke (14. Minute). Gefährlicher wird es nach einer Ecke der Rostocker. Nach Getümmel im Strafraum bringt Scherff den Ball erneut ins Zentrum, wo Lauberbach über Schlussmann Brüseke köpft – allerdings nur den linken Pfosten trifft (22. Minute). In der 31. Minute hat Hansa erneut die Chance zum Ausgleich, als eine Lauberbach-Flanke von links am langen Pfosten bei Nico Neidhart landet, dessen Kopfball jedoch über den Kasten geht. Auf der Gegenseite lenkt Kolke einen Schuss von Lars Ritzka übers Tor. Nach einem Freistoß zappelt der Ball im Netz der Gäste, Sven Sonnenberg stand jedoch im Abseits. Besser läuft es auf der Gegenseite: Einen Schuss von Philipp Sander kann Kolke zwar noch parieren, muss den Ball jedoch zur anderen Seite abklatschen lassen, wo Schikowski zum 2:0 abstaubt (38. Minute). Mit dem 0:2-Rückstand geht es für die Kogge zum Pausentee. Hansa-Cheftrainer Jens Härtel wechselt gleich vier Spieler aus und startet mit Neuzugang Philip Türpitz sowie Tobias Schwede, Nik Omladic und Björn Rother (für Scherff, Löhmannsröben, Farrona Pulido und Lauberbach) in den zweiten Durchgang. Zehn Minuten sind seit dem Seitenwechsel gespielt, als Simon Rhein den Ball ins Zentrum bringt, wo John Verhoek aufsteigt und zum 1:2-Anschlusstreffer einnickt (55. Minute). Nur vier Zeigerumdrehungen später zieht der eingewechselte Omladic nach innen und gleicht rechts unten zum 2:2 aus (59. Minute). Die Gäste bleiben jedoch weiter gefährlich. In der 63. Minute streift ein Schuss von Schikowski aus spitzem Winkel nur knapp am langen Pfosten vorbei. In der 87. Minute kommt Pascal Breier für den Torschützen Verhoek ins Spiel. Doch in der Nachspielzeit wird es erst noch einmal gefährlich für die Hausherren. Ritzka bringt den Ball gefühlvoll vors Tor, wo Leandro Putaro zum Kopfball kommt – Kolke und Querbalken retten gemeinsam vor dem erneuten Rückstand. Und dann dreht Hansa die Partie doch noch komplett: In der 4. Nachspielminute spielt Breier einen Diagonalball zu Türpitz. Der zieht nach innen und trifft links unten zum 3:2-Endstand. Mit 38 Punkten klettert Hansa auf den 2. Tabellenplatz. Sofern die Platzverhältnisse es zulassen, steht am Dienstagabend das Nachholspiel beim VfB Lübeck an, ansonsten ist Rostock am Samstag beim TSV 1860 München gefragt. [ad]Tore: 0:1 Zlatko Janjic (4. Minute, FE) 0:2 Patrick Schikowski (38. Minute) 1:2 John Verhoek (55. Minute) 2:2 Nik Omladic (59. Minute) 3:2 Philip Türpitz (90+4. Minute) Aufstellung, FC Hansa Rostock: Markus Kolke (Torwart) Julian Riedel, Sven Sonnenberg, Jan Löhmannsröben (Tobias Schwede, 46. Minute) Nico Neidhart, Bentley Baxter Bahn, Simon Rhein, Lukas Scherff (Philip Türpitz, 46. Minute) Manuel Farrona Pulido (Nik Omladic, 46. Minute), John Verhoek (Pascal Breier, 87. Minute), Lion Lauberbach (Björn Rother, 46. Minute)

5. Februar 2021 | Weiterlesen
Illegale Baumfällungen in den Wallanlagen?

Illegale Baumfällungen in den Wallanlagen?

Wurden in den Rostocker Wallanlagen illegal Bäume gefällt? Seit letzter Woche steht der Vorwurf im Raum, bei den Fällarbeiten auf der Dreiwallbastion sei gegen das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) verstoßen worden. Dabei geht es nicht direkt um die gefällten Bäume, sondern um Nester, die Vögel in ihren Kronen gebaut haben. Eine kleine Saatkrähenkolonie hat sich in diesem Bereich der Wallanlagen angesiedelt. Mit neun Brutpaaren wurde der Bestand 2020 erfasst, erläutert Joachim Springer vom Naturschutzbund (Nabu) Mittleres Mecklenburg e.V. Aktuell stehen noch fünf Bäume mit Nestern, die Hälfte der Brutplätze soll durch die Arbeiten zerstört worden sein. § 44 Absatz 1 Nr. 3 BNatSchG untersagt es, „Fortpflanzungs- oder Ruhestätten der wild lebenden Tiere der besonders geschützten Arten aus der Natur zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören“. Der Schutz gilt auch für Nester, die gerade nicht bewohnt werden, wenn zu erwarten ist, dass die Vögel wieder zu ihnen zurückkehren, erläutert der ehrenamtliche Naturschützer. Bevor Nester entfernt werden, müsse man mindestens eine Brutsaison lang abwarten, ob die Vögel zurückkehren. Saatkrähen sind nicht nur sehr standorttreu, sie besitzen auch ein stark ausgeprägtes Sozialverhalten. Aus diesem Grund dürfen auch Teile der Kolonie nicht zerstört werden. „Es gibt von Seiten des Amtes für Stadtgrün keine Ausnahmegenehmigung zur Beseitigung von Nestern von Saatkrähen auf der Dreiwallbastion“, erklärt das als Untere Naturschutzbehörde (UNB) zuständige Amt auf Nachfrage. Zum Zeitpunkt der Genehmigung der Wallsanierungsmaßnahmen war die Saatkrähenpopulation nicht bekannt, heißt es weiter. „Aufgrund des sensiblen Standortes und der vorgesehenen Maßnahmen wurde eine ökologische Baubegleitung gegenüber der Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau mbH (RGS) beauflagt und diese von der RGS auch beauftragt“, erklärt Kerstin Kanaa, stellvertretende Pressesprecherin der Stadt. Die RGS ist als Vorhabenträger für die Arbeiten in den Wallanlagen zuständig. Warum die Bäume trotzdem gefällt wurden, ist bislang unklar. Nach einer E-Mail vom Nabu hat das Amt am Morgen des 26. Januar einen sofortigen Fällstopp gegenüber der RGS veranlasst und um Stellungnahme gebeten. „Die UNB prüft, ob weitergehende Verwaltungsverfahren erforderlich sind“, so Kerstin Kanaa. Mögliche Kompensationsmaßnahmen sollen ebenfalls geprüft werden. Hintergrund: Neugestaltung der Wallanlagen Die Planungen und Arbeiten an den Rostocker Wallanlagen laufen seit vielen Jahren. Bereits 2012 erklärte Landschaftsarchitekt Prof. Stefan Pulkenat bei der Vorstellung der Pläne: „Kahlschlag ist nicht unser Ziel“. Wer letzte Woche einen Blick auf den Bereich um die Teufelskuhle geworfen hat, bekam einen anderen Eindruck. Mehr Baumstümpfe als Bäume lassen große Teile der Dreiwallbastion kahl wirken. Auch sehr alte Bäume wurden gefällt. Ziel der Arbeiten ist es, die Dreiwallbastion neuzugestalten und ihre Funktion als barockes Festungsbauwerk wieder herauszuarbeiten. Sichtachsen, etwa zum Kloster und dem Kröpeliner Tor, sollen wiederhergestellt werden. Dafür muss das Gehölz ausgelichtet werden, wertvoller Baumbestand soll jedoch erhalten bleiben. Zudem werden Wege wiederhergestellt bzw. neugestaltet – Treppen und Geländer sind baufällig, auf den Rundwegen gibt es etliche Stolperfallen. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf etwa drei Millionen Euro, 2,7 Mio. Euro kommen aus Städtebaufördermitteln. Umweltschutzverbände kritisierten bereits bei Vorstellung der Pläne, dass Naturschutzaspekte zu wenig berücksichtigt werden. Einwohner zeigten sich besorgt, dass es zu einem Kahlschlag wie auf dem Kanonsberg kommt. Es gab eine Unterschriftensammlung für naturnahe Wallanlagen und Proteste gegen die Abholzung.

1. Februar 2021 | Weiterlesen
Maskenpflicht in Rostock ausgeweitet

Maskenpflicht in Rostock ausgeweitet

Die seit dem 11. Dezember in Teilen von Warnemünde und der Rostocker Innenstadt geltende Maskenpflicht wird ab heute ausgeweitet. Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen hat am Freitag eine neue Allgemeinverfügung erlassen, die zusätzlich drei neue Bereiche umfasst und bis einschließlich 14. Februar 2021 gilt. Doberaner Platz, Neuer Markt und Steintor Neben den bereits bekannten Straßen und Plätzen gilt die Pflicht zur Nutzung einer Mund-Nasen-Bedeckung ab sofort auch am Doberaner Platz (begrenzt durch die Doberaner und die Wismarsche Straße), auf dem Neuen Markt sowie an den Haltestellen Steintor/IHK einschließlich deren Umgebung im Umkreis von jeweils drei Metern. Auf den folgenden Plätzen, Straßen und Wegen muss ab heute (Montag, 1. Februar 2021) unter freiem Himmel eine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden: Stadtmitte: Gehweg Lange Straße (ab Kreuzung Kuhstraße bis Faule Grube in west-östlicher Fahrtrichtung) Kuhstraße Pädagogienstraße Breite Straße Eselföterstraße Faule Grube Kröpeliner Straße (ab Kröpeliner Tor bis einschließlich Neuer Markt) Universitätsplatz Rungestraße (ab Kreuzung Kröpeliner Straße bis Kreuzung Rostocker Heide) auf den Haltestellen Steintor/IHK und deren Umgebung im Umkreis von jeweils drei Metern Kröpeliner-Tor-Vorstadt: Doberaner Platz, begrenzt durch die Doberaner Straße und die Wismarsche Straße Warnemünde: Am Bahnhof ab Kreuzung B103 über Bahnhofsbrücke bis Beginn der Kirchenstraße Am Strom (oberer und unterer Verlauf) ab Kreuzung Kirchenstraße/Bahnhofsbrücke bis Beginn der Westmole Die Pflicht gilt ganztags ohne zeitliche Einschränkung. Maskenpflicht gilt nur für Fußgänger Die Pflicht zum Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung gilt lt. neuer Verordnung ausdrücklich nur für Fußgänger im Sinne von §24/25 der Straßenverkehrsordnung. Radfahrer müssen in diesen Bereichen – sofern sie dort zu den jeweiligen Zeiten fahren dürfen – keine Maske tragen, wie das Rechtsamt der Stadt auf Nachfrage bestätigt. Grund ist, dass es in der Regel kein Unterschreiten der Abstände, dafür aber mögliche Sichtbeeinträchtigungen bei Brillenträgern gibt. Im öffentlichen Raum dürfen weiterhin Alltagsmasken getragen werden. Die in Geschäften sowie im Öffentlichen Personennahverkehr vorgeschriebenen medizinischen Masken (FFP2-/OP-Maske) sind hier keine Pflicht. Ausgenommen von der Maskenpflicht sind Kinder bis zum Schuleintritt und Menschen, die aufgrund einer medizinischen oder psychischen Beeinträchtigung oder einer Behinderung keine Mund-Nase-Bedeckung tragen können und dies durch eine ärztliche Bescheinigung nachweisen können. [ad]Alkoholverbot Der Ausschank von alkoholhaltigen Getränken bleibt im gesamten Stadtgebiet untersagt. Die aktuelle Corona-Landesverordnung geht noch darüber hinaus und untersagt auch den Verzehr alkoholischer Getränke in der Öffentlichkeit. Obwohl die Hansestadt Rostock mit einer 7-Tage-Inzidenz von 43,0 aktuell unter der Grenze für Risikogebiete liegt, muss sie gemäß der Landesvorgabe unabhängig vom eigenen Wert Maßnahmen ergreifen und die Maskenpflicht verlängern. Mecklenburg-Vorpommern gilt mit einer 7-Tage-Inzidenz von 90,4 (Stand gestern) weiterhin als Risikogebiet. Allgemeinverfügung

1. Februar 2021 | Weiterlesen
Rostock im ADAC-Monitor „Mobil in der Stadt“ auf 2. Platz

Rostock im ADAC-Monitor „Mobil in der Stadt“ auf 2. Platz

Wie zufrieden sind Rostocker, Pendler und Besucher mit der Verkehrssituation in Rostock? In einer Online-Umfrage hat der ADAC Menschen in 29 mittleren Großstädten bis 500.000 Einwohner befragt. In der Gesamtwertung landet Rostock hinter Münster auf dem zweiten Platz, beim Öffentlichen Personennahverkehr sogar auf dem Spitzenplatz. Öffentlicher Personennahverkehr Geht es um S-Bahn, Straßenbahn, Bus und Fähren landet Rostock vor Erfurt und Freiburg auf dem ersten Platz. Bei sechs Fragestellungen schafft es die Hansestadt in diesem Bereich auf den Spitzenplatz. Pünktlichkeit, Sauberkeit und die Verfügbarkeit direkter Verbindungen wurden von den Befragten ebenso positiv bewertet wie die Verständlichkeit des Tarifsystems, die Bereitstellung von Reiseinformationen und das Sicherheitsgefühl an Haltestellen. Radfahrer Nicht so zufrieden sind die Radfahrer in Rostock. Hier landet die Hansestadt auf dem 9. Platz. Überwiegend positiv bewertet wurden das Sicherheitsgefühl, direkte Wege zum Ziel, sowie das Erreichen der Ziele in der geplanten Zeit. Weniger zufrieden zeigten sich die Umfrage-Teilnehmer mit dem Zustand der Radwege sowie dem regelkonformen Verhalten von Auto- aber auch anderen Radfahrern. Fußgänger Bei den befragten Fußgängern landet Rostock wie in der Gesamtwertung hinter Münster auf dem 2. Platz. Bestwerte erreicht die Hansestadt beim Angebot an gesicherten Überquerungsmöglichkeiten, dem regelkonformen Verhalten von Autofahrern sowie den Sitzmöglichkeiten entlang der Gehwege. Am unzufriedensten zeigten sich die befragten Fußgänger mit dem regelkonformen Verhalten von Radfahrern – fast jeder Dritte bewertete dies mit der Note fünf oder sechs. Auto Bei den Autofahrern landet Rostock auf dem 5. Platz. In den Bereichen Straßeninfrastruktur und regelkonformes Verhalten anderer Autofahrer reicht es sogar für den Spitzenplatz. Kritik gibt es beim Parkraumangebot, den Parkgebühren sowie beim Baustellenmanagement. [ad]Corona verändert das Mobilitätsverhalten Acht Prozent der Befragten gaben an, den Öffentlichen Personennahverkehr im Vergleich zur Zeit vor der Corona Pandemie überhaupt nicht mehr zu nutzen, 21 fahren seitdem seltener mit dem ÖPNV. Mit zusammen 29 Prozent ist der Rückgang trotzdem geringer als im Städtedurchschnitt (35%). Fünf Prozent gaben an, seit Corona erstmals das Fahrrad oder E-Bike für private Fahrten zu nutzen, zwölf Prozent steigen häufiger aufs Rad. Den stärksten Zuwachs gab es im Bereich der Fußgänger: 26 Prozent gaben an, dass sie Strecken mit mindestens 300 Metern häufiger zu Fuß zurücklegen. Auch der Pkw wird seit der Corona-Pandemie mehr genutzt. 18 Prozent setzten sich häufiger privat hinters Steuer, 45 Prozent der Befragten sogar an mindesten 20 Tagen innerhalb der letzten drei Monate. Der ÖPNV wurde nur von 20 Prozent so häufig genutzt. Zusammen mit Deutscher Bahn und Regionalbahnen (11%) sowie dem Fahrrad (19%) hat jedoch jeder Zweite an mindestens 20 Tagen eine Auto-Alternative genutzt. Insgesamt nahmen über 10.000 Menschen ab 18 Jahren zwischen dem 7. Oktober und dem 7. November 2020 an der ADAC-Umfrage teil. 400 Interviews wurden durchschnittlich in jeder Stadt geführt. ADAC-Umfrage

29. Januar 2021 | Weiterlesen
Wohnmobilstellplatz in Warnemünde rückt näher

Wohnmobilstellplatz in Warnemünde rückt näher

Geplant ist ein Wohnmobilplatz im Seebad Warnemünde schon lange. Bereits 2012 gab es einen Bebauungsplan (B-Plan), der auf der sanierten Deponie am Südende des Weidenwegs 120 Standplätze vorsah. Diskussionen um die Erschließungskosten und ein vom Oberverwaltungsgericht Greifswald monierter Fehler brachten die Planungen zum Erliegen. Mit dem Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Rohrmannsche Koppel“ kommt jetzt wieder Bewegung in das Vorhaben, allerdings an einer anderen Stelle. Auf dem bisherigen Parkplatz am westlichen Ortseingang möchte die Wohnen in Rostock Wohnungsgesellschaft mbH (Wiro) einen „Wohnmobil-Hafen“ mit etwa 75 Stellplätzen errichten. Ein Teil der Fläche soll weiterhin als Pkw-Parkplatz dienen. Vorgestellt wurden die Planungen erstmals im Mai 2018. Service- und Nebengebäude Neben den Standplätzen für die Wohnmobile soll parallel zur Doberaner Landstraße ein Servicegebäude mit Ver- und Entsorgungsstationen für Schmutz- und Frischwasser sowie Müll entstehen. „Alles, was durchreisende Wohnmobilisten bei einem Kurzaufenthalt an technischer Ausstattung benötigen“, erläutert Wiro-Pressesprecher Carsten Klehn. Für die Versorgung der Wohnmobilisten ist auch ein kleiner Laden mit maximal 50 Quadratmetern Verkaufsfläche vorgesehen. An der südöstlichen Grenze erlaubt der B-Plan ein Nebengebäude für die Unterbringung von Geräten. Beide Gebäude dürfen nur mit einem Vollgeschoss und einer maximalen Höhe von 6,50 bzw. 4 Metern errichtet werden. Fußgängerampel Eine Fußgängerampel als Querungshilfe zur Bushaltestelle in Richtung Warnemünde, die auf der anderen Seite der Doberaner Landstraße liegt, ist weiter im Gespräch. Eine Festsetzung im B-Plan soll jedoch nicht erfolgen, da sie „nicht ursächlich mit dem Planvorhaben in Zusammenhang“ stehe, so die Verwaltung. Hälfte der Pkw-Parkplätze entfällt Die neue Wohnmobilstellplatzanlage wird etwa 60 Prozent der bisherigen Fläche einnehmen. Die restlichen 40 Prozent stehen weiterhin als Parkplatz zur Verfügung. Ca. 225 Stellplätze sollen es künftig sein, aktuell liegt die Kapazität bei rund 450 Pkw. Da es sich gegenwärtig noch um eine öffentlich gewidmete Verkehrsfläche handelt, sollen für die entfallenden Parkmöglichkeiten entsprechend viele Stellplätze auf dem Parkplatz „Strand Mitte“ neben der Jugendherberge öffentlich gewidmet werden. Dieser wird bislang durch die Tourismuszentrale privat bewirtschaftet. Die Stadt geht davon aus, dass hier künftig weniger Wohnmobile parken und damit tatsächlich mehr Pkw-Stellplätze für Strandbesucher zur Verfügung stehen. Auch ein Parkhaus wird an dieser Stelle diskutiert. Umwelt- und Lärmschutz Der teilweise mit Schotter befestigte Parkplatz ist derzeit weitgehend vegetationslos, aber nicht versiegelt. Das soll zumindest teilweise so bleiben. Für die Fahrgassen ist versickerungsfähiges Pflaster vorgesehen, die Stellplätze sollen mit Schotterrasen befestigt werden. Vollversiegelte Flächen sind auf maximal 30 Prozent der Gesamtfläche zulässig. An den Grundstücksrändern gibt es teilweise wertvolle Gehölzstrukturen. Die Benjesstruktur (Totholzhecke) an der Westgrenze soll erhalten werden. Als Ersatz für den Lebensraum der Waldeidechsen sind dort zwei Totholzhaufen geplant. Die Brombeerhecke an der Nordseite des Platzes wurde bereits weitgehend abgeholzt. Auf dem Gelände sollen zwölf großkronige Laubbäume (Spitz-Ahorn, Hainbuche, Baum-Hasel und Sumpf-Eiche) neu gepflanzt werden. Zwischen Wohnmobilen und nördlichem Wald muss ein 20 Meter breiter Bereich freigehalten werden. Auf diesem Grünstreifen dürfen Spielgeräte und Sitzplätze errichtet werden. Das verbleibende Ausgleichsdefizit von rund 28.000 Quadratmetern Flächenäquivalent soll allerdings nicht im Seebad ausgeglichen werden. Stattdessen ist eine Abbuchung vom Öko-Konto „Renaturierung der Carbäk zwischen Riekdahler Weg und Verbindungsweg“ geplant. Dass Kompensationsmaßnahmen für Eingriffe in Natur und Landschaft nicht vor Ort, sondern an anderen Stellen in der Stadt erfolgen, sorgt in Warnemünde immer wieder für Diskussionen. Als Lärmschutz soll die Nutzung des Pkw-Parkplatzes zwischen 22 und 6 Uhr ausgeschlossen werden. Zum Schutz der nördlichen Wochenendhaussiedlung „Habichtshöhe“ gelten diese Einschränkungen auch für nächtliche Fahrbewegungen auf dem Wohnmobilplatz. Ausgleichsmaßnahmen, Lärmschutz sowie ggfs. der Einsatz erneuerbarer Energien sollen in einem Städtebaulichen Vertrag mit der Wiro geregelt werden. Ortsbeirat und Bürgerschaft müssen beraten Am 9. Februar berät der Ortsbeirat Warnemünde/Diedrichshagen über den Aufstellungs-, Abwägungs-, Entwurfs- und Auslegungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 01.SO.195 Sondergebiet „Rohrmannsche Koppel“. Stimmt die Bürgerschaft am 3. März der Aufstellung und Auslegung des B-Plans zu, könnte dieser im Herbst beschlossen werden. Erst im Anschluss kann die Umwidmung der Fläche durch die Landesverwaltung erfolgen. Wie lange dies dauert, ist noch offen. „Wir denken, dass der ‚Wohnmobil-Hafen‘ frühestens 2023 eröffnet werden kann“, so Klehn. Bislang kein Wohnmobil-Stellplatz in Warnemünde Wer mit seinem Wohnmobil in Warnemünde übernachten möchte, hat auch jetzt schon die Qual der Wahl. Besonders beliebt ist der strandnah gelegene Parkplatz neben der Jugendherberge. Schiffsfans bevorzugen eher den Wiro-Parkplatz auf der Mittelmole, wo sie aus erster Reihe die im Seekanal vorbeifahrenden Schiffe beobachten können. Perspektivisch soll die Mittelmole jedoch bebaut werden – im November wurde das neue Beteiligungsverfahren zur künftigen Nutzung gestartet. Eins haben beide Plätze gemein: Anschlüsse zur Ver- und Entsorgung gibt es an keinem Standort. Auch wenn sich viele Wohnmobilisten mehrere Tage autark mit Strom und Wasser versorgen können, fehlen bislang echte Wohnmobil-Stellplätze in Warnemünde. Bebauungsplan Nr. 01.SO.195 Sondergebiet „Rohrmannsche Koppel“ Kartendaten von OpenStreetMap – veröffentlicht unter ODbL

28. Januar 2021 | Weiterlesen
Hansa Rostock besiegt Saarbrücken mit 4:2

Hansa Rostock besiegt Saarbrücken mit 4:2

Heimsieg im Ostseestadion! Hansa Rostock setzt sich am Mittwochabend zuhause gegen den 1. FC Saarbrücken mit 4:2 (1:1) durch und fährt den vierten Sieg in Folge ein. Nicklas Shipnoski brachte die Gäste in der 7. Minute in Führung, John Verhoek traf in der 14. per Foulelfmeter zum Ausgleich. Björn Rother und Nico Neidhart sorgten im zweiten Durchgang für eine 3:1-Führung, bevor es Kianz Froese in der 89. Minute mit dem Anschlusstreffer noch einmal spannend machte. Nico Neidhart machte den Sack in der Nachspielzeit jedoch zu und traf zum 4:2-Endstand. Mit 35 Punkten klettert Rostock auf den Relegationsplatz. Im Vergleich zum Sieg gegen Duisburg nimmt Hansa-Cheftrainer Jens Härtel drei Veränderungen vor. Für Jan Löhmannsröben und Bentley Baxter Bahn (beide gelb-gesperrt) sowie Lion Lauberbach stehen heute Damian Roßbach, Björn Rother und Lukas Scherff von Beginn an auf dem Platz. In der 7. Minute spielt der Ex-Rostocker Tobias Jänicke einen hohen Ball in den Rostocker Strafraum. Sven Sonnenberg versucht das Leder mit dem Knie aus der Luft zu holen, doch der Ball landet unglücklich vor den Füßen von Nicklas Shipnoski. Der lässt sich diese Einladung nicht entgehen und trifft zur 1:0-Gästeführung. Sieben Zeigerumdrehungen später wird Damian Roßbach im Gästestrafraum von Sebastian Jacob zu Fall gebracht. Der Unparteiische Max Burda zeigt auf den Punkt und John Verhoek verwandelt den Foulelfmeter sicher links unten zum Ausgleich (14. Minute). Nach einem Breier-Steilpass hat Manuel Farrona Pulido in der 36. Minute die Führung auf dem Fuß, scheitert jedoch an der tollen Reaktion von Keeper Daniel Batz. So geht es mit dem Stand von 1:1 zum Pausentee. Neun Minuten sind seit dem Seitenwechsel gespielt, als Breier Pulido schickt, dessen scharfe Hereingabe von links nimmt Björn Rother dankbar an und schiebt gegen die Laufrichtung des Keepers zur 2:1-Führung ein (54. Minute). Torgefährlich wird es erst in der 86. Minute wieder, als Nico Neidhart perfekt in den Winkel trifft. In der 89. Minute pariert Hansa-Torwart Markus Kolke gegen den Torschützen Shipnoski, doch nur eine knappe Minute gelingt Kianz Froese nach einer Ecke der 2:3-Anschluss. Jetzt wird es noch einmal spannend im Ostseestadion. Saarbrücken drückt auf den Ausgleich, doch in der 5. Nachspielminute trifft Nico Neidhart zum zweiten Mal an diesem Abend und markiert den 4:2-Endstand. Hansa fährt den vierten Sieg in Folge ein und steht mit 35 Punkten auf dem Relegationsplatz. Nachdem das Auswärtsspiel beim KFC Uerdingen am Samstag aufgrund der Teamquarantäne der Krefelder abgesagt wurde, geht es für die Kogge am 5. Februar mit dem nächsten Heimspiel weiter, wenn der SC Verl im Ostseestadion zu Gast ist. [ad]Tore: 0:1 Nicklas Shipnoski (7. Minute) 1:1 John Verhoek (14. Minute, FE) 2:1 Björn Rother (54. Minute) 3:1 Nico Neidhart (86. Minute) 3:2 Kianz Froese (89. Minute) 4:2 Nico Neidhart (80+5. Minute) Aufstellung, FC Hansa Rostock: Markus Kolke (Torwart) Nico Neidhart, Sven Sonnenberg, Julian Riedel, Damian Roßbach Björn Rother, Simon Rhein Manuel Farrona Pulido (Nik Omladic, 75. Minute), Pascal Breier (Lion Lauberbach, 75. Minute), Lukas Scherff John Verhoek (Gian Luca Schulz, 81. Minute)

27. Januar 2021 | Weiterlesen
Corona: Unimedizin teilweise im Notfallmodus

Corona: Unimedizin teilweise im Notfallmodus

Im Zentrum für Innere Medizin (ZIM) der Universitätsmedizin Rostock steigt die Zahl von Covid-19-positiven Patienten nach stationärer Aufnahme, bei denen der vorgeschriebene erste PCR-Test auf Covid-19 vor der Aufnahme negativ war. Aktuell sind von dieser Situation 18 Patienten und 12 Mitarbeiter im ZIM betroffen. „Wir können das Infektionsgeschehen nicht in allen Fällen nachvollziehen“, erklärt Prof. Christian Schmidt, Ärztlicher Vorstand der Unimedizin. „Zum Schutz der weiteren Patienten und der Mitarbeiter fahren wir für die nächsten 7 Tage auf den Notfallmodus herunter. Das bedeutet, wir verschieben alle planbaren und nicht dringend nötigen Eingriffe.“ Die infizierten Patienten werden zentral auf der Station für Infektionskrankheiten betreut. Die betroffenen Mitarbeiter sind in häuslicher Quarantäne. Schmidt betont: „Es muss sich niemand Sorgen machen: Alle Notfallbehandlungen und dringlichen Eingriffe werden durchgeführt.“ Andere Standorte bzw. Zentren der Unimedizin sind derzeit nicht von den Maßnahmen betroffen. Aktualisierung, 29.01.2021: Im Zentrum für Innere Medizin (ZIM) der Universitätsmedizin Rostock werden weiterhin auf verschiedenen Stationen Patienten vereinzelt im Behandlungsverlauf positiv auf Covid-19 getestet. Ein erster Test vor der stationären Aufnahme war jeweils negativ ausgefallen. Auch das Personal ist zunehmend von Covid-19-Infektionen betroffen. Aktuell wurden 38 Patienten und 12 Mitarbeiter im ZIM positiv getestet. „Wir haben die Patienten und Kontaktpersonen auf ausgewählten Stationen von Nichtinfizierten getrennt und die Mitarbeiter in die häusliche Quarantäne geschickt“, erklärt Prof. Christian Schmidt, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Vorstand der Unimedizin. Das Infektionsgeschehen sei nicht in allen Fällen nachvollziehbar. Zum jetzigen Zeitpunkt könne auch ein weiteres Infektionsgeschehen auf den betroffenen Stationen nicht ausgeschlossen werden. „Aus hygienischen Gründen nehmen wir an diesem Wochenende bis einschließlich 1. Februar keine Patienten im ZIM auf“, so Schmidt. Internistische Spezialfälle werden nach telefonischer Vorankündigung in der Notaufnahme weiter angenommen und behandelt. Die umliegenden Krankenhäuser sind informiert. Am 2. Februar nimmt die Unimedizin eine zusätzliche Station mit 15 Betten nur für die Aufnahme internistischer Patienten in Betrieb. Laut Prof. Andreas Podbielski, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie, Virologie & Hygiene, sei bisher weder bei infizierten Patienten oder Kollegen eine mutierte SARS-CoV-2-Variante nachgewiesen worden. „Aber auch wir werden auf längere Sicht wahrscheinlich davon nicht verschont bleiben“, so Podbielski. Andere Standorte, Kliniken bzw. Zentren der Unimedizin sind voll funktionsfähig und derzeit nicht von den Maßnahmen betroffen. Quelle: Universitätsmedizin Rostock

27. Januar 2021 | Weiterlesen
Rostocks Finanzbilanz 2020 trotz Corona positiv

Rostocks Finanzbilanz 2020 trotz Corona positiv

Das vorläufige Jahresergebnis im Finanzhaushalt der Hansestadt Rostock für 2020 weist nach Tilgung einen Überschuss von 8,9 Mio. Euro aus. „Diese Zahlen sind eine angenehme Überraschung. Das verschafft uns ein kleines Polster, um die in diesem Jahr erwarteten Mindereinnahmen auszugleichen“, freut sich Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen nach Vorlage der ersten, noch vorläufigen Finanzdaten zum Abschluss des Haushaltsjahres 2020. Dazu erläutert Dr. Chris Müller, Senator für Finanzen, Digitalisierung und Ordnung: „Bei aller Freude müssen wir dieses Ergebnis aber realistisch einordnen: Ohne die Corona-Finanzhilfen von Bund und Ländern wären wir im abgelaufenen Jahr tief in den roten Zahlen versunken. Und wir profitieren davon, dass wir unseren Haushalt in den letzten Jahren in Ordnung gebracht haben. Außerdem konnten durch die Pandemie einige geplante Ausgaben nicht getätigt werden, und das Ergebnis wurde auch durch diverse Einmaleffekte positiv beeinflusst. Für 2021 müssen wir trotzdem von einem deutlichen Minus ausgehen. Die Bäume wachsen also auch für Rostock nicht in den Himmel.“ Hauptgrund für das letztlich positive Ergebnis sind die Ausgleichszahlungen des Bundes und des Landes M-V für die pandemiebedingten Mindereinnahmen der Stadt. So wurden die um 31,8 Mio. Euro geringer ausgefallenen Gewerbesteuereinnahmen durch 23,1 Mio. Euro Kompensationshilfen immerhin zu fast 75 Prozent ausgeglichen. Parallel dazu erwies sich die Einkommenssteuer als relativ stabil, so dass hier nur geringe Einbußen (-1,1 Mio. Euro) zu verzeichnen waren. Hinzu kommen 11,5 Mio. Euro höhere Einzahlungen bei den Kosten für Unterkunft und Heizung (SGB II) aufgrund der krisenbedingt angehobenen Bundesbeteiligung (von 25 Prozent auf 27,7 Prozent) an diesen Ausgaben. Darüber hinaus hat die durch Lockdown und Homeoffice eingeschränkte Tätigkeit in vielen Fachämtern zu geringeren Auszahlungen für Sach- und Dienstleistungen geführt, die sich aufsummieren. Insgesamt ergibt sich somit eine Verbesserung von 25,3 Mio. Euro gegenüber dem ursprünglich geplanten Ergebnis für 2020 (-16,4 Mio. Euro nach Tilgung). Bemerkenswert positiv ist außerdem das Ergebnis der städtischen Investitionstätigkeit 2020: Insgesamt 85,8 Mio. Euro wurden im vergangenen Jahr aus dem Kernhaushalt für investive Maßnahmen verausgabt. Das sind fast 20 Mio. Euro mehr als 2019 (damals 66,1 Mio. Euro) und stellt eine Verdoppelung des Niveaus von vor fünf Jahren (2015: 46,0 Mio. Euro, 2016: 36,1 Mio. Euro) dar. Dazu Dr. Chris Müller-von Wrycz Rekowski: „Wir hatten uns vorgenommen, nach der erfolgreichen Konsolidierung des Haushaltes die Investitionen unserer Stadt deutlich hochzufahren. Mit fast 86 Mio. Euro Mittelabfluss ist das im letzten Jahr gut gelungen. Wahrscheinlich noch nie in der Geschichte unserer Stadt wurde eine so große Summe binnen Jahresfrist durch die Kernverwaltung verbaut. Das sollte uns Mut machen auf dem Weg, unsere zahlreichen kleinen und großen Investitionsprojekte – darunter die BUGA – zügig und pünktlich zu realisieren.“ [ad]Hinsichtlich des Haushaltes 2021 ging außerdem heute die Genehmigung des Innenministeriums im Rathaus ein. Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen freut sich über die positive Entscheidung der Rechtsaufsicht: „Mit seiner öffentlichen Bekanntmachung ist der Haushalt dann in Kürze rechtskräftig und die Umsetzung der neuen Investitionsmaßnahmen kann beginnen. Das ist in dieser schwierigen Zeit ein wichtiger Faktor, unsere regionale Wirtschaft zu stützen und am Laufen zu halten. Unser ausdrücklicher Dank gilt dem Innenministerium, das den erst im Dezember beschlossenen Haushalt 2021 in Rekordzeit geprüft und positiv beschieden hat.“ Der Stadthaushalt 2021 umfasst ein Gesamtvolumen von 753,2 Mio. Euro im Ergebnishaushalt und 705,1 Mio. Euro im Finanzhaushalt, zusätzlich sind 96,0 Mio. Euro allein für Investitionen vorgesehen. Quelle: Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Pressestelle

24. Januar 2021 | Weiterlesen
Hansa Rostock besiegt Duisburg mit 2:1

Hansa Rostock besiegt Duisburg mit 2:1

Hansa Rostock startet mit einem Sieg in die Rückrunde. Beim MSV Duisburg setzte sich die Kogge am Samstagnachmittag mit 2:1 (2:1) durch. Manuel Farrona Pulido brachte die Gäste mit einem Doppelpack in Führung, bevor MSV-Kapitän Arne Sicker per Handelfmeter in der 34. Minute der Anschluss gelang. Weitere Tore fielen in der Begegnung nicht. Mit 32 Punkten verbessert sich Rostock auf den 4. Tabellenplatz. Nachdem das letzte Hinrundenspiel beim VfB Lübeck vergangenen Samstag aufgrund der Platzverhältnisse abgesagt wurde, startet Rostock heute beim MSV Duisburg in die Rückrunde. Hansa-Cheftrainer Jens Härtel nimmt im Vergleich zum Sieg gegen Unterhaching zwei Veränderungen vor. Für die Verletzten Oliver Daedlow und Nik Omladic stehen heute Manuel Farrona Pulido und Lukas Scherff von Beginn an auf dem Platz. Fünf Minuten sind gespielt, als ein schlecht geklärter langer Ball bei Nico Neidhart landet, der von rechts in den Strafraum flankt. Dort legt John Verhoek die Kugel in den Rückraum auf Pulido ab. Der zielt aufs lange linke Eck, doch Vincent Gembalies fälscht den Ball unhaltbar für seinen Keeper auf die andere Seite ab (5. Minute). Auf der Gegenseite landet ein Freistoß von Marlon Frey am langen Pfosten beim freistehenden Stefan Velkov, der seinen Schuss jedoch verzieht und die Chance zum Ausgleich verpasst (8. Minute). Wilson Kamavuaka verpasst eine schöne Flanke von rechts nur knapp und kurz darauf muss Hansa-Torwart Markus Kolke aus seinem Kasten sprinten und an der Strafraumgrenze klären (21./28. Minute). Besser läuft es direkt im Anschluss bei den Rostocker Gästen: Neidhart ist bei einem Angriff der Hausherren vor Sicker am Ball und spielt das Leder ins Zentrum. Hier ist es erneut Pulido, der zentral völlig frei abziehen kann und zur 2:0-Führung ins rechte Eck trifft (29. Minute). Zweite Chance, zweiter Treffer! Nach einem Handspiel von Jan Löhmannsröben verkürzt MSV-Kapitän Sicker in der 34. Minute per Handelfmeter auf 1:2. Mit diesem Stand geht es in die Pause. Scherff rettet bei einem Angriff der Hausherren mit einem Sprint, muss anschließend jedoch verletzt vom Platz. Für ihn kommt Damian Roßbach ins Spiel (64. Minute). Ein Freistoß von Bentley Baxter Bahn landet in der Mauer, kurz darauf köpft Löhmannsröben nach einem Freistoß übers Tor (70./75. Minute). Ahmet Engin scheitert nach einem Pass in die Schnittstelle an Hansa-Schlussmann Kolke. Auf der Gegenseite trifft Löhmannsröben den Ball nach einer Ecke nicht richtig (79./81. Minute). Nach vier Minuten Nachspielzeit ist der erste Dreier der Rückrunde dann in trockenen Tüchern und Hansa fährt den dritten Sieg in Folge ein. Mit 32 Punkten steht Rostock auf dem 4. Tabellenplatz und hat nur einen Zähler Rückstand auf den Relegationsplatz. Weiter geht es für die Kogge im Rahmen der ersten englischen Woche bereits am Mittwochabend, wenn der 1. FC Saarbrücken im Ostseestadion zu Gast ist. [ad]Tore: 0:1 Manuel Farrona Pulido (5. Minute) 0:2 Manuel Farrona Pulido (29. Minute) 1:2 Arne Sicker (34. Minute) Aufstellung, FC Hansa Rostock: Markus Kolke (Torwart) Nico Neidhart, Sven Sonnenberg, Julian Riedel, Lukas Scherff (Damian Roßbach, 64. Minute) Jan Löhmannsröben, Simon Rhein (Björn Rother, 90+1. Minute) Manuel Farrona Pulido (Pascal Breier, 64. Minute), Bentley Baxter Bahn (Aaron Herzog, 90+1. Minute), Lion Lauberbach John Verhoek

23. Januar 2021 | Weiterlesen
Corona-Lockdown bis Mitte Februar verlängert

Corona-Lockdown bis Mitte Februar verlängert

Der Corona-Lockdown wird mindestens bis einschließlich 14. Februar 2021 verlängert. Das gab Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) heute nach der Bund-Länder-Konferenz mit den Ministerpräsidenten bekannt. Zwar ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den letzten Tagen leicht gesunken, mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 131,5 ist Deutschland aber noch weit vom Ziel entfernt, deutlich unter 50 Infizierte pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen zu kommen. In Mecklenburg-Vorpommern liegt der Wert aktuell bei 117,8, in Rostock bei 44,5. Sorge vor Coronavirus-Mutationen „Die aktuellen, täglichen Zahlen des Robert-Koch-Instituts sind für uns alle Anlass zur Hoffnung“, so Merkel. Doch die Sorge vor Coronavirus-Mutationen, wie dem Typ B.1.1.7, der in Großbritannien und Irland für stark ansteigende Infektionszahlen, ist groß. „All unseren Bemühungen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen, droht eine ernsthafte Gefahr“, so Merkel. Die Mutation sei „sehr viel ansteckender“ und „eine Hauptursache für den gewaltigen Anstieg der Infektionen sowohl in Großbritannien als auch in Irland“. Einzelne Fälle wurden auch in Deutschland bereits nachgewiesen, wie weit sich das mutierte Virus bei uns bereits verbreitet hat, ist noch unklar. Bislang sei es in Deutschland „noch nicht dominant“, so Merkel. „Noch ist gewissermaßen Zeit, die ganze Gefährlichkeit einzudämmen“, doch „wir müssen jetzt handeln“, fordert die Kanzlerin. Es geht um Vorsorge. Wenn sich die Mutation bereits ausgebreitet hätte, könnten sich die Infektionszahlen „explosiv erhöhen“ und die Krankenhäuser in eine „schwer zu beherrschende Lage“ geraten, so Merkel. Geschäfte und Kontaktbeschränkungen Grundsätzlich gelten alle Corona-Beschränkungen bis Mitte Februar weiter. Geschäfte des Einzelhandels bleiben mit Ausnahme von Waren des täglichen Bedarfs geschlossen. Dies gilt auch für körpernahe Dienstleistungen, Freizeiteinrichtungen und die Gastronomie – Abhol- und Lieferdienste bleiben erlaubt. Treffen sind weiterhin nur innerhalb des eigenen Hausstandes sowie mit einer weiteren Person gestattet. Dabei sollte es „möglichst bei einer beständigen, weiteren Kontaktperson bleiben“ und diese nicht ständig ausgetauscht werden, betont Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). Begleitpersonen von Behinderten sowie Kinder unter zwölf Jahren sind davon ausgenommen, wenn sie betreut werden müssen. Kitas und Schulen „Es gibt ernstzunehmende Hinweise, dass sich die B.1.1.7-Mutation des SARS-CoV-2-Virus auch stärker unter Kindern und Jugendlichen verbreitet, als das bei dem bisherigen Virus der Fall ist“, erläutert Merkel. Die Schulen bleiben daher bis einschließlich 14. Februar grundsätzlich geschlossen. In Mecklenburg-Vorpommern bleiben Kitas und Grundschulen (einschließlich der Klassenstufen 5/6) jedoch weiter geöffnet, nur die Präsenzpflicht ist ausgesetzt. „Wir haben abgelehnt, dass es zu weiteren Einschränkungen im Bereich Kitas und Schulen kommt“, so Schwesig. Auch Abschlussklassen können weiter besucht werden. Für alle anderen Klassen gilt Distanzunterricht. Ausgenommen davon ist der Kreis Mecklenburgische Seenplatte, wo es aufgrund der hohen Inzidenz nur eine Notbetreuung gibt. Eltern sollen ihre Kinder aber möglichst zuhause betreuen. Von den etwa 110.000 Kinder, die normalerweise Krippe, Kindergarten oder Hort in MV besuchen, werden zurzeit 55,7 Prozent zuhause betreut (Stichtag 14. Januar). Wie das Sozialministerium heute bekanntgab, bleiben in den Krippen 41,6, in den Kindergärten 48,1 und im Hort 71,3 Prozent der Kinder zuhause. Laufende Infektionsgeschehen gibt es laut Ministerium aktuell in zwölf der rund 1.500 Kita- und Horteinrichtungen. Sechs Kinder und acht Beschäftigte sind betroffen. Homeoffice Der betriebliche Bereich wird nicht weiter eingeschränkt, es soll jedoch mehr von zuhause gearbeitet werden. „Hier gehen wir jetzt rechtlich vor“, erklärt Merkel. Arbeitsminister Hubertus Heil soll eine – vorerst bis zum 15. März befristete – Verordnung erlassen. „Überall dort, wo es möglich ist“, müssen Arbeitgeber ihren Beschäftigten die Arbeit im Homeoffice ermöglichen. So sollen Kontakte am Arbeitsort, aber auch auf dem Arbeitsweg reduziert werden. [ad]Medizinische und FFP2-Masken In Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln sollen künftig medizinische Masken getragen werden. Es müssen nicht die teureren FFP2-Masken sein, sogenannte medizinische OP-Masken genügen. Ein einfacher textiler Mund-Nasen-Schutz aus beliebigem Material reicht an diesen Orten in Zukunft nicht mehr aus. Weitere Wirtschaftshilfen Die Corona-Hilfen sollen vereinfacht, die Förderhöchstgrenzen pro Unternehmen auf 1,5 Mio. Euro erhöht und die Abschläge auf 100.000 Euro verdoppelt werden. Im Rahmen der Überbrückungshilfe III soll auch Saisonware von Einzelhändlern berücksichtigt werden. Anspruchsberechtig ist, wer einen Umsatzrückgang von mindestens 30 Prozent hat.

19. Januar 2021 | Weiterlesen
Erich-Schlesinger-Straße wird ausgebaut

Erich-Schlesinger-Straße wird ausgebaut

Die Erich-Schlesinger-Straße soll vom neu gebauten Kreisel an der Einsteinstraße bis auf Höhe des Radschnellwegs grundhaft ausgebaut werden. Auf rund 122 Metern werden sowohl die Fahrbahn als auch die Gehwege auf beiden Seiten erneuert, eine Mittelinsel angelegt und Schutzstreifen für Radfahrer markiert. Zusätzlich soll die Fahrbahndecke unter der Bahnbrücke hindurch bis zur Kreuzung Bei der Tweel/Engelstraße erneuert werden. Nordwasser plant im Zuge des Ausbaus die Erneuerung eines Mischwasserkanals und die Verlegung einer Trinkwasserleitung. Mittelinsel und Radfahrer-Schutzstreifen statt Parkplätzen Neben den beiden drei Meter breiten Fahrstreifen sind für Radfahrer beidseitig 1,50 Meter breite Schutzstreifen geplant. Unter der Bahnbrücke geht es mit 2,81 bzw. 1,25 Meter etwas enger zu. Das bislang vor den Studentenwohnheimen erlaubte halbseitige Parken auf den Gehweg ist künftig nicht mehr gestattet, hier gilt ein absolutes Halteverbot. Damit entfällt für Radfahrer zumindest die Gefahr ein-/ausparkender Fahrzeuge und unvorsichtig geöffneter Autotüren. Auf Höhe des Radschnellwegs soll eine Mittelinsel die Querung der Straße erleichtern. Umleitung/Verkehrsführung Der Baustart könnte im März 2021 erfolgen. Während der gesamten Zeit wird es zu einer Vollsperrung des Bereichs kommen. Der Verkehr wird voraussichtlich über die Einsteinstraße, den Südring, die Satower Straße und die Voßstraße umgeleitet. Je nach Fahrtziel bietet sich die Parkstraße als Alternative zur Voßstraße und der Hundertmännerbrücke an. Nordöstlich kann der Bereich über den Südring, Am Vögenteich und die Arnold-Bernhard-Straße umfahren werden. Da in diesem Abschnitt des Südrings Einschränkungen durch die Erneuerung der Bahnbrücke am Goetheplatz drohen, soll die Baumaßnahme im vierten Quartal 2021 abgeschlossen werden – bevor die Deutsche Bahn mit ihren Arbeiten beginnt. Für Fußgänger soll der Bereich durchgängig passierbar bleiben.

18. Januar 2021 | Weiterlesen
Viele Güter, wenig Passagiere 2020 im Seehafen

Viele Güter, wenig Passagiere 2020 im Seehafen

Im Überseehafen Rostock gingen im Jahr 2020 insgesamt 25,1 Millionen Tonnen Fracht über die Kaikanten. Das entspricht einem leichten Rückgang von 600.000 Tonnen bzw. zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahresergebnis. Rückgänge bei Fähr- und RoRo-, z.B. bei Papier, sowie Flüssiggütern wurden durch Umschlagsteigerungen von Schüttgütern fast vollständig kompensiert. „Trotz der pandemiebedingten Zwänge und Einschränkungen in vielen Produktionsunternehmen und Lieferketten im Verlauf des Jahres 2020 sorgte das ausgewogene Geschäftsmodell des Hafens wiederum für ein sehr hohes und nahe am Vorjahr liegendes Umschlagergebnis“, bilanziert Dr. Gernot Tesch, Geschäftsführer der Rostock Port GmbH. Das Investitionsvolumen in die Infrastruktur des Überseehafens betrug im vergangenen Jahr rund 25 Millionen Euro. Nach Auskunft des Rostocker Hafen- und Seemannsamtes wurden in den anderen Rostocker Häfen wie dem Fracht- und Fischereihafen sowie Chemiehafen im Jahr 2020 weitere 1,6 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Damit gingen in Rostock im vergangenen Jahr insgesamt 26,7 Millionen Tonnen Fracht über die Kaikanten. Mit 1,37 Millionen Passagieren auf den Fährlinien nach Nordeuropa konnte nur etwas mehr als die Hälfte der Vorjahresanzahl erreicht werden. Im Kreuzfahrthafen Warnemünde gab es nur einen Anlauf eines Passagierschiffes mit 200 Reisenden. Avisiert waren 207 Anläufe von Kreuzfahrtschiffen mit mehr als 600.000 Passagieren. Der Bundestag stellte Ende November 2020 die Mittel für die Vertiefung des Rostocker Seekanals auf 16,50 Meter zur Verfügung. „Seit mehr als zehn Jahren hatten sich Mitglieder des Bundes- und Landestages, die maritime Wirtschaft und das Wasser- und Schifffahrtsamt Ostsee für diese wettbewerbsverbessernde Maßnahme für den Überseehafen Rostock eingesetzt“, so Jens A. Scharner, Geschäftsführer der Rostock Port GmbH. Mit der etwa zweieinhalb Jahre dauernden Ausbaggerung des Seekanals von 14,50 Meter auf 16,50 Meter soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Mit diesem für den Wirtschaftsstandort wichtigen Meilenstein startet der Hafenbetreiber Rostock Port parallel zur Seekanalvertiefung die Vertiefung und Ertüchtigung von Liegeplätzen im Massengutbereich. Umschlagergebnisse im Überseehafen Insgesamt gab es im Überseehafen Rostock im vergangenen Jahr 7.573 Anläufe von Fähr- und RoRo-, Tank-, Fracht- und Kreuzfahrtschiffen. Davon entfielen 5.672 Anläufe auf Fähr- und RoRo-Schiffe. Der Schüttgutumschlag lag mit insgesamt 6,75 Millionen Tonnen enorme 14 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Insbesondere der Export von Weizen verzeichnete einen Zuwachs von 1,7 auf 2,7 Millionen Tonnen. Einbußen gab es dagegen bei Kohle (minus 300.000 Tonnen) und Gips (minus 50.000 Tonnen). Der Umschlag von Düngemitteln (665.000 Tonnen) erreichte in etwa das Vorjahresniveau. Zuwächse gab es auch beim Umschlag von Zement (plus 40.000 Tonnen), Gerste (15.000 Tonnen) und Raps (plus 50.000 Tonnen) Mit einem Jahresergebnis von 3,7 Millionen Tonnen (+ 42 %) ist Getreide die dominierende Schüttgutart im Überseehafen. Der Umschlag von Flüssiggütern lag mit 2,45 Millionen Tonnen etwa 560.000 Tonnen bzw. 19 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die durch landseitige Pipeline-Probleme außerordentlich hohen Rohölimporte über See von knapp einer Million Tonnen im ersten Halbjahr 2019 verzerren das eigentlich positive Umschlagergebnis bei den Flüssiggütern im Jahr 2020 jedoch etwas. Es wurden zum Beispiel mehr Rapsöl, Biodiesel, Heizöl und vor allem Rohbenzin (Naphtha) als im Jahr 2019 über die Kaikanten gepumpt. Mit 620.000 Tonnen lag der Umschlag von wertschöpfungsintensiven Stückgütern stark über dem Vorjahresniveau (+ 9 %). Während die Verladung von Rohren und Windkraftanlagen zunahm und der Umschlag von Krananlagen auf Vorjahresniveau blieb, nahm die Umschlagmenge bei Blechen und Zink ab. Rollende Ladung Bei der rollenden Ladung, den Fähr- und RoRo-Gütern, war das Ergebnis im Jahr 2020 rückläufig. Insgesamt nahm die Menge um 900.000 Tonnen auf 15,3 Millionen Tonnen (- 6 %) ab. Der Anteil rollender Fracht am Gesamtumschlag des Überseehafens Rostock betrug damit im vergangenen Jahr 61 Prozent. Die Zahl der auf den Fähr- und RoRo-Verbindungen von und nach Nordeuropa beförderten Lkw-Einheiten nahm nur leicht ab: von 379.812 im Jahr 2019 auf 367.927 im vergangenen Jahr. Das ist ein Minus von 3 Prozent. Hingegen nahm die Anzahl umgeschlagener Trailer sogar zu: von 125.306 auf 126.183 im zurückliegenden Jahr. Ein coronabedingt sehr starker Rückgang von 41 Prozent auf 327.000 war bei der Anzahl der beförderten Pkw und Wohnmobile zu verzeichnen. Die Trajektion von Eisenbahnwaggons von und nach Trelleborg stieg erfreulicherweise weiter an: von 18.388 auf 19.205 Einheiten (+ 4 %). Der Überseehafen Rostock ist ein bedeutender Eisenbahnhafen an der deutschen Ostseeküste. Der Modal-Split-Anteil der Bahn am Hafenhinterlandverkehr beträgt rund 20 Prozent. Im Jahr 2020 wurden 625.000 Tonnen Papier und Zellulose im Überseehafen umgeschlagen und damit 110.000 Tonnen weniger als im Vorjahr. Positive Entwicklung beim Kombinierten Ladungs- und Containerverkehr Der Umschlag intermodaler Ladeeinheiten im Kombinierten Ladungsverkehr (KV) im Überseehafen Rostock stieg im Jahr 2020 eindrucksvoll auf 94.800 Einheiten (plus 7 Prozent). Derzeit verkehren wöchentlich 35 Kombiverkehrs-züge von und nach Verona (18) in Italien, Brünn (3) in der Tschechischen Republik, Bratislava (2) in der Slowakei, Dresden (5, vormals Lovosice), Wuppertal (2) und Halle (1) in Deutschland, Bettembourg (3) in Luxemburg, sowie Curtici (1) in Rumänien. „Wir freuen uns, dass mit dem Jahreswechsel 2020/21 gleich zwei neue Intermodal-Verbindungen ab Rostock nach Bettembourg und Bratislava den Betrieb aufnehmen. Dies verdeutlicht besonders die Leistungsfähigkeit des Systems Bahn sowie des Kombinierten Verkehrs auch in Krisenzeiten, insbesondere bei grenzüberschreitenden Verkehren“, sagt Dr. Gernot Tesch. Der Bettembourg-Zug wird als sogenannter Mischverkehr fahren, d.h. neben intermodalen Einheiten besteht er auch aus Einheiten des konventionellen Wagenladungsverkehrs, die auf der Fähre von/nach Trelleborg trajektiert werden. Mit der Anbindung von Bettembourg sind zudem Ziele in Südfrankreich/Spanien einerseits sowie über die Nordseehäfen in Großbritannien andererseits erreichbar. Die neue Verbindung nach Bratislava verdeutlicht nachdrücklich das KV-Potential auf der für Rostock immer wichtiger werdenden Achse nach Südosteuropa. Erfreulich ist zudem die Entwicklung auf dem Seidenstraßenkorridor, die ein kontinuierliches Wachstum im ersten Jahr erfuhr und weiteres Potential für den Schienengüterverkehr bietet. So trugen auch die Seidenstraßenverkehre zu den Mengensteigerungen im Kombinierten Verkehr bei. Zusätzliche China-Mengen über Rostock stabilisieren bestehende und ermöglichen neue KV-Produkte. Über den Hub Rostock erhalten China-Verkehre derzeit Anbindung zum Beispiel ins Ruhrgebiet, die Niederlande, Nordeuropa, Italien und Tschechien. „Eine überaus positive Entwicklung konnte im Bereich des Containerumschlags verzeichnet werden. Wachstumstreiber sind insbesondere die Container, die auf der Seidenstraße zwischen China und Europa per Bahn und zwischen Kaliningrad und Rostock per Schiff transportiert werden. Dies verhindert lange Wartezeiten an der polnisch-weißrussischen Grenze und sichert so eine hohe Verlässlichkeit und kurze Transportzeiten für die meist sehr kapitalintensiven Güter“, erläutert Dr. Gernot Tesch. Startete der Verkehr im April 2020 mit einem wöchentlichen Zug aus Xi’an, so läuft der Verkehr seit Mitte des vergangenen Jahres in beide Richtungen. Pro Anlauf werden aktuell bis zu fünf Züge am General Cargo Terminal verladen. Der Überseehafen Rostock fungiert dabei nicht nur als Umschlagpunkt, sondern auch als Sammel- und Verteilzentrum. Insgesamt wurden auf europäischer Seite bislang 23 Länder bedient, wobei Italien und Nordeuropa durch die etablierten Linienverbindungen die Hauptquell- und -zielpunkte sind. Projekte und Investitionen „Rostock Port investierte im vergangenen Jahr etwa 25 Millionen Euro in den Ausbau der Hafeninfrastruktur und die weitere Verbesserung der Abläufe im Hafen“, erklärt Jens A. Scharner. Die Investitionen entfielen zum einen auf die im Jahr 2020 abgeschlossenen Vorhaben, wie der Neubau bzw. die Ertüchtigung der Liegeplätze 23, 50, 62 und 63, und zum anderen auf die Baureifmachung von sieben Hektar Fläche im südlichen Hafenbereich, die bis Sommer 2021 fertiggestellt werden soll. Ebenfalls im vergangenen Jahr startete Rostock Port die Sanierung des Liegeplatzes 18N an der westlichen Nordspitze von Pier IV. Mit den Gründungsarbeiten wurde im Herbst 2020 begonnen. Bis zum Frühjahr 2021 soll die Sanierung abgeschlossen sein. Zeitnah ist die EU-weite Ausschreibung für die grundhafte Ertüchtigung der Liegeplätze 31/32 im Hafenbecken B geplant. Diese Kaianlagen auf der östlichen Seite von Pier II sind mehr als 60 Jahre alt. In der baubehördlichen Zuständigkeit der Hanse- und Universitätsstadt Rostock erfolgte im vergangenen Jahr der Bau einer Landstromanlage zur Versorgung von Schiffen an den Liegeplätzen P7 und P8 in Warnemünde. Eine entsprechende Absichtserklärung zur gemeinsamen Förderung einer umweltfreundlichen und nachhaltigen Kreuzschifffahrt war mit AIDA Cruises, dem Land Mecklenburg-Vorpommern, der Hanse- und Universitätsstadt Rostock und Rostock Port im September 2018 unterzeichnet worden. Ziel ist eine baldige Aufnahme des Testbetriebs. Zur Verbesserung von Qualität und Sicherheit der Kreuzschifffahrt in Warnemünde investierten das Land, die Hanse- und Universitätsstadt Rostock und Rostock Port in den Neubau eines weiteren Terminalgebäudes am Liegeplatz P8. Das Warnemünde Cruise Center 8, 186 Meter lang und 30 Meter breit, soll zum Saisonstart der Kreuzschifffahrt in diesem Jahr erstmals für den Kreuzfahrtpassagierverkehr genutzt werden. Mit dem im Oktober 2020 ausgereichten Anerkennungsbescheid für die Aufwertung des Diedrichshäger Moores durch die Untere Naturschutzbehörde, dem Rostocker Amt für Stadtgrün, Naturschutz und Landschaftspflege, an die Rostock Port GmbH, ist eine der anspruchsvollsten und umfassendsten Ausgleichsmaßnahmen in der Firmengeschichte von Rostock Port zum erfolgreichen Abschluss gekommen. Drei Millionen Euro wurden seit dem Jahr 2014 von Rostock Port für die Aufwertung des Diedrichshäger Moores investiert, das sich westlich der Stadtautobahn zwischen der nördlichen Grenze von Lichtenhagen und dem südlichen Ortsrand von Warnemünde erstreckt. Die Aufwertung dieses Naturareals ist eine beispielhafte Ausgleichsmaßnahme, wie im Rahmen aller gesetzlichen Vorgaben, die wirtschaftlichen Interessen des Rostocker Hafen- und Industriestandortes und die Anforderungen des Umwelt- und Naturschutzes in Einklang gebracht werden können. Kreuzschifffahrt „Wir sind zuversichtlich, dass der Kreuzfahrttourismus in Warnemünde und der Ostsee im zweiten Quartal dieses Jahres starten kann. Voraussetzung dafür ist ein erheblicher Rückgang des Pandemiegeschehens in Deutschland und Europa und eine daraus resultierende Aufhebung von nationalen und internationalen Reisebeschränkungen. Die Umsetzung umfassender Hygiene- und Sicherheitskonzepte für Passagiere und Schiffspersonal an Bord und in den Kreuzfahrthäfen wird für einen erfolgreichen Neustart der Kreuzschifffahrt eine entscheidende Rolle spielen“, so Jens A. Scharner. [ad]Statistik Überseehafen Rostock   2019 (t) 2020 (t) Entwicklung Anteil Fähr- & RoRo-Güter 16.200.000 15.300.000 -6% 61% Schüttgüter 5.930.000 6.750.000 +14% 27% Flüssiggüter 2.980.000 2.430.000 -19% 10% Stückgüter 570.000 620.000 +9% 2% Total 25.680.000 25.100.000 -2% 100% Quelle: Rostock Port GmbH

15. Januar 2021 | Weiterlesen
Mecklenburger Allee wird bis Elmenhorst verlängert

Mecklenburger Allee wird bis Elmenhorst verlängert

Seit mehr als zehn Jahren endet die Mecklenburger Allee in Lichtenhagen im Nirgendwo. Jetzt soll sie endlich bis zum benachbarten Elmenhorst (Landkreis Rostock) verlängert und dort an die geplante Ortsumgehung angebunden werden. In der Vergangenheit kam es beim geplanten Ausbau der Straße immer wieder zu Verzögerungen. Zuletzt wurde ein notwendiger Grundstücksankauf schwieriger und teurer als geplant. Zudem blieb lange unklar, ob die Ortsumgehung um Elmenhorst rechtzeitig gebaut wird oder eine provisorische Anbindung an die dortige Hauptstraße benötigt wird. Anbindung an die L12 von Wismar nach Warnemünde Die Mecklenburger Allee verbindet künftig auf einer Länge von 1,3 Kilometern den innerörtlichen Verkehr der Hansestadt mit dem übergeordneten Straßennetz. Östlich von Elmenhorst soll sie in einem 35-Meter-Kreisverkehr an der ebenfalls noch zu errichtenden Ortsumgehung enden und den Anschluss an die Landesstraße L12 von Wismar nach Warnemünde herstellen. Etwa auf halber Strecke entsteht eine Anbindung an den Elmenhorster Weg. Westlich davon wird dieser zu einem reinen Geh- und Radweg umgebaut. Im übrigen Bereich ist ein baulich getrennter, 3,50 Meter breiter gemeinsamer Geh- und Radweg entlang der Straße vorgesehen. Lärmschutz Zum Lärmschutz der Anwohner sind im bereits bebauten Bereich der Mecklenburger Allee Lärmschutzwände sowie -wälle mit Gabionen vorgesehen. Östlich des Klein Lichtenhäger Wegs werden auf der Südseite zwei Lärmschutzwände (Aluminiumelemente und Gabionen) errichtet. Auf der gegenüberliegen Seite sowie beidseitig stadtauswärts sind Wälle und Gabionen geplant. Alleebäume, Aufforstung und Blumenwiese Entlang der Straße werden 161 Alleebäume (Spitzahorn „Allershausen“) gepflanzt. Östlich der Verbindungsstraße zum Elmenhorster Weg sind eine Rasenfläche sowie eine Waldaufforstung auf 3.000 Quadratmetern geplant, westlich soll eine Wildblumenwiese angelegt werden. Verkehr drängt sich bislang durch schmale Wohnstraße Bislang nutzen viele Pendler den Elmenhorster Weg als kürzeste Verbindung zwischen Elmenhorst, Diedrichsagen und dem Rostocker Nordwesten einschließlich der Anbindung an die Stadtautobahn. Davon waren vor allem die Anwohner der schmalen Wohnstraße genervt und gründeten eine Bürgerinitiative. Zuletzt hatte auch der Ortsbeirat Warnemünde die von Verkehrssenator Holger Matthäus gewünschte Abpollerung der Fahrradstraße im Groß Kleiner Weg abgelehnt, solange die Verlängerung der Mecklenburger Allee nicht erfolgt. [ad]Baustart bereits im April? Läuft alles nach Plan, könnte der Straßenbau bereits im April 2021 starten und bis zum Juli 2022 abgeschlossen sein. Anschließend sollen zwei Bushaltestellen östlich des Klein Lichtenhäger Wegs errichtet und bis Mitte 2023 der Landschaftsbau sowie die Lärmschutzarbeiten ausgeführt werden. Der Bau der Ortsumgehung Elmenhorst soll parallel erfolgen. Für die Landesstraße ist das Straßenbauamt als Auftraggeber zuständig. Kartendaten von OpenStreetMap – veröffentlicht unter ODbL

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