Neueste Nachrichten aus Rostock und Warnemünde

Unimedizin Rostock sucht Mütter für Covid-19-Studie
Die Entscheidung der Landesregierung, die Kinderbetreuungseinrichtungen nach dem 20. April zunächst noch nicht vollständig zu öffnen, wird von vielen Menschen trotz der damit verbundenen Einschränkungen für richtig gehalten. Die Universitätsmedizin Rostock möchte in einer Studie untersuchen, ob Kinder in Rostock schon mit SARS-CoV2 infiziert waren, ohne dass es bemerkt wurde und ob Kinder eine Infektionsgefahr für die Eltern oder Großeltern darstellen. Es ist bekannt, dass Kinder die Infektion mehrheitlich ohne oder mit geringen Symptomen überstehen. Bisherige Daten zeigen, dass Infektionen von Kindern in der Regel mit Infektionen der Eltern einhergehen. Daher verzichtet die aktuelle Studie in einem ersten Schritt auf Blutabnahmen und Abstriche bei Kindern. Bei Müttern von Kindern im Alter zwischen 1 und 10 Jahren werden ein Rachenabstrich und ein Antikörpertest gegen SARS-CoV-2 durchgeführt. Durch den Virusnachweis im Rachenabstrich kann ermittelt werden, ob eine Person aktuell infiziert ist. Durch Antikörper-Tests kann ermittelt werden, ob eine Person bereits mit dem Virus infiziert war. Diese Untersuchungen sollen im zeitlichen Verlauf wiederholt werden, um neue Erkenntnisse über mögliche Infektionen in Kinderbetreuungseinrichtungen und Grundschulen zu erhalten. Die Teilnahme an der Studie ist kostenlos. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Sämtliche erhobenen Daten unterliegen den datenschutzrechtlichen Bestimmungen. Mütter, die mit ihren Kindern im Alter von 1-10 Jahren im gleichen Haushalt in Rostock leben, können sich zur Teilnahme ab kommenden Montag telefonisch unter 0381-494-7337 oder -7368 an der Abt. für Tropenmedizin und Infektionskrankheiten der Universitätsmedizin Rostock anmelden. Quelle: Universitätsmedizin Rostock
17. April 2020 | Weiterlesen
Zoo Rostock öffnet am Montag wieder
Große Freude im Zoo Rostock. „Wir sind sehr froh über die Landesverordnung zu den Lockerungen in der Coronapandemie und werden am Montag (20. April) unseren Zoo mit Einschränkungen sofort wieder öffnen“, informierte Zoodirektor Udo Nagel. „Dafür werden wir bis zum Sonntag alle Voraussetzungen schaffen, auch wenn das ein großer Kraftakt für alle Mitarbeiter wird“, so Nagel. Der Zoo Rostock öffnet mit Einschränkungen und erhöhten Hygienemaßnahmen. Um das Kontaktverbot durchzusetzen und Infektionen zu verhindern bleiben alle kleinen und großen Tierhäuser wie das Polarium und Darwineum oder auch das Vogel-Reptilien-Haus und das Aquarium geschlossen. Auch die Spielplätze und die Gastronomie dürfen noch nicht genutzt werden. Die Ticketpreise werden deshalb reduziert: Erwachsene zahlen 13,- Euro, Kinder 6,- Euro und der ermäßigte Eintritt beträgt 8,- Euro. Wer innerhalb der kommenden drei Monate seine abgelaufene Jahreskarte verlängert, kann diese dann 13 Monate nutzen. Damit soll ein Ausgleich für die Zeit, in der der Zoo nicht besucht werden konnte, geschaffen werden. Alle während der Corona-Schließungszeit abgelaufenen Gutscheine können bis zum 30. Juni nachträglich aktiviert werden. „Die meisten unserer 4.200 tierischen Bewohner sind auf den Außenanlagen zu sehen. Die Eisbären können die Besucher auch außerhalb des Polariums gut beobachten und die weitläufigen Parkanlagen laden zur Erholung und zum Durchatmen nach einer schwierigen Zeit der Beschränkung ein“, sagte der Zoodirektor. Quelle: Zoo Rostock
17. April 2020 | Weiterlesen
Verschiebt Rostock die Bundesgartenschau?
„Wenn man eine Fußball-WM um ein Jahr schieben kann, wenn man Olympia um ein Jahr schieben kann, ist die Frage: Kann man nicht auch die Bundesgartenschau um ein Jahr schieben?“ Diese Frage stellte Steffen Wandschneider-Kastell, Fraktionsvorsitzender der SPD, am Dienstagabend in der Hauptausschusssitzung der Rostocker Bürgerschaft. Hintergrund war eine Vorlage, mit der sowohl das Rahmenkonzept als auch der städtische Eigenanteil zur Umsetzung des Modellvorhabens „Warnowquartier“ beschlossen werden sollten. In einem Änderungsantrag wollten Bündnis 90/Die Grünen, CDU/UFR und FDP die Vorlage zwar zur Kenntnis nehmen, stellten jedoch sowohl den hier geplanten Neubau der Theaterwerkstätten als auch die Aufteilung der Finanzmittel in Frage. Zudem sei das Rahmenkonzept nicht klar genug in Bezug auf Klimaschutz und Energiewende. Warnow-Quartier – grüne Modellstadt der Zukunft Im Umfeld des Osthafens ist ein komplett neues Quartier geplant. Das Gebiet umfasst etwa 25 Hektar und wird westlich vom Speckgraben, nördlich vom Dierkower Damm, östlich vom Zingelgraben sowie südlich von der Unterwarnow begrenzt. In der „Modellstadt der Zukunft“ soll ein regeneratives Energiekonzept ebenso umgesetzt werden wie neue Mobilitätskonzepte. Angestrebt wird ein urbanes Stadtquartier, das Wohnen, Arbeiten und Gewerbe vereint und das Zusammenleben der verschiedenen Generationen fördert. Mit dem vorgesehenen großzügigen Grün- und Freiraumkonzept bildet das Warnow-Quartier ein Kernprojekt der Bundesgartenschau 2025 in Rostock. Zusätzlich sollen Ideen gesammelt werden, wie die Städtebauförderung des Bundes in Zukunft aussehen kann. Dazu wurde Rostock vom Bundestag als eine von vier Modellkommunen ausgewählt und erhält Fördermittel für die Umsetzung. 74,2 Mio. Euro Kosten – Förderung von Bund und Land Aktuell sind für das Projekt 74,2 Mio. Euro veranschlagt. 25 Mio. Euro kommen vom Bund, 7,5 Mio. Euro hat das Land im Rahmen der Buga-Förderung in Aussicht gestellt. Der städtische Eigenanteil beläuft sich auf 40 Mio. Euro. Mit dem Geld sollen die folgenden drei Einzelvorhaben realisiert werden: Erschließung „Warnowquartier“ (40,5 Mio. Euro) Mehrgenerationenhaus (18,7 Mio. Euro) Neubau Theaterwerkstätten (15,0 Mio. Euro) [ad]Einige Fraktionen fühlen sich unzureichend informiert Besonders die gläsernen Theaterwerkstätten sorgten im Hauptausschuss für Diskussionen. Neben erlebbaren Werkstätten beinhaltet das Vorhaben einen multifunktional nutzbaren Workshopbereich sowie eine Theaterwerkstattkantine. Der Neubau soll die bisherige Werkstatt in der Östlichen Altstadt ersetzen, die laut Rahmenkonzept erhebliche bauliche Mängel in der Statik, dem Brandschutz und beim Sicherheitskonzept für Arbeitsstätten aufweist. „Wir stehen dazu, wir wollen dass dieses Quartier entwickelt wird“, stellte Andrea Krönert (Grüne) klar. Das Thema Theaterwerkstätten jedoch „taucht aus unserer Sicht zum allerersten Mal in der öffentlichen Debatte auf“. Ihre Fraktion sei nicht generell dagegen, allerdings gehe es immerhin um einen städtischen Anteil von 10 Mio. Euro. Zudem fehlen ihr im Rahmenkonzept Aussagen zum Thema Klimaschutz und Energiewende. „Warum genau diese Themen hier immer wieder in Frage gestellt werden“, konterte Sybille Bachmann (Rostocker Bund). Aus ihrer Sicht wurde alles ausführlich im Betriebsausschuss für den Eigenbetrieb Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE) besprochen. Es gibt Fördermittel und die Zeit drängt, so Bachmann. Für Steffen Wandschneider-Kastell sind bereits die vorgelegten Unterlagen zu umfangreich, um sich als Hauptausschuss darin einzuarbeiten. An dieser Stelle fehle „schmerzlich“ die Zuarbeit der Fachausschüsse, die aufgrund der Corona-Krise nicht tagen können. Wandschneider-Kastell plädierte dafür, den Beschluss zurückzustellen und an den noch zu gründenden Buga-Ausschuss zu verweisen. Ausreichend informiert fühlt sich hingegen „Die Linken“-Fraktion, wie deren Vorsitzende Eva-Maria Kröger betont – sowohl was das Quartier als auch das Mehrgenerationenhaus und die Theaterwerkstätten betrifft. Wann der Buga-Ausschuss und andere Gremien wieder tagen können sei ungewiss. „Wir hätten heute zugestimmt“, so Kröger. Seit eineinhalb Jahren wird an dem Konzept gearbeitet, „nur wir wissen davon irgendwie nichts“, beschwerte sich Daniel Peters (CDU). Für ihn ist das ein „unhaltbarer Zustand“, daher solle die Vorlage noch einmal diskutiert werden. Zudem sieht Peters keinen Zeitdruck, da die anderen Modellkommunen teilweise noch in der Phase der Bürgerbeteiligung seien und der Bund daher kaum Druck machen werde. Es gehe momentan weniger um die Fördermittel vom Bund, sondern um die 7,5 Mio. Euro vom Land, stellte Matthias Horn von der Buga-Stabstelle klar. „Das Land macht die Zusteuerung abhängig von der Buga, der Bund macht das nicht.“ Eine Vertagung wäre kein gutes Signal, so Horn. Sein Vorschlag: Der Änderungsantrag solle ein wenig „entschärft“ werden. So solle die Beschlussvorlage als Zwischenstand und nicht nur als Entwurf zur Kenntnis genommen, nur noch die Prüfung weiterer förderfähiger Maßnahmen gefordert und nicht mehr die Notwendigkeit des Theaterwerkstätten-Neubaus infrage gestellt werden, sondern nur noch dessen Umfang. Dieser könne ggfs. auch null sein, so Horn. Mit diesen Korrekturen wurde der Änderungsantrag mehrheitlich angenommen.
16. April 2020 | Weiterlesen
Corona-Auflagen gelockert und verlängert
Nach der Konferenz zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Regierungschefs der Länder hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig auf einer Pressekonferenz die Ergebnisse in Bezug auf Mecklenburg-Vorpommern erläutert. „Es bleibt grundsätzlich beim Kontaktverbot“, erklärte Schwesig, „das können wir noch nicht lockern“. Es wird vorerst bis zum 3. Mai verlängert. Das wirtschaftliche und soziale Leben solle jedoch schrittweise wieder geöffnet werden. Einzelhandel darf wieder öffnen Ab Montag (20. April 2020) dürfen Einzelhandelsgeschäfte – voraussichtlich mit bis 800 Quadratmetern Verkaufsfläche – wieder öffnen. Für Bau- und Gartenmärkte in MV trifft dies bereits ab Samstag (18. April 2020) zu. Hygiene- und Abstandsregeln sowie eine auf die Verkaufsfläche beschränkte Kundenanzahl wird es weiterhin geben. Der Frisörbesuch soll ab dem 4. Mai wieder möglich sein, für die Mitarbeiter sind medizinische Schutzmasken Pflicht. Kitas, Schulen und Pflegeheime Für die oberen Klassen (10./11. sowie Abiturjahrgang) werden die Schulen im Land spätestens ab dem 27. April wieder geöffnet. Schülern, die kurz vor der Prüfung stehen, soll damit der Unterricht in den Schulen ermöglicht werden. Die Schulpflicht gilt nicht für Kinder, die (oder deren Eltern) zu einer Risikogruppe gehören. Über Öffnungen für weitere Klassenstufen beraten die Kultusminister in dieser Woche. Ab dem 4. Mai könnten die Viertklässler folgen, da sich diese Grundschüler auf den Übergang in eine neue Schule vorbereiten sollen. Im Kita- und Grundschulbereich ist eine Ausweitung der Notbetreuung geplant. Eine generelle Öffnung wird es in diesem Bereich vorerst jedoch nicht geben. „Wir können die Kinder nicht in irgendwelche Experimente schicken“, erklärt Schwesig. Das Besuchsverbot in Pflege- und Seniorenheimen bleibt bestehen. Mund- und Nasenschutz Eine Pflicht zum Tragen eines Mund- und Nasenschutzes ist nicht vorgesehen. Es gibt jedoch die „dringende Empfehlung“, diesen im Einzelhandel sowie im Öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen. Gemeint sind damit einfache Stoffmasken – medizinische Masken sollen dem Medizin- und Pflegebereich vorbehalten bleiben. Großveranstaltungen bis Ende August untersagt Nachdem gestern bereits die Hanse Sail in Rostock abgesagt wurde, hat man sich auf ein bundesweites Verbot von Großveranstaltungen bis mindestens zum 31. August geeinigt. Was genau als Großveranstaltung zählt, ist noch nicht bekannt. Gastronomie und Tourismus bleibt heruntergefahren Keine Erleichterungen wird es bis zum 3. Mai in den Bereichen Gastronomie und Tourismus geben. Auch das Einreiseverbot nach MV bleibt bestehen. Somit sind touristische Tagesausflüge von auswärtigen Besuchern weiter untersagt. Das Kabinett will die Maßnahmen morgen beschließen und über die nächsten 14 Tage hinaus einen „Mecklenburg-Vorpommern-Plan“ entwickeln. Am 3. Mai soll auf Bundesebene Bilanz gezogen und über mögliche weitere Lockerungen beraten werden.
15. April 2020 | Weiterlesen
Covid-19: Exit-Strategie für Rostock debattiert
Sollen Schulen und Kitas wieder geöffnet werden, wenn ja für welche Klassen? Wie sieht es mit Läden und Restaurants aus? Was ist mit Spielplätzen, dem Zoo oder dem Botanischen Garten? Bevor sich Bundeskanzlerin Angela Merkel heute zu Gesprächen mit den Ministerpräsidenten triff, um über mögliche Lockerungen der verhängten Corona-Beschränkungen zu beraten, hat gestern der Hauptausschuss der Rostocker Bürgerschaft ein Positionspapier von Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) diskutiert. Einen „Alleingang“ der Stadt schloss Madsen aus, eine Lockerung der Einschränkungen sei „letztendlich Ländersache“. Dennoch sei es für ihn wichtig, welche Richtung sich die Bürgerschaft wünscht, um sich gegenüber der Landesregierung zu positionieren. Maßnahmen zur Förderung der Wirtschaft im Mittelpunkt Im Mittelpunkt von Madsens Positionspapier stehen Maßnahmen zur Förderung der Wirtschaft. So spreche vieles dafür, „sofort alle Geschäfte unter strengen Auflagen zu öffnen“. In der zweiten Stufe sollen Unternehmen mit persönlichem Kundenkontakt (Friseure etc.) sowie Gastronomiebetriebe folgen. „Einen Schwerpunkt auf die Wirtschaft zu legen, ist sicher nicht ganz falsch“, stimmte Daniel Peters (CDU) dem Positionspapier zu: „Die Öffnungsmöglichkeiten, die uns der Bund und das Land geben, sollten wir zu 100 Prozent nutzen.“ Auch Spiel- und Bolzplätze oder Außenanlagen, etwa im Zoo, möchte Madsen schnellstmöglich wieder öffnen. Abweichender Weg bei Schulen möglich Nachdem Rostock bei der Schließung von Kitas und Schulen in Mecklenburg-Vorpommern vorausgegangen war, könnte die größte Stadt des Landes auch bei einer schrittweisen Öffnung einen eigenen Weg beschreiten. Es gehe ihm nicht um „Krawall“ oder darum „anders zu sein“, so Madsen, aber die Schulen in der Stadt hätten durchaus andere Strukturen als im ländlichen Raum. Wenn die Landesregierung beschließen sollte, alle Schulen wieder zu öffnen, sein Gesundheitsamt jedoch Bedenken anmeldet, „dann würde ich das auch nicht machen“, stellt der Verwaltungschef klar. Grundsätzlich sollen die Angebote vom Land jedoch angenommen und vernünftig umgesetzt werden. Corona-Tests, Freiwilligkeit statt Bestrafung „Warum nicht Rostock zu einer Test-Modellregion machen?“, plädierte Sybille Bachmann (Rostocker Bund) angesichts der geringen Fallzahlen für eine Ausweitung der prophylaktischen Corona-Tests in der Hansestadt. Viele Menschen würden sich derzeit vernünftig verhalten, das wird sich auch bei einer Lockerung der Maßnahmen nicht schlagartig ändern, ist Linken-Fraktionsvorsitzende Eva-Maria Kröger überzeugt. Sie plädiert für Einsicht und Freiwilligkeit statt Schuldgefühlen und Bestrafungsszenarien. Hygiene- und Abstandsregeln sollen weitestgehend beibehalten werden. Wolfgang Nitzsche (Die Linke) war ein Ausstiegsszenario im Bereich Altenpflege besonders wichtig. Auf die alten Menschen in Pflegeheimen würden sich die Restriktionen besonders stark auswirken. [ad]Konkreter Härtefallfonds der Stadt abgelehnt Für die FDP hatten Christoph Eisfeld und Julia Kristin Pittasch einen Antrag mit konkreten Maßnahmen eingebracht. Dieser wurde durch den Hauptausschuss jedoch mehrheitlich abgelehnt. Mehr Anklang fand der FDP-Antrag eines kommunalen Härtefallfonds für ergänzende Hilfen zur Bewältigung der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie. Auch wenn es zahlreiche Hilfsprogramme von Bund und Land gibt, „fallen Menschen durchs Raster“, begründete Christoph Eisfeld die Forderung nach einem Fünf-Millionen-Euro-Fonds der Stadt. Im Moment sind die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Haushalt der Stadt noch nicht absehbar, gab Finanzsenator Chris Müller-von Wrycz Rekowski zu bedenken. Erstmal müssen die Programme von Bund und Land greifen, stimmte ihm Uwe Flachsmeyer, Fraktionsvorsitzender der Grünen, zu. Zum gegebenen Zeitpunkt könne man dann schauen, „was der Haushalt der Hansestadt hergibt“. Statt eines konkreten Hilfsfonds wurde der Oberbürgermeister somit beauftragt, zum geeigneten Zeitpunkt einen Vorschlag für ggf. erforderliche ergänzende Hilfen der Stadt zu unterbreiten.
15. April 2020 | Weiterlesen
Hanse Sail 2020 in Rostock abgesagt
Völlig überraschend kam die Nachricht nicht: Aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie fällt die 30. Ausgabe der Hanse Sail in Rostock in diesem Jahr aus. Nachdem bereits die Warnemünder Woche 2020 abgesagt wurde, trifft es nun auch das größte maritime Volksfest des Landes, zu dem jedes Jahr bis zu eine Million Besucher in unsere Hansestadt kommen. „Wir haben heute schweren Herzens besprochen, dass wir es nicht verantworten können, die Hanse Sail dieses Jahr durchzuführen“, gab Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) heute Nachmittag während der Sitzung des Hauptausschusses der Bürgerschaft bekannt. Obwohl bis zur geplanten Eröffnung der Hanse Sail am 6. August 2020 noch fast vier Monate Zeit gewesen wäre, sei es aus heutiger Sicht unverantwortlich, die Planung weiter voranzutreiben, so Madsen. Vielmehr sei es „der richtige Ansatz, unseren Partnern mitzuteilen, dass wir davon absehen werden“. Die Organisation der Hanse Sail erfordere einen langen Vorlauf, erklärte Tourismusdirektor Matthias Fromm. „Wir sind es auch unseren vielen langjährigen treuen Partnern schuldig, hier jetzt eine klare Entscheidung zu treffen und sie nicht im Ungewissen zu lassen.“ Eine abgespeckte Hanse Sail sei für die Organisatoren keine Alternative gewesen, erläutert der Oberbürgermeister. Gerade die Jubiläums-Sail solle kein Schatten ihrer selbst sein. „Schiffe aus aller Welt, Menschen aus aller Welt“ – dafür stehe die Hanse Sail, bekräftigt Madsen. Und auch bei einer Verschiebung des maritimen Festes um einen Monat wäre es nicht absehbar, ob solch eine Großveranstaltung dann durchgeführt werden kann. Überall auf der Welt gebe es Negativbeispiele, die im Zusammenhang mit der Corona-Ausbreitung nie vergessen werden, so Madsen. „Ich möchte nicht, dass die Hanse Sail in diese Liste aufgenommen wird.“ Auch alle anderen größeren Veranstaltungen in Rostock stehen auf dem Prüfstand, ergänzte der Verwaltungschef. Die 30. Ausgabe der Hanse Sail soll nun vom 5. bis zum 8. August 2021 in Rostock stattfinden. „Wir werden die Jubiläumsfeierlichkeiten nachholen und die Zeit bis dahin nutzen, um an einem Hanse Sail-Entwicklungskonzept zu arbeiten und die Sail für Teilnehmer, Gäste, Händler und Schausteller noch attraktiver zu machen“, verspricht Fromm.
14. April 2020 | Weiterlesen
Weltkriegsbombe im Überseehafen entdeckt
Im Auftrag des WSA Stralsund erfolgte in Vorbereitung von Erweiterungsbaggerungen im Breitling im Überseehafen Rostock, eine computergestützte Messdatenerfassung zur Überprüfung auf großkalibrige Kampfmittel (Bomben ab 50 kg aufwärts). Während dieser Überprüfungsmaßnahmen wurde eine bezünderte amerikanische Bombe vom Typ GP 100 festgestellt, deren Zünder auf Grund des Zustandes der Bombe nicht entfernt werden kann. Das Objekt liegt in 4,5m Wassertiefe. Das identifizierte, nicht transportfähige Kampfmittel wird unter Aufsicht und Federführung des Munitionsbergungsdienstes (LPBK M-V) vor Ort beseitigt. Dies erfolgt in Form einer kontrollierten Sprengung. Die Ausführung des Sprengungsvorganges unterteilt sich in Vorbereitungsphase, Sprengung und Nachkontrolle der Sprengstelle. „Für die Vorbereitung der erforderlichen Sperrung sind wir in engem Kontakt mit den Landesbehörden, wie z.B. den Natur- und Fischschutzbehörden sowie der Polizei“, so Stefan Grammann, Leiter des WSA Stralsund. „Die Sprengung ist für den 15.04.2020 in der Zeit zwischen 10:00 und 14:00 Uhr vorgesehen. Als Sicherheitsbereich wird ein Umkreis mit 500 m Radius abgesperrt“, so Grammann weiter. Quelle: Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Stralsund
10. April 2020 | Weiterlesen
Gericht kippt Oster-Ausflugsverbot in MV
Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Greifswald hat heute Nachmittag das von der Landesregierung verhängte Tagesausflugsverbot für Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns über Ostern gekippt. Verbot von Tagesausflügen außer Vollzug gesetzt Mit zwei Beschlüssen in gerichtlichen Eilverfahren (Az. 2 KM 268/20 OVG und 2 KM 281/20 OVG) wurde § 4a der „Verordnung der Landesregierung über Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Mecklenburg-Vorpommern (SARS-CoV-2 Bekämpfungsverordnung)“ in der Fassung vom 8. April 2020 vorläufig außer Vollzug gesetzt, bis eine Entscheidung in der Hauptsache erfolgt. Im § 4a der Verordnung wurde es den Einwohnern von Mecklenburg-Vorpommern untersagt, während es Zeitraums von Karfreitag bis Ostermontag tagestouristische Ausflüge auf die Ostsee-Inseln, in unmittelbar an die Ostseeküste angrenzende Gemeinden sowie nach Waren an der Müritz und in mehrere Ämter der Mecklenburgischen Seenplatte zu unternehmen. Nachdem mehrere Gerichtsverfahren anhängig waren, hat die Landesregierung u.a. diesen Paragrafen der Verordnung gestern noch einmal konkretisiert, doch auch in dieser Fassung wurde er vom Gericht gekippt. Aufgrund der besonderen Eilbedürftigkeit wurden zunächst nur sogenannte „Tenorbeschlüsse“ gefasst, inzwischen liegen die Entscheidungsgründe vor. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig appellierte in einer ersten Reaktion an die Einwohner, trotz der Gerichtsentscheidung über Ostern freiwillig auf Tagesausflüge – insbesondere an die touristischen Hotspots des Landes – zu verzichten. „Das Ziel ist weiter richtig“, erklärte Schwesig, auch wenn es rechtlich in dieser Form nicht in der Verordnung geregelt werden könne. Die Landesregierung respektiere die Gerichtsentscheidung, so Schwesig, es soll keine weitere rechtliche Auseinandersetzung geben. „Wir vertrauen auf die Vernunft unserer Bürgerinnen und Bürger.“ Touristische Reisen nach M-V weiter untersagt Keinen Einfluss hat die Entscheidung des OVG auf die Einreisebeschränkungen für Bewohner außerhalb Mecklenburg-Vorpommerns. Für sie ist die Einreise zu touristischen Zwecken bereits seit dem 18. März untersagt, dies gilt auch für Tagesausflüge nach M-V und Zweitwohnsitze. Familienbesuche sind nur gestattet, sofern sie die Kernfamilie (Kinder, Eltern, Großeltern) betreffen. Die Regelungen gelten aktuell bis zum 19. April. Die Greifswalder Richten haben in diesem Punkt zwei weitere Eilanträge auf Außervollzugsetzung von § 4 Abs. 1 SARS-CoV-2 Bekämpfungsverordnung M-V abgelehnt. Ein Antragsteller hatte die Einreise nach Mecklenburg-Vorpommern als Pächter eines Jagdbezirks begehrt. Im anderen Fall wollten die Antragsteller zu ihrer Zweitwohnung nach Mecklenburg-Vorpommern einreisen. [ad]Kontaktverbot beachten Da es nun auch in Warnemünde, Hohe Düne und Markgrafenheide über Ostern voll werden dürfte, solltet ihr weiter auf die Einhaltung des Kontaktverbotes achten. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes gestattet. Zu anderen Personen ist – sofern irgendwie möglich – ein Mindestabstand von zwei Metern einzuhalten. Entscheidungsgründe des OVG Greifswald – Aktualisierung, 09.04.2020 22:50 Uhr: Nunmehr hat das Gericht die Entscheidungsgründe dem zuvor gefassten „Tenorbeschluss“ hinzugefügt. Darin führt der Senat aus, dass die angegriffene Vorschrift des § 4a der Verordnung nach der im Eilverfahren nur möglichen summarischen rechtlichen Würdigung nicht verhältnismäßig sei. Die Norm sei zwar geeignet, die mit der Verordnung bezweckten Ziele der Verhinderung bzw. der Verlangsamung der Infektionen mit dem Coronavirus zu erreichen. Auch könne offen bleiben, ob sie zu diesen Zielen erforderlich sei, jedenfalls sei die Regelung nicht verhältnismäßig im sogenannten „engeren Sinne“. Dem Senat sei zwar die außergewöhnliche Gefährdungssituation durch das Coronavirus bewusst. Die mit der Vorschrift verbundenen Eingriffe in das Grundrecht auf Freiheit der Person seien jedoch nicht angemessen. Die Norm verhindere nicht, dass sich große Bevölkerungsteile auf zum Teil vergleichsweise engem Raum aufhalten könnten. Deshalb könnten die im Übrigen weitergeltenden Vorschriften der Bekämpfungsverordnung möglicherweise nicht im notwendigen Maß eingehalten werden. Der Senat habe sich diese Überlegung anhand der Verhältnisse der Hansestadt Rostock mit dem Ortsteil Warnemünde klargemacht. Gleiches gelte für die anderen Hansestädte. Zudem seien nicht unbeträchtliche Bereiche des Gebietes des Landes Mecklenburg-Vorpommern von der Beschränkung frei, darunter die Landeshauptstadt Schwerin und ihre Umgebung. Deren Nichtaufführung in § 4a der Verordnung sei nicht nachvollziehbar. Auch sei die Argumentation des Antragstellers, angesichts des Fehlens der über die Ostertage aus anderen Bundesländern und ausländischen Staaten stammenden Touristen sei ausreichend Platz, um unter Berücksichtigung der weitergeltenden Beschränkungen der sozialen Kontakte das Infektionsrisiko zu mindern, nicht von der Hand zu weisen.
9. April 2020 | Weiterlesen
Baggerarbeiten im Seekanal Rostock
Seit gestern wird die Zufahrt zum Seehafen Rostock ausgebaggert. Nachdem bei einer Überprüfung der Wassertiefen im Seekanal Rostock Untiefen festgestellt wurden, war schnelles Handeln erforderlich, um für die Hafenzufahrt keine Zufahrtseinschränkungen aussprechen zu müssen, teilt das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Stralsund (WSA) mit. Für die Unterhaltungsbaggerung zur Wiederherstellung der Solltiefe im Seekanal sind ca. vier Tage angesetzt, gearbeitet wird im Mehrschichtbetrieb rund um die Uhr. Zwischen den Tonnenpaaren 3/4 und 15/16 werden auf ca. 40 m Breite insgesamt etwa 100.000 Kubikmeter Sedimente gebaggert und auf See umgelagert. Saugbagger „Nordsee“ führt Baggerarbeiten aus Ausgeführt werden die Arbeiten durch den selbstfahrenden Laderaumsaugbagger (Hopperbagger) „Nordsee“, der laut WSA zum ersten Mal hier zum Einsatz kommt. Über zwei Saugrohre an den Schiffsseiten wird das Wasser-Sediment-Gemisch vom Meeresgrund aufgesaugt. Überschüssiges Wasser wird abgeleitet, das Baggergut im 6.000 Kubikmeter großen Laderaum zwischengelagert und später an der vorgesehenen Verbringungsstelle über Ventile im Schiffsboden entladen („verklappt“). Betrieben wird der einzige bundeseigene Laderaumsaugbagger vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser-Jade-Nordsee, in dem vor einem Jahr die bisherigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter Bremen, Bremerhaven und Wilhelmshaven zusammengefasst wurden. Der 132 Meter lange Saugbagger „Nordsee“ wurde auf der Lübecker Werft „O&K Orenstein & Koppel AG“ gebaut und 1978 in Dienst gestellt. Bis Ende 1983 war er auf der Elbe im Einsatz. Als Verspülbagger konzipiert wurde das Baggergut dort über eine ca. 2,4 Kilometer lange Rohrleitung direkt aufs Spülfeld gepumpt. Später wurde das Baggergut über eine Schieberöffnung im Schiffsboden verklappt. Anfang der 1990er Jahre wurden zusätzlich vier Bodenventile eingebaut, um das Baggergut schneller entladen zu können. Durch die Nachrüstung mit zwei 22 Meter langen Seitenauslegern – sogenannten Sweepingarmen – kann die „Nordsee“ auch zur Ölbekämpfung eingesetzt werden. Seekanalvertiefung soll 2021 starten Fürs nächste Jahr ist der Start der Vertiefung des Rostocker Seekanals geplant. Dann soll die rund 15 Kilometer lange Hafenzufahrt auf 16,50 Meter vertieft werden, damit Schiffe mit einem Tiefgang von bis zu 15 Metern den größten deutschen Ostseehafen anlaufen können. Mehr als 100 Millionen Euro investiert der Bund in den Ausbau der Wasserstraße, die Arbeiten sollen etwa zweieinhalb Jahre dauern. Technische Daten, Saugbagger „Nordsee“ Länge über alles: 131,75 Meter Breite über alles: 23,00 Meter Seitenhöhe bis Hauptdeck: 9,30 Meter Tiefgang (max.): 7,75 Meter Baggertiefe (max.): 29 Meter Laderauminhalt (max.): 6.000 Kubikmeter Tragfähigkeit (max.): 12.700 Tonnen Besatzung (Stamm-Crew): 19 Personen [ad]Video Baggerschiff „Nordsee“ im Seekanal Rostock: Fotos vom Baggerschiff „Nordsee“ im Seekanal Rostock:
9. April 2020 | Weiterlesen
Überseehafen Rostock wird Knotenpunkt für Seidenstraßenverkehre
Heute erreichten die ersten 49 Container mit Industrie- und Medizingütern aus Xi’an in der zentralchinesischen Provinz Shaanxi über den Schienen- und Seeweg der Neuen Seidenstraße den Überseehafen Rostock. Das von der DB Cargo Eurasia organisierte Bahnprodukt mit Ladungen des Logistikdienstleisters DB Schenker nutzte dabei den Weg von China über Kasachstan, Russland, Weißrussland und Litauen bis in den russischen Hafen Kaliningrad. Dort übernahm das Containerschiff „Dornbusch“ der Reederei Mann Lines die Ladung und legte heute in den frühen Morgenstunden am Liegeplatz 43 im Hafenbecken A des Überseehafens Rostock an. Am General Cargo Terminal des Umschlagunternehmens EuroPorts Germany auf Pier II wurden die Container von Bord gehoben und größtenteils direkt auf einen Ganzzug mit Ziel Duisburg verladen. Weitere Container werden über das KV-Terminal von Rostock Trimodal nach Verona in Italien sowie mit der Fähre über Trelleborg nach Schweden verteilt. Um den reibungslosen Ablauf des TransPorts sicherzustellen, war eine enge Zusammenarbeit der Unternehmen DB Cargo Eurasia, Mann Lines, DB Schenker, DB Cargo Russia, XI’AN ITL und UTLC unerlässlich. Der entscheidende Unterschied zu den herkömmlichen ausschließlich landbasierten TransPortrouten auf der Seidenstraße liegt in der Nutzung eines Short-Sea-Container-Liniendienstes zwischen Kaliningrad und Rostock. Die angestrebte Regellaufzeit dieses Containerverkehrs zwischen China und dem jeweiligen europäischen Bestimmungsort beträgt zwölf Tage. „Im Vergleich zu den Bahnverkehren über die polnisch-weißrussische Infrastruktur mit Engpässen durch Streckenbauarbeiten und Grenzkontrollen bietet die „Short-Sea-Alternative“ Kaliningrad-Rostock eine kürzere Transitzeit sowie eine hohe Verlässlichkeit. Beides sind Hauptargumente für die Kunden, den kombinierten Land-See-Weg als alternative Transportmöglichkeit zu nutzen, zumal sie in Rostock perfekte Weiterverteilmöglichkeiten haben“, sagt Dr. Gernot Tesch, Geschäftsführer vom Hafenbetreiber Rostock Port. Mit seinem engmaschigen Intermodal-Netzwerk mit mehr als 30 wöchentlichen Zugverbindungen, insbesondere nach Italien, in das Rhein-Ruhr-Gebiet, in die Tschechische Republik und nach Rumänien sowie den dicht getakteten Fähr- und RoRo-Verbindungen nach Dänemark, Schweden und Finnland mit bis zu 20 Abfahrten pro Tag, ist der Überseehafen Rostock ein idealer Verkehrsknoten zum Sammeln und Verteilen der Container in Europa. „Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Nutzung bereits bestehender land- und seeseitiger Verkehrsverbindungen ab Rostock nach Nord- und Kontinentaleuropa. Das neue Transportangebot bietet aber auch Raum für den Aufbau völlig neuer europaweiter Logistikketten etwa nach Russland, Kasachstan oder in die baltischen Staaten“, so Dr. Gernot Tesch. Der Container-Verkehr der Reederei Mann Lines zwischen Kaliningrad und Rostock wird wöchentlich durchgeführt; die nächste planmäßige Ankunft in Rostock ist der 14. April. Dieses Güterverkehrsangebot ist nicht nur interessant für weitere China-Verkehre, sondern auch für Transporte von und nach Russland, Weißrussland und Mittelasien. Ziel ist eine Steigerung der Frequenz auf sechs Abfahrten pro Woche. [ad]„Jetzt werden unsere langjährigen Bemühungen, Mecklenburg-Vorpommern an die Neue Seidenstraße anzubinden – den überwiegend terrestrischen Handelsweg von China über Asien und Russland nach Europa – auch in Rostock sichtbar“, sagt Mecklenburg-Vorpommerns Infrastrukturminister Christian Pegel und führt aus: „Wir haben als Ministerium mit den Häfen des Landes seit vielen Jahren kontinuierlich intensiven Kontakt in die russischen Partnerhäfen gehalten und dabei die Neue Seidenstraße stets als Riesenchance für unsere Häfen als Drehscheiben im Ostseeraum im Blick gehabt. Unsere Investitionen in die Infrastruktur der vergangenen Jahre machen sich nun sowohl in Rostock wie auch in Sassnitz-Mukran bezahlt. Wir haben mit unseren Häfen sowie dem Eisenbahn- und Straßennetz die Grundlage für einen leistungsfähigen Logistikstandort Mecklenburg-Vorpommern geschaffen.“ Quelle: Rostock Port, Foto: Rostock Port/Nordlicht
7. April 2020 | Weiterlesen
Hotel Neptun in Warnemünde zeigt Herz
Ein riesiges Herz strahlte vergangene Nacht vom Hotel Neptun über die menschenleere Promenade im Seebad Warnemünde. Im Rahmen der Aktion „Hotels zeigen Herz“ hat das aufgrund der Corona-Krise derzeit geschlossene Haus an seiner Ost-Fassade 28 Zimmer in Herzform erleuchten lassen. „Wir lassen auch in schweren Zeiten das Licht für Sie an und freuen uns auf ein Wiedersehen“, heißt es auf der Facebookseite des Hotels. Das strahlende Herz sei ein „Riesen-Dankeschön an die Helferinnen und Helfer, die in dieser Zeit für uns alle da sind“. In den sozialen Medien gab es viel positive Resonanz auf die Herz-Aktion des Neptun-Hotels. Zahlreiche Urlauber unterstützen mit Kommentaren und freuen sich darauf, bald wieder an der Ostsee zu Gast sein zu dürfen. In Deutschland gehörte das Bonner Marriott-Hotel zu den ersten Häusern, die ein Herz erstrahlen ließen. Inzwischen setzen zahlreiche Hotels bundes- und weltweit auf diese schöne Weise ein Zeichen in der Corona-Krise. Hotels im Seebad Warnemünde geschlossen Aufgrund der Corona-Pandemie dürfen die Hotels in Mecklenburg-Vorpommern seit dem 18. März keine Urlaubsgäste mehr aufzunehmen. Touristen, die bereits vor Ort waren, mussten ihren Aufenthalt beenden und abreisen. Übernachtungen von Geschäftsreisenden sind zwar noch möglich, allerdings finden derzeit weder Konferenzen noch Tagungen oder Veranstaltungen statt, sodass diese fürs Ostseebad momentan nicht von Bedeutung sind. Die meisten Warnemünder Hotels haben daraufhin komplett geschlossen. Die aktuelle Regelung gilt mindestens bis zum Ablauf des 19. April 2020. Damit bleibt der Tourismus in Warnemünde und dem gesamten Land auch über das wirtschaftlich wichtige Osterfest komplett heruntergefahren. [ad]Video: Hotel Neptun in Warnemünde zeigt Herz:
5. April 2020 | Weiterlesen
Rostock wächst deutlich langsamer als erwartet
Rostock wächst weiter, allerdings deutlich langsamer als 2016 prognostiziert, wie aus der neuen Bevölkerungsprognose der Kommunalen Statistikstelle hervorgeht. Danach soll die Einwohnerzahl bis zum Jahr 2035 auf 215.802 Personen steigen. Die Bevölkerungsprognose von 2016 ging von 230.945 (mit Flüchtlingsentwicklung) bzw. 222.170 (ohne Flüchtlingsentwicklung) aus. Noch vor einem Jahr rechnete die Stadt mit knapp 225.000 Einwohnern im Jahr 2035. Rostock wächst durch Zuzug – künftige Entwicklung ist ungewiss Auch in Rostock sterben mehr Menschen als neu geboren werden. Die Differenz zwischen den Geborenen und den Verstorbenen eines Jahres, der natürliche Saldo, ist seit fast drei Jahrzehnten negativ. Rostock wächst nur aufgrund des positiven Wanderungssaldos – es ziehen mehr Menschen in die Stadt als aus ihr weg. Da in den letzten Jahren zunehmend junge Familien aus Rostock – zum Großteil ins Umland – weggezogen sind, könnte der Wanderungssaldo künftig sinken. Die Stadt hat drei Varianten berechnet: Bei der optimistischen steigt die Einwohnerzahl im Jahr 2035 auf 221.849, bei der pessimistischen bleibt sie mit 210.754 fast auf dem aktuellen Niveau. Zahlen wichtig für Planung der Infrastruktur Wichtig sind die Zahlen vor allem für die Planung und Finanzierung der Infrastruktur. Zur Berechnung der benötigten Plätze in Kitas, Schulen oder auch Pflegeheimen ist die Altersstruktur von besonderer Bedeutung. Der demografische Wandel scheint sich in Rostock etwas weniger stark auszuwirken als im Bundesdurchschnitt, allerdings wird die Gruppe der 65- bis 79-Jährigen bis 2035 um 3.220 Personen wachsen und die Gruppe der Rostocker, die 80 Jahre und älter sind, wird um 1.468 Personen zunehmen. Bislang war die Prognose unter Berücksichtigung der Flüchtlingsentwicklung aus dem Jahr 2016 verbindliche Planungsgrundlage für die Stadtverwaltung. Die nun deutlich niedrigen Zahlen dürften auch Einfluss auf den Flächennutzungsplan haben. Anfang 2019 wurde etwa der Bedarf an Wohneinheiten noch mit 26.000 beziffert, für die bis zu 490 ha Fläche vorgesehen waren. Nun könnten in Rostock mehr Grünflächen erhalten bleiben. [ad]253.990 Rostocker im Jahr 1988 Die bislang höchste Bevölkerungszahl verzeichnete Rostock im Vorwendejahr 1988 mit 253.990 Einwohnern, der niedrigste Wert (198.259) wurde 2002 gezählt. Seit diesem Jahr ist die Zahl kontinuierlich auf zuletzt 209.477 Personen am 31. Dezember 2019 gestiegen. Linktipp: https://www.rostock.de/bevoelkerungsprognose
3. April 2020 | Weiterlesen
Tagesausflüge in M-V über Ostern verboten
Das Oberverwaltungsgericht Greifswald hat am Donnerstagnachmittag das von der Landesregierung verhängte Tagesausflugsverbot für Einwohner Mecklenburg-Vorpommerns gekippt. Weitere Informationen: Gericht kippt Oster-Ausflugsverbot in MV Mecklenburg-Vorpommern schränkt die Bewegungsfreiheit für die Bewohner des Landes über Ostern ein. Wegen der Corona-Pandemie werden Tagesausflüge von Karfreitag bis Ostermontag auch für die einheimische Bevölkerung untersagt. Insbesondere Ausflüge auf die Ostsee-Inseln, an die Ostseeküste sowie zur Mecklenburgischen Seenplatte sind in diesem Zeitraum nicht erlaubt. „Niemand muss auf seinen Osterspaziergang in diesem Jahr verzichten“, stellt Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) klar, doch auch die eigene Bevölkerung solle diesen möglichst „vor der eigenen Haustür, in der eigenen Umgebung, in der eigenen Region machen“. Eine genaue Definition der „häuslichen Umgebung“ ist nicht vorgesehen, erläutert Innenminister Lorenz Caffier (CDU). Er vertraue auf die Vernunft der Einwohner und wolle nicht einem Bandmaß kontrollieren. Ein Rostocker dürfe jedoch auch über Ostern an die Ostsee nach Warnemünde, erläutert Schwesig, „weil es in der Region ist“. Die „Hotspots an der Ostseeküste“ sollen allerdings nicht überstrapaziert werden. Touristische Reisen nach M-V weiter untersagt Die Einreisebeschränkungen für Bewohner außerhalb Mecklenburg-Vorpommerns bleiben weiter bestehen. Eine Einreise ist nur aus beruflichen oder gewerblichen Gründen gestattet, zu touristischen Zwecken ist diese untersagt. Ausdrücklich verboten sind auch Tagesausflüge in unser Bundesland. Auf Familienbesuche sollte möglichst verzichtet werden, gestattet sind sie nur, wenn es die Kernfamilie (Kinder, Eltern, Großeltern) betrifft. Diese Regelungen gelten vorerst bis zum 19. April. Kontrollen und Bußgelder „Wir haben nicht vor, unsere Bevölkerung zu überwachen“, erklärt Schwesig, die auf die Vernunft der Einwohner vertraut. Trotzdem soll es „punktuell Kontrollen“ geben, etwa an den Zufahrten zu den Ostsee-Inseln. Lorenz Caffier kündigt für Ostern auch wieder Lautsprecherdurchsagen an. Zudem sollen die Haushalte in der nächsten Woche ein Informationsblatt erhalten, das darüber Auskunft gibt, was genau erlaubt und verboten ist. Für Verstöße gegen die Regelungen zur Eindämmung des Coronavirus gelten künftig Strafen zwischen 100 und 5.000 Euro. So kann das Nichteinhalten des Mindestabstandes zwischen Personen von zwei Metern mit 150 Euro geahndet werden. Er gehe jedoch davon aus, dass bei der Anwendung des Ordnungswidrigkeitenkatalogs die „notwendige Sensibilität“ an den Tag gelegt werde, so Caffier. Die Osterregelung wird nicht mit speziellen Bußgeldern belegt.
2. April 2020 | Weiterlesen
Verspäteter Wintereinbruch bringt Schnee nach Rostock
Schneemann am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen. Und so lautete die klare Ansage heute früh in Rostock: „Guten Morgen, aufstehen, Schneemann bauen!“ Verschlafene, ungläubige Kinderaugen – doch tatsächlich, über Rostock hat sich eine dünne geschlossene Schneedecke gelegt. Das gab es im gesamten Winter nicht. Tja, und was macht man, wenn man dank Corona-Pandemie den ganzen Tag lang Homeoffice und Kinderbespaßung unter einen Hut bringen muss? Richtig, man nimmt eben diesen Hut und baut mit dem Nachwuchs einen Schneemann drunter! Ist er nicht schick geworden!? Kaum haben wir am Wochenende die Uhren wieder auf die Sommerzeit vorgestellt, kehrt der Winter nach Mecklenburg-Vorpommern zurück. Und da in den Covid-19-Zeiten gerade nicht sooo viel in unserer Hansestadt los ist, schreiben wir auch noch darüber und zeigen euch die schönsten Bilder vom Winter im Frühling. Nach dem frühlingshaften Wetter der vergangenen Tage gab es bereits gestern einen Kälteeinbruch und eine leichte bis mittlere Sturmflut in Rostock. Von den kurzen Schneeregenschauern blieb am Sonntag nichts liegen, heute wurden wir nach dem Aufstehen hingegen von einer zarten Schneedecke überrascht. Zu verdanken haben wir die weiße Pracht dem Hochdruckgebiet „Keywan“, das mit der kalten Luft aus Nordeuropa auch ein wenig Schnee ins Land gebracht hat – etwa zwei bis drei Zentimeter waren es heute Morgen in Rostock. Durch den verspäteten Wintereinbruch im Raum Rostock ist es auf Straßen und Wegen teilweise glatt. Passt gut auf euch auf, das kennt man ja gar nicht mehr! Auch in der Nacht zum Dienstag kann es bei Temperaturen um den Gefrierpunkt zu vereinzelten Schneeschauern kommen. Vielleicht könnt ihr also auch morgen noch einmal etwas Abwechslung in die kita- und schulfreie Zeit eurer Kinder bringen! [ad]Fotos aus dem zart winterlichen Rostock:
30. März 2020 | Weiterlesen
Naturschauspiel: Sturmflut in Warnemünde
Eisiger Nordwind fegt über die Ostsee hinweg, Wellen schlagen an die Kaimauer, am Warnemünder Molenkopf spritzt schäumende Gischt in die Höhe. Skandinavien-Tief Mareike hat heute für einen Wetterumschwung an der deutschen Ostseeküste gesorgt. Nach dem sonnigen Frühlingswetter der letzten Tage gab es am Sonntagmorgen sogar Schneeregenschauer in Warnemünde. Inzwischen lockert es langsam auf und die Sonne zeigt sich wieder. Der in der Nacht von Nordwest auf Nordost gedrehte Wind sorgte in unserer Hansestadt zusätzlich für eine leichte Sturmflut. In Warnemünde stieg das Wasser bislang auf 1,14 Meter über Normalmittelwasser (NMW), höchstens ein paar Zentimeter könnten noch dazukommen. Nur wenige Schaulustige verfolgten das Naturschauspiel am Strand und auf der Westmole. Aufgrund der Corona-Pandemie ist der Tourismus auch in Warnemünde komplett zum Erliegen gekommen. Für die neue Sturmflutschutzwand am Südende des Alten Stroms war es die erste kleine Bewährungsprobe. Das im Januar in Betrieb genommene Sturmflutschutzbauwerk ist allerdings für deutlich höhere Wasserstände ausgelegt. In der aktuellen Ausbaustufe soll es Sturmfluten mit bis zu 2,50 Meter über NMW standhalten. Von einer (leichten) Sturmflut spricht man an der Ostseeküste, wenn die Wasserstände mindestens einen Meter über dem Normalmittelwasser liegen. Ab 1,25 Meter handelt es sich um eine mittlere, ab 1,50 Meter um eine schwere Sturmflut. Liegen die Pegelstände zwei Meter oder mehr über dem Normalstand handelt es sich um eine sehr schwere Sturmflut. Eigentlich müsste man von einem Sturmhochwasser sprechen, da die Gezeiten – im Gegensatz zur Nordsee – bei uns kaum eine Rolle spielen und es daher weder Ebbe noch Flut gibt. Der Begriff Sturmflut hat sich jedoch auch an der Ostsee durchgesetzt. In Warnemünde wurde solch ein hoher Sturmflutwasserstand bislang erst einmal registriert: Am 13. November 1872 stieg das Wasser auf 2,71 Meter über NMW, der höchste jemals im Seebad gemessene Wert. Die nächsthöheren Pegel lagen mit 1,91 Meter (30. Dezember 1913) und 1,90 Meter (31. Dezember 1904) unter der Zwei-Meter-Marke. Die letzte schwere Sturmflut gab es Anfang des vergangenen Jahres – am 2. Januar 2019 stieg die Ostsee in Warnemünde auf 1,67 Meter über Normal. [ad]Video von der leichten Sturmflut am 29. März 2020 in Warnemünde:
29. März 2020 | Weiterlesen
Sturmflutwarnung für Sonntagmorgen
Hier findet ihr unseren kurzen Bericht mit Video von der leichten Sturmflut heute Vormittag in Warnemünde. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) hat für Sonntagfrüh eine Sturmflutwarnung für Rostock herausgegeben. An der gesamten deutschen Ostseeküste werden Wasserstände zwischen 1,00 und 1,30 Meter über dem mittleren Wasserstand erwartet. An exponierten Lagen sind kurzzeitige Wasserstandsspitzen von bis zu 1,40 Metern möglich, warnt das BSH. Die Höchstwerte werden etwa gegen 9 Uhr erwartet, ab dem frühen Nachmittag sollen die Wasserstände wieder auf Werte von weniger als einem Meter über dem mittleren Wasserstand sinken. In der zweiten Nachthälfte soll der Wind von Nordwest auf Nordost drehen, an der Küste sind in den Morgenstunden lokal schwere Sturmböen möglich. Bei Temperaturen um 3 Grad Celsius kann es zu Schnee oder Schneeregen kommen. Schiffe und Boote sollten gesichert, tiefer liegende Parkplätze in Wassernähe nicht genutzt werden. Für die neue Sturmflutschutzwand am Südende des Alten Stroms in Warnemünde wird es die erste kleine Bewährungsprobe. Sie wurde Anfang Januar in Betrieb genommen und schützt das Seebad vor Hochwassern bis zu 2,50 Meter über Normalmittelwasser (NMW). Seit einem Monat ist auch die ins neue Sturmflutschutzbauwerk integrierte Promenade freigegeben. Dort könnte es am Sonntagmorgen nasse Füße geben. Die erste Sturmflut dieses Jahres gab es in der Nacht vom 4. auf den 5. Februar. In Rostock wurden 1,12 Meter über NMW gemessen, in Warnemünde lag der maximale Pegel bei 99 Zentimetern über normal. Die letzte schwere Sturmflut wurde in der Hansestadt Rostock am 2. Januar 2019 registriert. Nach Sturmtief Zeetje kam es durch das Hochwasser in Rostock zu Verkehrsbehinderungen und vollgelaufenen Kellern. Im Warnemünde wurden Pegelstände von 1,67 Meter über NMW gemessen. Strand sowie Westmole standen unter Wasser und lockten zahlreiche Schaulustige an. Der höchste bekannte Pegel wurde am 13. November 1872 in Warnemünde gemessen – damals stieg das Wasser auf 2,71 Meter über NMW. Von einer Sturmflut spricht man an der Ostseeküste ab einem Wasserstand von einem Meter über dem Normalmittelwasser. Eigentlich ist es eher ein Sturmhochwasser, da die Gezeiten an der Ostsee kaum eine Rolle spielen und es daher weder Ebbe noch Flut gibt. Der Begriff Sturmflut hat sich jedoch auch an der Ostsee durchgesetzt. Wasserstände und Sturmflutkategorien an der Ostsee: leichte Sturmflut ab 1,00 Meter über NMW mittlere Sturmflut ab 1,25 Meter über NMW schwere Sturmflut ab 1,50 Meter über NMW sehr schwere Sturmflut ab 2,00 Meter über NMW Sturmflutwarndienst des BSH [ad]Video vom Hochwasser am 2. Januar 2019 in Warnemünde:
28. März 2020 | Weiterlesen
Stadtwerke Rostock bauen Wärmespeicher
Die Stadtwerke Rostock haben den offiziellen Grundstein für den Wärmespeicher in Rostock-Marienehe gelegt. Aufgrund der Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der neuartigen Viruserkrankung COVID-19 fand die Zeremonie ohne Gäste und Pressevertreter statt. „Der Wärmespeicher ist ein bedeutendes Projekt, mit welchem die Stadtwerke Rostock effektiv und wirtschaftlich die klimapolitischen Ziele der Hansestadt und der Bundesregierung weiter umsetzen“, sagt Oliver Brünnich, Stadtwerke-Vorstandsvorsitzender. Seit mehreren Jahren laufen die Vorbereitungen für den Bau des Wärmespeichers, der Ende 2021 in Betrieb genommen werden soll und den Anteil erneuerbarer Energien in der Strom- und Wärmeproduktion erhöht. Bislang produziert die Gas- und Dampfturbinenanlage der Stadtwerke in effizienter Kraft-Wärmekopplung sowohl Wärme als auch Strom, welche direkt in die entsprechenden Netze eingespeist werden. Das Stromnetz wird zusätzlich durch die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien wie Wind und Sonne belastet. „Bei laufender Gas- und Dampfturbinenanlage-Anlage müsste dann die entsprechende Windkraftleistung berücksichtigt und unsere Anlage eventuell abgeregelt werden. Dank Wärmespeicherung ist dies in Zukunft nicht mehr nötig. Wir fahren unsere Anlage flexibler, das spart Erdgas und senkt den CO2-Ausstoß“, erklärt Oliver Brünnich weiter. Zudem wird der Speicher als Schnittstelle zwischen Fernwärmenetz und weiteren Technologien zur Wärmeerzeugung fungieren. Dann erfolgt die Wärmeversorgung zunehmend mittels verschiedener Arten erneuerbarer Energien – wie Abwärme, Wind und Sonne. Der Wärmespeicher in Zahlen Technisch betrachtet handelt es sich beim neuen Wärmespeicher um einen drucklosen Stahlbehälter (Flachbodentank), der im Prinzip wie eine Thermoskanne funktioniert. Er steht auf einer Fundamentplatte mit 151 Pfählen, jeder davon mit 90 Zentimetern Durchmesser und 38 Metern Länge. Der Speicher selbst kann bei einer Höhe von rund 55 Metern und einem Durchmesser von 35 Metern 45 Millionen Liter Warmwasser fassen. Damit könnte jeder einzelne Einwohner Rostocks etwa 1,5 Badewannen füllen. „Diese Menge reicht aus, um Rostock ein Wochenende mit Wärme und Warmwasser zu versorgen“, sagt Ute Römer, Vorstandsmitglied des Energiedienstleisters. Über eine ausgefeilte Regelungstechnik werde der Speicher auf einem konstanten Füllstand gehalten. Die einen halben Meter dicke Isolierwand hält zudem die Wassertemperatur konstant bei bis zu 98 Grad Celsius. Ins Fernwärmenetz für Rostock gelangt das Wasser dann über Rohrleitungen, die auf einer gut 300 Meter langen Trasse verlegt werden. [ad]Zur Gestaltung des Speichers Bei der Dimension und Fernwirkung des zylindrischen Wärmespeichers wurde besonderer Wert auf die Außengestaltung gelegt. Ziel war es, dass sich der Speicher optisch in die Landschaft am westlichen Warnowufer integrieren lässt: „Farblich haben wir uns deshalb an den blaugrünen Tönen der Ostsee und der Umgebung Rostocks orientiert, die seit dem Marken-Relaunch im April 2019 zur Identität der Stadtwerke Rostock gehören“, erklärt Ute Römer. Für die Gestaltung der Speicherhülle kommen pulverbeschichtete Trapezbleche im „Pixel-Design“ zum Einsatz. Die Anordnung erfolgt so, dass der Speicher nach oben hin farblich heller wird. Das Bauwerk erhält so eine sympathische und optisch unkonkretere Silhouette. Durch diesen „Unschärfe-Effekt“ hebt es sich von seiner markanten Industrieumgebung ab. Außerdem wirkt das Design somit einer möglichen Blendwirkung der Fassade bei starker Sonneneinstrahlung entgegen. Der Bau des Wärmespeichers und seine Gestaltung wurden im Sommer 2019 mit umliegenden Ortsbeiräten, Ämtern, Partnern und dem Bau- und Planungsausschuss abgestimmt. Quelle: Stadtwerke Rostock AG, Foto: Margit Wild/Stadtwerke Rostock
27. März 2020 | Weiterlesen
OB Madsen forciert neue Ämterstruktur
Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen treibt die Umstrukturierung der Rostocker Verwaltung weiter voran. Dass dies mitten in der Corona-Krise und ohne Beteiligung der Bürgerschaft weitgehend im Alleingang erfolgt, stößt bei den Fraktionen auf Kritik. Neue Ämter für Sport, Digitalisierung und Mobilität Größte Änderung in den Planungen des Verwaltungschefs dürfte die Trennung von Schule und Sport sein: Der bislang beim Senator Steffen Bockhahn (Linke) angesiedelte Sport-Bereich soll künftig direkt dem sport-affinen Oberbürgermeister unterstellt werden – im neuen „Amt für Sport, Vereine und Ehrenamt“. Bockhahn beklagte, dass es zwar eine Information, jedoch keine Diskussion gegeben habe und erklärte, mit den Änderungen nicht einverstanden zu sein. Madsen erwiderte, dass er sich als Oberbürgermeister verstärkt persönlich in das Themenfeld einbringen und diesen Bereich stärken möchte. Zusätzlich soll es ein neues Amt für Digitalisierung im Senatsbereich 2 (Finanzen, Verwaltung und Ordnung) sowie ein Amt für Mobilität im Senatsbereich 4 (Bau und Umwelt) geben. Vom Tisch hingegen ist die im Wahlkampf aufgekommene Idee eines vierten Senators. Kommunalverfassung ermöglicht Umstrukturierung Nach §40 Abs. 4 der Kommunalverfassung für das Land Mecklenburg-Vorpommern muss die Bürgerschaft Änderungen der Aufgabenbereiche nur zustimmen, „wenn sie eine Verlagerung von mehr als 10 Prozent der dem Aufgabenbereich ursprünglich zugewiesenen Dienstposten zur Folge haben“. Es handele sich nur um geringe Veränderungen, „in einem Maß dessen, was mir als Oberbürgermeister zusteht“, verteidigte Madsen sein Vorgehen, „deswegen habe ich das so umgesetzt und unterschrieben“. Fraktionen bemängeln fehlende Kommunikation Auf der gestrigen Dringlichkeitssitzung des Hauptausschusses sorgte das Vorgehen jedoch für Unmut bei den Fraktionen. Auf der letzten Bürgerschaftssitzung sei angekündigt worden, dass der Entwurf noch mit dem Stadtparlament abgestimmt werden soll. Da die Bürgerschaft aufgrund der Corona-Krise derzeit nicht tagen darf, kritisierte Eva-Maria Kröger, Fraktionsvorsitzende der Linken, Art und Zeitpunkt des Alleingangs von Madsen und befürchtet eine Verunsicherung der Mitarbeiter. Die Verwaltung arbeite trotz der Corona-Krise weiter und „wenn wir dann mal wieder auf voller Kraft fahren“, solle sie so arbeiten, „wie ich mir das als Verwaltungschef vorstelle“, kontert Madsen. „Ein Stück weit enttäuscht, was die Kommunikation angeht“ zeigte sich ebenfalls der SPD-Fraktionsvorsitzende Steffen Wandschneider-Kastell, zumal die Umstrukturierung der Verwaltung auch „Kompetenzen der Bürgerschaft berührt“. „Es gab einen Wahlkampf und diesen Wahlkampf hat der Oberbürgermeister gewonnen“, so Madsen. Man könne jede kleine Entscheidung ausdiskutieren, doch die Umstrukturierung sei „nichts Außergewöhnliches, sondern das, wofür ich gewählt worden bin“.
27. März 2020 | Weiterlesen
Warnemünder Woche 2020 wegen Corona abgesagt
Die 83. Warnemünder Woche wird nicht wie geplant in diesem Jahr, sondern erst 2021 stattfinden. Die Organisatoren der Traditionsveranstaltung reagieren damit auf die anhaltende, sehr dynamische Entwicklung in der Corona-Krise, blicken aber bereits optimistisch in die Zukunft: Die Vorbereitungen für 2021 haben bereits begonnen. In etwas mehr als drei Monaten, vom 4. bis 12. Juli 2020, sollte die 83. Warnemünder Woche stattfinden. Doch die Unwägbarkeiten waren einfach zu groß, da noch kein Ende bei der Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus in Sicht ist. Die zu Deutschlands größten Segelevents gehörende Veranstaltung und Mecklenburg-Vorpommerns zweitgrößtes Volksfest wird daher ein Jahr aussetzen und im Sommer 2021 wieder stattfinden. „Die Gesundheit aller Beteiligten, das heißt konkret der Gäste, Sportler, Helfer und Mitarbeiter, steht für uns an allererster Stelle“, sagt Matthias Fromm, Tourismusdirektor Rostock & Warnemünde. „Im Juli Hunderttausende Besucher und Sportler aus der ganzen Welt in Warnemünde zu begrüßen, um ein sportliches und kulturelles Sommerfest zu feiern, ist aktuell einfach nicht möglich. Die Warnemünder Woche um ein Jahr zu verschieben, ist uns bei Weitem nicht leichtgefallen, aber ich halte es nach Rücksprache mit allen Beteiligten für das Richtige. Und wer weiß, wofür es gut ist? Jetzt haben wir ein Jahr Zeit, neue Ideen und Konzepte zu entwickeln, um die Warnemünder Woche noch attraktiver zu gestalten.“ Der Sportdirektor der Warnemünder Woche, Peter Ramcke: „Wir müssen leider AP über Alpha signalisieren, d. h. für die Segler „Alle Wettfahrten fallen für die Warnemünder Woche aus“. Eine so hochkarätige Veranstaltung verlangt auch für die Sportler neben der Vorbereitung den Kopf frei zu haben und vor allem gesund zu sein und zu bleiben. Ich bin bereits im intensiven Austausch mit den Aktiven und Vertretern der verschiedenen betroffenen Klassen über das kommende Jahr. Fest steht, wir werden auch 2021 wieder ein sportliches Programm präsentieren, das sich sehen lassen kann und freuen uns mit allen Sportlern, ehrenamtlichen Helfern und Unterstützern auf die Warnemünder Woche 2021.“ [ad]Ingeborg Regenthal, Büroleiterin des Warnemünde Vereins, der das Sommerfest an Land einschließlich der offiziellen Eröffnungsfeier und dem traditionellen „Niege Ümgang“ organisiert: „Wir stehen voll und ganz hinter dieser Entscheidung. Natürlich sind wir traurig, dass wir in diesem Jahr nicht wie gewohnt fröhlich und unbeschwert in Warnemünde feiern können, doch das Risiko wäre einfach zu groß. Wer uns kennt, weiß, wir werden uns jetzt nicht ausruhen, sondern beginnen direkt mit den Vorbereitungen, um im nächsten Jahr eine ganz tolle 83. Warnemünder Woche mit buntem Sommerfest auf die Beine zu stellen.“ Ralf Bergel vom Warnemünder Segel-Club (WSC) und ehrenamtlicher Chairman der Warnemünder Woche sagt: „Wir haben alle Optionen geprüft und sind zu dem Entschluss gekommen, dass eine Verschiebung auf einen späteren Zeitpunkt aus logistischen und organisatorischen Gründen leider nicht möglich ist. Die Warnemünder Woche lebt von ihren hochkarätigen, internationalen Segelwettbewerben, wie Europa- und Weltmeisterschaften. Im letzten Jahr hatten wir Seglerinnen und Segler aus insgesamt 38 Nationen in Warnemünde zu Gast. Das ist auch unser Ziel für das Jahr 2021. Wir stürzen uns jetzt in die Vorbereitungen für das nächste Jahr.“ Die nächste Warnemünder Woche findet vom 3. bis 11. Juli 2021 statt. Weitere Informationen und Termine unter www.warnemuender-woche.com Quelle: Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde
27. März 2020 | Weiterlesen
Corona-Budget über eine Million Euro abgesegnet
Eine Million Euro stehen dem Corona-Führungsstab in Rostock ab sofort zur Verfügung. Bereits am Montag hatte Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) das Sonderbudget per Eilentscheidung eingerichtet. Gestern segnete der Hauptausschuss der Rostocker Bürgerschaft diese in einer Dringlichkeitssitzung einstimmig ab. Der Corona-Führungsstab wurde am 17. März unter Federführung des Gesundheitsamtes gegründet, um Maßnahmen der Stadtverwaltung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie umzusetzen. Zur Finanzierung stellt die Stadt jetzt die nötigen Haushaltsmittel bereit. Die Deckung des Betrages erfolgt aus den Überschüssen des Vorjahres. Wieviel Geld tatsächlich benötigt wird, ist noch unklar. Bislang stehen gerade einmal 22.400 Euro auf der Liste, antwortet Madsen auf Nachfrage von Eva-Maria Kröger (Linke), etwa für Schutzausrüstung und Desinfektionsmittel. Geplante Ausgaben, betont der Verwaltungschef: „Wir könnten nicht mal 10.000 Euro für Schutzmasken ausgeben – es gibt keine.“ Das Geld ist da, falls sich etwas ergibt und schnell gehandelt werden muss. Ob das Budget „passt oder vielleicht viel zu viel ist“, kann selbst Finanzsenator Chris Müller-von Wrycz Rekowski (SPD) im Moment nur schwer abschätzen. Das hänge auch davon ab, inwieweit Maßnahmen wie die Errichtung des zweiten Abstrichzentrums an der Stadthalle aus Landesmittel bezahlt werden. Das Budget solle die Handlungsfähigkeit sichern, so der Finanzsenator. Mehr Klarheit werde in den nächsten Wochen kommen. Madsen verteidigt Corona-Test durch Centogene Kritik gab es im Hauptausschuss an den vorsorglichen Corona-Tests durch die Rostocker Firma Centogene, die sich auf die Diagnostik seltener angeborener Erkrankungen spezialisiert hat. Oberbürgermeister Madsen hatte Mitarbeitern der Stadtverwaltung, der Feuerwehr und der Pflege die freiwilligen Tests angeboten. Diese seien nicht zertifiziert, es würde nicht nur der vom Robert-Koch-Institut empfohlene Personenkreis getestet und die Beachtung des Datenschutzes sei ebenso unklar wie die Kosten, lauteten die Vorwürfe. Es sei ein freiwilliges Angebot von Centogene, nicht von der Stadt, verteidigte Madsen die Aktion. Rostock entstehen dadurch weder Kosten noch irgendwelche Verpflichtungen. Ressourcen würden durch die Tests nicht gebunden, da alles mit eigenem Material des Unternehmens erfolge. Auch wenn keine zugelassenen Testkits verwendet werden, ist das Labor zertifiziert, so Madsen. Seine Intention war es, Infizierte ohne Symptome möglichst früh herausgreifen zu können, vor allem in systemkritischen Bereichen. „Wir benötigen für Rostock nach Möglichkeit ein vernünftiges Screening“, bekräftigt der OB. Valide Daten seien für eine Rückkehr in die Normalität ebenso wichtig wie regelmäßige Tests, etwa im Pflegebereich. [ad]Stundung der Gewerbesteuer Um Unternehmen etwas zu entlasten, stellt die Stadt eine Stundung der Gewerbesteuer zunächst bis zum 31. August in Aussicht, die Stundungszinsen können erlassen werden. Eine Prüfung des jeweiligen Einzelfalls sei zwar weiterhin erforderlich, die Nachweisführung seitens der Unternehmen soll jedoch vereinfacht werden. Auf wenig Gegenliebe stößt beim Oberbürgermeister hingegen die Idee einer Reduzierung des Gewerbesteuerhebesatzes, wie sie von der CDU/UFR-Fraktion ins Spiel gebracht wurde. „Das trifft doch nur den, der noch Gewinn macht“, so Madsen. „Die Frage ist: Will ich vielleicht auch jemanden retten, der keine Steuern mehr zahlt?“ Getagt hatten die Mitglieder des Hauptausschusses im Bürgerschaftsaal des Rathauses, um zwischen den Plätzen mindestens zwei Meter Abstand einhalten zu können. Die Bürgerschaftssitzung am 1. April sowie alle Sitzungen der Ausschüsse und Ortsbeiräte wurden bereits im Vorfeld bis zum 16. April abgesagt.
27. März 2020 | Weiterlesen
Rostock nimmt Covid-19-Patienten aus Italien auf
Das Corona-Virus breitet sich in Mecklenburg-Vorpommern weiter nur langsam aus. Auf den Intensivstationen im Land gibt es dadurch freie Kapazitäten, die für die Versorgung italienischer Corona-Patienten genutzt werden sollen. Italien ist von der Corona-Pandemie besonders stark betroffen. Bisher starben hier mehr als 8.000 Menschen. Als „humanitäre Verantwortung“ bezeichnete Ministerpräsidentin Manuela Schwesig die Aufnahme. Hintergrund der Hilfsaktion ist eine Bitte der italienischen Regierung, der auch andere Bundesländer nachkommen. Uni-Klinik in Rostock nimmt zwei Covid-19-Patienten aus Italien auf Jeweils zwei Erkrankte sollen an den Universitätskliniken in Rostock und Greifswald sowie an den Helios Kliniken Schwerin behandelt werden. „Ich habe das ausdrücklich begrüßt“, erklärt Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen, nachdem er gestern vom Innenminister gefragt wurde. Rostock habe derzeit freie Kapazitäten und auch die Ärzte könnten so noch mehr über den Krankheitsverlauf lernen. Vor allem gibt es aber auch ein Europa nach Corona und da sollte man jetzt „Signale setzen und nicht alle Türen zuschließen und sagen, wir haben miteinander nichts mehr zu tun“, so das Stadtoberhaupt. Aktuell stehen auf den verschiedenen Stationen der Unimedizin Rostock insgesamt 58 Intensivbetten mit Beatmungsgeräten bereit. Durch eine Umstrukturierung sollen im Notfall bis zu 90 beatmungspflichtige Patienten gleichzeitig behandelt werden können. Am Klinikum Südstadt gibt es eine Intensivstation mit zwölf Beatmungsplätzen für schwer Erkrankte. Elf weitere Beatmungsplätze für Covid-19-Erkrankte sollen hier eingerichtet werden. Insgesamt werden in Mecklenburg-Vorpommern nach Angaben der Landesregierung zurzeit 512 Beatmungsplätze vorgehalten. [ad]Erste Corona-Infektionen in Rostocker Altenpflegeheimen 261 Menschen wurden in Mecklenburg-Vorpommern bislang positiv auf das Corona-Virus (SARS-CoV-2) getestet und an das Robert Koch-Institut übermittelt (Stand 26.03.2020 15 Uhr). 16 Personen müssen bzw. mussten im Krankenhaus behandelt werden, drei davon auf einer Intensivstation. Zum ersten Mal wurden heute Corona-Infektionen aus Altenpflegeheimen in Mecklenburg-Vorpommern gemeldet. In zwei Rostocker Einrichtungen und einem Altenpflegeheim im Landkreis Vorpommern-Greifswald wurden insgesamt vier Personen positiv auf das Corona-Virus getestet.
26. März 2020 | Weiterlesen
Kaum Interesse an Buga-Planung in Rostock
Das hatten sich die Planer der Bundesgartenschau 2025 in Rostock wohl anders vorgestellt: Nicht einmal 70 Zuschauer verfolgten am Samstagnachmittag die Auftaktveranstaltung zur Bürgerbeteiligung, die aufgrund der Corona-Krise als Live-Chat über den YouTube-Kanal der Hansestadt ausgestrahlt wurde. Anfang Februar wünschte sich Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen mehr Begeisterung bei den Rostockern für die Bundesgartenschau – zumindest gestern blieb diese aus. Vielleicht lag es am Coronavirus, vielleicht am mangelnden Interesse oder daran, dass es nur noch um das „wie“ und nicht mehr um das „ob“ geht. Der Frage, ob die Rostocker direkt über die Gartenschau abstimmen können, erteilte Matthias Horn von der Buga-Stabstelle eine klare Absage. Die Bürgerschaft habe sich als demokratisch gewähltes Gremium entschieden. Eine Leitentscheidung werde es jedoch noch geben, so Horn. Spätestens im Herbst soll das Stadtparlament endgültig abstimmen – noch gibt es keinen Durchführungsvertrag zwischen Stadt und Buga-Gesellschaft. Bürgerbeteiligung soll im Mai starten „Natürlich ist die Beteiligung durch Corona jetzt etwas ausgebremst“, sagt Teresa Trabert von der mit der Bürgerbeteiligung beauftragten Agentur Fint. Zwischen Mai und August sollen die Container in den verschiedenen Bereichen am Rostocker Oval jedoch zur Diskussion einladen. So stehe etwa für den Fährberg auf der Gehlsdorfer Seite ein Ideenwettbewerb an. In einem Sommercamp soll geklärt werden, wie hier ein Ort der Begegnung und Erholung entstehen kann. Auf der anderen Warnowseite geht es darum, wie der Stadthafen zukünftig aussehen wird, erläutert Robert Strauß von der Buga-Stabstelle. Dafür ist ein Realisierungswettbewerb geplant. In die Aufgabenstellung für die Planer möchte Strauß die Rostocker mit einbeziehen, dabei gehe es auch um Freianlagen oder Spielplätze. Für die Bürgerbeteiligung ist ein Buga-Beirat geplant. Bis zum 17. April können sich interessierte Rostocker unter buga@rostock.de dafür bewerben. Brücke über den Stadthafen bewegt die Gemüter Hauptsächlich bewegte die Zuschauer die geplante Brücke über den Stadthafen. Gelobt wurde ein kurzer Fußweg von Gehlsdorf in die Lange Straße, kritisiert wurde die für Segler zu geringe Durchfahrtshöhe. Über der Fahrrinne wird die Brücke dreh- oder klappbar sein, beruhigte Matthias Horn. „Fähren sind keine echten Alternativen zu Brücken, die immer zur Verfügung stehen“, entgegnete Horn auf die Frage, ob E-Fähren nicht die bessere Alternative wären. Die Betriebskosten wären höher und ein Fähranleger müsste weit in die Warnow hineingebaut werden. Beginnen soll die etwa 500 Meter lange Brücke im Stadthafen auf Höhe der Schnickmannstraße, in Gehlsdorf soll sie am Fährberg enden. Da das Plateau über die L22/Am Strande vom Tisch ist, kam die Frage, wie Fußgänger und Radfahrer über die stark befahrene Straße kommen. Das werde gerade geprüft, so Horn, bei der Ampel könne es jedoch nicht bleiben. Man muss ohne Stufen und Warten über die Straße kommen. Finanzen und Risiken Die Kosten für die eigentliche Durchführung der Buga beziffert Matthias Horn mit 40 Mio. Euro. 15 Mio. Euro müsse die Stadt tragen, 25 Mio. Euro sollen durch Einnahmen gedeckt werden. „Dazu benötigen wir etwa 1,7 Mio. Besucher“, so Horn – „eine relativ realistische Zahl“, es solle nichts „schön gerechnet“ werden. „Ja, die Bundesgartenschau als Veranstaltung wird uns etwas kosten“, stellt er klar. Im Gegenzug bekommt Rostock jedoch ein Vielfaches an Förderung für Investitionen. Zwischen 140 und 145 Mio. Euro sollen nach aktuellem Stand in Investitionsmaßnahmen für die Stadtentwicklung fließen, etwa 105 Mio. Euro Förderung soll es von Land und Bund geben, rechnet Horn vor. So soll mit dem Warnow-Quartier im jetzigen Industriegebiet im Osthafen ein ganz neues Viertel entstehen. Weil es kein Wahnsinn ist Warum man angesichts einbrechender Steuereinnahmen und Kosten durch die Corona-Pandemie den „Wahnsinn“ nicht umgehend abbläst, lautete eine weitere Frage. „Weil es kein Wahnsinn ist“, zeigte sich Matthias Horn leicht genervt. Auf die Planungen hätte die Corona-Krise keinen Einfluss, da gehe es „unvermindert voran“. Wenn die Bauarbeiten 2022 beginnen, sollte die Corona-Krise überwunden sein und dann sei die Gartenschau ein „Konjunkturmotor“– gerade in der jetzigen Situation ein Geschenk für Rostock. Ganze Stadt soll profitieren Der Hauptzugang zur Buga soll über die neue Brücke aus dem Stadtzentrum erfolgen, sodass auch die Innenstadt profitiert. Eine Einbindung des Botanischen Gartens und der Kunsthalle ist ebenfalls angedacht und der Iga Park soll als Ort für Großveranstaltungen dienen. Zwei neue Parkhäuser geplant „Hauptankunftspunkt soll das große neue Parkhaus am Bahnhof sein“, erklärt Matthias Horn. Zusammen mit Sportkomplex und Bürogebäude ist dieses im Kesselborn-Areal auf der Südseite des Hauptbahnhofs geplant. Dies sei ein zentraler Punkt für die Stadtentwicklung im Rahmen der Buga, so Horn. Wie in Schwerin soll es ein Kombiticket für die Gartenschau und den ÖPNV geben. Ein weiteres Parkhaus ist am neuen Volkstheater am Bussebart geplant. Es soll die Parkplätze ersetzen, die jetzt auf der Stadthafenseite sind. Es soll nicht mehr Autoverkehr in die Innenstadt geholt werden, aber man sollte auch nicht „gegen die Autofahrer in den Krieg ziehen“, so Horn. [ad]Video vom Live-Chat zur Bürgerbeteiligung für die Buga 2025 in Rostock:
22. März 2020 | Weiterlesen
Kontaktverbot gegen Ausbreitung des Coronavirus
Bund und Länder haben sich auf ein weitreichendes Kontaktverbot verständigt, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel gerade bekanntgab. Ausgangssperren gibt es in Deutschland vorerst zwar weiter nicht, Kontakte zu Personen außerhalb des eigenen Hausstandes sollen jedoch auf ein absolut nötiges Minimum reduziert werden. Treffen von mehr als zwei Personen sind in der Öffentlichkeit verboten. Ausnahmen gelten für den eigenen Hausstand sowie die Arbeitswelt. Konkret ist der Aufenthalt im öffentlichen Raum nur noch alleine, mit einer (einzigen) weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet, so Merkel. Zu anderen Personen ist – sofern irgendwie möglich – ein Mindestabstand von 1,5 bis 2 Metern einzuhalten. Der Weg zur Arbeit, Einkäufe, Arztbesuche oder weitere notwendige Tätigkeiten sind ebenso erlaubt wie ganz ausdrücklich auch weiterhin individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft. Einschränkungen soll es auch für Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege geben, etwa bei Friseuren, Kosmetik- oder Massagestudios. Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben weiter erlaubt. In Mecklenburg-Vorpommern müssen auch Bau- und Gartenbaumärkte ab morgen 20 Uhr schließen. Mit den erweiterten Leitlinien, auf die sich Bund und Länder geeinigt haben, sollen das öffentliche Leben und die sozialen Kontakte weiter reduziert werden, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Gleichzeitig soll damit auch der Flickenteppich zwischen den einzelnen Bundesländern reduziert werden. Die konkrete Umsetzung der Leitlinien bleibt zwar weiterhin Ländersache, doch „wir sorgen dafür“, so Merkel, „dass in ganz Deutschland im Grundsatz die gleichen Regeln gelten.“ [ad]Die Maßnahmen sollen mindesten zwei Wochen gelten. „Dies sind nicht einfach irgendwelche Empfehlungen des Staates“, betonte die Kanzlerin, „es sind Regeln, die in unsere aller Interesse einzuhalten sind.“ Verstöße sollen geahndet werden. „Zeigen Sie Vernunft und Herz“, warb Angela Merkel für einen „Verzicht aus Gemeinsinn und Fürsorge“.
22. März 2020 | Weiterlesen
Corona: Wiro bietet Mietstundung an
Menschen in finanzieller Not können womöglich ihre Miete nicht mehr zahlen. „Die Wiro als größte Vermieterin der Stadt steht selbstverständlich auch in dieser Situation zu ihrer sozialen Verantwortung. Wir finden für akute Notfälle individuelle Lösungen“, sagt Ralf Zimlich, Vorsitzender der Wiro-Geschäftsführung. Die Wiro ist zu hundert Prozent ein kommunales Unternehmen. Das heißt, die Gewinne des Unternehmens fließen zu großen Teilen zurück an die Stadt. Daraus werden u. a. Wohngeld, Sozialhilfe, Gehälter der Rettungskräfte u. v. m. bezahlt. Ralf Zimlich: „Vor diesem Hintergrund kann es auch in schwierigen Zeiten keine pauschalen Verzichte geben, sondern ausschließlich Einzelfallentscheidungen für akute Notfälle.“ Gewerbemieter Für Gewerbetreibende ist es zurzeit außerordentlich schwierig. Durch die Corona-Krise können hier Zahlungsschwierigkeiten auftreten. In diesem Fall räumt die Wiro vorübergehend eine größere Flexibilität ein. Zunächst befristet bis Mitte Mai werden wir im Rahmen von individuellen Vereinbarungen z. B. Stundungen der Gesamtmiete ermöglichen, um Kündigungen in Folge von Mietrückständen zu vermeiden. Dazu wenden sich Gewerbemieter bitte an ihren zuständigen Verwalter. Die Wiro appelliert in diesem Zusammenhang an alle Unternehmer, sorgfältig auch die vielfältigen Beratungsangebote und Hilfspakete des Bundes und des Landes sowie von Kammern und Verbänden zu nutzen. Schadensbegrenzung muss im Fokus bleiben! Wohnungsmieter Die angeordneten Maßnahmen zur Eindämmung der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus dürfen nicht zum Verlust der Wohnung führen. Wenn Mieter nachweislich infolge der aktuellen Krise in Mietzahlungsschwierigkeiten kommen, trifft die Wiro individuelle Stundungsvereinbarungen für die Gesamtmiete – zunächst befristet bis Mitte Mai. Betroffene Mieter wenden sich bitte per E-Mail oder telefonisch an das Wiro-KundenCenter Forderungsmanagement (E-Mail: forderungsmanagement@Wiro.de, Telefon: 0381.4567-3410). In enger Abstimmung mit betroffenen Mietern sowie den zuständigen Institutionen suchen wir gemeinsam Lösungen zur Absicherung gefährdeter Mietverhältnisse. Wichtig ist aber auch, dass Mieter zügig staatliche Hilfen, wie zum Beispiel das Wohngeld, sowie Unterstützung aus Sonderprogrammen beantragen. [ad]Nachbarschaftshilfe Gute Nachrichten sind in diesen Tagen so selten, dass wir es uns nicht leisten können, auch nur eine einzige von ihnen zu ignorieren. Ralf Zimlich: „Ich bin von der Hilfsbereitschaft in unseren Wohnhäusern begeistert! In Hausfluren hängen zum Beispiel kleine Zettel mit Hilfsangeboten aus. Oder jüngere Mieter bieten ihren älteren und behinderten Nachbarn telefonisch Hilfe an, damit für das Nötigste gesorgt ist. Vielen herzlichen Dank!“ Unser Appell an alle Rostocker: Machen Sie mit! Vielleicht wohnen nebenan Menschen, die zu einer Risikogruppe gehören, Frauen und Männer mit Vorerkrankungen oder chronisch Kranke, Schwangere oder Pflegebedürftige. Die Infektionsgefahr für sie sinkt, wenn jemand zum Beispiel die Einkäufe mitbringt oder Rezepte in der Apotheke einlöst. Nachbarschaftshilfe ist jetzt besonders wichtig! Quelle: Wiro Wohnen in Rostock Wohnungsgesellschaft mbH
22. März 2020 | Weiterlesen
Erster Gorillanachwuchs im Zoo Rostock
Eine gute Nachricht in schwierigen Zeiten. „Unser Gorillaweibchen Yene hat Montag (16. März) früh ein gesundes Jungtier zur Welt gebracht“, informierte heute die Zookuratorin Antje Angeli. „Aktuell gehen wir davon aus, dass es ein Mädchen ist. Auf jeden Fall ist es ein kräftiges Baby mit großem Durst.“ Es ist die erste Gorillageburt im 121 Jahre alten Zoo Rostock. Groß war die Freude auch bei den Stadtwerken Rostock. „Die Geburt des kleinen Gorillas ist eine wunderbare Botschaft: Im Rostocker Zoo wächst neues Leben heran. Diese schöne Nachricht motiviert uns besonders in diesen Tagen, zuversichtlich in die Zukunft zu blicken und Verantwortung zu übernehmen“, sagte Ute Römer, Vorstand der Stadtwerke. „Unser Team, das rund um die Uhr im Einsatz ist, um die Energieversorgung der Hansestadt sicherzustellen, freut sich sehr. Wir können es kaum erwarten, unseren neuen kleinen Schützling kennenzulernen. Alles Gute, liebes Patenkind!“ Die Stadtwerke Rostock als Paten der Gorillagruppe um Silberrücken Assumbo zählen seit 2004 zu den Hauptsponsoren des Rostocker Zoos für Natur- und Artenschutz und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Unterhaltung und Fortentwicklung der größten Freizeiteinrichtung der Hanse- und Universitätsstadt und des Landes. „Natürlich ist es bedauerlich, dass eines der schönsten Ereignisse überhaupt für einen Zoo, eine Gorillageburt, in eine Zeit fällt, in der Menschen ganz andere Sorgen haben und der Zoo geschlossen ist. Wir planen deshalb, soweit angesichts der gegenwärtigen Situation möglich, unsere Besucher regelmäßig in Form eines Videotagebuches über den jüngsten Nachwuchs im Zoo auf dem Laufenden zu halten“, kündigte Antje Angeli an. Wie lief die Geburt? Yene (19) hat sich am Montag mit der ganzen Gruppe im geschützten Backstagebereich der Tropenhalle aufgehalten. Gegen 9.50 Uhr haben die Tierpfleger eine größere Menge Blut entdeckt, offenbar war die Fruchtblase geplatzt. „Wir waren während des gesamten Geburtsvorganges vor Ort, auch um bei möglichen Komplikationen einschreiten zu können“, berichtete Tierpfleger Tobias Pollmer, Stellvertretender Bereichsleiter im Darwineum. „Das Gorillaweibchen Eyenga (15) war während der Wehen unentwegt an Yenes Seite und hat alles ganz genau beobachtet. Der Rest der Gruppe hielt sich jedoch im gebührenden Abstand zurück. Um 10.45 Uhr wurde das Jungtier geboren und von allen, außer vom Papa Kwame, interessiert begutachtet“, so der Menschenaffenpfleger. „Mutter und Baby sind wohlauf, sie ziehen sich noch gern zurück und ruhen viel. Wir sind sehr glücklich, zumal Yene ja vor einem Jahr eine Totgeburt zu verkraften hatte.“ Wie geht es Yene? Auch im Darwineum ist es ohne die Besucherschar recht ruhig geworden. Das spüren auch die Menschenaffen. Neumutti Yene hat allerdings nur Augen für ihr Baby. Yene ruht und schläft viel, bewegt sich noch recht wenig und bevorzugt den rückwärtigen Bereich. „Neben den normalen Mahlzeiten für alle bekommt sie ab und an ein paar Snacks zugesteckt, damit sie sich nicht so viel bewegen muss. Das sind beispielsweise gekochte Kartoffeln, Paprika und Gurke. Diese Sachen mag sie sehr gern“, verriet ihr Tierpfleger Tobias Pollmer. Meistens sitzt eines der anderen Weibchen, Eyenga oder die ebenfalls trächtige Zola (11), bei der Mutter und passt auf. Auch Silberrücken Assumbo (46) verhält sich fürsorglich und sucht die Nähe. Bei Lauten des Babys ist er sehr wachsam und kontrolliert die Umgebung. „Nur der junge Vater Kwame (8) bewegt sich aktuell eher am Rand der Gruppe und zeigt kein bis sehr wenig Interesse an dem Neugeborenen“, sagte die Zookuratorin. „Das Gorillamädchen wird zurzeit etwa zwei Kilogramm wiegen. Rund zwei Jahre werden Gorillajungtiere gesäugt. Mit dem Verlauf der ersten Tage sind wir sehr zufrieden.“ Wie geht es weiter? In den kommenden Tagen wird die zweite Gorillageburt erwartet. „Zolas Bauch ist kugelrund. Sie erfreut sich bester Gesundheit, anstrengend scheint es allerdings schon zu sein“, so Tobias Pollmer. Erfreuliches gibt es auch von Orang-Utan-Mutti Sunda und ihrem am 15. Februar geborenem Baby zu berichten. „Beiden geht es hervorragend. Sie haben inzwischen auch häufiger Kontakt zu Miri und Ejde, was bisher recht problemlos verlief. Sunda kümmert sich rührend um ihren Sohn und legt so langsam ihre Scheu ab“, betonte Antje Angeli. Unterdessen läuft noch die Abstimmung zu den drei Namensvorschlägen für den kleinen Orang-Utan-Jungen. Zur Auswahl stehen Bayu, Gede oder Keenam. Auf der Zooseite www.zoo-rostock.de kann jeder bis zum 14. April für seinen Favoriten abstimmen. Dort sollen in Kürze auch Videoaufnahmen über die Entwicklung der Rostocker Affenbabys gezeigt werden. Aktuell leben jeweils zwei Gorilla- und Orang-Utan-Gruppen im Darwineum mit insgesamt 18 Tieren (8 Gorillas/10 Orang-Utans). [ad]Erster Gorillanachwuchs im Zoo Rostock (Video: Günther Hansen): Quelle: Zoo Rostock, Fotos: Carina Braun, Tobias Pollmer, Video: Günther Hansen
20. März 2020 | Weiterlesen
Live-Chat zur Buga 2025 in Rostock
Zu einem virtuellen Live-Chat „Buga“ sind alle Rostockerinnen und Rostocker am kommenden Samstag (21. März 2020) von 14 bis 16 Uhr eingeladen. Auf dem YouTube-Kanal der Stadtverwaltung „Sieben Tuerme“ können Interessierte Renate Behrmann und Matthias Horn von der Buga-Stabstelle sowie weitere Fachleute live im Rathaus erleben. „Die Bundesgartenschau 2025 war für Rostock schon immer von Bedeutung. Jetzt angesichts der aktuellen Krise ist sie nicht nur wichtig, sondern zutiefst notwendig, um unsere regionale Wirtschaft zu fördern und die Stadtentwicklung zu unterstützen“, unterstreicht Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen. In dem zweistündigen Chat erfahren die Einwohnerinnen und Einwohner Interessantes zur Bürgerbeteiligung, zum Rostocker Oval und zu den aktuellen Planungen der Bundesgartenschau 2025. Interessierte Rostockerinnen und Rostocker können ihre Fragen zum Live-Chat vorab unter der E-Mail buga@rostock.de übermitteln oder direkt am Samstag den YouTube-Kanal der Stadtverwaltung „Sieben Tuerme“ aufrufen. Um direkt im Chat Fragen stellen zu können, müssen Interessierte auf YouTube angemeldet sein. Die ursprünglich am 21. März 2020 geplante Auftaktveranstaltung zur Buga-Bürgerbeteiligung musste aufgrund der Corona-Krise leider abgesagt werden. Zwei Werkstattcontainer im Stadthafen Höhe Schnickmannstraße halten nun alle Interessenten mit Informationen auf dem Laufenden. Neuigkeiten zu Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung sind auch unter www.rostock.de/buga2025 zu erfahren. Quelle: Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Pressestelle
19. März 2020 | Weiterlesen