Neueste Nachrichten aus Rostock und Warnemünde

Werftstraße: 100 Jahre alter Kanal bekommt neue innere Hülle
Auf der größten innerstädtischen Baumaßnahme von Nordwasser, bei der in der Werftstraße einer der wichtigsten Kanäle Rostocks erneuert wird, hat die zentrale Phase begonnen: in den über 2 Meter breiten und gut 1,50 Meter hohen Kanal werden schrittweise maßgefertigte Kurzrohre eingeschoben, die dem 111 Jahre alten Kanal eine neue, innere Hülle verleihen. Die 225 Kurzrohre sind angepasst an die inneren Maße und den Verlauf des alten Kanals, ein Rohrverlegeplan gibt vor, in welcher Reihenfolge die Kurzrohre eingebracht und verkeilt werden. Gefertigt und geliefert wurden die langlebigen Kurzrohre aus glasfaserverstärktem Kunststoff in Danzig durch das Unternehmen Amiblu. Der nun laufenden Kanalsanierung gingen eine Reihe aufwendiger vorbereitender Maßnahmen voraus, darunter der Bau der Umgehungsstraße sowie der Bau des zumeist oberirisch verlaufenden Ersatzkanals, der den Abwasseranfall des Altkanals während der Sanierung übernimmt. „Wir hatten bisher bei dieser komplexen und sehr anspruchsvollen Baumaßnahme mit einigen unerwarteten Situationen zu kämpfen, die wir gemeinsam mit der bauausführenden Firma Echterhoff gemeistert haben“, so Uwe Wetzel, Leiter des Bereiches Investitionen bei Nordwasser. „Zum einen hat uns die unerwartet große Menge an Altlasten auf dem ehemaligen Gelände der Neptunwerft zeitlich mehr beansprucht, als erwartet. So mussten wir beispielsweise eine Vielzahl vorgefundener, unbekannter Schutzrohre aus Asbestzement zunächst ergründen und vermessen, bevor sie entsprechend entsorgt werden konnten“, erklärt Wetzel weiter. Auch alte, tiefgehende Verbau- und Betonelemente behinderten die Freimachung des Baufeldes. Zudem mussten mehr Medien umverlegt werden, als auf Basis der alten Bestandspläne kalkuliert. „Darüber hinaus mussten wir im Zuge der Begehung und Inspektion des abwasserfreien, außer Betrieb genommenen Altkanals feststellen, dass dessen Statik deutlich schlechter ist, als auf Grundlage der 3D-Vermessungen sowie TV-Inspektionen im Rahmen der Planung angenommen. Dies konnten wir bei den Maßanfertigungen der Kurzrohre durch eine massivere Wandstärke berücksichtigen“, erläutert Wetzel. Besonders herausfordernd und zeitverzögernd war allerdings der unerwartet hohe Grundwasserspiegel, der bei den Tiefbauarbeiten zur jetzigen Sanierung des Altkanals auftrat. Bau von 20 Tiefbrunnen zur Grundwasserabsenkung Entgegen des extern angefertigten Gutachtens zum Baugrund mit Grundwasserkonzept für jede Baugrube wurde ein massiver Wasserandrang vorgefunden, bei dem die üblicherweise praktikable Pumpentechnik zur Absenkung von Grundwasser erfolglos blieb und die Tiefbauarbeiten nicht fortgeführt werden konnten. „Gemeinsam mit dem Baugrundgutachter und den Planungsingenieuren haben wir eine Lösung für diese besondere Situation entwickelt und uns entschieden, entlang des Baufeldes rund 20 Brunnen in Tiefen von bis zu 16 Metern zu bohren, um in diesen das Grundwasser zu sammeln und es von dort wirkungsvoll abzuleiten. Dieses Verfahren war erfolgreich, die Bautätigkeiten konnten fortgesetzt und die Kanalsanierung begonnen werden“, betont Uwe Wetzel. Mit dem Abschluss der Sanierungsarbeiten bis zum Jahresende kann der verjüngte Kanal wieder in Betrieb genommen, der Ersatzkanal zurückgebaut und die Straße wiederhergestellt werden. Bis Mitte nächsten Jahres sind die Arbeiten dann gänzlich abgeschlossen, so dass auch die Einbahnstraßenregelung in der Werftstraße zwischen dem Platz des 17. Juni und Max-Eyth-Straße wieder aufgehoben werden kann. Bedeutung des Kanals. Der Mischwassersammler ist einer der wichtigsten Kanäle in Rostock. Er führt das Schmutz- und Regenwasser aus dem Süden Rostocks sowie dem Großteil der Gemeinde Papendorf und entsorgt somit das Abwasser für rund 40.000 Menschen. Bei Trockenwetter leitet er täglich rund 9.000 Kubikmeter aufzubereitendes Schmutzwasser in Richtung Kläranlage Rostock. Der schlechte Zustand des Kanals macht die umfangreiche Sanierung notwendig. Anspruchsvolle Sanierung. Im Auftrag des Warnow-Wasser- und Abwasserverbandes saniert Nordwasser den Kanal zwischen Doberaner Straße und der Kreuzung Werftstraße/Max-Eyth-Straße. Das Investitionsvolumen für diese umfangreiche Baumaßnahme liegt bei rund 14 Millionen Euro. Mit der Baudurchführung wurde die Echterhoff Bau GmbH aus Dessau im Ergebnis einer europaweiten öffentlichen Ausschreibung beauftragt. Die Nordwasser GmbH betreibt als kommunales Unternehmen im Auftrag des Warnow- Wasser- und Abwasserverbandes (WWAV) die Anlagen und Netze zur Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock sowie 28 Gemeinden in der Region. Mit etwa 310 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern versorgt die Nordwasser rund 270.000 Menschen sowie Industrie und Gewerbe mit Trinkwasser und bereitet das entstehende Abwasser auf. Quelle & Foto: Nordwasser GmbH
15. Oktober 2024 | Weiterlesen
Spektakuläre Polarlichter über Warnemünde
Ist das Polarlicht (Nordlicht, Aurora borealis) in Island, Schweden oder Finnland fast schon normal, tritt es in unseren Breiten eher selten auf. Vergangene Nacht konnten die intensiven Polarlichter in Deutschland sogar mit bloßem Auge beobachtet werden und lockten zahlreichen Fotografen und Schaulustige an die Warnemünder Ostseeküste. In diesem Artikel zeigen wir euch nicht nur Fotos und ein Zeitraffer-Video der Polarlichter aus Warnemünde, wir geben euch auch Tipps, wie, wann und wo ihr die Nordlichter am besten beobachten und fotografieren könnt. Dies ist auch mit dem Smartphone möglich. Polarlichter über dem Alten Strom in Warnemünde Normalerweise fotografiert man das Polarlicht an möglichst dunklen Orten. Vergangene Nacht war es aber so hell und intensiv, dass wir – getreu dem Motto „Vordergrund macht Bild gesund“ – als Standort die Bahnhofsbrücke über den Alten Strom in Warnemünde gewählt haben. Trotz starker Lichtverschmutzung am östlichen und westlichen Ufer waren faszinierende Aufnahmen über der maritimen Kulisse des Rostocker Seebads möglich. Polarlichter mit dem Smartphone fotografieren Um Polarlichter zu fotografieren, benötigt man keine teure Fotoausrüstung für Tausende Euro. Selbst mit aktuellen Handys sind problemlos spektakuläre Polarlicht-Fotos möglich. Zwar sind in Smartphones aus Platzgründen nur verhältnismäßige kleine Bildsensoren verbaut, dafür verfügen Sie oft über eine große Offenblende, die viel Licht auf den Sensor fallen lässt. Zudem sind in besseren Handys meist mehrere Kameras verbaut, darunter Ultra-Weitwinkelobjektive (UWW), die einen großen Ausschnitt der Landschaft abbilden. Gerade bei Polarlichtern möchte man schließlich möglichst viel vom leuchtenden Nachthimmel einfangen. Wichtig ist, dass ihr den Nacht-Modus verwendet und natürlich den Blitz ausschaltet. Das Smartphone sollte möglichst ruhig gehalten oder auf einem Stativ befestigt werden. Unsere Aufnahme ist mit einem aktuellen iPhone aus freier Hand entstanden, das Handy wurde einfach etwas auf dem Brückengeländer abgestützt. Standardmäßig wird vom iPhone im Nachtmodus nur eine maximale Belichtungszeit von zwei Sekunden angeboten, sobald ihr es ruhig haltet, sind jedoch bis zu zehn Sekunden möglich. Zusätzlich kann der Lichtwert (LW) um bis zu zwei Stufen erhöht werden, um eure Bilder stärker zu belichten, als es die Automatik vorsieht. Polarlichter mit dem bloßen Auge sehen Wenn in unseren Breiten Polarlichter auftreten, sind diese oft nicht visuell (mit bloßem Auge), sondern nur fotografisch nachweisbar. Bei entsprechend langen Belichtungszeiten „sieht“ die Kamera deutlich mehr als das menschliche Sinnesorgan. Vergangene Nacht waren die Nordlichter jedoch sehr gut mit bloßem Auge zu erkennen. Wichtig ist, dass ihr euch für die Beobachtung einen möglichst dunklen Standort sucht und eure Augen an die Dunkelheit gewöhnt. Der Strand mit freiem Blick auf die Ostsee ist dafür ideal. Die Dunkeladaption dauert mindestens zehn bis 15 Minuten, zwischendurch dürft ihr natürlich nicht aufs grelle Handydisplay schauen! Wie entstehen Polarlichter? Polarlichter werden durch Sonneneruptionen mit einem erdgerichteten, koronalen Massenauswurf (coronal mass ejection, CME) hervorgerufen. Trifft die von der Sonne austretende Plasmawolke aus Elektronen, Protonen und weiteren Teilchen (Sonnensturm) auf das schützende Magnetfeld der Erde, wird dieses verformt. Man spricht von einem geomagnetischen Sturm, der auf der Erde zu Beeinträchtigungen bei Satelliten, Navigations- und Kommunikationssystemen oder sogar zu Störungen in Energienetzen führen kann. Dringen elektrisch geladene Teilchen tiefer in die Erdatmosphäre ein und regen dort Sauerstoff- und Stickstoff-Moleküle zum Leuchten an, wird dies als rot und grün phosphoreszierendes Polarlicht wahrgenommen wird. Die Sonnenaktivität ist nicht konstant, ein Sonnenfleckenzyklus erstreckt sich über durchschnittlich rund elf Jahre. Voraussichtlich wird 2024 der Höhepunkt erreicht. Dass globale Polarlichter durch HAARP erzeugt werden, wie Verschwörungstheoretiker immer mal wieder behaupten, ist schlicht Unsinn. Wir verweisen an dieser Stelle auf folgenden Faktencheck: „Dementsprechend ist jede Andeutung, dass ein globales Ereignis wie dieses mit HAARP zusammenhängt, wirklich lächerlich.“ Wann sind Polarlichter in Norddeutschland zu sehen? Polarlichter treten hauptsächlich in den Polarregionen auf, in einem Gürtel um die magnetischen Pole der Erde. Starke geomagnetische Stürme können das Polarlichtoval (Auroral Oval) jedoch weit nach Süden verschieben, sodass Beobachtungen auch in Deutschland möglich sind. Wann, wo und in welcher Intensität Polarlichter auftreten, lässt sich nicht mit hundertprozentiger Sicherheit vorhersagen. Es gibt zahlreiche Apps und Webseiten, die sich der Vorhersage widmen, etwa SpaceWeatherLive. Speziell für norddeutsche Breitengrade bietet Michael Theusner auf seiner Website eine schön aufbereitete Echtzeit-Polarlichtvorhersage an. Zeitfraffer-Video vom Polarlicht in Warnemünde (10./11. Oktober 2024):
11. Oktober 2024 | Weiterlesen
Feuer auf Tanker „Annika“ zwischen Kühlungsborn und Warnemünde
Auf dem Tanker „Annika“ [L: 73m, B: 12m, Flagge: Deutschland] ist am Freitagvormittag ein Feuer ausgebrochen. Alle sieben Seeleute an Bord wurden von der Besatzung des Seenotrettungsbootes „Wilma Sikorski“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (derzeit Station Kühlungsborn) aufgenommen und werden an Land gebracht. Das Schiff befindet sich in der Mecklenburger Bucht zwischen Kühlungsborn und Warnemünde. Der Notschlepper „Baltic“, das Mehrzweckschiff „Arkona“ und der Seenotrettungskreuzer „Arkona“ haben mit der Brandbekämpfung von außen begonnen. Mehrere Feuerwehr-Teams sind mit Hubschraubern auf dem Weg zu dem Schiff. Das Havariekommando hat die Gesamteinsatzleitung übernommen. Nach derzeitigem Kenntnistand hat der Tanker etwa 640 Tonnen Öl geladen. Er liegt vor Anker und hat zudem Verbindung zu einem Schlepper vor Ort. Aktualisierung, 11.10.2024 13:04 Uhr: Der Tanker „Annika“ brennt weiterhin. Der Notschlepper „Baltic“ kühlt die Außenhaut am Heck des Tankers, wo das Feuer offenbar ausgebrochen ist. Feuerwehr-Teams aus Rostock und Kiel sind vor Ort an Bord des Mehrzweckschiffs „Arkona“, das längsseits der „Annika“ liegt. Sie erkunden ob es möglich ist, an Bord des Tankers zu gehen. Weitere Einsatzkräfte, unter anderem von der Feuerwehr Lübeck, sind auf dem Weg zu dem Schiff. An Bord waren sieben Seeleute, die vom Seenotrettungsboot „Wilma Sikorski“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger an Land gebracht wurden. Mehrere von ihnen erlitten leichte Verletzungen. Das Schiff befindet sich in der Mecklenburger Bucht zwischen Kühlungsborn und Warnemünde in einem Abstand von etwa 2,5 Seemeilen (ca. 4,5 Kilometer) zur Küste. Derzeit sind das Seegebiet und auch der Luftraum in einem Radius von 3 Seemeilen um den Havaristen herum gesperrt. Aktualisierung, 11.10.2024 15:28 Uhr: Beim Tanker „Annika“ brennt weiterhin der Maschinenraum. Einsatzkräfte der Feuerwehr Rostock und Kiel waren an Bord, um die Lage zu bewerten. Aus einsatztaktischen Gründen hat die Gesamteinsatzleitung entschieden, die Brandbekämpfung an einem Liegeplatz von Land fortzusetzen. Als Liegeplatz wurde Rostock ausgewählt. Der Zustand des Schiffes wird weiterhin von Nautikern beobachtet und derzeit als stabil bewertet. Die Schleppverbindung wurde hergestellt, um den Havaristen nach Rostock zu bringen. Heute Vormittag war der Maschinenraum der „Annika“ in Brand geraten, als sich das Schiff in der Mecklenburger Bucht zwischen Kühlungsborn und Warnemünde befand. An Bord waren sieben Seeleute, die vom Seenotrettungsboot „Wilma Sikorski“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger gerettet und an Land gebracht wurden. Sie wurden vorsorglich in Krankenhäuser gebracht. Unter ihnen befinden sich mehrere Personen mit leichten Verletzungen. Aktualisierung, 11.10.2024 19:32 Uhr: Der Brand auf dem Tanker „Annika“ wurde von Einsatzkräften der Feuerwehren Rostock und Kiel weitestgehend unter Kontrolle gebracht und breitet sich nicht weiter aus. Für die weitere Brandbekämpfung wird der Tanker nun von einem privaten Bergungsunternehmen mit zwei Schleppern in den Schüttguthafen Rostock geschleppt. Vertreter des Bergungsunternehmens sind an Bord des Schiffes und schätzen die Lage als stabil ein. Der Notschlepper „Baltic“ und das Mehrzweckschiff „Arkona“ begleiten den Schleppverband. Während des Schleppvorganges stellen Kräfte der Feuerwehr Kiel an Bord die Brandwache sicher. Die evakuierten Besatzungsmitglieder des Tankers wurden aus dem Krankenhaus entlassen. Sie werden durch Fachkräfte der Deutschen Seemannsmission betreut und erhalten bei Bedarf eine psychosoziale Versorgung. Der genaue Zeitpunkt der Ankunft im Rostocker Hafen ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt. Aktualisierung, 12.10.2024 04:22 Uhr: Am frühen Morgen ist der Tanker „Annika“ in den Rostocker Überseehafen geschleppt worden. Gegen 1 Uhr bugsierten ihn vier Schlepper zu einem Liegeplatz. Die Feuerwehren Rostock und Lübeck haben das Innere des Schiffs untersucht. Es brennt kein Feuer mehr. Die Kräfte der Feuerwehr Kiel waren bereits zuvor aus dem Einsatz entlassen worden. Sie waren als Brandwache während des Schleppvorgangs an Bord. An der Pier unterstützt das Technische Hilfswerk (Ortsverband Rostock) die Arbeiten und leuchtet den Liegeplatz aus. Das Feuer hatte offenbar das gesamte Heck des Schiffs erfasst. Einer ersten Einschätzung der Feuerwehr zu folge, könnte das Feuer im Maschinenraum ausgebrochen sein. Während des Einsatzes war nicht klar, wo der Brand begonnen hatte. Neben dem Maschinenraum war auch ein Lager für Farben und Lacke als möglicher Brandherd in Betracht gezogen worden. Aufschluss darüber sowie über die Brandursache sollen die Ermittlungen der Polizei geben. Die Ladung des Schiffs war von dem Feuer nicht betroffen. Im Hafen wird eine Ölsperre um die „Annika“ gelegt, um etwaige Verunreinigungen des Wassers zu vermeiden. Um zu überprüfen, ob der Rumpf Schaden genommen hat, wird das Schiff zudem durch Taucher untersucht. Auf dem Tanker „Annika“ war am Freitagvormittag ein Feuer ausgebrochen. Die sieben Besatzungsmitglieder wurden durch die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gerettet und in ein Krankenhaus gebracht, aus dem sie inzwischen entlassen werden konnten. Nachdem das Feuer unter Kontrolle war, wurde der Havarist mit zwei Schleppern nach Rostock geschleppt. Der Notschlepper „Baltic“ und das Mehrzweckschiff „Arkona“ begleiteten den Schleppverband. Während des Schleppvorganges stellten Kräfte der Feuerwehr Kiel an Bord die Brandwache sicher. Der Verband benötigte für die 15 Seemeilen (28 Kilometer) lange Strecke etwa sechseinhalb Stunden. An dem Einsatz waren insgesamt etwa 120 Einsatzkräfte beteiligt. Das Havariekommando beendet die Gesamteinsatzleitung. Die Verantwortung geht an die Rostocker Hafenbehörde über. Quelle: Havariekommando Der 73 Meter lange deutsche Öl- und Chemikalientanker „Annika“ hat Feuer an Bord. Das Schiff befindet sich derzeit (Freitag, 11. Oktober 2024, 10.30 Uhr) nordöstlich von Kühlungsborn in der Ostsee. Die von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) betriebene Rettungsleitstelle See, das Maritime Rescue Co-ordination Centre (MRCC) Bremen, hat umfangreiche Maßnahmen eingeleitet. Das Seenotrettungsboot „Wilma Sikorski“, derzeit auf der DGzRS-Station Kühlungsborn stationiert, hat alle sieben Besatzungsmitglieder um kurz nach 10 Uhr abgeborgen. Am Havaristen sind der Seenotrettungskreuzer „Arkona“ der DGzRS-Station Warnemünde, der vom Bundesverkehrsministerium gecharterte Hochseebergungsschlepper „Baltic“ und das Mehrzweckschiff Arkona und haben mit den Brandbekämpfungsmaßnahmen begonnen. Auf dem Weg sind zahlreiche weitere Fahrzeuge und mehrere Hubschrauber. Um kurz nach 9 Uhr war die Alarmierung über Funk bei den Seenotrettern eingegangen. Vor Ort herrschen derzeit westliche Winde mit fünf Beaufort (bis zu 38 km/h) bei einer Wassertemperatur von 10 Grad. Schwarzer Rauch ist weithin bis an die Küste sichtbar. Das Havariekommando des Bundes hat die Gesamteinsatzleitung für alle weiteren Maßnahmen übernommen Quelle: Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) Video: Brand auf Tanker „Annika“ zwischen Kühlungsborn und Warnemünde (11. Oktober 2024):
11. Oktober 2024 | Weiterlesen
120 Jahre elektrische Straßenbahn in Rostock
Im Oktober 1881 fuhr die erste Pferdebahn durch Rostock, 1904 wurde die elektrische Straßenbahn eingeführt. Inzwischen befördern die Straßenbahnen der Hansestadt Rostock täglich über 150.000 Menschen an ihr Ziel. 120 Jahre elektrische Straßenbahn wurden heute von der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) gefeiert. Im Depot 12 in Marienehe, wo sich die Rostocker Nahverkehrsfreunde um die Geschichte des Nahverkehrs und den Erhalt historischer Fahrzeuge kümmern, gab es ein buntes Programm. Höhepunkt des Tages war der Straßenbahnkorso von sechs historischen und aktuellen Fahrzeugen durch die Innenstadt. Angeführt wurde der Korso vom 1926 in der Waggonfabrik Wismar gebauten Triebwagen 26. Es folgten der Triebwagen 46 vom Typ ET54 (Bauart LOWA, Baujahr 1955) aus der Waggonfabrik Gotha mit dem Beiwagen 156 und der Gelenktriebwagen 1 (Baujahr 1961) vom Typ G4 aus dem VEB Waggonbau Gotha/LEW Hennigsdorf. Dem Tatra-Triebwagen 704 (Typ T6A2 von CKD Praha-Smichov, Baujahr 1990) folgten die beiden aktuellen Generationen: Ein frisch sanierter Duewag-Niederflur-Gelenktriebwagen des Typs 6N1 (6NGTWDE) sowie der 6N2 von Vossloh Kiepe – aktuell der modernste Multigelenktriebwagen im Fuhrpark der RSAG. Video vom Straßenbahn-Korso durch Rostock (29. September 2024):
29. September 2024 | Weiterlesen
MS Nordstjernen – Erstanlauf in Warnemünde
Bei stürmischem Wetter hat das Ex-Hurtigruten-Schiff „Nordstjernen“ heute Morgen seinen Erstanlauf (Maiden Call) in Rostock absolviert. Das historische Postschiff mit dem charakteristischen „Nordstern“ am Bug ist ein besonderer Gast der diesjährigen Kreuzfahrtsaison in Warnemünde und wurde standesgemäß mit Typhon und Wasserfontänen des ehemaligen Feuerlöschboots FLB 40-3 begrüßt. MS Nordstjernen – Postschiff auf der Hurtigrute Die „Nordstjernen“ wurde Mitte der 1950er Jahre bei Blohm & Voss in Hamburg gebaut und nahm am 1. März 1956 den Hurtigruten-Dienst für die Bergener Dampfschifffahrtsgesellschaft auf. Anschließend fuhr das nach dem Nord- oder Polarstern benannte Schiff viele Jahrzehnte auf der klassischen Hurtigrute entlang der norwegischen Küste von Bergen nach Kirkenes, kam aber auch auf der Svalbard-Express-Route nach Spitzbergen zum Einsatz. Erst nach über 50 Jahren musterte Hurtigruten die „Nordstjernen“ aus und verkaufte sie 2012. Seitdem wird das Schiff von Vestland Marine bereedert. Von der norwegischen Denkmalschutzbehörde unter Schutz gestellt wurde das Schiff Anfang 2013 auf einer Werft in Danzig grundlegend überholt und ist jetzt für Kreuzfahrten und Expeditionsreisen des Veranstalters Vestland Classic im Einsatz, wurde aber auch mehrmals als Hotelschiff auf Werften genutzt. Ursprünglich war die rund 81 Meter lange „Nordstjernen“ für bis zu 450 Passagiere ausgelegt, von denen knapp 200 in den Kabinen der ersten und zweiten Klasse Platz fanden. Heute gibt es 71 Kabinen für bis zu 150 Gäste – zum großen Teil sind diese immer noch mit Ober- und Unterbetten ausgestattet, der Charme des alten Schiffes blieb erhalten. Vom Polarkreis zur Ostsee Startpunkt der aktuellen Reise war am 19. September im norwegischen Bodø, das sich neben Tartu (Estland) und Bad Ischl (Österreich) in diesem Jahr mit dem Titel „Europäische Kulturhauptstadt“ schmücken darf. Bodø liegt etwa 80 Kilometer nördlich des Polarkreises und erklärt das Motto der Kreuzfahrt: „Vom Polarkreis zur Ostsee“. Die zehntägige Reise führte das nostalgische Postschiff „Nordstjernen“ entlang der norwegischen Westküste, über das dänische Hundested bis nach Rostock, wo die Reise heute endet. Zwei weitere Anläufe der „Nordstjernen“ 2024 in Warnemünde geplant Von Warnemünde startet die „Nordstjernen“ heute Abend zwischen 20 und 22 Uhr zu einer fünftägigen Kreuzfahrt rund um die dänische Halbinsel Jütland. Durch den Nord-Ostsee-Kanal führt die Reise über Esbjerg, Skagen und Fredericia zurück nach Warnemünde, wo die alte Lady am Morgen des 3. Oktober 2024 erneut festmachen soll. Anschließend wird die Route noch einmal gefahren, sodass die „Nordstjernen“ am 8. Oktober ein weiteres Mal Warnemünde anlaufen wird. Möglichweise bekommen wir das frühere Postschiff künftig öfter zu sehen. Kreuzfahrten in die arktischen Gewässer um Spitzbergen sollen ab nächstem Jahr nicht mehr möglich sein, da es keine geschlossenen Rettungsboote gibt und die vorhandenen aus Denkmalschutzgründen nicht ausgetauscht werden sollen. Kreuzfahrtschiffe 2024 in Warnemünde – Anlaufkalender Video: Kreuzfahrtschiff „Nordstjernen“ – Erstanlauf in Rostock (28. September 2024):
28. September 2024 | Weiterlesen
Bundesweiter Warntag am 12. September 2024: Sirenen-Test in Rostock
Morgen, am 12. September 2024, wird es in Rostock wieder laut: Im Rahmen des vierten bundesweiten Warntags sollen um 11 Uhr in ganz Deutschland die Sirenen aufheulen und die Handys schrillen. Zusätzlich werden Warnungen über Rundfunk- und Fernsehsender, Online-Medien, digitale Anzeigetafeln und Warnapps wie „Nina“ oder „Katwarn“ verbreitet. Auch mittels Cell Broadcast werden Warnmeldungen direkt an Handys verschickt. Sirenen-Test startet am Donnerstag um 11 Uhr Die Teilnahme am Bundesweiten Warntag ist für Kommunen freiwillig. In Mecklenburg-Vorpommern, und damit auch in Rostock, wird die Warnung über das vorhandene Sirenennetz verbreitet. Der Sirenentest startet am Donnerstag um 11 Uhr. Die Warnung wird mithilfe eines einminütigen auf- und abschwellenden Heultons signalisiert. Um 11:45 Uhr erfolgt die Entwarnung: Der einminütige Dauerton bedeutet, dass die Übung beendet ist. Cell Broadcast – nationaler Warnservice Beim ersten bundesweiten Warntag vor vier Jahren führte eine Überlastung des Modularen Warnsystems (MoWaS), über das auch die WarnApps angesteuert werden, dazu, dass viele Nutzer dieser Anwendungen die Warnungen nicht oder nur stark verzögert erhalten haben. Nach der Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 wurden die gesetzlichen Voraussetzungen für die Einführung des Cell-Broadcast-Dienstes in Deutschland geschaffen. Es ermöglicht die Übermittlung von Warnungen selbst in stark ausgelasteten Mobilfunknetzen und ohne installierte Warnapp. Dafür muss das Handy eingeschaltet und empfangsbereit sein, im Flugmodus funktioniert es nicht. Signalisiert wird die Warnung auf dem Endgerät durch einen lauten Ton und eine Textnachricht. Auf neueren Geräten ist der Empfang von Cell-Broadcast-Meldungen voreingestellt. Unter Android sollte es ab Version 11, bei Apples iOS ab Version 16.1 bzw. 15.6.1 automatisch funktionieren. Wichtig: Eine Entwarnung ist über Cell Broadcast bislang noch nicht möglich. Bundesweiter Warntag jährlich am zweiten Donnerstag im September Der Bundesweite Warntag findet jährlich am zweiten Donnerstag im September um 11 Uhr statt. Er dient einerseits der Erprobung der Warnsysteme, andererseits der Sensibilisierung der Bevölkerung für eine mögliche Gefahrenlage. Weitere Informationen zum bundesweiten Warntag gibt es auf der Website des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Unter warntag-umfrage.de wird am Donnerstag eine Online-Umfrage freigeschaltet, über die Erfahrungen mit dem Warntag mitgeteilt werden können. Neben dem Bundesweiten Warntag wird das Sirenennetz der Hanse- und Universitätsstadt jährlich am ersten Samstag im April getestet. Der letzte kommunale Sirenentest fand in Rostock am 6. April 2024 statt. Sirenen-Signale und ihre Bedeutung Website des BBK
11. September 2024 | Weiterlesen
Neue Haltestelle „Bützower Straße“ in Lichtenhagen eingeweiht
Die Einwohner*innen von Lichtenhagen können sich über eine neue Haltestelle freuen: Ab 7. September 2024 halten die Busse der Linie 36 zwischen Mecklenburger Allee und Güstrower Straße zusätzlich an der neu gebauten Haltestelle „Bützower Straße“, die sich auf Höhe des Penny-Supermarktes befindet. Im Beisein von Verantwortlichen aus den beteiligten Ämtern der Hanse- und Universitätsstadt Rostock, RSAG sowie dem Verkehrsverbund Warnow (VVW) wurde die barrierefreie Haltestelle heute offiziell eingeweiht und übergeben. Kinder der benachbarten Kita „Biene Maja“ erschienen zur Einweihung in farbenfrohen Kostümen und freuten sich über ihre neue Haltestelle direkt vor der Tür. „Mit dieser neuen Haltestelle verdichten wir das bestehende Haltestellennetz in Lichtenhagen: Damit werden die Wege zum ÖPNV in diesem Bereich von Lichtenhagen noch kürzer. Wir bedanken uns bei der ausführenden Firma TEK Tief-, Erd- und Kulturbau GmbH Rostock und der Verwaltung für die gute Zusammenarbeit und Umsetzung der Baumaßnahme“, betonte RSAG-Vorstand Yvette Hartmann bei der Einweihung der Haltestelle in Lichtenhagen. Die Baumaßnahme wurde durch das Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Mobilität konzeptionell erarbeitet und in Trägerschaft durch das Tiefbauamt umgesetzt. Die TEK Tief-, Erd- und Kulturbau GmbH Rostock errichtete zwei barrierefreie Bushaltestellen als Haltestellenpaar sowie drei Kurzzeitstellplätze. Alle Arbeiten wurden planmäßig zum 23. August 2024 fertig gestellt. Das Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Mobilität hebt hervor, dass hiermit eine weitere Maßnahme aus dem im Dezember letzten Jahres beschlossenen Nahverkehrsplan mit Hilfe einer Bundesförderung umgesetzt werden konnte. Neue Haltestelle erstmals ab 7. September durch die Linie 36 bedient Die Bedienung des neuen Haltestellenpaares in der Bützower Straße erfolgt durch die Buslinie 36, die zwischen Warnemünde Strand/ Diedrichshagen und Mecklenburger Allee verkehrt und die neue Haltestelle nun zusätzlich anfährt. Die Busse der Linie 36 sind wie gewohnt täglich im 15-Minuten-Takt unterwegs, samstags zwischen circa 11 und 19 Uhr im 7,5-Minuten-Takt und sonntags von circa 11 bis 19 Uhr im 10-Minuten-Takt. Aufgrund von Baumaßnahmen an der Straßenbahnüberfahrt Mecklenburger Allee wird die neue Haltestelle Bützower Straße übergangsweise vom 8. bis 13. September 2024 als zusätzlicher Halt für die Linien 37, 38 und F1 (ganztägig) sowie von den SEV-Bussen (jeweils von 19 Uhr bis 5 Uhr) genutzt und dient als Umsteigepunkt zwischen SEV/Linie 38 und Linie 36/37. Förderung durch Modellprojekt MIRROR Die Planungs- und Baukosten für das Haltestellenpaar sowie die drei Kurzzeitstellplätze betragen insgesamt etwa 250.000 Euro. Ein Großteil der Gesamtkosten, rund 200.000 Euro, wurde im Rahmen des ÖPNV-Modellprojektes „Mirror“ mit Fördermitteln des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) sowie durch das Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. „Mirror“ hat das Ziel, die Attraktivität des ÖPNV zu verbessern und die soziale Teilhabe zu steigern. Mehr Informationen unter https://mirror-macht-mobil.de. Quelle: Rostocker Straßenbahn AG, Foto: Joachim Kloock
6. September 2024 | Weiterlesen
Gorilla Gorgo im Zoo Rostock eingeschläfert
In der Natur stehen Menschenaffen kurz vor der Ausrottung. Sie sind alle in den höchsten Gefährdungskategorien der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation (IUCN) aufgeführt. So auch der Westliche Flachlandgorilla. Nur noch etwa 300.000 Tiere leben im ursprünglichen Verbreitungsgebiet, im Westlichen Zentralafrika. Über Jahrzehnte haben Zoos für Menschenaffen sichere Reservepopulationen aufgebaut, zahlreiche Arten- und Naturschutzprojekte unterstützt sowie Bildungs- und Forschungsarbeit geleistet. Zoos tragen damit zum Fortbestand der Menschenaffen sowie vieler anderer bedrohter Tierarten bei. Der im Zoo Rostock lebende Westliche Flachlandgorilla Gorgo konnte mit 13 Nachkommen einen wichtigen Beitrag dazu leisten, eine stabile Reservepopulation in menschlicher Obhut aufzubauen. Altersbedingte Leiden sorgten nun dafür, dass sich der Gesundheitszustand des hochbetagten Gorillas verschlechterte. Gemeinsam mit zwei Vertreterinnen des Veterinäramts, dem behandelnden Tierarzt, der Zoodirektorin, der Tierschutzbeauftragten der Universität Rostock, der Tierpflege-Leitung, der Säugetierkuratorin sowie einer für Gorgo zuständigen Tierpflegerin wurde eine Ethikkommission einberufen. Nach eingehender Prüfung und Auswertung des Gesundheitszustands entschied die Kommission einstimmig, Gorgo von seinem Leiden zu erlösen. „Die Ethikkommission überwachte Gorgo sorgfältig und wertete die klinischen Befunde aus. Anhand dessen wurde ersichtlich, dass sich sein Zustand leider nicht mehr verbessern wird“, so die Direktorin und Geschäftsführerin des Rostocker Zoos, Antje Angeli. „Es ist eine Entscheidung zum Wohle des Gorillas getroffen worden. Gorgo war ein besonderes Tier, das nicht nur bei uns im Zoo, sondern auch bei unseren vielen Besucherinnen und Besuchern einen tiefen Eindruck hinterlassen hat.“ Im Sinne des Tieres wurde ein geeigneter Zeitpunkt gewählt und Gorgo heute in den frühen Morgenstunden erlöst. Anschließend wird das Tier an das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) gebracht, wo es von erfahrenen Pathologen intensiv untersucht wird. Danach könnte Gorgo als Präparat ggf. der Wissenschaft und der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Gorgo erreichte ein Alter von 43 Jahren. In der Natur haben Gorillas eine durchschnittliche Lebenserwartung von ca. 35 bis 40 Jahren. Der Westliche Flachlandgorilla Gorgo wurde am 28. Juni 1981 im Zoo Krefeld geboren, wo er bereits seine langjährige Partnerin Bebe kennenlernte. Beide wechselten nach 10 Jahren zunächst in den Zoo Arnhem und wieder 10 Jahre später gemeinsam in den Zoo Leipzig. Von hier aus kamen Gorgo und Bebe im Jahr 2012, kurz vor der Eröffnung des Darwineums, in den Zoo Rostock. Gorgos Partnerin Bebe, mit der er zwei seiner insgesamt 13 Nachkommen zeugte, wird im Zoo Rostock bleiben. Hier wird sie ihren Altersruhesitz behalten und ihre Anlage weiterhin mit einigen Brazzameerkatzen bewohnen. Eine Vergesellschaftung mit der anderen Gorillagruppe beziehungsweise einem neuen Tier ist Bebe aufgrund ihres Alters (44 Jahre) und ihres Handicaps – einer Erblindung aufgrund einer Makuladegeneration – nicht zumutbar. Quelle: Zoo Rostock, Foto: Joachim Kloock
5. September 2024 | Weiterlesen
Schleichweg um Rennbahnallee soll gesperrt werden
Die Anwohner hatten es bereits bei der Vorstellung der Pläne kritisiert: Mit der Vollsperrung der Rennbahnallee zwischen Satower Straße und Damerower Weg werden viele Verkehrsteilnehmer nicht die offiziell ausgeschilderte Umleitung nehmen, sondern sich durch das Wohngebiet „Am Richtfunkturm“ schlängeln, lautete ihre Befürchtung. Schleichweg um Rennbahnallee durch Wohngebiet „Am Richtfunkturm“ „Nun zeigt sich, dass es im angrenzenden Wohngebiet ‚Am Richtfunkturm‘ zu einem massiven Anstieg der Verkehrsbelastungen gekommen ist – trotz anderslautender Ausschilderung“, erklärt Heiko Tiburtius, Leiter des Rostocker Tiefbauamts. Seit Beginn der Vollsperrung am 19. August 2024 führt die offiziell ausgeschilderte Umleitung für beide Fahrtrichtungen über die Kopernikusstraße, Dethardingstraße und Parkstraße. Statt Umleitungsschildern zu folgen, dürften die meisten Autofahrer jedoch ihrem Navi vertrauen und das empfiehlt als schnellste Route meist die Alternative über den Tannen-, Haubentaucher- und Graureiherweg zur Satower Straße – mitten durchs Wohngebiet. Eine Verkehrserhebung in den letzten Tagen habe ergeben, dass sich die Verkehrszahlen verfünffacht haben, teilt die Stadtverwaltung mit. Konkret heißt das: Aus rund 1.000 Fahrzeugen täglich während der letzten Zählung im Jahr 2019 sind rund 5.000 geworden, wie eine V85-Messung (statistische Verkehrserhebung ohne Ahndung) zwischen dem 28. August und 2. September 2024 ergeben hat. 300 bis 400 Fahrzeuge waren es in Spitzenstunden – „völlig unangemessen für dieses Wohngebiet“, sagt Tiburtius. Die schnellere Abkürzung wird nicht nur von Pkw-Fahrern genommen, „auch die Zahl der durchfahrenden LKW ist massiv gestiegen“ – bis zu 100 wurden am Tag gezählt. Haubentaucherweg soll abgepollert werden Um den Schleichverkehr aus dem Wohnviertel zu verbannen, soll der Haubentaucherweg gesperrt werden. Die Abpollerung soll „schnellstmöglich“ erfolgen und wird voraussichtlich in der nächsten Woche zwischen der Einmündung Seelöwenring und der abknickenden Vorfahrtstraße errichtet. Der genaue Standort wird noch mit dem Brandschutzamt sowie den Entsorgungsunternehmen abgestimmt. Wichtig bei der Wahl des Standorts war einerseits, so Tiburtuis, dass die Fahrzeuge der Stadtentsorgung ohne Wendehammer auskommen müssen, andererseits Feuerwehr und Rettungsdienst das Seniorenzentrum Stadtweide weiterhin schnell erreichen können, erläutert der Tiefbauamtsleiter. Die Poller werden mittels Hülsen fest eingebaut, lassen sich vom Rettungsdienst jedoch bei Bedarf öffnen. Heiko Tiburtius will die Lösung heute Abend (5. September 2024 18:30 Uhr) auf der Sitzung des Ortsbeirats Gartenstadt/Stadtweide (Beratungsraum, Amt für Stadtgrün, Naturschutz und Friedhofswesen, Am Westfriedhof 2) vorstellen. Des einen Freud, des anderen Leid Was die Anwohner in den betroffenen Straßen freuen dürfte, bedeutet mehr Verkehr im Hansaviertel und längere Fahrtzeiten für die Verkehrsteilnehmer. Insbesondere an der Kreuzung Rennbahnallee/Kopernikusstraße (Neptunschwimmhalle) sowie in der Dethardingstraße muss mit Staus und längeren Wartezeiten gerechnet werden. Aber auch durch den Groß Schwaßer Weg, vorbei an der CJD Christophorusschule, dürften mehr Fahrzeuge fahren. Wer im Wohngebiet „Am Richtfunkturm“ lebt, kann künftig nur noch entweder in Richtung Tannenweg oder Satower Straße fahren. Auswirkungen auf Buslinie 30A noch ungewiss Von dem geplanten Poller ist auch die Buslinie 30A der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) betroffen. Diese verkehrt zwischen dem Neuen Friedhof und Friedrichshöhe im Gewerbebiet am Tannenweg. Per Abruflinientaxi (ALT) wird die Strecke bei Bedarf täglich zwischen 5 und 19 Uhr im Stundentakt bedient und führt sowohl durch den Graureiher- als auch den Haubentaucherweg, der jetzt gesperrt werden soll. „Wir prüfen derzeit in Abstimmung mit dem Fachbereich Mobilität der Hansestadt Rostock, welche Auswirkungen für die Buslinie 30A entstehen und inwieweit ein Betrieb weiter möglich ist“, erklärt RSAG-Sprecherin Beate Langner auf Nachfrage. Eine endgültige Entscheidung soll nächste Woche fallen. Aktualisierung: Wie die RSAG heute (11. September 2024) bekanntgegeben hat, wird das Abruf-Linien-Taxi 30A ab sofort bis zum Ende der Baumaßnahme Rennbahnallee eingestellt. „Die Nachfrage ist wirklich sehr gering: In diesem Jahr wurden im Durchschnitt zwei Fahrten pro Monat bestellt“, erläutert Beate Langner. „Deshalb wurde in Abstimmung mit der Stadt auch diese Entscheidung getroffen.“ Alternative: Rennbahnallee über Kritzmow umfahren Wer einen Umweg von rund sechs Kilometern in Kauf nehmen möchte, kann auf dem Westzubringer zur A20 bis zur Ausfahrt Kritzmow/Stäbelow und anschließend direkt auf die Satower Straße fahren. Aktuell wird in diesem Bereich der B103 zwar noch die Fahrbahndecke erneuert, die Sperrung der Rennbahnallee dauert jedoch deutlich länger. Vorteil dieser Alternative: Bis auf wenige kurze Ausnahmen soll in der Satower Straße auch im Baustellenbereich ein Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung stehen. Da es keinen Abbiegeverkehr aus bzw. zu der Rennbahnallee, sondern nur Bedarfsampeln für Fußgänger und Radfahrer, gibt, fließt der Verkehr hier gut. Rennbahnallee bleibt voraussichtlich bis November 2025 gesperrt Im Rahmen der Komplettsanierung Satower Straße werden in der Rennbahnallee zwischen Satower Straße und Damerower Weg sämtliche Medien zur Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung erneuert und an den gestiegenen Bedarf angepasst. Zusätzlich werden Straßenbauarbeiten vorgenommen und der Kreuzungsbereich Satower Straße/Rennbahnallee neugestaltet. Die Rennbahnallee bleibt in diesem Bereich voraussichtlich bis November 2025 voll gesperrt. Ab Mitte 2026 ist die nächste Vollsperrung geplant. Dann soll die Rennbahnalleebrücke abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.
5. September 2024 | Weiterlesen
Glanzlichter der Naturfotografie im Zoo Rostock
Die „Glanzlichter der Naturfotografie“ machen in diesem Jahr zum 15. Mal Station im Zoo Rostock. Im 125. Jubiläumsjahr des Rostocker Zoos werden die spektakulären Siegerfotos des 25. Internationalen Naturfoto-Wettbewerbes aus dem Jahr 2023 erstmals vollständig im Spiegelsaal des Darwineums gezeigt. Heute haben die Initiatorin des Fotowettbewerbes „Glanzlichter der Naturfotografie“, Mara K. Fuhrmann, und Zoodirektorin Antje Angeli die Ausstellung eröffnet. Die 87 prämierten Fotos können bis zum 10. November 2024 im Darwineum besichtigt werden. „Es ist uns eine besondere Ehre, die Ausstellung ‚Glanzlichter der Naturfotografie‘ in unserem 125. Jubiläumsjahr hier im Zoo Rostock präsentieren zu dürfen. Diese beeindruckenden Fotografien fangen die Schönheit und Vielfalt unserer Natur auf unvergleichliche Weise ein und inspirieren uns alle, unsere Umwelt mit noch größerem Respekt und Achtsamkeit zu betrachten“, betonte Zoodirektorin Antje Angeli. „Die 25. Ausgabe der Glanzlichter der Naturfotografie ist ein ganz besonderer Jahrgang. Ein Vierteljahrhundert haben wir die Entwicklung der Naturfotografie verfolgt und miterlebt, wie sich Technik und Gestaltung verändert haben. Die diesjährigen Gewinnerbilder sind nicht nur Zeugnisse dieser Evolution, sondern auch Ausdruck purer Emotionen und Sehnsüchte. Sie stehen als würdiger Abschluss unseres Jubiläums und machen uns neugierig auf die Zukunft der Naturfotografie“, sagte die Initiatorin des international erfolgreichen Naturfoto-Wettbewerbs, Mara K. Fuhrmann, heute anlässlich der Ausstellungseröffnung im Darwineum. Über 400 Ausstellungen mit Glanzlichterfotos in 25 Jahren Der Fotowettbewerb „Glanzlichter der Naturfotografie“ ist einer der renommiertesten und größten Naturfotografie-Wettbewerbe in Deutschland. Er wurde 1999 ins Leben gerufen und zieht jedes Jahr Fotografen aus der ganzen Welt an. Der Wettbewerb richtet sich an Profis und Amateure gleichermaßen und umfasst verschiedene Kategorien, die unterschiedliche Aspekte der Naturfotografie abdecken, wie Landschaften, Tiere in Aktion und Pflanzenwelten. Die prämierten Bilder zeichnen sich durch herausragende technische Qualität und künstlerische Ausdruckskraft aus. Ziel des Wettbewerbs ist es, die Schönheit und Vielfalt der Natur zu feiern und das Bewusstsein für den Naturschutz zu fördern. Die besten Bilder werden in einem hochwertigen Bildband veröffentlicht und auf Wanderausstellungen in verschiedenen Städten präsentiert. In der Ausstellung im Zoo Rostock sind die Siegerfotos 2023 aus der 25. Auflage des Wettbewerbs, die bis zum 5. Januar 2023 eingereicht worden sind, zu sehen. Daran beteiligten sich nach Angaben der Veranstalter rund 800 Fotografinnen und Fotografen aus 33 Ländern. Eine Fachjury wählte aus insgesamt knapp 20.000 eingereichten Bildern die besten 87 Aufnahmen aus. Zu sehen sind der Gesamtsieger, die Gewinner des Junior Awards und des Fritz Pölking Awards, die Sieger in den acht Hauptkategorien sowie die 76 Highlight-Gewinner. Den 25. Jubiläumswettbewerb hatte 2023 der Amerikaner Mark Chen mit einem Schwarz-Weiß-Foto von einem abgestorbenen Baum inmitten einer Hochwasser-Meerlandschaft am Black Rock Beach in Florida (USA) gewonnen. Auch mehrere deutsche Fotografen haben sich erfolgreich am Naturfotowettbewerb beteiligt. Insgesamt hat die Jury in 25 Jahren 341.616 Bilder gesichtet und die Gewinnerbilder wurden mehr als 400-mal in Ausstellungen gezeigt. Ob sich die unendliche Vielfalt der Natur tatsächlich mit dem Fotoapparat einfangen lässt, können ab sofort die Besucherinnen und Besucher des Zoos in Erfahrung bringen. Weitere Informationen unter www.glanzlichter.com Quelle: Zoo Rostock, Foto: Joachim Kloock
23. August 2024 | Weiterlesen
Stadtteilumfrage in Lütten Klein - Einwohner sind gefragt
Im Auftrag der Hanse- und Universitätsstadt Rostock startet durch die Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau mbH (RGS) ab Montag, 19. August 2024, für etwa vier Wochen eine Stadtteilumfrage in Lütten Klein. Hierbei sind alle Bürger*innen aus Lütten Klein und Umgebung aufgerufen, den Stadtteil aus Ihrer Sicht hinsichtlich verschiedener Aspekte einzuschätzen. Hintergrund ist, wertvolle Einblicke in die Bedürfnisse und Wünsche der Menschen zu gewinnen, die sich in Lütten Klein aufhalten. Mit den gewonnenen Informationen möchte die RGS ein besseres Verständnis dafür erlangen, wie der Stadtteil derzeit öffentlich wahrgenommen wird und welche Verbesserungen von den Bürger*innen gewünscht werden. Ziel ist, möglichst viele Bürger*innen zu erreichen. Die Ergebnisse sollen in ein Strategiepapier (ISEK) aufgenommen werden und Lütten Klein zu einer Aufnahme als Fördergebiet in die Städtebauförderung verhelfen. Als Fördergebiet kann Lütten Klein 10 bis 15 Jahre finanzielle Unterstützung des Bundes und des Landes Mecklenburg-Vorpommern erhalten und so vielfältig gewünschte Maßnahmen zur Verbesserung Ihres Stadtteils durchführen. An der Befragung kann über den QR-Code teilgenommen werden. Alternativ liegen die Fragebögen in vielen öffentlichen Einrichtungen in Lütten Klein aus. Zudem wird am Donnerstag, den 29. August 2024, im Warnow Park ein Promotionstand auf die Umfrage hinweisen. Wer an diesem Tag an der Stadtteilbefragung teilnimmt, erhält die Möglichkeit, über ein Gewinnspiel des E center Warnow Parks 3 x 100,00 EUR Gutscheine für den gesamten Warnow Park zu gewinnen. Die Stadtteilumfrage endet am 15. September 2024. Die Teilnahme an der Umfrage nimmt etwa 5 Minuten Zeit in Anspruch. Die Anonymität wird bei schriftlicher und digitaler Teilnahme gewahrt. Link zur Umfrage (extern) Quelle: Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau mbH (RGS)
16. August 2024 | Weiterlesen
Havarie in Dierkow: SEV und eingeschränkter Straßenbahnbetrieb
Aufgrund einer Havarie durch Leitungsbauarbeiten im Bereich Dierkower Damm/ Knochenmühle ist es zu einer Absackung der Fahrbahn und des Radweges gekommen. Aus diesem Grund können aktuell (ab Donnerstag, 15. August 2024, 08:00 Uhr) keine Straßenbahnen zwischen Dierkower Kreuz und Steintor fahren. Es erfolgt ein Ersatzverkehr mit Bussen. Die Straßenbahnlinien fahren bis auf Weiteres wie folgt: Pendelstraßenbahn zwischen Hafenallee – Lorenzstraße – Dierkower Allee Linie 1: Mecklenburger Allee – Doberaner Platz – Steintor – Hbf. – Südblick Linie 2: entfällt Linie 3: Neuer Friedhof – Steintor – Hbf. – Campus Südstadt Linie 4: Campus Südstadt – Hbf. – Steintor – Neuer Friedhof Linie 5: Mecklenburger Allee – Doberaner Platz – Steintor – Hbf. – Südblick (unverändert) Linie 6: Campus Südstadt – Hbf. – Steintor – Neuer Friedhof (unverändert) Ersatzverkehr Bus (SEV) Die Busse des SEV verkehren circa alle 15 Minuten und bedienen folgende Haltestellen: K.-Schumacher-Ring, Lorenzstraße, Dierkower Kreuz, Dierkower Damm, Gerberbruch, Steintor/ IHK, Paulstraße und Rosa-Luxemburg-Straße. Fahrgäste können an der Haltestelle Lorenzstraße zwischen dem SEV und der Straßenbahn umsteigen. Am Steintor besteht die Umsteigemöglichkeit zu den übrigen Straßenbahnlinien. Die Haltestellen Stadthafen und Petridamm entfallen ersatzlos. Über die Dauer der Einschränkungen kann zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Aussage gemacht werden. Aktuelle Informationen sind online unter www.rsag-online.de verfügbar. Aktualisierung, 15.08.2024: Die Vollsperrung der Straßenbahn zwischen Dierkower Kreuz und Steintor wird heute (Donnerstag, 15. August 2024) gegen 18 Uhr wieder aufgehoben: Die Straßenbahnlinien können den Havariebereich in beiden Richtungen wieder regulär mit Schrittgeschwindigkeit befahren. Alle Umleitungen und der Ersatzverkehr Bus werden vorübergehend aufgehoben. Es wird allerdings eine Weile dauern, bis sich alle Straßenbahnen wieder auf ihrem normalen Linienweg eingetaktet haben. Einschränkungen am 16. August Am Freitag, 16. August 2024, von circa 08:00 bis voraussichtlich 13:00 Uhr, sind weitere Gleisbauarbeiten an der Havariestelle erforderlich. In dieser Zeit fahren erneut keine Straßenbahnen zwischen Dierkower Kreuz und Steintor. Zwischen Steintor und K.-Schumacher-Ring erfolgt ein Ersatzverkehr mit Bussen. Die Straßenbahnlinien fahren am 16. August von circa 08:00 bis voraussichtlich 13:00 Uhr wir folgt: Pendelstraßenbahn zwischen Hafenallee – Lorenzstraße – Dierkower Allee Linie 1: Mecklenburger Allee – Doberaner Platz – Steintor – Hbf. – Südblick Linie 2: entfällt Linie 3/4: Platz der Jugend – Steintor – Hbf. – Campus Südstadt Linie 5: Mecklenburger Allee – Doberaner Platz – Steintor – Hbf. – Südblick (unverändert) Linie 6: Campus Südstadt – Hbf. – Steintor – Neuer Friedhof (unverändert) Ersatzverkehr Bus (SEV) am 16. August von circa 08:00 bis voraussichtlich 13:00 Uhr: Die Busse des SEV verkehren circa alle 15 Minuten und bedienen folgende Haltestellen: K.-Schumacher-Ring, Lorenzstraße, Dierkower Kreuz, Dierkower Damm, Petridamm, Stadthafen, Gerberbruch, Steintor/ IHK, Paulstraße und Rosa-Luxemburg-Straße. Fahrgäste können an der Haltestelle Lorenzstraße zwischen dem SEV und der Straßenbahn umsteigen. Am Steintor besteht die Umsteigemöglichkeit zu den übrigen Straßenbahnlinien. Aktualisierung, 16.08.2024: Zur Beseitigung der Havariefolgen im Bereich Dierkower Damm/Am Kreuzgraben erfolgen in den Abend- und Nachtstunden weitere Reparaturarbeiten im Gleisbereich der Straßenbahntrasse. Hier kommt es nur zu geringfügigen Einschränkungen im Straßenbahnverkehr, da der Baustellenbereich eingleisig passiert werden kann. Die Arbeiten finden in der Zeit von Sonntag, 18. August bis Freitag, 23. August 2024, jeweils in der Zeit von 21:30 Uhr bis 05:00 Uhr statt. In dieser Zeit wird der Bereich zwischen den Haltestellen Gerberbruch und Dierkower Damm nur eingleisig befahren. Dadurch wird die Haltestelle Stadthafen in Richtung Dierkow nicht barrierefrei bedient: Hier hält die Bahn auf dem gegenüberliegenden Gleis und Fahrgäste müssen zum Ein- und Aussteigen die fehlende Bahnsteigkante beachten. Die Haltestelle Petridamm in Richtung Dierkow entfällt zu diesen Zeiten. In der Gegenrichtung gibt es keine Einschränkungen. Teilweise kann es zu Abweichungen der Fahrplanzeiten kommen, einzelne Anschlüsse können nicht sichergestellt werden. Außerhalb der oben genannten Zeiten fahren die Straßenbahnen ganz normal auf diesem Abschnitt. Aktuelle Informationen sind online unter www.rsag-online.de verfügbar. Quelle: Rostocker Straßenbahn AG
15. August 2024 | Weiterlesen
Straßenbauarbeiten in der Gehlsheimer Straße
Im Auftrag des Tiefbauamtes wird in der Gehlsheimer Straße zwischen Zur Obstwiese und Hafenallee die Fahrbahn instandgesetzt. Dazu ist eine Vollsperrung des Straßenabschnitts leider unumgänglich. Die alternativlose Umleitung über Krummendorf und die Petersdorfer Straße ist ausgeschildert. Ausschließlich Rettungs- und Einsatzfahrzeuge werden an der Baustelle vorbei über den Geh- und Radweg geführt. Die Bauarbeiten beginnen am Mittwoch, 14. August 2024, mit der Einrichtung der Vollsperrung. Vom 15. bis zum 26. August 2024 werden in dem dann gesperrten Straßenabschnitt die Fräs- und Asphaltarbeiten durchgeführt. Vom 26. bis zum 28. August werden die Fahrbahn markiert und die Einbauten reguliert. Dabei wird es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen kommen. Durch die Bauarbeiten ergeben sich umfangreiche Umleitungen für die Buslinie 45 und das Abruf-Linien-Taxi der Linie 45A. Das Tiefbauamt bittet um Verständnis für die notwendigen Einschränkungen und bittet im Interesse eines effektiven Bauablaufes um Beachtung der ausgeschilderten Umleitungen und Verkehrssicherungsmaßnahmen. Aktualisierung, 23.08.2024: Die Straßenbauarbeiten in der Gehlsheimer Straße können eher abgeschlossen werden. Darüber informiert das Tiefbauamt. Bereits im Verlauf des heutigen Tages kann der Verkehr gegen Mittag zwischen der Hafenallee und Zur Obstwiese wieder freigegeben werden. Restarbeiten und Straßenmarkierungen erfolgen dann in der kommenden Woche. Dabei sind zeitweise Verkehrsbehinderungen möglich. Quelle: Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Pressestelle Von Mittwoch, 14. August 2024, bis voraussichtlich einschließlich Mittwoch, 28. August 2024, erfolgen Straßenbauarbeiten in der Gehlsheimer Straße. Daraus ergeben sich Einschränkungen für die Buslinie 45 und das Abruf-Linien-Taxi der Linie 45A. Umleitung Buslinie 45 Die Busse der Linie 45 werden zwischen den Haltestellen Dierkower Kreuz und Gehlsheim Klinik in beiden Richtungen über Krummendorf Nord umgeleitet. Die Linie 45 verkehrt dabei in drei Teilabschnitten: L45: Dierkower Kreuz <> Gehlsheim Klinik In diesem Abschnitt fahren die Busse der Linie 45 vom Dierkower Kreuz in Richtung Gehlsheim Klinik über Baumschulenweg, Weidendamm, Hafenbahnweg, Krummendorf, Warnowblick, Kirchenplatz und Gehlsheimer Straße. In Richtung Dierkower Kreuz entfällt die Haltestelle Baumschulenweg ersatzlos. L45: Dierkower Kreuz <> Weidendamm Auf dieser Strecke fahren die Busse der Linie 45 vom Dierkower Kreuz in Richtung Weidendamm über M.-Luther-King-Allee, A.-Schweitzer-Straße und Zum Schäferteich. L45: Lütten Klein Zentrum <> Seehafen Fähre In diesem Abschnitt fahren die Busse der Linie 45 von Montag bis Freitag von Lütten Klein Zentrum in Richtung Seehafen Fähre über Am Seehafen. Umsteigepunkt Krummendorf Nord An der Haltestelle Krummendorf Nord besteht Anschluss an die Linien 19 und 49 für Fahrten von bzw. nach Seehafen Fähre. Die Busse der Linien 19 und 49 fahren in gewohnter Linienführung. Alternativer Fußweg Aufgrund der langen Umleitungsstrecke der Linie 45 besteht die Möglichkeit, die Strecke zwischen Gehlsheim Klinik und Baumschulenweg (Bus) bzw. Hafenallee (Straßenbahn) als Fußweg zurückzulegen. Der Abschnitt beträgt circa 900 Meter. Umleitung Linie 45A (Abruf-Linien-Taxi) Die Linie 45A fährt von der U.-Kekkonen-Straße in Richtung Gehlsheim Klinik über Hafenbahnweg, Heidenholzmoor, Warnowblick, Kirchenplatz und Gehlsheimer Straße. Der Umsteigepunkt zwischen den beiden Linien 45A und F2 wird vom Baumschulenweg in die U.-Kekkonen-Straße verlegt. Auf diesem Abschnitt kommen die RSAG-Flex-Kleinbusse zum Einsatz. Die Fahrgäste werden gebeten, auf die Ausschilderung vor Ort zu achten. Die geänderten Abfahrtszeiten finden Fahrgäste in der Online-Fahrplanauskunft unter www.rsag-online.de. Quelle & Grafik: Rostocker Straßenbahn AG
12. August 2024 | Weiterlesen
Feuerwerke zur Hanse Sail 2024 in Warnemünde und im Stadthafen
Die Gäste der Hanse Sail erwarten jedes Jahr mit besonderer Freude die obligatorischen Feuerwerke – und werden auch 2024 nicht enttäuscht. Das erste eröffnet die Veranstaltung am Donnerstag über der Ostsee in Warnemünde, das zweite bildet als Pyro-Musical den Höhepunkt am Samstag im Stadthafen. 8. August, 22.30 Uhr: Christian Stiene wird den entscheidenden Knopf drücken. „Das ist immer ein besonderer Moment, den man genießen kann“, findet der erfahrene Feuerwerker. Er wird seine Show von einem Arbeitsschiff wenige hundert Meter von der Warnemünder Mole entfernt – direkt über der Ostsee – starten. In den Tagen und Stunden vorher läuft alles auf diesen Moment hin. Allein die Planung nimmt mehrere Tage in Anspruch. Und am Veranstaltungstag geht es schon morgens los. „Wir müssen etwa zwei Tonnen Material an Bord bringen“, erklärt der Rostocker. „Dazu gehören unter anderem Abschussgestelle und Rohre verschiedener Größen. Und auch die Pyrotechnik wiegt.“ Guter Blick von Mole und Strand Er kündigt faszinierende und überraschende Effekten bis in 250 Meter Höhe an. „Ich möchte die Verbindung zwischen dem Wasser, wo die Hanse Sail stattfindet, und der Luft, wo der Wind weht, nutzen und das Feuerwerk für die Gäste an Land bestmöglich in Szene setzen.“ Er hofft auf ruhige See und wenig Wind. „Feuerwerk kann man nicht testen, aber wir setzen das professionell um.“ Die besten Plätze, um das gut zehnminütige Spektakel zu erleben, sind auf der Mole und am Strand. Alle, die schon einmal die Hanse Sail besucht haben, erwarten natürlich auch den Höhepunkt des Samstagabends mit Vorfreude: Schiffe und Boote liegen dicht an dicht auf dem Wasser, Menschen drängen sich an den Kaikanten, die Fahrgeschäfte löschen ihre Lichter – und dann beginnt das Höhenfeuerwerk. Ein Pyro-Musical für den Samstagabend Doch in diesen zwölf Minuten werden nicht einfach Lichteffekte den Himmel über der Stadt erleuchten. Mirco Lorkowski von der Lübecker Firma Feuerwerkdepot Nord wird den Gästen in diesem Jahr ein Pyro-Musical bieten: „Wir haben uns drei eingängige Musiktitel herausgesucht, nehmen deren Stimmung auf und visualisieren sie am Himmel. Fröhliche Momente sind zum Beispiel bunt und dynamisch, tragende Elemente sind einfarbig gehalten. Da haben wir als Pyrotechniker eine große Palette, um ein atemberaubendes Gesamtkunstwerk zu schaffen.“ Für die Show wird mithilfe eines speziellen Computerprogramms ein digitaler Ablaufplan geschrieben – und das kann schon mal eine ganze Woche dauern. „Wir kommen ja nicht mit einem Beutel voller Raketen an“, lacht Lorkowski. „Wir überlegen uns, was genau wann und wo am Himmel passieren soll.“ 10 Personen für 3000 Feuerwerkskörper Etwa 3.000 sogenannte Bomben, also runde Feuerwerkskörper, werden an diesem Abend gezündet. Vorbereitung und Durchführung ist immer Teamarbeit, weiß der Profi. Nach Rostock wird Lorkowski mit mehr als zehn Mitarbeitern kommen. Sie werden am Gehlsdorfer Warnowufer alles vorbereiten. „Die Bedingungen dort sind wunderbar für uns.“ Den Gästen der Hanse Sail im Stadthafen empfiehlt er, sich in die Nähe von Beschallungsanlagen zu stellen. „Niemand würde sich ins Kino setzen und den Film ohne Ton anschauen. Und so ist es bei unserem Pyro-Musical auch: Es erklärt sich durch die Musik. Bei ruhigen Passagen etwa ist eine Bengal-Front zu sehen: Die kann ohne Ton vielleicht nett sein, aber mit Musik stellt sich ein Wow-Effekt ein. Es wird eine prachtvolle Show.“ Und der letzte Gänsehaut-Moment kommt, wenn danach alle Schiffe mit ihren Typhonen einen Gruß in die Nacht schicken. Quelle: Büro Hanse Sail/Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde, Foto: TZRW / Holger Martens Video: Feuerwerk zur Hanse Sail 2024 in Warnemünde, Blick von der Westmole (8. August 2024): Video: Feuerwerk zur Hanse Sail 2024 im Stadthafen Rostock (10. August 2024):
7. August 2024 | Weiterlesen
Stadtwerke Rostock: Preissenkung beim Strom
Nachdem die Stadtwerke Rostock den Strompreis zum Jahresanfang 2024 erhöht haben, wurde dieser bereits zum 15. Februar wieder deutlich gesenkt. Kommuniziert wurde dies bisher kaum. Auch Bestandskunden können sparen. Sie müssen jedoch selbst aktiv werden, um von der Preissenkung zu profitieren, automatisch funktioniert es nicht. Preiserhöhung beim Strom zum 1. Januar 2024 Zum Jahresanfang haben die Stadtwerke Rostock den Strompreis im Tarif „Ostsee-Strom Flex“ pro Kilowattstunde von 31,90 Cent auf 36,13 Cent (+13 Prozent) erhöht. Mit Schreiben vom November 2023 informierte der regionale Energieversorger seine Kunden über die bevorstehende Preiserhöhung. Begründet wurde dies mit der „langfristigen Beschaffungsstrategie“, die Kunden gegen „extreme Preissprünge am Energiemarkt“ absichern soll. Die zuletzt für das Jahr 2024 eingekauften Mengen würden sich nun preiserhöhend auswirken. Preissenkung beim Strom zum 15. Februar 2024 Nur eineinhalb Monate später haben die Stadtwerke Rostock ihren Arbeitspreis im Flex-Tarif wieder gesenkt: Zum 15. Februar verringerten sich die Kosten pro Kilowattstunde lt. Preisblatt auf 29,24 Cent (-19 Prozent) und fielen damit sogar deutlich unter den Wert von Ende 2023. „Wir beschaffen die Energie für unsere Kunden langfristig über mehrere Jahre im Voraus“, erklärt Alexander Christen, Pressesprecher der Stadtwerke. „Jedoch bestimmen die aktuellen Entwicklungen am Energiemarkt maßgeblich mit, welche Preise wir an unsere Neukunden weitergeben können.“ Die Preise sind zwar immer noch höher als vor der Energiekrise, am Beschaffungsmarkt ist jedoch „eine Senkung der Preise in den ersten Monaten dieses Jahres zu beobachten“, so Christen. Bestandskunden können ebenfalls von den günstigeren Preisen profitieren, automatisch erfolgt dies jedoch nicht. Wer bislang nicht selbst aktiv geworden ist, bezahlt weiterhin den höheren Preis. Im letzten Jahr war dies noch anders: Flex-Kunden profitierten direkt von der Preissenkung zum 1. Juli 2023. Wie Kunden den günstigeren Strompreis bekommen Wer „Ostsee-Strom Flex“ bezieht, sollte prüfen, welchen Preis er aktuell zahlt. Ohne in diesem Jahr aktiv geworden zu sein, liegt dieser wahrscheinlich noch bei 36,13 Cent/kWh. In dem Tarif beträgt die Kündigungsfrist einen Monat, einen Stichtag gibt es nicht. Es ist jedoch weder notwendig den Vertrag noch den Anbieter zu kündigen. Bestandskunden können ihren Tarif bei den Stadtwerken einfach „optimieren“ und zahlen – spätestens nach der einmonatigen Kündigungsfrist – den günstigeren Preis. Ein Vier-Personen-Haushalt kann bei einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh gut 275 Euro sparen. Ein Wechsel ist sowohl über das Kundenportal der Stadtwerke als auch über die Kunden-Hotline (0381 805-2000) möglich. Im Self-Service-Portal des Energieversorgers muss der Vertrag ausgewählt und anschließend der Link „Vertrag optimieren“ angeklickt werden. Lt. Aussage der Hotline gibt es dafür sogar einen Bonus. Beim Test standen 120 Euro in der Auftragsbestätigung. Damit gehört der Tarif der Stadtwerke aktuell zu den attraktivsten Angeboten. Wer einen Anbieterwechsel nicht scheut, kann auf den gängigen Vergleichsportalen möglicherweise noch günstigere Tarife finden. Dabei sollte neben den Kundenbewertungen darauf geachtet werden, ob und wie einmalige Boni eingerechnet werden. Wie immer gilt: Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr und können sich jederzeit ändern. Rechnet selbst durch, welcher Tarif am besten zu euch passt!
7. August 2024 | Weiterlesen
Torsten Fischer ist Rostocks neuer oberster Stadtplaner
Torsten Fischer ist der Neue im Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Mobilität – der neue Amtsleiter. Sein offizieller Dienstantritt: 1. August 2024. Damit ist er nun der oberste Stadtplaner Rostocks. Alle Flächennutzungs- und Bebauungspläne werden künftig über seine Tisch gehen. Und er steht vor der großen Frage: Wie soll Rostock künftig wachsen und sich entwickeln? „Ich wurde offen und herzlich empfangen. Das Team um mich herum ist großartig. Ich freue mich darauf, Rostock weiterzuentwickeln. Ich wünsche mir ein urbanes Rostock mit lebendigen, facettenreichen Quartieren. Ich wünsche mir, dass die Stadt zusammenwächst. Ich wünsche mir, dass wir mutig sind, dass wir bildhaft arbeiten, dass wir kluge Argumentationsketten aufbauen und so auf breite Akzeptanz stoßen, für das, was wir tun“, sagt Fischer bei seinem Antritt. Der Hauptausschuss der Rostocker Bürgerschaft hat im Mai der Personalie Fischer zugestimmt. Vorangegangen war ein ausführlicher Bewerbungsprozess, in dem Torsten Fischer unter insgesamt zehn Kandidat*innen am meisten überzeugte. Der bisherige Leiter vom Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Mobilität, Ralph Müller, hat sich Ende April dieses Jahres in den Ruhestand verabschiedet. Er leitete das Amt seit 2008. Zuvor war er als Stadtplaner in der Rostocker Stadtverwaltung aktiv. „Das Orchester der Stadtentwicklung hat mit Torsten Fischer einen neuen Dirigenten. Ich freue mich darauf, das Orchester spielen zu hören, auf das Miteinander, auf diesen Neustart. Natürlich sind viele Erwartungen an den neuen Amtsleiter geknüpft. Torsten Fischer bringt neue Perspektiven mit. Seine Projekterfahrungen werden uns als Stadt guttun“, verdeutlicht Dr. Ute Fischer-Gäde als zuständige Senatorin für Stadtplanung, Bau, Klimaschutz und Mobilität. Fischer arbeitete zuletzt in Wiesbaden, leitete dort die Abteilung für Stadtentwicklung und war zeitgleich stellvertretender Amtsleiter des Stadtplanungsamtes. Die Vorbereitung, Steuerung und Durchführung städtebaulicher Projekte gehören zu seinen Kernkompetenzen, ebenso wie die Erarbeitung von Stadtentwicklungskonzepten und strategischer Planungsgrundlagen. Torsten Fischer hat Architektur und Urban Management studiert und war unter anderem Projektleiter für das Stadtentwicklungsprojekt „Hauptbahnhof – Laim – Pasing“ in München. Darüber hinaus begleitete er zahlreiche Bebauungsplanverfahren. Quelle: Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Pressestelle, Foto: Josefine Rosse
5. August 2024 | Weiterlesen
Hanse Sail Rostock 2024 startet am Donnerstag
Ab Donnerstag stehen Rostock und Warnemünde vier Tage lang wieder ganz im Zeichen der maritimen Traditionsschifffahrt. Mehr als 100 Traditionsschiffe nehmen Kurs auf die Hansestadt, können besichtigt werden oder bieten Ausfahrten auf die Ostsee an. An Land gibt es eine bunte Mischung aus Volksfest und Kulturprogramm. Herz der Hanse Sail bleibt der Rostocker Stadthafen, der zum Bummeln und „Schiffe gucken“ einlädt. Die offizielle Eröffnung findet jedoch wie bereits in den Vorjahren im Kurhausgarten Warnemünde statt. Hier wird das maritime Volksfest am Donnerstag ab 16:00 Uhr mit dem traditionellen Glasen der Schiffsglocke offiziell eingeläutet. 120 Teilnehmerschiffe, aber kaum Großsegler Einschließlich Marine- und Behördenschiffen stehen aktuell 123 Teilnehmerschiffe in der Liste der Hanse Sail. Die „Gorch Fock“, das Segelschulschiff der Deutschen Marine, bleibt in diesem Jahr allerdings wohl der einzige Großsegler in Rostock. Der als Bark getakelte Dreimaster wird bereits Mittwochvormittag gegen 10 Uhr in Warnemünde einlaufen und anschließend am Passagierkai (P1-3) festmachen. Der brasilianische Großsegler „Cisne Branco“ kann nicht wie geplant an der Hanse Sail in Rostock teilnehmen. Das Schiff liegt seit gut zwei Monaten mit einem Motorschaden in Lissabon fest. Auch die „Dar Młodzieży” hat vom Tall Ship Race in der Ostsee technische Probleme gemeldet. Das Segelschulschiff der polnischen Marine liegt seit dem 1. August wieder in Stettin. Die russischen Segelschulschiffe „Mir“ und „Kruzenshtern“, die früher zu den Stammgästen der Hanse Sail gehörten, fehlen aufgrund des Ukraine-Kriegs ebenfalls in Warnemünde. Open Ship auf der Hanse Sail 2024 Die „Gorch Fock“ lädt am Freitag (14 bis 17 Uhr) und Sonntag (13 bis 17 Uhr) zur Schiffsbesichtigung, dem sogenannten „Open Ship“, ein. Die Fregatte „Hessen“, die im Marinearsenal „Warnow Werft“ festmacht, kann voraussichtlich am Freitag zwischen 10 und 16 Uhr besichtigt werden. Im Stadthafen gibt es am Kabutzenhof einen Einblick in die Arbeit der Berufsfeuerwehr. Neben einem Open Ship auf dem Feuerlöschboot sind Vorführungen der Taucher und Höhenretter geplant. Marinestützpunkt Warnemünde zur Hanse Sail 2024 Der Marinestützpunkt Warnemünde öffnet am Freitag und Samstag von 10 bis 18 Uhr sowie am Sonntag von 10 bis 16 Uhr seine Tore. Neben dem Open Ship auf allen verfügbaren Einheiten sind Mitfahrten auf den Barkassen sowie dem Segelkutter möglich. Das Marinefliegergeschwader 5 aus Nordholz wird mit den Hubschraubern „Sea King“ und „Sea Lynx“ eine Flugshow sowie eine simulierte Seenotrettung im Hafenbecken des Stützpunktes zeigen. Für den „Sea King“ in Sonderlackierung wird es die letzte große Veranstaltung auf seiner „Abschiedstour“ sein. Musikprogramm auf der Hanse Sail 2024 Top-Acts, wie Right Said Fred, Santiano, Wincent Weiss oder Johannes Oerding, die bei früheren Hanse Sails Tausende Fans vor die große NDR-Bühne lockten, fehlen in diesem Jahr. Stattdessen gibt es mit 20 Bühnen so viele wie noch nie. Insgesamt sind rund etwa 200 Acts geplant. „Wir wollen zu jeder Zeit und für alle Gäste der Hanse Sail ein Programm mit Livemusik- und Unterhaltung bereithalten. Egal, wann man das Festgelände betritt, man wird großartige Acts entdecken können“, erklärt Hanse Sail Büroleiterin Bettina Fust die kulturelle Ausrichtung der 33. Hanse Sail. Die Skylight Stage auf der Haedgehalbinsel im Stadthafen gehört am Freitagabend Ingo Pohlmann („Wenn jetzt Sommer wär“, „Mädchen und Rabauken“). Am Samstagabend tritt hier Florian Künstler („Kleiner Finger Schwur“, „Plötzlich Liebe“) auf. Im Kurhausgarten Warnemünde findet am Samstag erstmals das Open Air „1000 Meilen auf dem Meer“ statt. Das „Sound Waves Beach Open Air“ verwandelt die Wal Strandbar (Höhe Leuchtturm) am Freitag in eine elektronische Partyzone. Neben dem Stadthafen und Warnemünde gibt es auf dem Neuen Markt mit der Toggo-Tour ein Programm für die jüngsten Sail-Gäste, auf dem Uniplatz treten jeweils um 15 Uhr der Drum-Artist Oded Kafri, sowie die Shanty-Chöre Loxstedt, Breitling und De Klaashahns auf. Feuerwerk zur Hanse Sail 2024 Traditionell wird das Hanse-Sail-Feuerwerk am Sail-Samstag ab 22:30 Uhr den Himmel über dem Stadthafen erleuchten. Den besten Blick auf die Pyro-Show hat man vom Stadthafen oder – etwas erhöht – vom Kanonsberg aus. Aus Sicherheitsgründen wird die Straße „Am Kanonsberg“ während des Feuerwerks in diesem Jahr erstmals komplett für den Verkehr gesperrt. Das früher gleichzeitig auf der Ostmole in Warnemünde gezündete Feuerwerk gibt es aus Sicherheitsgründen schon lange nicht mehr. Als Alternative ist am Donnerstag ein Feuerwerk am Strand des Seebads geplant. Ab 22:30 Uhr soll der Himmel zwischen den Strandaufgängen 1 (Höhe Leuchtturm) und 5 (Höhe Heinrich-Heine-Straße) zum Leuchten gebracht werden. Hanse Sail 2024 – Anreise, Verkehr, ÖPNV & Parken Parkplätze sind zur Hanse Sail Mangelware, das Auto solltet ihr spätestens auf einem der P+R-Plätze am Stadtrand stehenlassen und in den Öffentlichen Personennahverkehr umsteigen. Wer über die A19, Tessiner Straße oder die Rövershäger Chaussee anreist, sollte beachten, dass der Verbindungsweg weiterhin voll gesperrt ist. Der Warnemünder Ortskern wird am Wochenende für den Individualverkehr gesperrt. Es sollten die Parkplätze am S-Bahnhof Lütten Klein oder in Lichtenhagen genutzt werden. Die S-Bahnen fahren am Samstag und Sonntag tagsüber im 7,5-Minuten-Takt und etwa 75 Prozent der Züge mit doppelter Länge. Programm der Hanse Sail
4. August 2024 | Weiterlesen
Archäologen untersuchen Baustelle für neues Volkstheater
Auf der Baustelle für das neue Rostocker Volkstheater hat die nächste Etappe begonnen: Seit Montag, 22. Juli 2024, wird das Baufeld am Bussebart archäologisch untersucht. Fachleute der Firma Archäologie in Mecklenburg-Vorpommern (AIM-V) führen eine Quartiersausgrabung durch und legen alte Strukturen frei. Sie gehen der Frage nach, wie das Areal in früheren Zeiten genutzt wurde. Erste Funde führen zurück in die Barockzeit. An die einstige Bebauung erinnert auf den ersten Blick nichts mehr. Ein Blick auf den Stadtplan von 1939 verrät, dass sich dort zwei Wohnquartiere mit recht langgestreckten Hinterhöfen befanden. Das größere wurde im Norden von der Kleinen Lastadie, im Osten von der Fischerstraße, im Süden vom Bussebart als Verlängerung der Langen Straße und im Westen von der Himmelfahrtstraße begrenzt. Ein zweites Wohnquartier lag weiter westlich zwischen Himmelfahrtstraße und der Stadtmauer. Hier lebten die Menschen vornehmlich in kleinen, bescheidenen Häusern. Noch etwas weiter westlich verlief die Stadtmauer. Das Wohngebiet war wie die gesamte Nördliche Altstadt im 2. Weltkrieg mehrfach Ziel von alliierten Bombenangriffen und wies zum Ende des Krieges starke Zerstörungen auf. Die Grabung hat im höhergelegenen Bereich der Baustelle, direkt an der Langen Straße begonnen. Hier befand sich einst die Augusten-Schule. Das Gebäude wurde nach 1989 von der HMT Rostock genutzt. Grabungsleiterin Janin Zorn und ihr Team haben zur Wochenmitte die ersten Grundstücksstrukturen freigelegt und ordnen sie in die Zeit des Barock (in Mecklenburg ca. 1620/25 bis 1760/70) ein. „Wir sind hier auf eine barocke Verfüllung gestoßen. Die Fundstücke weisen auf diese Epoche hin“, erläutert Janin Zorn. Dazu zählen tönerne Pfeifenstiele, Fayencen aus Stralsund und Stettin, Verzierungen von Ofenkacheln oder auch Grapenfüße (Grapen = bauchiges Kochgefäß mit drei Standfüßen). Die von der Langen Straße einsehbare Mauer diente wohl als Grundstücksgrenze zwischen der Augusten-Schule im Westen und der Kleinen Kinder-Warteschule im Osten. Neben der Innenseite der Mauer finden sich Spuren eines gekachelten Ganges und eines Feldsteinweges. Tiefer als zwei, drei Meter ab Geländeoberkante wird die Ausgrabung wahrscheinlich nicht reichen. „Wir graben nur soweit, wie die archäologischen Befunde in den Boden der Baugrube für den Theaterneubau ragen“, blickt Janin Zorn voraus. Der Eigenbetrieb Kommunale Objektbewirtschaftung und -entwicklung (KOE) der Hanse- und Universitätsstadt Rostock errichtet den Theaterneubau im Auftrag der Stadt. Die Fertigstellung ist bis Jahresende 2028 geplant. In Abhängigkeit von den archäologischen Grabungen wird Anfang 2025 mit der Baustelleneinrichtung begonnen. Im Anschluss beginnen die Baugrubenarbeiten. „Wir sind sehr froh, dass wir jetzt planmäßig den nächsten Schritt hin zum neuen Rostocker Volkstheater gehen können“, erklärt KOE-Betriebsleiterin Sigrid Hecht. „Damit nimmt der Neubau auch in der Öffentlichkeit einen immer größeren Platz ein.“ Quelle & Fotos: KOE Rostock
27. Juli 2024 | Weiterlesen
Typhon-Verbot für Kreuzfahrtschiffe in Warnemünde?
Planmäßig um 18 Uhr legte das Kreuzfahrtschiff „AIDAmar“ heute Abend in Warnemünde zu seiner Ostseekreuzfahrt mit Ziel Stockholm ab. Wie immer standen zahlreiche Schaulustige an den Kaikanten und winkten dem auslaufenden Kussmundschiff hinterher. Doch das Auslaufen heute war anders: Das Schiffshorn der „AIDAmar“ blieb stumm. Es dürfte vielleicht sogar das allererste Mal gewesen sein, dass ein Schiff der Rostocker Reederei ohne Typhon aus Warnemünde ausgelaufen ist. Auf Instagram berichteten die Fahrgastschiffreedereien „Warnow-Personenschifffahrt“ und „Käpp’n Brass“, dass sich der wachhabende Lotse kurz vor der Abfahrt per Funk bei der „AIDAmar“ gemeldet hat und das Betätigen des Schiffshorns „vom Rostocker Senat“ verboten worden sei. Diskussionen um Typhon-Verbot in Warnemünde Ein Typhon-Verbot in Warnemünde sorgt schon seit vielen Jahren immer mal wieder für Kontroversen. So gab es bereits 2016 Diskussionen darüber in Warnemünde. Auslöser war damals ein Schreiben des Hafenkapitäns an die Fahrgastschiffreedereien, ihre Schiffshupen während der Begleitfahrten zu den Kreuzfahrtausläufen nicht unnötig zu verwenden. Einerseits sollen sich Anwohner gestört fühlen, andererseits ist die ausufernde Verwendung des Schiffshorns zur Begrüßung und Verabschiedung von Kreuzfahrtschiffen auch bei der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) nicht gern gesehen, schließlich sind diese eigentlich nur als Gefahren-, Warn- und Manövriersignale gedacht. Auch bei uns hatte die WSV vor mehreren Jahren angefragt, ein Video verwenden zu dürfen, um Schiffsführer und Lotsen für das Thema „zu sensibilisieren“. Ob es jetzt tatsächlich ein generelles Typhon-Verbot für Kreuzfahrtschiffe beim Auslaufen aus Warnemünde gibt und wer dieses ausgesprochen hat, konnten wir bislang nicht klären. Sobald uns weitere Informationen vorliegen, reichen wir diese nach. Protest gegen Typhon-Verbot formiert sich Im Internet formiert sich bereits Protest gegen ein mögliches Typhon-Verbot in Warnemünde. Morgen ist die „AIDAdiva“ im Rostocker Kreuzfahrthafen zu Gast und es gibt verschiedene Aufrufe in den Sozialen Medien, sich zum Auslaufen um 18 Uhr an den Kaikanten zu versammeln und lautstark zu protestieren. Auf Change.org gibt es eine Petition, die sich für den Erhalt des maritimen Brauchs einsetzt. Früher war mehr tuuuut Früher war nicht nur mehr Lametta, sondern auch mehr „tuuuut“ in Warnemünde. In den vergangenen Jahres ist es bezüglich der Schiffshörner im Kreuzfahrthafen Rostock-Warnemünde bereits deutlich ruhiger geworden. Längst nicht mehr jedes Schiff verabschiedet sich beim Auslaufen mit seinem Typhon. Beim morgendlichen Einlaufen gehört die lautstarke Begrüßung im Seebad schon lange nicht mehr „zum guten Ton“. Früher war dies zumindest bei allen Erstanläufen neuer Kreuzfahrtschiffe üblich. Auf dem Turm der Verkehrszentrale gab es sogar ein eigenes Typhon, mit dem die Schiffe willkommen geheißen wurden. International ist es üblich, dass Kreuzfahrtschiffe beim Ablegen aus einem Hafen dreimal kurz hintereinander „Horn geben“. Teilweise kommt es in Häfen sogar zu sogenannten „Hornbattles“ zwischen verschiedenen Kreuzfahrtschiffen. Einige der großen Passagierschiffe können ganze Melodien auf ihren Typhons spielen. In Warnemünde war dies zuletzt am vergangenen Mittwoch beim Auslaufen der „Sky Princess“ der Fall. Sie verabschiedete sich mit der Love-Boat-Melodie aus der gleichnamigen Kreuzfahrt-TV-Serie. Möglicherweise brachte dies das Fass zum Überlaufen. Aktualisierung, 27.07.2024: Inzwischen hat Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger (Linke) im Internet dementiert, dass es von Seiten der Stadt ein derartiges Verbot gibt. Wie der Lotse zu seiner Aussage gekommen ist, bleibt unklar. Die „AIDAdiva“ ist heute Abend (27.07.2024) gewohnt lautstark mit ihrem Schiffshorn aus Warnemünde ausgelaufen. Aktualisierung, 29.07.2024: Nach Rücksprache mit Hafenkapitän Falk Zachau stellt auch Ulrich Kunze, Pressesprecher der Stadt, noch einmal klar: „Es gibt so eine Festlegung nicht. Es handelt sich hier mutmaßlich um Falschbehauptungen eines einzelnen Lotsen, der am Freitag auf der Brücke der AIDAmar zum Auslaufen war. Was den Lotsen dazu bewogen hat, das zu sagen, ist für uns aktuell nicht nachvollziehbar.“ Video: Noch am Mittwoch spielte die „Sky Princess“ die Love-Boat-Melodie in Warnemünde: Video: „AIDAdiva“ läuft lautstark mit ihrem Typhon aus Warnemünde aus (27.07.2024):
26. Juli 2024 | Weiterlesen
Verkehrsbehinderungen durch Großveranstaltungen
Zwei Großveranstaltungen mit jeweils rund 20.000 Besuchern finden am morgigen Samstag (27. Juli 2024) in Rostock statt. Die Polizei warnt vor erheblichen Verkehrsbehinderungen und bittet anreisende Besucher P+R-Parkplätze sowie den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu nutzen. Hansa Rostock gegen Lazio Rom – Jubiläumsspiel „70 Jahre Ostseestadion“ Hansa Rostock empfängt am Samstag, 27. Juli 2024, Lazio Rom zum Jubiläumsspiel „70 Jahre Ostseestadion“. Ostseestadion und Tageskassen öffnen um 13 Uhr, Anpfiff ist um 15 Uhr. Nach dem Spiel findet hinter der Südtribüne ein Fanfest statt. Insbesondere im Bereich der Gartenstadt sowie rund ums Ostseestadion muss mit Verkehrseinschränkungen gerechnet werden. Die Zentrale Notaufnahme der Universitätsmedizin Rostock in der Schillingallee 36 bleibt erreichbar. Die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) stellt nach Spielende gegen 16:45 Uhr zusätzliche Busse in die Richtungen Hauptbahnhof Nord, Markt Reutershagen und Westfriedhof bereit. Die Eintrittskarte zum Spiel gilt nicht als Fahrausweis, so die RSAG. Zehn Jahre Finch – Open Air Tour im Iga-Park Im Rahmen seiner Open Air Tour „Zehn Jahre Finch“ tritt am Abend der Battle-Rapper Finch aus Brandenburg im Iga-Park Rostock auf. Zu dem Konzert werden ebenfalls mehr als 20.000 Zuschauer erwartet. Die Veranstaltung startet um 20 Uhr, der Einlass beginnt um 17 Uhr. Die Polizei warnt zwischen 15:30 und 20 Uhr vor „erheblichen Verkehrseinschränkungen sowie Rückstauerscheinungen“ vor allem auf der Stadtautobahn (B103) in Richtung Warnemünde. In der Vergangenheit reichte der Rückstau teilweise bis zum Westzubringer zur A20 hinter dem Schutower Kreuz. Auf dem Kreuzungsbauwerk Lütten Klein sowie auf dem Schmarler und Groß Kleiner Damm muss ebenfalls mit starken Verkehrsbehinderungen gerechnet werden. Wer aus östlicher oder südlicher Richtung über die A19 und den Warnowtunnel anreist, sollte auch dort mehr Zeit einplanen. Anwohnern und Reisenden – vor allem mit Ziel Warnemünde – wird dringend empfohlen, den Bereich weiträumig zu umfahren. Groß Kleiner sollten ihren Stadtteil möglichst von Norden aus über Warnemünde und die Werftallee anfahren. Konzertbesuchern empfiehlt die Polizei, umliegende P+R-Parkplätze zu nutzen. In direkter Nähe des IGA-Parks stehen keine ausreichenden Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Anders als beim Fußballspiel ist die Nutzung des ÖPNV im Konzertticket inbegriffen, so die Polizei.
26. Juli 2024 | Weiterlesen
Neue Busverbindung durch Lütten Klein
Voraussichtlich ab November/Dezember 2024 wird im Rahmen des ÖPNV-Förderprojektes Mirror die Streckenführung der Buslinie 31 in Lütten Klein erweitert. Derzeit werden durch die Hanse- und Universitätsstadt Rostock neue barrierefreie Haltestellen errichtet. Buslinie 31 von Groß Klein nach Lütten Klein Die Buslinie 31 fährt aktuell vom S-Bahn-Haltepunkt Lichtenhagen (Ostseite, Groß Klein), über den S-Bahn-Haltepunkt Lütten Klein und den Verknüpfungspunkt Lütten Klein Zentrum zur Ostseeallee. Im Sommer 2022 wurde der Takt der Linie auf zehn Minuten verdichtet. Dabei werden die beiden Endhaltestellen in der Ostseeallee (Saßnitzer Straße im Norden und Kopenhagener Straße im Süden) abwechselnd angefahren. Buslinie 31 fährt künftig durch Helsinkier und Kopenhagener Straße Ab November/Dezember 2024 sollen die Busse der Linie 31 in Lütten Klein von der Warnowallee aus durch die Helsinkier und Kopenhagener Straße und weiter durch die Ostseeallee bis zur Sassnitzer Straße fahren. „Dadurch erhalten alle nicht von der Straßenbahn erschlossenen Bereiche von Lütten Klein eine adäquate ÖPNV-Anbindung sowie eine Direktverbindung zum S-Bahnhof Lütten Klein“, erklärt Beate Langner, Pressesprecherin der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG). Durch die Stadt werden aktuell neue Haltestellen gebaut. Seit heute ist die Helsinkier Straße für den Durchgangsverkehr komplett gesperrt. Die im Bau befindliche Haltestelle liegt kurz hinter der Kreuzung Warnowallee, in unmittelbarer Nähe des ÖPNV-Verknüpfungspunktes Lütten Klein Zentrum. Hier gibt es Umsteigemöglichkeiten in die Straßenbahnlinien, aber auch in die Expressbuslinie X41, die durch den Warnowtunnel in den Rostocker Nordosten fährt. In der Kopenhagener Straße wird die Haltestelle auf Höhe der Hausnummern 7 bis 10 gebaut, eine weitere Station („Stockholmer Straße“) soll vor dem Penny-Markt entstehen. Durch die beiden neuen Haltestellen wird auch das Erasmus-Gymnasium besser an den ÖPNV angebunden. Dieses wird von zahlreichen Schülern aus dem gesamten Nordwesten der Stadt besucht. Die Busse sollen künftig von der Kopenhagener Straße über die Ostseeallee bis zur bisherigen Endhaltestelle an der Sassnitzer Straße fahren. Änderungen sind auch in Lichtenhagen geplant: Dort entstehen in der Bützower Straße neue Haltestellen. Fuhr Bus bereits zu DDR-Zeiten durch die Helsinkier Straße? Bereits Anfang der 1970er Jahre fuhr ein Bus durch die Helsinkier Straße, erinnert sich ein ehemaliger Busfahrer. Die Linie 35 verkehrte vom damaligen S-Bahnhof-Schmarl (heute das Kinder- und Jugendzentrum „Schiene“) über die Rigaer und Leningrader Straße (heute St.-Petersburger Straße) in die Helsinkier Straße. Im Süden fuhr sie hinter dem Wohnblock mit den Hausnummern 55 bis 61 entlang, im Norden vor den Nummern 21 bis 29. Parallel zur Leningrader Straße gab es zwei Haltestellen in Höhe der Helsinkier Straße 84 und 87. Die Buslinie wurde eingestellt, nachdem 1974 die neue S-Bahnstrecke zwischen Evershagen und Warnemünde eröffnet wurde. Straßenbelag und Parkordnung in Helsinkier Straße Wir warten noch auf die Rückmeldung der Stadt, ob im Zuge der Bauarbeiten auch Verbesserungen an der in diesem Bereich der Helsinkier Straße recht desolaten Fahrbahndecke geplant sind und ergänzen die Information, sobald sie uns vorliegt. Offen ist auch noch, ob es Änderungen an der Parkregelung gibt. Aktuell wird auf der Ostseite – zusätzlich zu den Parkbuchten – auch am rechten Straßenrand geparkt, sodass es dort insbesondere bei Gegenverkehr für Busse eng wird. Aktualisierung, 27.11.2024: Wie Kerstin Kanaa, stellvertretende Pressesprecherin der Stadt, auf Nachfrage erklärt, werden in der Helsinkier und Kopenhagener Straße jeweils 20 Parkplätze wegfallen. Darüber wurde bereits im Ortsbeirat informiert, der an der vorbereitenden Planung beteiligt war. Im Rahmen der am 25. November 2024 erfolgten Testfahrt der RSAG „wurde teilweise Änderungsbedarf der bestehenden Parkregelungen festgestellt“, erläutert Kerstin Kanaa. „Dieser Änderungsbedarf wird nun durch die zuständige Verkehrsbehörde geprüft und ggf. angemessen angeordnet.“ Konkrete Aussagen zu den notwendigen Änderungen sind erst nach Abschluss der Prüfung möglich.
22. Juli 2024 | Weiterlesen
ÖPNV in Rostock wird ab August 2024 teurer
Zum 1. August 2024 steigen die Preise für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Großraum Rostock an. Das hat der Verkehrsverbund Warnow (VVW), zu dem auch die Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) gehört, heute bekanntgegeben. Die Tarifanpassung sei eine „Reaktion auf die weiterhin steigenden Kosten insbesondere im Energie- und Personalbereich der Verkehrsunternehmen des VVW“, begründet der Verkehrsverbund die Tarifanpassung. Mit rund 37,7 Mio. Euro stellen die Personalausgaben (incl. Altersversorgung) den mit Abstand größten Posten im Gesamtetat (61,5 Mio. Euro) der RSAG dar (Geschäftsjahr 2021). Ticketpreise werden um etwa acht Prozent angehoben Die Ticketpreise werden zum 1. August 2024 um etwa acht Prozent (vgl. Tabelle) angehoben. Am stärksten fällt die Erhöhung bei der Fahrradkarte (+10 Prozent), am niedrigsten bei der Fährfahrkarte (+5,26 Prozent) aus. Große Ausreißer nach oben oder unten gibt es bei der aktuellen Tarifanpassung nicht. Zuletzt wurden die Fahrpreise zum 1. April 2023 erhöht. Preis für Deutschland-Ticket bleibt unverändert 49 Euro pro Monat Der Preis für das Deutschlandticket (auch D-Ticket oder 49-Euro-Ticket) bleibt vorerst bei 49 Euro im Monat. Die Verkehrsminister der Länder hatten sich Anfang des Jahres darauf verständigt, den Preis – zumindest im Jahr 2024 – nicht zu erhöhen. Unverändert bleiben auch die D-Ticket-Preise für Arbeitnehmer und Studenten, Auszubildende sowie Senioren in MV. Für Schüler im Landkreis Rostock gibt es ab 1. September 2024 das bundesweit gültige Krass-Deutschland-Ticket für 29 Euro im Monats-Abo. Das Deutschlandticket wurde im Mai 2023 als monatlich kündbares Abonnement eingeführt und ist bundesweit im öffentlichen Regional- und Nahverkehrs gültig. Alte Tickets können bis 30. September 2024 genutzt werden Wer noch alte Einzel- oder Tagestickets besitzt kann diese während einer Übergangsfrist bis Ende September weiter benutzen. Anschließend müssen diese gegen eine entsprechende Zuzahlung in den Kundenzentren der RSAG umgetauscht werden. Neue ÖPNV-Preise in Rostock ab dem 1. August 2024 im Überblick: ab 01.08.2024 seit 01.04.2023 Kurzstrecke 2,30 EUR 2,10 EUR +9,52% Einzelfahrkarte 3,00 EUR 2,80 EUR +7,14% Einzelfahrkarte, ermäßigt 2,30 EUR 2,10 EUR +9,52% 4er-Karte 10,40 EUR 9,50 EUR +9,47% Fährfahrkarte 2,00 EUR 1,90 EUR +5,26% Fährfahrkarte, ermäßigt 1,30 EUR 1,20 EUR +8,33% Tageskarte 7,70 EUR 7,10 EUR +8,45% Tageskarte, ermäßigt 5,80 EUR 5,40 EUR +7,41% Familien-Tageskarte 17,40 EUR 16,10 EUR +8,07% Gruppen-Tageskarte (max. 5 Pers.) 21,60 EUR 20,00 EUR +8,00% HappyHourTicket 4,80 EUR 4,40 EUR +9,09% Fahrradkarte 2,20 EUR 2,00 EUR +10,00% Fahrradkarte-Fähre 1,30 EUR 1,20 EUR +8,33% Fahrrad-Tageskarte 4,70 EUR 4,40 EUR +6,82% Wochenkarte 30,00 EUR 28,00 EUR +7,14% Wochenkarte, ermäßigt 22,50 EUR 21,00 EUR +7,14% Monatskarte 85,00 EUR 79,00 EUR +7,59% Monatskarte, ermäßigt 65,00 EUR 60,00 EUR +8,33% Monatskarte, Abo 68,00 EUR 63,00 EUR +7,94% Monatskarte, Abo, ermäßigt 52,00 EUR 48,00 EUR +8,33% Fahrrad-Monatskarte 14,00 EUR 13,00 EUR +7,69%
22. Juli 2024 | Weiterlesen
DLRG Cup Warnemünde 2024: Harsewinkel verteidigt Titel
Auch am letzten Tag zeigten sich Ostsee und Strand von Warnemünde von ihrer besten Seite. Bei sehr viel Sonne und wenig Wind waren die Athletinnen und Athleten beim 26. Internationalen DLRG Cup noch einmal gefordert. Unter den knapp 30 Teams setzte sich schließlich erneut die Auswahl aus Harsewinkel (Westfalen) mit hauchdünnem Vorsprung (321 Punkte) gegen Halle-Saalekreis (314) durch. Platz drei geht nach Lüneburg (227). Beste Mehrkämpferin ist Lea Kötter (Lüneburg), bester Mehrkämpfer erneut Clemens Wulkopf (Harsewinkel). „Erwartungsgemäß waren hier Harsewinkel und Halle-Saalekreis sehr stark, aber auch die Dänen aus Vejle haben überrascht. Die haben natürlich die See vor der Tür und somit beste Trainingsbedingungen. Doch man merkt, dass Harsewinkel auch ohne Meer in der Nähe dank zahlreicher Trainingslager und jahrelanger Aufbauarbeit hier wieder mal dominierte. Das war ein toller Wettkampf mit drei Tagen top Bedingungen hier“, resümiert DLRG Teammanager Holger Friedrich. Morgens um 8 Uhr gingen die Sportlerinnen und Sportler bereits zum Surf Ski Race (Rettungskajak) an den Start. Die Männer sorgten direkt für die erste Überraschung des Tages: Gleich drei Athleten aus Harsewinkel sicherten sich ihre Plätzchen auf dem Podium. Vizeweltmeister Nordin Sparmann hatte die meiste Kraft und Ausdauer und paddelte souverän vor seinen Teamkollegen Clemens Wulkopf sowie seinem Bruder Noel Sparmann ins Ziel. Bei den Frauen hatte wie schon im Vorjahr Lea Kötter (Lüneburg) die stärksten Arme und sich mit gut 150 Meter Vorsprung abgesetzt. Während Carla Strübing (Region Uetersen) sich Silber sicherte, mussten die Kampfrichter bei Platz drei ganz genau hinsehen. Alena Heinrichsmeier (Langenberg) und Andrea Eling (Halle-Saalekreis) gingen nahezu zeitgleich ins Ziel, die Entscheidung fiel dann aber doch für Heinrichsmeier. Realitätsnahe Disziplinen Die nächste Disziplin machte am ehesten deutlich, wie nah die Disziplinen am Alltag eines Rettungsschwimmers sind: Rescue Tube Rescue. In dieser Staffel aus vier Athleten gibt es einen Flossenschwimmer, zwei Helfer und ein „Opfer“. Die Rettung erfolgt mit dem Gurtretter (Rescue Tube). Im hüfttiefen Wasser übernehmen die Helfer das Opfer und bringen es an den Strand. Hier kam es in beiden Finals zu spannenden Wettläufen. Bei den Männern rettete die Truppe aus Lüneburg am schnellsten. Die Auswahl aus Gelsenkirchen-Buer kam als zweite, Magdeburg als dritte ins Ziel. Bei den Frauen legten die Sportlerinnen von Region Uetersen zunächst mächtig vor, gaben auf dem Rückweg aber wichtige Meter an Halle-Saalekreis ab, die letztlich Gold holten. Harsewinkel, die sich kurzfristig von der besten Mehrkämpferin des Vorjahres, Alica Gebhardt, verstärken ließen, holten unterwegs ebenfalls gut auf und erreichten als zweite das Ziel. Dritte wurden die Frauen von Region Uetersen. Nach der Mittagspause traten die Teilnehmer zum Oceanwoman beziehungsweise Oceanman Relay an. Das ist die Staffelvariante des spektakulären Rettungstriathlons, bei dem die Athleten nach dem Losverfahren schwimmen, auf Rettungsbrett sowie Rettungskajak unterwegs sind. Die Mannschaft aus Gelsenkirchen-Buer sprintete, schwamm und paddelte souverän vor Harsewinkel ins Ziel. Der dritte Platz ging wie im letzten Jahr nach Schweden (Huvudtränare NSC). Auf Seiten der Frauen absolvierte das Team Halle-Saalekreis den kräftezehrenden Triathlon als erste. Bei Silber und Bronze wurde es kurz vorm Ziel noch einmal eng. Harsewinkel schaffte es dann aber mit einer knappen Körperlänge vor Lüneburg. Zur tagesabschließenden Mixed Ocean Lifesaver Relay (Rettungstriathlon gemischt) peitschte aufkommender Wind die Ostsee doch noch einmal auf, so dass die Rettungssportlerinnen und -sportler noch einmal alle Kräfte mobilisieren mussten. Harsewinkel brachte die meisten Energiereserven auf und errang souverän die Goldmedaille, gefolgt von Gelsenkirchen-Buer und Halle-Saalekreis. Diese Disziplin hat auch das Olympische Komitee im Blick, sollte der Rettungssport 2032 in Australien olympisch werden. Quelle: Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V., Foto: Daniel-André Reinelt/DLRG e.V
20. Juli 2024 | Weiterlesen
Verbindungsweg, Höhe Carbäk, ab Montag voll gesperrt
Aufgrund der am Montag (22. Juli 2024) um 7 Uhr beginnenden fünfwöchigen Instandsetzung der Straßenbrücke Bw 104 im Zuge des Verbindungsweges über die Carbäk muss das Brückenbauwerk über die gesamte Bauzeit für den Straßenverkehr voll gesperrt werden, teilt das Tiefbauamt mit. Wegen altersbedingter Schäden erneuert die beauftragte Baufirma Jürgen Martens GmbH Schwerin die Randbalken aus Stahlbeton und versieht die Geländer mit neuem Korrosionsschutz. Dafür müssen Baugruben ausgehoben und eine Gasleitung im Straßenrand zeitweise außer Betrieb genommen und rückgebaut werden. Die Versorgungssicherheit ist dennoch gewährleistet. Der Straßenverkehr kann aufgrund der Baugruben und Kraneinsätze nicht aufrechterhalten werden. Eine Umleitung erfolgt über die Rövershäger Chaussee, Am Strande, Warnowstraße und den Mühlendamm bzw. in entgegengesetzter Richtung. Der Fußgänger- und Radfahrerverkehr kann die Baustelle in beide Richtungen in einem der Baustelle angepasstem Verlauf auf beengter Breite passieren. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis zum 23. August 2024 fertig gestellt. Das Tiefbauamt bittet alle Verkehrsteilnehmer*innen um Verständnis und Beachtung der geänderten Verkehrsführung. Quelle: Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Pressestelle
19. Juli 2024 | Weiterlesen
Neue Rostocker Bürgerschaft hat sich konstituiert
Die 8. Bürgerschaft der Hanse- und Universitätsstadt Rostock hat heute während ihrer konstituierenden Sitzung Dr. Prophet (CDU-Fraktion) zum Präsidenten der Bürgerschaft gewählt. Bis zur Wahl leitete Brigitte Dade (Fraktion Bündnis Sahra Wagenknecht-Vernunft und Gerechtigkeit) als Alterspräsidentin die Sitzung. In die Funktion der 1. Stellvertreterin wurde Jutta Reinders (Fraktion Die Linke) gewählt, 2. Stellvertreterin des Präsidenten ist Anke Knitter (Fraktion der SPD). Dem Präsidium gehören außerdem Dr. Anja Eggert (Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.Volt), Lajos Orban (Fraktion BSW) und Rainer Bauer (Fraktion FDP/Unabhängige) an. „Die Rostocker Bürgerschaft ist Herz und Niere – das muss ich als Nierenarzt sagen – unserer demokratischen kommunalen Selbstverwaltung. Hier nehmen die gewählten Mitglieder ihre unabhängige und ehrenamtliche Aufgabe wahr, das Beste für die Stadt und ihre Bürger zu erreichen. Diesen Prozess des Aushandelns der richtigen Entscheidungen unvoreingenommen zu moderieren, sehe ich als meine vordringliche Aufgabe als Bürgerschaftspräsident an“, so der Präsident der Bürgerschaft Dr. Heinrich Prophet nach seiner Wahl. Der Präsident der Bürgerschaft vertritt die Bürgerschaft nach außen. Er setzt im Benehmen mit der Oberbürgermeisterin die Tagesordnungen fest, beruft die Sitzungen der Bürgerschaft ein, eröffnet, leitet und schließt die Sitzungen. Die 1. und die 2. Stellvertreterinnen unterstützen den Präsidenten bei der Leitung der Sitzung und vertreten ihn im Verhinderungsfall. Das Präsidium regelt die Sitzordnung für die Bürgerschaftssitzungen nach Anhörung der Fraktionsvorsitzenden. Die Verteilung der Sitzplätze innerhalb der Fraktionen wird durch diese selbst geregelt. Auch die 8. Bürgerschaft besteht aus 53 Mitgliedern. Der Frauenanteil hat sich auf 23 Mitglieder (entspricht 43 Prozent) erhöht (bisher 19 Mitglieder, entspricht 36 Prozent). Anna Ehlert hat ihr Mandat niedergelegt, die nächste Ersatzperson des Wahlvorschlages der Partei Alternative für Deutschland (AfD) für den Wahlbereich 2 ist Sven Sydow. Folgende sieben Fraktionen (bisher fünf Fraktionen) wurden gebildet: AfD-Bürgerschaftsfraktion Rostock (neun Mitglieder) Vorsitz: Tilmann Reiner Anselm Lamberg CDU-Fraktion (neun Mitglieder) Vorsitz: Chris Günther Fraktion Die Linke (acht Mitglieder) Vorsitz: Christian Albrecht Fraktion der SPD (acht Mitglieder) Vorsitz: Thoralf Sens Fraktion Bündnis 90/Dei Grünen.Volt (sieben Mitglieder) Vorsitz: Andrea Krönert, Dr. Felix Winter Fraktion Bündnis Sahra Wagenknecht-Vernunft und Gerechtigkeit/BSW (fünf Mitglieder) Vorsitz: Toralf Herzer Fraktion FDP/Unabhängige (vier Mitglieder) Vorsitz: Julia Kristin Pittasch Mit Inkrafttreten der aktuellen Änderungen zur Kommunalverfassung werden die Sitze in Ausschüssen, Aufsichtsräten und weiteren Gremien künftig zugeteilt. Damit entfallen die bisher praktizierten Wahlen. Eine Ausnahme bildet die Wahl der beschließenden Mitglieder und Stellvertreter*innen des Jugendhilfeausschusses, da hier die bundeseinheitlichen Regelungen des Sozialgesetzbuches (Achtes Buch) maßgeblich sind. Während der konstituierenden Sitzung der Bürgerschaft hat Bürgerschaftspräsident Dr. Heinrich Prophet die Zuteilung bekanntgegeben. Die Fraktionen und ggf. gebildete Zählgemeinschaften wurden gebeten, die Namen der Mitglieder für diese Gremien dem Präsidenten bis zum 31. Juli 2024 mitzuteilen. Die neue Zusammensetzung der Ortsbeiräte soll im Herbst 2024 erfolgen. Die Bürgerschaft als Gemeindevertretung der Hanse- und Universitätsstadt Rostock ist für alle wichtigen Angelegenheiten der Gemeinde zuständig und überwacht die Durchführung ihrer Entscheidungen, soweit nicht durch Gesetz, Hauptsatzung oder Beschluss eine Übertragung auf den Hauptausschuss oder die Oberbürgermeisterin stattgefunden hat. Dies regelt die Kommunalverfassung Mecklenburg-Vorpommern. Wichtig sind, neben den der Gemeindevertretung gesetzlich zugewiesenen Aufgaben, Angelegenheiten, die aufgrund ihrer politischen Bedeutung, ihrer wirtschaftlichen Auswirkungen oder als Grundlage für Einzelentscheidungen von grundsätzlicher Bedeutung für die Gemeinde sind. Zur Regelung der inneren Angelegenheiten hat sich die Bürgerschaft eine Geschäftsordnung gegeben. Quelle: Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Presse- und Informationsstelle
17. Juli 2024 | Weiterlesen
PortBins sammeln Plastikmüll im Stadthafen Rostock
In einer gemeinsamen Initiative der Universität Rostock und des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW), unterstützt durch das Hafen- und Seemannsamt der Hanse- und Universitätsstadt Rostock, wurden im Stadthafen Rostock Müllbehälter zur Sammlung von Plastikmüll aus der Warnow in Betrieb genommen. Mit dieser Maßnahme soll der Plastikmüll aufgefangen werden, bevor er in die Ostsee gelangt und zu Meeresmüll wird. Im Rahmen des Projektes wird ein Jahr lang der in Müllbehältern, so genannten PortBins, gesammelte Abfall analysiert. Wissenschaftler der Universität Rostock und des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) untersuchen die Mengen und Arten des Mülls sowie die Herkunft der Abfälle. Diese Analysen sollen dazu beitragen, Strategien zur Müllvermeidung zu entwickeln. „Mit den PortBins können wir nicht nur den aktuellen Müll aus der Warnow entfernen, sondern auch wertvolle Daten sammeln, die uns helfen, langfristige Lösungen zu finden“, sagt Mona-Maria Narra, Projektleiterin an der Universität Rostock. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Einfluss von Ereignissen wie Feierlichkeiten der Hanse- und Universitätsstadt oder Starkregen auf das Müllaufkommen in der Warnow. Durch die gezielte Analyse dieser Ereignisse sollen weitere Maßnahmen erarbeitet werden, um den Eintrag von Kunststoffen in die Flüsse und letztlich in die Meere zu minimieren. Der Einsatz der PortBins im Stadthafen Rostock markiert einen wichtigen Schritt hin zu einem saubereren Hafenbereich und einer nachhaltigeren Zukunft für die Ostsee. Der für das Hafen- und Seemannsamt zuständige Senator Dr. Chris von Wrycz Rekowski betont die Bedeutung des Projekts für die Stadt: „Dieses Vorhaben ergänzt sehr gut unsere bereits bestehenden Initiativen „MeinHafenDeinHafen“ und „WASSER.WARNOW.WIR“. Wir wollen den Stadthafen für alle Besucher zu einem attraktiven öffentlichen Raum entwickeln. Umweltschutz und Sauberkeit gehören dazu, vorrangig natürlich durch Müllvermeidung, aber zusätzlich eben auch durch Müllbeseitigung. Der testweise Einsatz der PortBins bietet hierfür eine vielversprechende Lösung, die wir durch unser Mitwirken im Projekt gern unterstützen.“ Eine öffentliche Leerung der PortBins inklusive Fragestunde findet am Donnerstag, 25. Juli 2024, um 10 Uhr am Haedge-Becken im Rostocker Stadthafen statt. Die Untersuchung ist Teil des Interreg South Baltic-Projektes „Circular Ocean-bound Plastic“, in dem ähnliche Maßnahmen gleichzeitig in Partnerstädten in Polen, Dänemark und Schweden durchgeführt werden. Ziel ist es, die Umweltbedingungen in den Hafenstädten rund um die südliche Ostsee zu verbessern und die Ostsee durch gemeinsame Anstrengungen sauber zu halten. Durch den Einsatz moderner Technologien und die Zusammenarbeit internationaler Partner soll die Verschmutzung der Ostsee reduziert und das Bewusstsein für die Bedeutung sauberen Wassers gestärkt werden. Mehr unter https://circularoceanplastic.eu Quelle: Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Pressestelle, Foto: Mirco Haseler/IOW
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