Einen aufsehenerregenden Fund machten gestern Bauarbeiter am Mühlendamm. Im Erdreich der Böschung der Schleusenbrücke an der stark befahrenen Straße entdeckten sie den Turm und die Kanone eines Panzers russischer Herkunft.
Möglicherweise handelt es sich um den Panzer vom Typ T-34, der am 1. Mai 1945 beim Einmarsch der Roten Armee in Rostock zur Aufklärung vorgeschickt wurde. Ein deutscher Polizist sprengte die Brücke, als sich das Fahrzeug darauf befand.
66 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde heute Mittag in einer gut einstündigen Bergungsaktion das etwa 15 Tonnen schwere Panzeroberteil gehoben und mit einem Tieflader abtransportiert.

Die Fundstücke kommen nun in einen Zerlegebetrieb, wo die Munition vernichtet wird. Das Panzerwrack wird auf weitere Kampfmittel untersucht. Was danach damit geschieht, ob es in einem Museum ausgestellt, verschrottet oder eingelagert wird, ist noch unklar.

Wo sich der Rest des Panzers befindet, konnte noch nicht festgestellt werden. Weitere Funde seien aber nicht auszuschließen, heißt es am Bergungsort. Die Bauarbeiten wurden unterdessen fortgesetzt. Derzeit wird hier eine Behelfsquerung über die Warnow errichtet, um anschließend die Schleusenbrücke zu sanieren.