Ist das Kunst oder kann das weg? Der Spruch passt auch zum Polarium, denn hier integriert der Zoo Rostock Teile der historischen Bärenburg. Leider haben die Jahre den traditionsreichen Wänden stark zugesetzt und mussten für die neue Attraktion herausgeputzt werden. Doch eine einfache Säuberung kam nicht in Frage!
Das Rostocker Künstlerduo Dosensport hat in den vergangenen zwei Wochen mit Hilfe eines Hochdruckreinigers aus der Jahrzehnte alten Schmutzschicht ein Motiv herausgearbeitet. Schonende, chemiefreie Reinigung, ohne in denkmalpflegerischer Hinsicht Abstriche machen zu müssen, hat sich das Kärcher Center FSN auf die Fahne geschrieben. Im Rahmen eines sogenannten Kultursponsorings können historische Monumente und Gebäude gepflegt und gereinigt werden – und nun auch das erste in der Hansestadt Rostock.
Tom Scheffler und Michael Brüning,Geschäftsführer der FSN Fördertechnik GmbH, und Claudia Zumack, Leiterin des Kärcher Center FSN in Rostock, weihten heute gemeinsam mit Zoo-Kuratorin Antje Zimmermann sowie den Dosensport-Künstlern Jörg Schünemann und Robert Hochstaedter das vergängliche Kunstwerk im Zoo ein.
„Da wir in diesem Jahr unser 150. Jubiläum feiern, war der Rostocker Zoo für uns ein spannender Projektpartner, da er selbst bereits eine fast 120-jährige Geschichte zu erzählen hat“, sagte FSN-Geschäftsführer Tom Scheffler bei der Einweihung. „Aus diesem geschichtsträchtigen Schmutz ein Kunstwerk zu schaffen und damit Teil des Großprojektes Polarium zu werden, freut uns daher umso mehr.“

Für das Kärcher Center FSN Rostock ist es das erste Projekt dieser Art und soll den Auftakt für viele weitere spannende Kunstprojekte und interessante Kultursponsoring-Aktionen markieren.
Kuratorin Antje Zimmermann, Teil des Planungsteams für das Polarium, bedankte sich bei FSN und den Künstlern für die gute Zusammenarbeit und die umfängliche Unterstützung. „Wir freuen uns sehr, dass FSN mit ihrem Kultursponsoring auf uns zu kam und wir heute ein so tolles Ergebnis präsentieren können, das das Polarium auf eindrucksvolle und ungewöhnliche Art und Weise bereichert.“
Auch für die beiden Künstler, die sonst vorwiegend mit Dosen unterwegs sind, war das Projekt eine tolle neue Herausforderung. „Es war spannend, mal eine neue Technik auszuprobieren, um unsere Ideen an die Wände zu bringen. Nach einer kurzen Eingewöhnung ging die Arbeit von der Hand, als hätten wir nie etwas anderes gemacht“, erklärte Dosensportler Jörg Schünemann.
Quelle: Zoo Rostock, Fotos: Joachim Kloock