
Der nächste Schritt in Richtung Aufstieg soll die Ausstellung „Portfolio Berlin 01“ werden, die die Werke von acht international bekannten Berliner Künstlern unter einem Dach vereint. Dabei handelt es sich um Norbert Bisky, Peggy Buth, Katharina Grosse, Gregor Hildebrandt, Antje Majewski, Thomas Rentmeister, Thomas Scheibitz und Amelie von Wulffen. Offiziell eröffnet wurde sie am Samstagabend, zu besichtigen ist sie noch bis zum 20. März 2011.
Die von Stephan Koal kuratierte Ausstellung ist, wie der Name bereits vermuten lässt, nicht als einzelnes Projekt angelegt, sondern als Serie geplant. Wichtig ist dem Kurator dabei, dass die Ausstellung nicht nur Malerei enthält. Im Gegenteil, es wurden bewusst Künstler ausgewählt, die in ihren Arbeiten verschiedene Disziplinen zeitgenössischer bildender Kunst vereinen und damit die Grenzen reiner Malerei durchbrechen.

Ein bewusst gewähltes Stilmittel der Ausstellungsmacher. So wird der Besucher zunächst durch die Räume geführt, die Werke enthalten, die sich sehr stark aufeinander beziehen und in den kleineren Räumen besser zur Geltung kommen. Anschließend öffnet sich die Ausstellung dann langsam und führt letztlich in die große Halle, in der Fläche, Farbe und Material im Vordergrund stehen.
Den Rundgang eröffnet ein großformatiges Ölgemälde von Antje Majewski, darauf ist die Übergabe der „Entität“ zu sehen. Ein beiliegender Text gehört ebenfalls dazu und hilft dem Betrachter den Inhalt zu verstehen.
Die Leinwand genügte Norbert Bisky als Medium nicht mehr, seit zwei bis drei Jahren entwirft er auch Installationen. In seinen Werken werden persönliche Erfahrungen sowie Bilder aus den Medien eingebracht.
„Es geht in meinen Arbeiten schon immer um Angst, um Verunsicherung und die Frage, wie man damit umgehen kann“, erklärte er die Idee dahinter. Der Verzicht auf rechte Winkel symbolisiert eine Welt, die aus den Fugen geraten ist. Pillen und Sandsäcke stehen für die Versuche der Menschen, Schutz und Kraft in dieser aus den Fugen geratenen Welt zu finden.

Anschließend beginnt sich die Ausstellung mit den Werken von Amelie von Wulffen zu öffnen. Von Wulffen arbeitet sehr stark grafisch und überzieht ihre Zeichnungen, Collagen oder Möbel stets noch einmal mit Farbe. Inhaltlich geht es dabei immer um die Geschichte der Familie.


Den Besucher erwartet jedenfalls eine spannende Ausstellung mit - wie es bei acht verschiedenen Künstlern zu erwarten ist - sehr unterschiedlichen Werken, die dennoch sehr homogen wirkt.
Einen Besuch ist sie auf jeden Fall wert. Ob es zum Aufstieg in die Bundesliga reicht? Das entscheidet Ihr am besten selbst.