
So auch gestern Abend, als ich fälschlicherweise schon an der Kasse des Sommertheaters war, weil auf meinem Terminplan „HMT Sommertheater-Premiere“ stand. Dort klärte man mich allerdings über meinen Fehler auf und da der Weg bis zur HMT zum Glück nicht allzu weit ist, konnte ich trotzdem noch alles schaffen.

Nun klingt „Der Drache“ ja schon ziemlich abenteuerlich und so ist es auch kein Wunder, dass es sich dabei tatsächlich um eine Märchenkomödie mit legendärem Drachentöter handelt.
Da das „Sommertheater“ allerdings unter freiem Himmel im Innenhof der HMT stattfand und der Wetterdienst schon seit Tagen mit Regen drohte, wurde vor Beginn des Stückes der Notfallplan angekündigt.

„Der Drache“ beginnt mit einer Parade seltsamer Gestalten, die mit Schildern und lautem Rufen von hinten durch den Mittelgang im Publikumsraum nach vorne zur Bühne marschieren. Was es damit auf sich hat, erfährt der Zuschauer später aber noch früh genug.

Gleichzeitig verkörpert der Kater aber auch die Haltung aller Dorfbewohner: Sie haben resigniert und aufgehört sich gegen den Drachen zu wehren. „Wir haben uns daran gewöhnt, er wohnt schon 400 Jahre hier.“
Lanzelot ist von den Dorfbewohnern erschüttert und verspricht Elsa und ihrem Vater, sich dem Drachen zu stellen und ihn im Kampf zu besiegen. Da er damit jedoch den ganzen Plan durcheinander bringt, stößt er nicht nur beim Drachen, sondern auch im gesamten Dorf auf heftigen Widerstand.
Aus teils politischen, teils persönlichen Interessen werden dem gutmütigen und tapferen Lanzelot immer wieder Steine in den Weg gelegt, bevor es überhaupt zum finalen Drachenkampf kommen kann. Die Handlung bleibt dabei durchweg unerwartet, sehr unterhaltsam und spannend.
Ein sehr empfehlenswertes Stück, was man unbedingt gesehen haben sollte. Weitere Möglichkeiten dazu bestehen am 23., 24., 25. und 26. Juli jeweils um 21:00 Uhr in der HMT.