Radweg in Warnemünde - Amt prüft Alternativen

Nach einer Klausurtagung von Ortsbeirat und Stadtverwaltung prüft das Amt für Verkehrsanlagen Alternativen für den geplanten Radweg am Küstenwald – Ergebnisse sollen in 14 Tagen vorliegen

28. Januar 2020, von
Für den neuen Radweg in Warnemünde sollen noch einmal Alternativen geprüft werden, um Baumfällungen im Küstenwald zu vermeiden (Foto: Archiv)
Für den neuen Radweg in Warnemünde sollen noch einmal Alternativen geprüft werden, um Baumfällungen im Küstenwald zu vermeiden (Foto: Archiv)

Aktualisierung, 05.02.2020:

Die geplanten Baumfällungen in der Warnemünder Parkstraße werden über den Februar hinaus ausgesetzt. Das hat die Stadtverwaltung heute bekanntgegeben, berichtet Ortsbeiratsmitglied Stephan Porst (Bündnis 90/Die Grünen).

Bis zum Herbst soll insbesondere geprüft werden, ob die mit dem Pseudomonas-Bakterium befallenen Allee-Kastanien nicht bereits so krank sind, dass sie langfristig nicht erhalten werden können.

Müssen die Kastanien in den nächsten Jahren sowieso gefällt werden, könnte der geplante Geh-/Radweg näher an die Straße gerückt und die Eingriffe in den Küstenwald so minimiert werden.

Im Anschluss könnten auch die Alleebäume wieder neu gepflanzt werden. Dank moderner Wurzelschutzfolien wäre es kein Problem, wenn der neue Geh- und Radweg dichter an den Bäumen entlangführt als es derzeit der Fall ist.

Rund drei Stunden haben Mitglieder des Ortsbeirats Warnemünde heute mit Bau- und Umweltsenator Holger Matthäus, Vertretern der Ämter für Verkehrsanlagen und Stadtgrün sowie des Planungsbüros Wastra-Plan nach Alternativen für den künftigen Radweg am Küstenwald gesucht.

Hintergrund ist der geplante Neubau eines Radwegs in der Parkstraße zwischen dem Groß Kleiner Weg am westlichen Ortsausgang und dem Hanse Hotel. Gegen die dafür vorgesehene Fällung von 120 Bäumen im Küstenwald gab es heftige Proteste.

Nach einem etwas „reservierten Anfang“ habe sich eine durchaus „konstruktive Runde“ entwickelt, beschreibt Stephan Porst (2. Stellvertreter im Ortsbeirat, Bündnis 90/Die Grünen) die Stimmung. Von Amtsseite wurde die Bereitschaft signalisiert, sich ernsthaft mit den vorgeschlagenen Alternativen auseinanderzusetzen.

Nach den am Samstag im Bürgerdialog gesammelten Ideen wurden heute vom Ortsbeirat insbesondere die folgenden beiden Varianten vorgeschlagen:

Die erste Alternative besteht darin den bestehenden Weg bei einer Verbreiterung bzw. Neugestaltung näher an die Straße zu rücken, um so Eingriffe in den Küstenwald möglichst zu vermeiden.

Eine Alternative wäre, den Fußweg auf der gegenüberliegenden Seite bis zum Friedhof (links im Bild) zu verlängern (Foto: Archiv)
Eine Alternative wäre, den Fußweg auf der gegenüberliegenden Seite bis zum Friedhof (links im Bild) zu verlängern (Foto: Archiv)

Bei der zweiten Variante soll der vorhandene Weg weitgehend den Radfahrern vorbehalten bleiben. Der Fußgängerverkehr soll auf den aktuell noch unbefestigten Weg an der Düne sowie auf den Gehweg südlich der Parkstraße verteilt werden. Dieser müsste dafür am Parkplatz vorbei bis zum Friedhof verlängert werden.

Die Ämter für Verkehrsanlagen und Stadtgrün wollen beide Vorschläge prüfen und abwägen. Um ihnen dafür ausreichend Zeit zu geben, wurde die für Donnerstag geplante Zusammenkunft des Ortsbeirats abgesagt.

Innerhalb von 14 Tagen, so die Zusage der beteiligten Ämter, sollen die Ergebnisse vorliegen, sodass diese in der nächsten regulären Ortsbeiratssitzung am 11. Februar vorgestellt und mit den Einwohnern diskutiert werden können. Die Fällung der Bäume ist bis dahin aufgeschoben.

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