Falsch gestellte Weichen – das soll auch bei der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG) mal vorkommen. Zum Glück für die Fahrgäste betraf diese heute Abend jedoch nicht den Straßenbahnverkehr, sondern den Festakt zur Vergabe der Richard-Siegmann-Medaille in der Straßenbahnmittelhalle. Ein versehentlich vorgezogener Film und schon war die ganze Dramaturgie der Veranstaltung futsch und der diesjährige Preisträger der von der Richard-Siegmann-Stiftung verliehenen Medaille gleich zu Beginn verraten: Wolfgang Grieger.
„Wir wollen in diesem Jahr einen Unternehmer und Selbstständigen auszeichnen, der im Sinne Siegmanns in der Hansestadt Rostock gewirkt hat“, erläutert Hajo Graf Vitzthum, Vorsitzender des Kuratoriums der Richard-Siegmann-Stiftung die Wahl.

Seit 2004 ist der Jurist Mitglied des Universitätsrates und seit 2006 als 1. Vorsitzender der Gesellschaft der Förderer der Universität Rostock e. V. tätig. In dieser Funktion nimmt er Einfluss auf die Mittelvergabe und die Gestaltung der Studiengänge, unterstützt die Universitätsleitung mit Kontakten zu Wirtschaftsunternehmen und wirkt so an der Entwicklung der Universität mit. Darüber hinaus ist Wolfgang Grieger als Honorarkonsul der Republik Österreich für das Land Mecklenburg-Vorpommern tätig, Stifter und Begründer der Hanseatischen Bürgerstiftung, aktives Mitglied der Jahresköste und aktiver Teil der Festspiellandschaft.
„Sie drehen ein relativ großes Rad, haben viel Einfluss und nutzen ihn im Sinne, in dem auch Richard Siegmann tätig gewesen ist. Sie tragen zu Entwicklungen dieser Stadtgesellschaft bei als ein Bürger, dessen Einfluss, wirtschaftliche Kraft und Kenntnisse genutzt werden, um andere zu unterstützen“, würdigte der Kuratoriumsvorsitzende die Leistungen des Preisträgers.
„Es ist eine schöne Bestätigung. Ich mache die Arbeit gern, mit und ohne Preis“, sagt Wolfgang Grieger, der immer wieder den Spaß an seinem Engagement betont. Das mit der Medaille verbundene Preisgeld in Höhe von 3000 Euro beabsichtigt er, der Richard-Siegmann-Stiftung zu geben.

Auch im nächsten Jahr möchte die Richard-Siegmann-Stiftung wieder engagierte Rostocker auszeichnen. Dann sollen Projekte besonders gewürdigt werden, die Menschen dauerhaft beispielsweise als Arbeitskräfte in unsere Hansestadt locken.