
Bauminister Volker Schlotmann freute sich über die, trotz des harten vergangenen Winters, erbrachte Leistung und sagte: „Hier werden Studien- und Arbeitsplätze der ersten Kategorie gewährleistet. Auch darauf können wir in Rostock stolz sein.“ Er führte weiterhin aus: „Ich glaube, mit diesem Institutsneubau wird ein weiteres überzeugendes Projekt im größten Entwicklungsgebiet der Universität in Angriff genommen.“

Im Juni 2009 erfolgte die Grundsteinlegung. Inzwischen ist der Rohbau des viergeschossigen Gebäudes fast vollständig fertiggestellt. Im Dezember erfolgte die Dacheindeckung und man begann mit dem Einbau der Fensterelemente. Hohlräume für die Installation der Daten- und Elektrokabel sind verfertigt und erste Trockenbauwände bereits errichtet worden. Die Verglasung des Atriums wurde ebenfalls montiert. Schon im Sommer dieses Jahres soll mit der Errichtung der Unterkonstruktion für die Fassadenplatten begonnen werden. Ende Juni wird das Gerüst an der Südseite abmontiert.

Das Rechenzentrum stellt einen zentralen Punkt für die Kommunikationsstruktur aller universitären Standorte in Rostock dar. Hier sollen alle Daten von Forschung, Lehre und Verwaltung gesichert werden. Die hierfür notwendige hochgradige technische Ausrüstung des Gebäudes erfordert die Berücksichtigung alternativer Energiekonzepte. So können laufende Betriebskosten gesenkt werden. Der „Einsatz thermoaktiver Decken oder auch die Nutzung der Abwärme aus den Räumen mit hohen Wärmelasten“, erfreue ihn ganz besonders, erklärte Schlotmann.
Der Neubau des Instituts für Informatik ist allerdings nur ein erster Schritt innerhalb einer ganzen Reihe von Baumaßnahmen auf dem Campus in der Südstadt. Derzeit befindet sich ein Entwurf für den Neubau der Physik in Arbeit. Forschungs- sowie Hörsaalgebäude und der Neubau für das Department Licht, Leben und Materie, eine 2007 gegründete interdisziplinäre Fakultät, sind ebenfalls Teil dieser Planungen. Seit dem Juli 2009 wird zudem das Gebäude des Fachbereichs Elektrotechnik saniert.
Der Rektor der Universität Rostock, Prof. Wolfgang Schareck, erklärte, dass er den Bau des neuen Rechenzentrums als Meilenstein für die Entwicklung der Universität verstehe. „Zukunft kann man bauen“, sagte er.
Djamshid Tavangarian, Leiter des Lehrstuhls für Rechenarchitektur, erklärte, dass er sich jetzt schon vorstellen könne, wie schön das Gebäude einmal aussehen werde und wie gut seine Kolleginnen und Kollegen hier arbeiten werden können.

Bis zur Fertigstellung des Gebäudes gibt es noch viel zu tun. Doch „es ist vollbracht, der Rohbau steht und auf ihm“ schon „der Richtkranz weht. Prost!“ Der Polier der Baustelle hätte es nicht treffender ausdrücken können: „gemeinsam mit aller Kraft wird es auch gelingen, das Werk zu Ende zu bringen“, sagte er.