
Ich durfte die beiden begleiten. Der Weg führte uns zuerst ins Rathaus, einen Überblick über Rostock gewinnen. Dann folgte die Marienkirche, in der wir mithilfe der Astronomischen Uhr herausfanden, dass Rolf Lappert an einem Sonntag geboren wurde. Weiter führte der Weg zur Petrikirche, von der aus sich der Autor Rostock von oben anschauen konnte. Dann ein Mittagessen im Kartoffelhaus, ein Spaziergang am Hafen, ein Blick in die Zoologische Sammlung und der Rückweg zum Hotel.
Schon bei der Führung gewann ich den Eindruck, dass Lappert ein sehr symphytischer Mensch ist, der sich jedoch jede Antwort genau überlegt. So machte er einen sehr besonnenen Eindruck, welcher sich auch auf der Lesung bestätigen sollte. Diese fand wieder in der anderen buchhandlung statt, da im Literaturhaus momentan umgebaut wird, wie Manfred Keiper, der Inhaber der Buchhandlung, berichtete.


Ansonsten war alles wie immer bei der LiteraTour Nord. Nach der einstündigen Lesung gab es ein Gespräch mit Literaturprofessor Lutz Hagestedt. Dieses Gespräch war zwar wieder sehr amüsant, jedoch wenig informativ.
Hagestedt eröffnete mit der Frage, ob Lappert alleine lebt, was den Autor sichtlich überraschte: „So etwas wurde ich noch nie gefragt!“ Auch sonst war es diesmal hauptsächlich der Literaturwissenschaftler, der redete. „Ich will eigentlich gar nichts vom Autor wissen, ich bewundere ihn nur“, sagte er, um zu verdeutlichen, dass er die Moderation sehr anstrengend findet.

„Jeder Autor sollte die Bücher schreiben, die er gern lesen würde“, sagte Lappert und sorgte so für ein gelungenes Schlusswort.
Dann wurden wie immer noch zahlreiche Bücher gekauft und natürlich auch vom Autor signiert. Wie die Chancen für den Schweizer stehen, kann man jetzt noch nicht beurteilen. Vielleicht sind wir nach der nächsten Lesung etwas schlauer. Bestritten wird sie am 7. Dezember von Iris Hanika, wieder in der anderen buchhandlung.