Rostock hat die jüngste Bevölkerung in MV

Das Durchschnittsalter ist in der Hansestadt mit 44,5 Jahren am niedrigsten im Land, doch auch die Rostocker werden immer älter, wie der aktuelle Altersatlas zeigt

22. Mai 2017, von
Altersatlas: Rostock hat die jüngste Bevölkerung in MV (Foto: Archiv)
Altersatlas: Rostock hat die jüngste Bevölkerung in MV (Foto: Archiv)

Rostock hat die jüngsten Einwohner in Mecklenburg-Vorpommern. Das geht aus einer heute veröffentlichten Analyse des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung hervor.

Während das Durchschnittsalter in der Hansestadt Ende 2015 bei 44,50 Jahren lag, leben im Landkreis Vorpommern-Rügen die ältesten Menschen in MV – mit 47,32 Jahren sind sie im Durchschnitt fast drei Jahre älter als die Rostocker. In der Landeshauptstadt Schwerin beträgt der Altersschnitt 45,30 Jahre.

Doch auch die Rostocker werden immer älter: Zwischen der Jahrtausendwende und 2015 ist das Durchschnittsalter um 2,73 Jahre gestiegen, fast jeder vierte Hansestädter (23,12 Prozent) ist inzwischen 65 Jahre oder älter – ein Plus von 7,32 Prozent im Vergleich zu 2000. Der Anstieg liegt damit unter dem Bundesdurchschnitt (+3,3 Jahre), jedoch über dem Wert von Schwerin (+1,93 Jahre).

Unter den Landkreisen und kreisfreien Städten unseres Bundeslandes ist Rostock die einzige Region mit einer positiven Bevölkerungsentwicklung. Mit 206.011 Einwohnern (Stand 31.12.2015) stieg die Anzahl der Rostocker zwischen 2000 und 2015 um 3,38 Prozent. Am meisten Einwohner verloren hat die Mecklenburgische Seenplatte (-14,46 Prozent), aber auch in Vorpommern-Rügen, Vorpommern-Greifswald und Ludwigslust-Parchim nahm die Einwohnerzahl um gut 10 Prozent ab.

Deutschlandweit ist das Durchschnittsalter in den Universitätsstädten Freiburg und Heidelberg mit 39,8 bzw. 39,9 Jahren am niedrigsten.

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