Wenn man als Maler eine Ausstellung in der Kunsthalle bekommt, dann ist das schon etwas ganz Besonderes. Wenn diese Ausstellung dann auch noch zu einem Preis führen kann, der mit 10.000 Euro dotiert ist, ist das natürlich noch viel besser.
Den ersten Schritt haben die fünf Künstler, die für den Rostocker Kunstpreis 2010 nominiert sind, schon geschafft. Wer jedoch letztendlich den Preis in diesem Jahr bekommt, verkündet die Jury am 19. November.


Zu verdanken ist das Preisgeld der Provinzial Versicherung. Seit fünf Jahren, also von Beginn an, unterstützt sie nun schon den Rostocker Kunstpreis.
Landesdirektor Thomas Kühl berichtete, dass der Preis inzwischen auch über die Landesgrenzen hinaus etabliert ist. 64 Bewerbungen hat es gegeben, fünf davon konnten nur nominiert werden.

Für ihn ist es wichtig, Künstler aus unserem Bundesland zu unterstützen und die Bedeutung von Kunst im Allgemeinen zu stärken. „Die Kunst ist ein Lebenselixier der Menschen, denn nicht nur Essen und Trinken sind wichtig.“ Nach einem abschließenden Stück von der Norddeutschen Philharmonie konnte die Ausstellung besichtigt werden.
Der erst Nominierte ist Matthias Kanter. Der gebürtige Dessauer nimmt mit mehreren Bildserien am Wettbewerb teil, zum Beispiel mit der Serie „Bahnen“, die augenscheinlich Ausschnitte aus Zügen als Motiv haben. In seiner Vorstellung sagte der Kurator der Kunsthalle, Ulrich Ptak, dass sich Kanter gern im Gespräch mit Dingen befindet.
Auch Ute Mohns aus Tarnow ist nominiert. Sie, die sehr kraftvoll in der Malerei ist, setzt vor allem auf Porträts und Selbstbildnisse, aber auch auf Naturmotive.
Der Dritte im Bunde ist Mike Strauch. Der 1966 im Erzgebirge geborene Künstler „setzt auf einen hohen Suggestionsfaktor, wodurch seine Bilder sehr lebendig wirken“, so Ulrich Ptak. Seine Bilder sind vielleicht am schwierigsten zu beschreiben, ich würde sie jedoch als abstrakte Landschaften deuten.
Der letzte Mann im Feld ist zugleich der älteste Teilnehmer. Der 72-jährige Matthias Wegehaupt hat sich Schilf als Motto für seine Arbeiten ausgesucht. Seine Bilder zeigen das Küstengewächs in den unterschiedlichsten Darstellungsformen.

Die gebürtige Greifswalderin las durch Zufall von der Ausschreibung in der Zeitung und hat ihre Bewerbung erst auf den letzen Drücker eingereicht. Ihre Bilder, so sagt sie selbst, zeigen innere und äußere Landschaften. „Biene Feld liebt die Farbe“, sagte Ptak in seiner Vorstellung und das sieht man den Bildern auch an.

Und da man Kunstwerke nur schwer beschreiben kann, ohne sie subjektiv zu deuten, verzichte ich an dieser Stelle darauf. Außerdem sollte sich jeder selbst ein Urteil bilden. Dazu habt ihr noch bis zum 5. Dezember die Möglichkeit, solange sind die Werke in der Kunsthalle ausgestellt. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir euren Favoriten in den Kommentaren nennt.