
Für die zweimal acht Kilometer lange Strecke vom Universitätsplatz bis zum Südring und zurück schlossen sie sich den etwa 300 Skatern der Skaternight an. „Wir sind nicht so die Raser. Wir werden uns eher hinten aufhalten“, stimmten die beiden das Tempo zuvor miteinander ab.

Auf abgesperrten Straßen geleitete eine kleine Polizeieskorte den Pulk sicher von der Langen Straße über den Schröder- und Goetheplatz hinauf zum Südring und über die August-Bebel-Straße zum Universitätsplatz wieder zurück.
Zwei Krankenwagen und ein Bus folgten der rollenden Gruppe, um verletzte oder ermüdete Skater aufzunehmen. Sicher ist sicher! Auffallend leider, dass sich viel zu viele Ordner der Skaternight eher unzureichend mit Protektoren schützten. Gerade für die vielen jungen Skater, die teilweise noch recht unsicher auf den Rollen standen, hätten sie ein gutes Vorbild abgeben können.
Die Skaternight, die in der Vergangenheit auch schon über 1000 Teilnehmer lockte, war krönender Abschluss des 14. Sporttages in der City.
Das mittlerweile schon zur Tradition gewordene Ereignis soll „die ganze Vielfalt und Breite des Rostocker Sports in der Öffentlichkeit präsentieren. Häufig finden sie ja in Turnhallen statt, wo man sie nicht spürt“, so Dr. Roland Bothe, Vereinsberater beim Stadtsportbund.
An Informationsständen konnten Passanten den Sporttag rund um den zentral gelegenen Universitätsplatz nutzen, um mit verschiedenen Vereinen ins Gespräch zu kommen und sogar einige Sportarten ausprobieren.

Tänzer, Turner, Artisten und Kampfsportler nutzten die Bühne, um mit unterhaltsamer Musik Einblick in ihre Sportart zu gewähren und das Publikum zu begeistern.
184 Sportvereine sind unter dem Dach des Rostocker Stadtsportbundes vereint. Mit fast 41.000 Mitglieder entspricht das einem Organisationsgrad von etwa 20 Prozent der Gesamtbevölkerung Rostocks. „Landesweit sind wir damit ganz vorne“, weiß Roland Bothe.

Seit letztem Jahr wird in unserer Hansestadt sogar - ganz trendy - American Football gespielt. Auch dem Bereich des gesundheitsorientierten Sports widmen sich immer mehr Vereine, zeigt Bothe aktuelle Entwicklungen auf.
Grundlage für derartige Entwicklungen seien geeignete Sportstätten. Trotz guter Sportstättenstruktur „haben wir eigentlich immer Mangel“, beklagt der Sportfachmann. So fehlen beispielsweise gerade auch im Hinblick auf den Gesundheitssport überdachte Wasserflächen. Neben einer zweiten Schwimmhalle steht auch ein zweites Eisstadion auf seiner Wunschliste. „Eishockey, Shorttrack und Eiskunstlauf müssen sich eine Fläche teilen, die viel zu klein ist“, macht Bothe auf Engpässe der Sportler aufmerksam.Fotos vom 14. Sporttag und der Rostocker Skaternight 2011:

Warten auf den Start der Skaternight 
Karate beim Sporttag 
Rhythmische Sportgymnastik beim Sporttag auf dem Uniplatz 
Rostocker Skaternight 2011 
Schützenverein beim Sporttag 
Segelflieger 
Skateboardfahrer bei der Rostocker Skaternight 2011 
Skaterboard 
Sporttag in Rostock 
Schach beim Sporttag auf dem Uniplatz