
Begutachtet wurden ihre Vorträge von elf Journalisten aus dem gesamten Bundesgebiet, die schließlich aus den Vorträgen den besten Nachwuchswissenschaftler kürten. „Wir haben es uns wirklich nicht leicht gemacht“, sagte Jurymitglied Magdalana Hamm, die als Jahreshospitantin im Ressort Wissenschaft der Wochenzeitung DIE ZEIT arbeitet.
Am Freitag legte sich die Jury schließlich auf Anne Theuerkauf vom Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik in Kühlungsborn (IAP) als Gewinnerin des Nachwuchswissenschaftspreises „Rostocks Eleven“ fest. „Mit Ballons das Chaos erforschen“ lautete das Thema des Vortrags, mit dem die 28-jährige Physikerin die Jury überzeugte.
Darin erläuterte sie, wie mit Hilfe von Stratosphärenballons kleinsträumige Fluktuationen der Windgeschwindigkeit in 35 Kilometer Höhe erforscht werden. Chaotisch ablaufende Prozesse in der Stratosphäre sind ein noch sehr junges Forschungsthema, das aber für die Luft- und Raumfahrt sowie Erkenntnisse über den Klimawandel von großer Bedeutung ist.

Ihre Diplomarbeit schrieb sie über die Modellierung arktischer Grenzschichten. Sie arbeitete auf der deutschen Arktisstation in Spitzbergen (Norwegen) und absolvierte ein Auslandsemester an der Universität Uppsala (Schweden). Seit 2007 ist sie Doktorandin am Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik Kühlungsborn.

Dieser Vortrag, so hob die Jury in ihrer Begründung hervor, habe besonders mit seiner Anschaulichkeit und Lebendigkeit bestochen.
Platz drei ging in diesem Jahr an Markus Krohn vom Department Aging Science and Humanities der Interdisziplinären Fakultät der Universität Rostock. Der 32-jährige vermochte es, in seinem Vortrag „Wenn die Müllabfuhr des Gehirns nicht mehr funktioniert“ den komplexen Charakter von Alzheimererkrankungen verständlich darzustellen, Einblick in die aktuellsten Forschungen zu geben und dabei mit gängigen Vorurteilen aufzuräumen.

Die diesjährige Gewinnerin Anne Theuerkauf freute sich über den mit 365 Euro dotierten Preis und bot bei der Verleihung in der Universitätskirche am Freitag an, das Geld dem Verein für seine Arbeit zu spenden.