Sachen packen, Seesack schultern und mit dem Schiff aufs weite Meer hinaus - „Frei wie der Wind“. Was könnte besser zur Hanse Sail passen als die seichte Seefahrtsromantik, die die Flensburger Band Santiano heute Abend im Gepäck hatte?
Während das Hanse Sail Team die Organisation der Schiffe, Buchungen und Platzvergaben übernimmt, holt das NDR-Team den Überraschungserfolg dieses Jahres auf die Bühne.

Für den irischen Schlag in der Musik sorgt Pete Sage, der Geige, Mandoline und die Tin Whistle spielt. Der Shanty-Einfluss ist besonders in den Texten zu spüren: Die raue Stimme von Björn Both singt von dem inneren Zwiespalt der Seeleute aus Fernweh und Heimweh, von der Freude loszusegeln und der gleichzeitigen Trauer des Abschieds, von der Kameradschaft an Bord – und Trinklieder wie das irische „Whiskey in the Jar“ fehlen natürlich auch nicht.


Auch Reiner Petrick, Mitglied des Organisationsteams der Hanse Sail, zeigt sich zufrieden: „Ich habe zwar schon etwas von Santiano gehört, aber ich hatte mir etwas Anderes vorgestellt – mehr so etwas wie traditionelle Shantys.“ Die Ähnlichkeit ist zwar noch zu erkennen, doch wandeln sie die Tradition durch eine viel rockigere und ausgefallenere Spielweise, beispielsweise durch den Einsatz eines Didgeridoos, ab und lassen so alte Bräuche wieder neu aufleben.