
Dass die weltweit bekannte Metal-Band aus Brasilien gleich zu Beginn ihrer Europa-Tour auch einen Abstecher in unser beschauliches Hansestädtchen macht, lässt sich für Laien wohl mit dem Besuch der Queen oder Madonna vergleichen.
Kein Wunder also, dass sich schon vor Einlass ein beachtlicher Teil der Rostocker Metal-Szene vor dem MAU-Club und am Stadthafen zusammengefunden hatte. Verglichen mit den Ticketpreisen weniger berühmter Bands mit weniger weiter Anfahrt war der Eintritt für das Konzert der Brasilianer fast schon ein Schnäppchen.
Trotz großem Andrang im Außenbereich füllte sich das Innere des Clubs jedoch zunächst nur langsam. Grund dafür könnte sein, dass die Fans sich erstmal eine Stunde lang an Bar und Merchandising-Stand beschäftigen mussten, bevor überhaupt die Rostocker Support-Band mit ihrem Aufwärm-Programm begann.
Nach etwa einer halben Stunde war den zuströmenden Massen genug eingeheizt und der Umbau auf der Bühne begann. Eine weitere halbe Stunde verging, bis Sepultura live und leibhaftig tatsächlich endlich auf der Bühne standen.

Ihr neuestes Werk „A-Lex“ ist eine Neuinterpretation von Anthony Burgess' Buch „A Clockwork Orange“, dessen Verfilmung zu den Klassikern der Filmgeschichte zählt. Neben der Thematisierung des im Film fehlenden vierten Kapitels wird in dem Stück „Ludwig Van“ Beethovens 9. Symphonie mit Unterstützung eines klassischen Orchesters aufgegriffen und in den gewohnten kraftstrotzenden Sound eingebracht.

Rostock war die dritte Station der im Juli begonnenen großen Europa-Tour zu Ehren des neuen Album „A-Lex“. Nach dem Start in Frankreich gibt es vier Konzerte in Deutschland, so am 06.07. in Hamburg und am 07.07. in Flensburg. Noch bis Ende August sind Sepultura durchgängig auf Tournee quer durch Europa.