
Polizei, das Amt für Verkehrsanlagen, die Großmarkt GmbH als Veranstalter und ein privater Sicherheitsdienst arbeiten dafür eng vernetzt zusammen, so der Eindruck, den deren Vertreter bei einem Rundgang mit Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier über den Rostocker Weihnachtsmarkt vermitteln wollen.
„Wir wollen polizeilich nichts dominieren. Ich glaube aber der Bürger erwartet auch Polizei zu sehen“, sagt Rostocks Polizeichef Michael Ebert. Mit bis zu 20 Bereitschaftskräften am Wochenende (in der Woche weniger) ist die Polizei zwischen Fischerbastion, Kröpeliner Straße und Neuem Markt im Einsatz. Anlaufpunkt für die Besucher, die eine Person oder einen Wertgegenstand vermissen, ist die mobile Polizeiwache an der Fischerbastion. Es seien vor allem Diebstahl, räuberischer Diebstahl und Sachbeschädigung, die zu den Hauptdelikten zählen, informiert Polizeisprecherin Yvonne Hanske. Im letzten Jahr, das als ruhig eingestuft wurde, nahm die Polizei 29 Strafanzeigen, einen Unfall in dem Bereich sowie vier Ordnungswidrigkeiten in ihre Statistik auf. Dazu kamen 290 Identitätsfeststellungen von auffällig gewordenen Personen, wovon 29 einen Platzverweis erhielten. Außerdem wurden zusammen mit der Stadt zwei Jugendschutzkontrollen durchgeführt.
Neben der Polizei bewacht auch das Personal des ABS Sicherheitsdienstes mit bis zu sieben Einsatzkräften nachts und zwei Funkstreifenwagen das Veranstaltungsgelände. Ihr Blick richtet sich vor allem auf den Brandschutz, die Flucht- und Rettungswege und die Verschlusssicherheit der Weihnachtsmarktbuden. „Wir sind auch sehr mit den Fahrzeugsperren beschäftigt. Besonders die Sperrung in der Schwaanschen Straße bedarf viel Erklärung. Aber bis jetzt haben wir einen ruhigen Verlauf“, berichtet Geschäftsführer Jörg Hübner.

Die Rostocker Stadtverwaltung wünscht sich jedoch erst mal vor allem Geld. Ordnungs- und Finanzsenator Dr. Chris Müller-von Wrycz Rekowski ergänzt: „Was wir brauchen ist ein Standard, den wir wollen und uns leisten können. Der Leute nicht abschreckt, sodass die Leute noch Lust haben unsere Veranstaltungen zu besuchen.“
