
Unter dem Motto „Welcome to the Jungle“ wurde ein Teil des Innenbereiches und die benachbarte Lagerhalle wieder in eine sagenhafte Ausstellung verwandelt, die Groß und Klein in ihren Bann zieht. Tatsächlich kamen seit Ausstellungseröffnung am ersten Weihnachtsfeiertag täglich bereits etwa 2.500 Besucher zu Karl's, um die Kunst aus Eis mit eigenen Augen zu sehen.

Im Vorraum wurden für eine originelle Dschungel-Atmosphäre künstliche Palmen und große Käfige mit exotischen kleinen Vögeln aufgestellt. Durch einen dunklen Gang gelangt man in die Ausstellung, in der man sich gleich zu Beginn unter einem kunstvoll gestalteten Dach aus richtigem Eis wiederfindet. Auf etwa 2.000m² haben 15 internationale Künstler 11 Erlebnisbereiche aus Eis gestaltet. Dazu wurden etwa 6 Wochen Zeit und 1.800 Blöcke Eis benötigt, die jeweils 130kg schwer sind und in einer polnischen Fabrik eigens dafür hergestellt wurden.

Besonders ist außerdem, dass man das Eis nicht nur ansehen sondern interaktiv erleben kann. Neben den gewöhnlichen mit Teppichboden ausgelegten Wegen gibt es noch kleine Pfade zwischen den Figuren, die über vereistes Holz führen. Daneben gibt es eine Rutsche, einen Wasserfall mit engen Gängen, Höhlen und ein besteigbares Baufahrzeug – alles aus Eis natürlich. Wer eine Pause braucht, kann sich an der Dschungel-Eisbar Erdbeerlimes oder Wodka bestellen, der selbstverständlich in Gläsern aus echtem Eis serviert wird. Saft gibt es allerdings nicht, da das Wasser zu schnell gefrieren würde.
Damit die schönen Skulpturen auch nach den 120.000 erwarteten Besuchern nicht geschmolzen sind, wird die gesamte Halle konstant auf -8°C gehalten. Wer es trotz dicker Winterjacke nicht so lange dort aushält, ist herzlich eingeladen auch die beheizten Teile der Ausstellung kennen zu lernen. Im Dschungel-Café kann man sich mit Speis und Trank stärken, unter anderem gibt es Straußenchili mit Bananenbrot oder, weniger exotisch, Dschungelspieß mit Pommes.

Wer nach so viel Sehenswertem immer noch nicht genug hat, kann auf dem Weg zum Ausgang quer durch Karl's Erdbeerhof die weltweit größte Kannensammlung bestaunen oder sich an dem gewaltigen Sortiment an heimatlichen Wohnartikeln und Leckereien erfreuen. Und wem es gefallen hat, der kann bis zum Ende der Eiszeit am 28. Februar 2010 jederzeit wiederkommen – aber diesmal kostenlos.