
In der Nacht hat der Winter uns eine dicke Schneedecke beschert, die die Landschaft in einen fantastischen Märchenwald verwandelt und die Laufstrecken sicher noch um einiges interessanter macht. Start und Ziel ist traditionell die Sporthalle Erich-Schlesinger-Straße neben der Kooperativen Gesamtschule Südstadt.

Zuvor gibt es allerdings noch die gewohnte Begrüßung durch Cheforganisator Siegfried Ebert. Der Silvesterlauf findet in diesem Jahr schon zum 31. Mal statt, begann also ein Jahr vor den Nikolausläufen. Der erste Lauf 1979 startete noch bei der Molkerei und lief dann über Schwaan, damals war mit 42km sogar noch der Marathon mit im Programm. „Wir wollten die Größten werden“, schwärmt Herr Ebert.
Außerdem gibt es im weiteren Sinne ein Geburtstagskind zu feiern, denn (der echte) Klaus Kinksi feiert heute sein 30-jähriges Laufjubiläum. Der Rostocker Langstreckenläufer hat während seiner Laufkarriere unter anderem bereits das Death Valley in den USA, das Swiss-Alpin, den Supermarathon beim Rennsteiglauf (75 km), den Untertagemarathon (bei 30°C) und mehrere 100 km-Läufe bewältigt.
So viel Schnee und Eis auf den Wegen sind natürlich verschärfte Bedingungen beim Silvesterlauf, so etwas gibt es nicht jedes Jahr. Trotzdem ließen sich viele Fans nicht davon abhalten am Lauf teilzunehmen, jährlich starten zwischen 300 und 360 Läufer bei dieser Veranstaltung. Meistens sind es wohl die gleichen, die auch schon am Nikolauslauf teilnehmen, der ebenfalls vom ESV Lok organisiert wird.

Neben den vielen altbekannten Teilnehmern, von denen einige schon von Anfang an dabei sind, gibt es auch einige Neuzugänge. Einer von ihnen ist Hansa-Spieler Tim Sebastian, der mit einem weiteren Kollegen aus dem Team erstmals beim Silvesterlauf startet. Die Gelegenheit habe sich dazu angeboten, da sie wegen ihres Trainingsprogramms diese Woche jeden Tag eine Stunde laufen müssten. Schnee und Eis hätten ihm aber keine Probleme bereitet.

Der Zieleinlauf findet direkt in der Sporthalle statt. Die Läufer müssen dazu scharf um die Ecke Richtung Eingang laufen, dürfen sich aber noch nicht vorzeitig von dem großen Ziel-Banner irritieren lassen, da die Zeit erst direkt am Eingang gestoppt wird. Im schmalen Flur wird dann die Urkunde übergeben, in der großen Halle gibt es für jeden Teilnehmer einen neuen Kalender und eine kleine Flasche Sekt, wie es sich zu Silvester gehört.

Zum Abschluss gibt es noch ein Kult-Zitat von unserem Geburtstagskind Klaus Kinski: „Was vom Laufen kommt, geht vom Laufen auch wieder weg“. Also nur keine Scheu es selbst mal beim Volkslauf zu probieren, 3 km sollten bei solch einer Motivation und Gemeinschaft für jeden machbar sein.