Skateboard Contest: 4. Baltic Brett Battle 2012 in Rostock

Berliner Skater beeindrucken durch Tricks auf ihren Brettern – Rostocker gewinnt im Skaterpark in der August-Bebel-Straße

29. Juli 2012, von
Baltic Brettbattle 2012 in Rostock: Benjamin Ripsch
Baltic Brettbattle 2012 in Rostock: Benjamin Ripsch

Großer Andrang auf den Skatepark in der August-Bebel-Straße: Von den Rampen rollten gestern nicht nur Rostocker Skateboardfahrer. Aus dem ganzen Nordosten zwischen Berlin und Hamburg trafen sich knapp 60 Skater zur 4. Baltic Brett Battle. Rostock ist dabei eine von drei Stationen der Skateboard Contest Serie. Nachdem der Wettbewerb in Greifswald wetterbedingt abgesagt wurde, findet am 4. August das Finale in Sellin auf Rügen statt.

Doch es gehe nicht so sehr um die Schlacht (engl. battle) der Besten auf dem Brett, sondern viel mehr darum, die Gemeinschaft zu vernetzen und Spaß zu haben, sagt Christoph Eder vom Rügener Skateboardverein Park Skating Mönchgut, der die Skateboard Contest Serie an der deutschen Ostseeküste organisiert.

Dennoch wurden die besten drei Jungs unter 18 Teilnehmern bis 15 Jahre (Gruppe B) und die besten jungen Männer unter 38 Teilnehmern ab 16 Jahren (Gruppe A) ermittelt und für ihre beeindruckenden Tricks mit Sachpreisen belohnt. Wer auf seinem Board sicher in einem flüssigen Run viele und gute Tricks zu kombinieren wusste, konnte dabei ganz nach vorne fahren. Punkte verteilte die Jury für besonders hohe oder weite Sprünge. Aber nicht nur auf die technische Ausführung, auch auf die Ästhetik und Geschwindigkeit kam es bei den Flips, Grinds und Slides der Skateboarder an.

Justin Sommer
Justin Sommer

Beim Skaternachwuchs (B-Gruppe) konnten besonders die Berliner beeindrucken. Gleich zwei Skater aus der Hauptstadt Justin Sommer (Platz 1) und Vincent Face (Platz 2) fuhren auf die ersten beiden Ränge. Den dritten Platz belegte der Schweriner Moritz Tillmann.

In der Gruppe A nutzte der Rostocker Benjamin Ripsch, wie schon vor zwei Jahren, seinen Heimvorteil auf den Rampen. Nach einem sechsminütigen Run, der die drei Finalisten ganz schön schlauchte, konnte er auch Dennis Frasz (Platz 2) und den Berliner Timo Richter (Platz 3) hinter sich lassen. „Der Trick war, dass ich ganz viele Tricks in der Zeit geschafft habe“, erklärt der Wirtschaftsingenieur-Student. Die Rampenanlage in der August-Bebel-Straße ist für ihn der beste Ort zum Skaten in Rostock. „Das Geheimnis ist aber, dass man nicht nur im Skaterpark fährt, sondern auch andere Bereiche der Stadt nutzt“, verrät der 21-Jährige, der sich seit zehn Jahren auf dem Rollbrett ausprobiert. Verletzt hat er sich dabei noch nie.

Benjamin Ripsch
Benjamin Ripsch

Bis auf ein paar Schürfwunden blieben die Skater, die bei ihren teils waghalsig anmutenden Fahrten zumeist ohne Schutz unterwegs waren, frei von größeren Blessuren. „Beim Fußballspielen ist die Verletzungsgefahr größer als beim Skaten“, meint Christoph Eder.

Ein Risiko, auf das sich bei der Funsportart auch in Rostock vor allem junge Männer einlassen. Nur Skateboarderin Caro rollte mit ihrem Brett beim 4. Baltic Brett Battle mit. „Es wäre schön, wenn noch mehr Mädchen mitmachen würden“, wünscht sich der 24-jährige Organisator.

Rock the Ramp auf der Hanse Sail

Unterstützt wurden die Organisatoren der 4. Baltic Brett Battle in Rostock vom Supreme Surfshop, der für die Hanse Sail schon das nächste große Skaterevent vorbereitet. Vom 9. bis 12. August heißt es wieder „Rock the Ramp“ am Rostocker Kieshafen bei der Georg Büchner. Nicht nur mit Skateboards, auch mit Bikes und anderen Vehikeln können wagemutige Funsportler eine vier Meter hohe und zwölf Meter lange „Megarampe“ ab ins Wasser runterrauschen.

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