
Beim großen Teleskop in der Kuppel der Sternwarte ist die Projektion noch deutlicher. Am unebenen Rand des dunklen Schattens sind die Mondberge zu erkennen. Das Flimmern der Luftunruhe auf der Strecke wird dargestellt und ein kleiner schwarzer Fleck. Ein Sonnenfleck, der immerhin um einiges größer als die Erde ist und auf die Sonnenaktivitäten hindeutet, die in den letzten Nächten für beeindruckende Polarlichter am dunklen Nachthimmel sorgten, erklärt Ingrid Siems vom Astronomischen Verein Rostock den Besuchern. Die haben sich um die Projektionsflächen am Fernrohr versammelt, um den Vorgang indirekt, aber sicher zu beobachten.

„Das ist ein Ereignis, das man einfach live erleben muss. An die letzte Sonnenfinsternis von 1999 kann ich mich kaum erinnern“, sagt die 21-Jährige Laura Deichmann: „Außerdem wird es in den nächsten Jahren erstmal keine größere geben.“ Eine solch starke Bedeckung wird in unseren Breiten erst wieder 2026 übertroffen. Für ihre Freundin Paula Heisterkamp bietet es sich an, wenn es in der eigenen Stadt eine Sternwarte gibt. „Hier erfährt man wesentlich mehr, als wenn man die Sonnenfinsternis nur mit den Darstellungen im Internet verfolgen würde.“

Wer sich noch mehr über astronomische Themen informieren möchte oder den Himmel mit dem Fernrohr bei gutem Wetter beobachten möchte, dem sei der jährliche Astronomietag morgen in der Sternwarte ans Herz gelegt. Ab 18 Uhr gibt es hier Vorträge über Kometen, Exoplaneten, den Sternenhimmel und den Mond.