„Ein kleiner Schritt für mich, aber ein großer Schritt für die Menschheit.“ Eines der bekanntesten Zitate der Menschheitsgeschichte. Doch schon acht Jahre bevor der amerikanische Astronaut Neil Armstrong im Jahre 1969 den Mond betrat, gab es den ersten Menschen im Weltall. Es war der russische Kosmonaut Juri Gagarin. Und anlässlich seines ersten Raumfluges wurde auch in diesem Jahr, fast auf den Tag genau 50 Jahre später, zum zweiten Mal auch in Rostock Yuri's Night gefeiert.

Auch der zweite Vortrag „Mars – Der rote Planet im Visier der Wissenschaft“ war nicht weniger spannend. Da der Tag der Astronomie ebenfalls auf den 9. April fiel, war auch abends noch volles Programm in der Sternwarte. So konnten Himmelsbeobachtungen durchgeführt werden und der Planetengarten wurde eröffnet. In diesem können Schüler zukünftig spielend die Planeten kennenlernen. Maßstabsgetreue Modelle aller Planeten wurden in einer Art Irrgarten angelegt. Leider ist die Buchsbaumhecke noch sehr klein, sodass man noch nicht wirklich von einem Irrgarten sprechen kann.
Yuri's Night fand deutschlandweit in elf Städten statt. Dabei war Rostock die nördlichste Station. Hauptveranstalter waren die Universität Rostock, der Verein „Rostock denkt 365°“ und der Bunker Rostock. Michael Lüdtke vom Verein führte dann auch im Hörsaal der CJD Christophorusschule durch das Vortragsprogramm. Zusammen mit Eberhard Rödel von der Raumfahrtzeitschrift „Raumfahrt Concret“ begrüßte er die anwesenden Gäste und Wissenschaftler.

Nach ihm sprach Ludmilla Pavlova-Marinsky. Die Redakteurin und freischaffende Journalistin hat im März das Buch „Juri Gagarin – Das Leben“ veröffentlicht. Darin beschreibt sie das Leben und auch den tragischen Unfalltod des Kosmonauten. Er war der beste Freund ihres Vaters, sodass er für sie nur „Onkel Juri“ war. So ist das Buch auch in einer sehr persönlichen Art geschrieben. Diese persönliche Verbundenheit merkte man ihr auch während ihres Vortrags an.
Im Foyer der Schule gab es viele Aussteller, die Historisches, aber auch sehr Modernes rund ums Thema Raumfahrt präsentierten. So konnte man zum Beispiel an Schautafeln der Schüler noch mal alles Wichtige zu Juri Gagarin nachlesen. Außerdem wurden Bücher verkauft, die Rolle der Erdbeobachtung erläutert und sogar ein Quadrocopter vorgeführt. Dieser Flugroboter dient zur Gewinnung von Geo- und Umweltdaten.

Wer nach dem langen Tag noch nicht genug hatte, konnte abends noch zu einer Filmführung mit anschließender Space-Party in den Bunker gehen.



