
Um den internationalen Erfolgen in der Raumfahrt Tribut zu zollen, finden deshalb in diesen Tagen weltweit Gedenkfeiern statt. Ausgetragen wurde die erste „Yuri’s Night“ bereits im Jahr 2001 in den USA, durch das Projekt „Space Generation Advisory Council“, kurz SGAC.

Ausgetragen wurde die Veranstaltung im Gebäude der Europäischen Wirtschafts- und Sprachenakademie (EWS) am Kabutzenhof. Dort konnten sich die Besucher unter anderem in verschiedenen Vorträgen ein Bild über die Geschichte der Raumfahrt und die Historie des Rostocker Flugzeugbaus machen.
Inhaltlich reichten die Vorträge von Rückblicken, wie „Aufbruch ins Raketenzeitalter“ (Holger Björkquist, Förderkreis Luft- und Raumfahrt Mecklenburg Vorpommern e.V.) bis zu aktuellen Entwicklungen, wie den „Hitech-Innovationen aus dem Bereich Raumfahrt“ (Jan Montau, Rostock-System-Technik GmbH). Den Abschluss bildete am Abend der Dokumentarfilm „Fliegerkosmonauten – Space Sailors“, der unter der Regie von Marian Kiss entstanden ist.
Auch prominente Gäste waren anwesend. So konnten Professor Dieter B. Herrmann, der ehemalige Moderator der Wissenschaftssendung „AHA“, sowie der NASA-Botschafter und Ehren-Astronaut Hans-Joachim Roloff für die Veranstaltung gewonnen werden. Außerdem anwesend: Heinz Boback, der wie Juri Gagarin ebenfalls die Ausbildung zum Kosmonauten durchlaufen hat.

Die Palette reichte von der Wostok 1 bis zur ISS Raumstation und dem Hubble Weltraum Teleskop. Gebaut wurden die Modelle von Bernd Lietzow vom Astronomischen Verein e.V. unter Mithilfe von Schülern der 8. und 9. Klasse. Ein Hobby, das Lietzow schon seit seiner Kindheit mit Leidenschaft betreibt.
Doch nicht nur den erwachsenen Besuchern wurde etwas geboten, auch die Kinder kamen voll auf ihre Kosten. So konnten sie sich beispielsweise als Kosmonaut fotografieren lassen und sich damit selbst ein bisschen wie Gagarin fühlen.

Selbst aktiv werden konnte man natürlich auch. So wurden unter Anleitung fleißig Raketen und sogar ein Airbus A350-800 aus Papier gebastelt.

Wer nach Vorträgen, Raketenstarts und Dokumentarfilm noch nicht müde war, der konnte am späteren Abend auf der „Space-Party“ im ST-Club noch weiterfeiern.
„Wie es weitergeht, steht im wahrsten Sinne des Wortes in den Sternen.“ So äußerte sich Bernd Lietzow in seinem Vortrag, mit Blick auf das eingestellte Constellation Programm zur Zukunft der Raumfahrt.
Die Zukunft von „Yuri’s Night“ steht dagegen nicht in den Sternen. Für das nächste Jahr soll sich bereits Sigmund Jähn, der erste Deutsche im Weltraum, angekündigt haben, wenn es dann heißt: 50 Jahre bemannte Raumfahrt.