
„Das ist ein ganz zentrales Ereignis für die Physik,“ freute sich Professor Dr. Stefan Lochbrunner, Leiter des Instituts für Physik. „Das neue Gebäude wird unsere Arbeitsbedingungen fundamental verändern.“

Diesen und noch weiteren technischen Anforderungen soll der neue Gebäudekomplex nun genügen. Für 52 Millionen Euro werden bis Mitte 2013 ein Lehr- und ein Forschungsgebäude errichtet. Beide Häuser werden durch eine 13 Meter lange, verglaste Brücke im ersten Obergeschoss miteinander verbunden.
Das Lehrgebäude beherbergt Hörsäle, Seminarräume und Verwaltungsräume. Der Forschungsbau „Leben, Licht und Materie“ ist ein modern ausgestattetes Laborgebäude für fachübergreifendes Forschen. Insgesamt wird eine Nutzfläche von etwa 9.400 qm zur Verfügung stehen.

Doch bevor es soweit ist, musste erst einmal eine Idee her, wie man bei Minusgraden und gefrorenem Boden den ersten Spatenstich für den Neubau durchführen soll. Für diesen ungünstigen physikalischen Zustand hatte Bauminister Volker Schlotmann aber eine Lösung parat und schlug vor TNT zu nehmen, um ein Loch in den Boden zu sprengen. „Das wäre medial auch mal was völlig Neues,“ heiterte er die von Frost geplagten Gäste auf. Beim nächsten Mal vielleicht. Für heute sollten erst einmal Spaten und ungefrorener Sand, der zuvor auf der Schneedecke ausgetragen wurde, für den symbolischen Spatenstich genügen.