
Alle waren bei bester Laune. Der eine oder andere zupfte noch einmal an seiner Trainingsjacke herum oder band sich die Turnschuhe richtig fest. Da rief mit einem Mal jemand alle jungen Sportler zusammen. Sie formierten sich und eine Art imaginäre Startlinie wurde gebildet. Dann hörte ich nur noch: „Auf die Plätze, fertig, LOS!“ und schon zischten sie dahin. Zunächst die ganz Wackeren und Schnellen, schließlich Langsamere und endlich nahezu dahin schleichende Mädchen und Jungen.


Neben etwas Konditionstraining galt es doch, auch eine möglichst hohe Summe an Spendengeldern zu erlaufen. Alle teilnehmenden Schüler hatten sich im Vorfeld der Veranstaltung eigene Sponsoren gesucht. Das konnten die eigenen Eltern und Verwandte, aber auch Bekannte oder gar Unternehmen sein. Wobei natürlich die Devise galt, je mehr Sponsoren, desto besser. Während des Laufes zählten dann die Klassenleiter alle zurückgelegten Runden ihrer Schüler und bestätigten deren Anzahl auf einem Spendenzettel durch ihre Unterschrift. Schließlich werden die Sponsoren den vorab ausgehandelten Betrag für jede zurückgelegte Runde an die Läufer zahlen und die Spendengelder werden in der Schule gesammelt.

Zwei junge Herren fielen mir dann auch noch auf. War etwa die Angst vor einem womöglich unerwartet hereinbrechenden Schneesturm der Grund für die gewählte Kopfbedeckung? Oder hatten beide gerade noch einen letzten Winterschnupfen auskurieren müssen? In ihren Pudelmützen gaben sie jedenfalls ein putziges Bild ab.
Diejenige Klasse, die den höchsten Spendenbetrag pro Schüler erzielt hat, darf sich auf eine besondere Überraschung freuen.
Freuen werden sich gewiss aber die Kinder der Rostocker Uni-Klinik. Denn der Erlös des Frühjahrslaufes wird ihnen zugutekommen. In Absprache mit der dortigen Kinderstation soll Spielzeug für die Kleinen gekauft werden. Sie erhielten bisher zwar eine äußerst hochwertige medizinische Versorgung, konnten aber die Freude am Spielen durch den Mangel an Spielzeug nicht immer genießen. Dies soll nun geändert werden, haben sich die Schüler des Erasmus-Gymnasiums gedacht.
Eine wunderbare Aktion. Lernen doch die jungen Sportler hier, dass man gemeinsam etwas Gutes tun, anderen helfen und ein wenig die Welt verbessern kann. Sie können wirklich stolz auf sich sein! Ich hoffe, es wird eine recht ansehnliche Summe zusammenkommen.