Vor dem Meeting noch schnell den Content updaten, einen Coffee to go bestellen oder mal eben im Internet googeln. Anglizismen nehmen in unserem heutigen Wortschatz einen immer größeren Platz ein. Schlägt man eine Zeitschrift oder Zeitung auf, fallen einem zunehmend die sogenannten „denglischen“ Modevokabeln auf. Die Straßenzeitungen „STROHhalm“ und „die Straße“ folgen diesem Trend jedoch nicht. „Mit Texten in gutem und schnörkellosem Deutsch nennen sie die Dinge klar beim Namen, ohne dabei auf die Verwendung von Anglizismen zurückzugreifen“, so Volker Miske und Wilhelm Hesse vom VDS über die Zeitungen.
Am Vorabend des Tags der Deutschen Sprache am 13. September 2014 bekamen die zwei Straßenmagazine daher den Sprachpreis „Sprachvorbild 2014“ verliehen. „Wir freuen uns alle sehr, dass zum Tag der Deutschen Sprache die Institutionen ins Licht der Öffentlichkeit gerückt werden konnten, die es aufgrund ihres sozialen Engagements verdient haben“, freute sich VDS-Mitglied Miske. Beide Zeitungen verfolgen das Ziel, das verzerrte Bild von Menschen im sozialen Abseits in der Öffentlichkeit gerade zu rücken. Mit dem Verkauf der Zeitung wird hilfebedürftigen Menschen sowohl eine neue Beschäftigungsmöglichkeit als auch eine erste finanzielle Grundlage gegeben, um ihre nicht immer selbstverschuldeten Probleme lösen zu können.


Bereits seit 2011 vergeben die Mitglieder der Regionalgruppe Rostock den Titel Sprachvorbild an Personen, die durch eine verständliche und klare deutsche Sprache hervorstechen. Im letzten Jahr wurde Max Stefan Koslik, stellvertretender Chefredakteur der „Schweriner Volkszeitung“, Sprachvorbild 2013.