

Denn die Schriftsteller teilen mehr als nur das harte Bett. Nach und nach lernen sich Justus und Waldemar kennen und finden heraus, dass mehr als nur die Schreibwerkstatt hinter ihrem Besuch in Mecklenburg steckt. Dabei nimmt die Geschichte einige überraschende Wendungen bis schließlich klar wird, dass …
Naja, eigentlich ist das alles gar nicht so klar. Ob wirklich jemand umgebracht werden soll, ob der Wodka nur Fassade ist und was es mit dem mysteriösen Bestsellerautor Emanuel von Weitling auf sich hat, wird nur angedeutet. Dabei passiert in dem Kammerspiel aber so viel, dass es nicht ganz leicht fällt, den Überblick zu behalten. Wenn man dann auch noch das Motto des Stückes in Betracht zieht – „Alle Schriftsteller sind Lügner“ – kommt man fast nicht drum herum, die Stachelbären ein zweites Mal zu schauen, um die Rätsel zu lösen.
Das ist auch gar nicht schlimm, denn die Rolle des Justus Klaus ist doppelt besetzt. Am kommenden Sonntag übernimmt Karsten Voigt die Rolle. Theaterleiter Torsten Malter schwärmt von der Arbeit mit den beiden Schauspielern: „Zwar gab es eine grobe Vorgabe für die Geschichte, richtig vorangebracht haben uns aber die gemeinsamen Proben, in denen alle zusammen viele Ideen entwickelt haben.“

„Stachelbären beißen nicht“ mischt gekonnt verschiedene Genres. Ein bisschen Krimi, ein bisschen Freundschaft und viel Humor ergeben ein sehr symphatisches und intelligentes Kammerspiel. Damit fällt der Auftakt der Spielzeit 2012/13 des Theaters am Ring zwar etwas leiser, nicht aber weniger unterhaltsamer aus als sonst. Ende des Monats steht dann wieder das volle Ensemble bei der Wiederaufnahme von Schillers „Die Räuber“ auf der Bühne.