
Die Vorsitzende des Warnemünde Vereins, Astrid Voß, freute sich gestern über die so zahlreich erschienen Gäste des 16. Stromerwachens in Warnemünde. Ferner erklärte sie: „Der Schnee türmte sich noch tief, als wir mit unseren Partnern anfingen, dieses Wochenende zu planen“. Genauso lange aber freue sich der Verein auch schon auf diese Festtage, betonte sie.
Mit dem Stromerwachen wurde traditionell die Warnemünder Saison eröffnet. Zugleich fand das 6. Drehorgeltreffen in Warnemünde statt. Seit 2000 treffen sich alle zwei Jahre Drehorgelspieler aus ganz Deutschland und Europa, um mit ihren historischen mechanischen Orgeln und dem Warnemünder Publikum ein freudiges Drehorgelfest zu feiern. Aus ihren musikalischen Zauberkästen erklangen fröhliche Schlager, Evergreens und Volkslieder.

Er führte weiter aus, dass sein Club habe mehr als tausend Mitglieder aus 16 Nationen habe. Viele Mitglieder seien schon etwas älter. Doch halte das Spielen der Drehorgel nun einmal jung. So gäbe es etwa Drehorgelfreunde, die gerade 90 geworden seien und dennoch mit ihren Orgeln nach Paris oder Wien reisten. In seinen Grußworten dankte er abschließend in heiterem Ton den Warnemündern dafür, „dass sie das ertragen, drei Tage lang Gedudel“.



Ich schlenderte ein wenig vor mich hin, da begegneten mir und meiner Kamera die Drehorgelspieler Leo Schiffer und Edith Kuhlmann aus Brunsbüttel.

Edith Kuhlmann verriet mir noch, dass die Hunde die vielen Reisen ganz prima mitmachen würden. Die beiden spielen einzeln oder im Duett auf modernen und historischen Drehorgeln. Ihr musikalisches Repertoire reicht dabei von Klassik über Jazz, Rock und Pop bis hin zu Evergreens und Schlagern. Musik zum Tanzen, Schmusen, Schunkeln und Mitsingen steht bei ihnen auf dem Programm.
Ich musste mich aber leider schon wieder von ihnen verabschieden, wollte ich doch unbedingt noch am Alten Strom entlang spazieren, das Handwerkerdorf am Leuchtturm in Augenschein nehmen und eine Runde mit dem Riesenrad drehen.
Mein Weg zum Riesenrad führte entlang des Alten Stroms. Ich kam an den unterschiedlichsten Marktständen vorbei. Da wurden Schmuckstücke, Holzspielzeug, Kitsch und Dekoartikel, Glaskunstwerke, Schuhe und Dufthölzer angeboten. Ein kunterbuntes Angebot, wie geschaffen für einen gemächlichen kleinen Wochenendbummel. Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt. Crépes, Räucherfisch, Kuchen, Bier, Mutzen und Rostocker Rauchwurst. Was immer auch das Herz oder der Magen begehrte, hier wurde man fündig.

Mit jedem Schritt erhob sich mein Ziel, das Riesenrad, höher in den Himmel. In diesem Jahr war es zum ersten Mal direkt am Strand aufgebaut worden. Ich freute mich schon auf den Ausblick übers Meer und musste auch gar nicht lange warten, um einen Platz in einer der runden und schaukligen Hängekabinen zu ergattern. Am Himmel war kaum eine Wolke zu sehen und so war der Ausblick überwältigend. Ich konnte nicht nur ganz Warnemünde, sondern auch die tiefblaue Ostsee weithin überblicken.

Das Handwerkerdorf am Leuchtturm wollte ich mir abschließend noch anschauen. Da herrschte eine biergartenähnlich fröhliche Stimmung und es gab neben einer Besenbinderei, einer Bernstein-Manufaktur auch eine Böttcherei zu entdecken.

Auch die nächsten Tage ist noch viel los im Ostseebad. Wie wäre es mal wieder mit einem kleinen Ausflug?