
Für diese Veranstaltung stand einer der großen Tagungsräume des Biomedizinischen Forschungszentrums zur Verfügung. Das BMFZ vereint Wirtschaft und Wissenschaft in einem modernen Gebäudekomplex und soll Rostock als Wirtschaftsregion langfristig fördern und entwickeln.

Im Laufe des Abends gab es drei Vorträge über Methoden zur Reinigung des Blutes zu hören. Den Anfang machte dabei Prof. Dr. Steffen Mitzner, Facharzt für Innere Medizin und Leiter der Forschungsgruppe Extrakorporale Detoxikation an der Rostocker Universität.

1959 wurde in Rostock die erste Dialyse vorgenommen, bis 1961 gab es hier immerhin 120 Dialyse-Behandlungen mit der „Moeller-Niere“, aber schon ab Ende der 60er Jahre befanden sich diese Maßnahmen in einem rasanten Aufstieg. Der Nachfolger KN501 wurde zu DDR-Zeiten sogar in Rostock entwickelt. Damit feiern die Blutreinigungsverfahren in Rostock 2009 ihr 50-jähriges Jubiläum.
Der nächste Gast, Dr. Jan Stange, ist ebenfalls Wissenschaftler in der Abteilung Nephrologie und Dialyse an der Universität Rostock. Zusammen mit seinem Vorredner Steffen Mitzner hat er 1991 in Rostock die künstliche Leber MARS entwickelt, einen blau-grünen Kasten, der ebenso futuristisch aussieht wie sein Name vermuten lässt. Im Gegensatz zu seinem Konkurrenzprodukt „Prometheus“ entfernt MARS nur die Giftstoffe und nicht gleichzeitig auch die Eiweiße aus dem Blut des Patienten. 1993 wurde er erstmals ausprobiert und findet heute weltweite Anwendung.
Nach den Vorträgen und der Besichtigung der genannten Dialyse-Maschinen gibt es auf dem Flur ein reichhaltiges kaltes Buffet, während die offene moderne Architektur des BMFZ sowie die neuen Erkenntnisse aus den Vorträgen eindrucksvoll wirken.