
Doch bevor Thees Uhlmann in die Seiten griff, durfte die kanadische Band Imaginary Cities ihr Können auf der Bühne präsentierten. Besonders Sängerin Marti Sarbit sorgte dafür, dass die Nordamerikaner das Rostocker Publikum im Sturm eroberten. Sie strahlte förmlich auf der Bühne. Sie tanzte, sprang und sang sich in die Herzen der Zuhörer. Man konnte sich das Grinsen einfach nicht verkneifen, wenn man ihr beim verrückten, aber unfassbar sympathischen Rumgehüpfe zusah.

Neben Kuhn an der Gitarre begleiten den Wahlberliner Uhlmann noch Nikolai Potthoff an der zweiten Gitarre, Julia Hügel am Klavier, Markus Perner am Schlagzeug und Hubert Steiner am Bass.

Doch nicht nur Weltstädte standen auf der Liste. Den Song „Lat: 53.7 Lon: 9.11667“ widmete er allen Leuten, die aus Städten mit weniger als 10.000 Einwohnern kamen. Der nächste Abstecher führte nach Berlin, jedoch nur um die Geschichte eines Songs zu erzählen. Er saß mit seinem Kollegen Olli Schulz zusammen und trank Bier, als auf einmal ein alter Mann vorbeikam. Dieser sagte den Satz: „Was man in der Jugend sündigt, zahlt das Alter einem heim.“ Uhlmann berichtet: „Ich sagte zu Olli: Ey Schulz! Meine Platte kommt früher, den Satz klau ich mir.“ So ist der Song „Sommer in der Stadt“ auch diesem alten Mann gewidmet.
Ob nun an der Gitarre festhaltend, mit Mundharmonika im Mund oder einfach singend und tanzend, Thees Uhlmann lebte jeden Moment des Abends, das konnte man spüren. Immer wieder grinste er breit und fast schon schüchtern bedankte er sich bei den Fans, aber auch beim M.A.U. Club. Die musikalische Reise kam zum Ende, als die Band für die Zugabe in „Paris im Herbst“ ankam.
Kurz vor dem Ende gelang es dem bekennenden St. Pauli Fan sogar, ein Rostocker Publikum dazu zu bringen, bei einem Lied über den gegnerischen Verein laut mitzusingen, was schon fast an ein Wunder grenzt. Überhaupt zeigte sich nicht nur der Künstler von seiner besten Seite, auch die ungefähr 700 Zuschauer waren bis zum Schluss begeistert. So kamen Uhlmann und Band sogar noch ein weiteres Mal auf die Bühne, obwohl die Musik vom Band schon losgegangen war. Sie spielten noch einen Refrain, begleitet von den melodiösen „UHHHHHHS“ aus dem Publikum und verabschiedeten sich dann endgültig mit dem Zitat: „Without you, we are nothing.“

In einem weiteren Song beschreibt Thees Uhlmann „die Wahrheit in 17 Worten“. Auch den gestrigen Abend kann man auf 17 Worte reduzieren: „Ein umwerfend gutes Konzert, das gute Laune ohne Ende verbreitet hat und nach einer baldigen Wiederholung schreit.“ Danke Thees, du bist hier immer willkommen, ob mit Band oder solo!
Fotos vom Thees Uhlmann Konzert im Rostocker M.A.U. Club

Julia Hügel, Nikolai Potthoff und Thees Uhlmann 
Imaginary Cities in Rostock 
Julia Hügel und Nikolai Potthoff 
M.A.U. Club Rostock: Thees Uhlmann & Band 
Thees Uhlmann & Band 2011 in Rostock 
Rusty Matyas und Marti Sarbit 
Thees Uhlmann im M.A.U. 2011 
Thees Uhlmann mit schweißnasser Stirn 
Tobias Kuhn und Hubert Steiner 
Thees Uhlmann und Tobias Kuhn