Trinkwasserpreise und Abwassergebühren bleiben 2016 stabil

Der Warnow-Wasser- und Abwasserverband und Eurawasser stellen ihren Jahresplan für Investitionen und Sanierungen 2016 vor, Preise und Gebühren bleiben stabil

5. Dezember 2015
WWAV-Geschäftsführerin Katja Gödke und Robert Ristow, Geschäftsführer der EURAWASSER Nord GmbH (Foto: Bernd Hagedorn)
WWAV-Geschäftsführerin Katja Gödke und Robert Ristow, Geschäftsführer der EURAWASSER Nord GmbH (Foto: Bernd Hagedorn)

Die Trinkwasserpreise und die Abwassergebühren des Jahres 2015 werden auch 2016 gelten. Dieses beschloss am 03. Dezember 2015 die Verbandsversammlung des Warnow-Wasser- und Abwasserverbandes (WWAV), dem die Hansestadt Rostock und 29 Gemeinden im nordöstlichen Teil des Landkreises Rostock angehören, in Übereinstimmung mit der Eurawasser Nord GmbH.

Nach der Preissenkung zum 01.01.2015 wird das Trinkwasser einschließlich Umsatzsteuer auch weiterhin 1,83 EUR/m³ kosten. Die Gebühr für die Schmutzwasserbeseitigung beträgt unverändert 2,86 EUR/m³ und für die Regenwasserableitung 0,30 EUR/m². Unverändert bleiben auch die Grundpreise und Grundgebühren. Die Entleerung der privaten Kleinkläranlagen kostet weiterhin 35,76 EUR/m³ Schlamm und für die Entleerung der abflusslosen Gruben werden unverändert 7,37 EUR/m³ fällig. Einmalige Anschlussbeiträge werden im WWAV nicht erhoben.

Katja Gödke, Geschäftsführerin des Warnow-Wasser- und Abwasserverbandes, verdeutlichte: „Damit bleiben für die rund 260.000 Einwohner, aber auch für die Industrie- und Gewerbekunden im Versorgungsgebiet des WWAV die Trinkwasserpreise und die Abwassergebühren ein weiteres Jahr stabil. Möglich wurde dies vor allem durch die anhaltend positive Entwicklung des Wasserverkaufes in Rostock und im Rostocker Umland. Die Effekte daraus führen zur Stabilität der Preise und Gebühren.“

Weiterhin beschloss die Verbandsversammlung eine Umstellung der jetzt zweimonatlichen Vorauszahlungen der Preise und Gebühren auf eine monatliche Zahlung ab der jeweils nächsten Trinkwasserrechnung bzw. dem jeweils nächsten Abwassergebührenbescheid. Die Umstellung geschieht im Kundeninteresse, um mit niedrigeren Vorauszahlungsbeträgen eine feste monatliche Größe im Haushaltsplan der Kunden zu schaffen. Hiermit verbunden ist zudem die Hoffnung, einen höheren Anreiz für die Kunden zu schaffen, am SEPA-Lastschriftverfahren teilzunehmen.

Die Verbandsversammlung beschloss ebenfalls ein anspruchsvolles Investitions- und Sanierungsprogramm. Danach werden im Auftrag des WWAV im kommenden Jahr durch die Eurawasser Nord GmbH rund 14,5 Mio. Euro für die Erweiterung und Sanierung der wasserwirtschaftlichen Anlagen eingesetzt.

Der Schwerpunkt liegt im Jahr 2016 wiederum in der straßenbaubegleitenden Sanierung von Trinkwasserleitungen und Abwasserkanälen in der Hansestadt Rostock. Hervorzuheben sind dort für das Jahr 2016 insbesondere die geplanten Baumaßnahmen in der Maßmannstraße/Ulmenstraße, im Asternweg, in der Bleicherstraße, der Badstüberstraße und in der Seestraße 2. BA in Warnemünde, vorbehaltlich der Fördermittelvergabe an die Hansestadt Rostock. Als größte Einzelmaßnahme schlägt die Sanierung der großen Abwasserdruckleitung im Patriotischen Weg vom Abwasserpumpwerk, über den Kabutzenhof bis in die Doberaner Straße mit 1,3 Mio. EUR zu Buche. Am Schillerplatz, in der Freiligrathstraße und in der Bahnhofstraße wird ebenfalls gebaut. Im Gebiet des Zweckverbandes Wasser Abwasser Rostock-Land werden Leitungen und Kanäle im Birkenweg in Sievershagen, im Schmiedeweg in Dummerstorf und im Tannenweg in Ziesendorf saniert.

Zur Sicherung der Ver- und Entsorgungssicherheit wird es 2016 außerdem Sanierungen in den Wasserwerken und auf den Kläranlagen geben. Robert Ristow, Geschäftsführer der Eurawasser Nord GmbH präzisiert: „Im Wasserwerk Rostock betrifft dies die Schaltanlagen im Maschinenhaus und auf der Zentralen Kläranlage Rostock das Vorklärbecken 2.“

Mit einem Anteil von 43 % bilden die Investitionen und Sanierungen im Bereich Niederschlagswasser den größten Anteil am Gesamtbudget des Jahres 2016. Damit stellen sich Verband und Eurawasser den wachsenden Herausforderungen aus extremen Niederschlagsereignissen sowie den Forderungen des Wasserhaushaltsgesetzes nach verstärkter Trennung von Mischwasserkanälen in Schmutz- und Niederschlagswasserkanäle. Die Optimierung der sogenannten Entwässerungsleitachsen in der Hansestadt Rostock wird eine wichtige Aufgabe der kommenden Jahre sein.

Quelle: Eurawasser Nord GmbH, Foto: Bernd Hagedorn

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