
Aus diesem Grund fand in den letzten beiden Tagen ein Arbeitstreffen der Jugendkommission der Union of the Baltic Cities (UBC) in Warnemünde statt. 31 Jugendliche und mit Jugendarbeit befasste Beschäftigte der Kommunen aus elf Städten in Dänemark, Estland, Finnland, Lettland, Russland, Schweden und Deutschland trafen sich, um Ideen auszutauschen und gemeinsam Projekte zu entwickeln.

Viele organisieren Informationsangebote zur Berufswahl, bieten Seminare an oder vermitteln Sommer-Jobs für Schüler.
„Für uns ist wichtig, dass die Belange Jugendlicher auch in der kommunalen Politik ausreichend berücksichtigt werden“, sagt Robert Lang. Der 21-jährige Student aus Estland engagiert sich in der Sport- und Jugendarbeit seiner Heimatstadt. Vor vier Jahren hat er zum ersten Mal an einem Treffen der Jugendkommission der Union of the Baltic Citys teilgenommen und schätzt seither den Austausch: „Man bekommt neue Ideen und viele nützliche Tipps, wie man diese umsetzen kann.“

Der Fragebogen kann noch bis Dezember beantwortet werden. Trotzdem wurden auf dem Arbeitstreffen schon die ersten Zwischenergebnisse ausgewertet.
Demnach hat eine große Mehrheit der befragten Städte der UBC eine Strategie für ihre Jugendarbeit in ihrer politischen Agenda vorgesehen (64%) oder plant eine solche aufzunehmen. Nur für vier Prozent spielt dieses Thema keine Rolle.
Die Union of the Baltic Cities (UBC) ist eine Vereinigung von über 100 Ostseestädten und dient als dezentrales Netzwerk grenzüberschreitender kommunaler Zusammenarbeit im Ostseeraum. Rostock war vor 19 Jahren Gründungsmitglied der UBC. Die Jugendkommission (Commission on Youth issues) der UBC gehört zu den jüngsten. 80 Städte aus acht Ländern beteiligen sich an ihrer Arbeit.