Kindermenschenkette für Kinderrechte
UNICEF organisiert am Neuen Markt eine Aktion für Kinderrechte
14. September 2011, von Tobias
Im Rahmen der Rostocker Aktionswoche „Unsere Stadt in Kinderhände“ im Vorlauf des Weltkindertags rief UNICEF alle Kinder der Stadt dazu auf, sich an einer Veranstaltung zu beteiligen. Auf dem Neuen Markt, direkt vor dem Rathaus sollte eine Kinderkette gebildet werden.
Hieran beteiligten sich zahlreiche Kinder aus Rostock und Umgebung. Als die Kette aufgereiht vor dem Rathaus stand, riefen die Kinder wieder und wieder im Chor: „Kinder haben Rechte“. Dabei ging es sowohl um Kinderrechte weltweit als auch speziell in Rostock. „Ausgaben für Bildung, Freizeit- und Sportmöglichkeiten dürfen nicht gekürzt werden“, erklärte Kristine Karstens von UNICEF Rostock den direkten Appell in Richtung Rathaus.

Auch in etwas größeren Rahmen, deutschlandweit, machte man sich Gedanken. So sei es auch ein Anliegen, die Regierung dazu zu bewegen, Rechte für Kinder explizit im Grundgesetz zu verankern. Derzeit wären diese nicht ausdrücklich formuliert, sondern nur als Teil der allgemeinen Menschenrechte. Alles Weiterreichende sei lediglich eine stillschweigende Übereinkunft, aber keine verbindliche Rechtsgrundlage nach dem Grundgesetz.
Auffälliger und extremer seien Kinderrechtsverletzungen natürlich in vielen Entwicklungsländern. Die Verweise darauf ergaben sich in der Kundgebung dann aber vor allem durch die Verwendung afrikanischer Trommelklänge, die zur Musikuntermalung verwendet wurden. Nichtsdestotrotz ging es den Organisatoren auch um deren Rechte. So müssten für eine gerechtere Welt in jedweder Hinsicht zwangsläufig zunächst auch besonders die Kinderrechte in Dritte-Welt-Ländern gestärkt werden.

Neben der Menschenkette selbst beteiligten sich die Kinder auch an der Gestaltung von zahlreichen Tapeten und Plakaten. Diese wurden anschließend an die Stadt Rostock übergeben. Zu den beteiligten Kindern gehörte auch der 7-jährige Alexander, der seine Vorstellung von Kinderrechten knapp auf den Punkt brachte. „Es soll allen Kindern gut gehen“, sagte er. Diesem Wunsch stimmten wohl nicht nur alle teilnehmenden Kinder zu, sondern auch die Organisatoren. Ihr Ziel war es, zu artikulieren, was Kinder selten alleine ausdrücken können, aber wollen. Mit dieser Kindermenschenkette und der Aktion darum verschaffte man ihnen und ihrer gemeinsamen Stimme nun zusätzlich Gehör.
Abschluss und Höhepunkt der Festwoche wird am Sonnabend ein großes Fest auf dem Universitätsplatz.