

Die ausgewählten Konzepte zeichnen sich durch eine hohe Bandbreite aus, sowohl was die beantragte Summe als auch was die inhaltliche Seite betrifft. Einige Planungen sind so umfangreich, dass mehrere Hunderttausend Euro hineinfließen. Die fünf Bereiche, auf die sich die Projekte erstrecken, sind integriertes Lernen, didaktische Kompetenz, Mentoring und Tutoring, Module und Curricula und Qualitätssicherung.

Im Bereich „integriertes Lernen“ ist das Projekt „Tweedback“ der Fakultät für Informatik und Elektrotechnik und der Universitätsmedizin angesiedelt. Die Namensähnlichkeit mit dem Kurznachrichtendienst Twitter ist dabei nicht zufällig. Denn das vom Projektteam um Professor Dr. Clemens Cap und Professor Thomas Mittlmeier entwickelte Tool soll auf eine ganz ähnliche Weise funktionieren. „In den Vorlesungen nutzen die meisten Studenten eh Laptops und Smartphones, warum nicht auch, um mit dem Dozenten zu kommunizieren?“
Der Dozent bekommt auf einem Gerät dann ein Livefeedback und kann auf häufige Fragen eingehen. Ein Prototyp, der auf einer Tagung eingesetzt wurde, hat schon einmal sehr gut funktioniert. Mit den 60.000 Euro Fördergeld soll die technische Entwicklung, eine didaktische Begleitung und punktuell auch die Lehrsaalausstattung verbessert werden, damit „Tweedback“ überhaupt eingesetzt werden kann. Wenn alles gut läuft, könnten im Frühjahr auch erste universitäre Testläufe starten.
In den nächsten Wochen wird das Team vom Projekt „QualitätsDialog“, in das „Studium Optimum“ eingebettet ist, die Vorbereitungen treffen, damit alle Projekte zum Beginn des Wintersemesters mit der Arbeit anfangen können. Dann geht der Wettbewerb auch in eine zweite Runde, sodass bis zum 4. Dezember Zeit ist, weitere Vorschläge einzureichen, für die dann noch mal fast eine Million Euro ausgeschüttet werden sollen. Wie schnell jedoch merkbare Verbesserungen im Studium einsetzen, bleibt abzuwarten.