Uzume Taiko: Japanese Drum Spirit

Performance und Weltmusik mit japanischen Riesentrommeln am 13. Oktober in der Nikolaikirche

Uzume Taiko
Uzume Taiko

Auf Japanisch heißt „Uzume“ Göttin des Lachens und „Tai­ko“ Riesentrommel. Der Sage nach, geht das traditionelle japanische „Taiko“ Trommeln auf die Göttin Namens „Ame No Uzume No Mikoto“ zurück. Das fröhliche Fabelwesen soll die­se athletische Form des Trommelns den Menschen überliefert haben. Seit Jahrhunderten hat die Kunst des „Taiko“ in Japan einen festen Platz. Es ist verblüffend, mit welcher ungestümen Kraft, Athletik, aber auch Technik getrommelt werden kann. Der Bandname „Uzume Taiko“ bringt nicht nur zum Ausdruck, dass den Zuschauer japanisches Trommeln erwartet, sondern huldigt auch der Urahnin dieses Musikstils.

Uzume Taiko ist ein innovatives Ensemble, das Taiko mit Per­formance- und Weltmusik-Elementen mischt und auch durch besondere Kostüme auffällt. Uzume Taiko haben erkannt, dass Taiko in Reinkultur auf Dauer eine karge Kost sein kann. Daher hat man mit einem Choreographen die Show so gestal­tet, dass synchronisierte Bewegungsabläufe der Trommler für Dynamik, Spannung und Abwechslung sorgen. Die Künstler nützen die gesamte Breite und Tiefe der Bühne aus, umkrei­sen beschwörend ihre Trommeln, agieren untereinander teil­weise in einer martialischen Art und Weise und setzen damit ein ungeahntes Potential an Power und Dynamik frei. Zudem revolutionierten sie das Taiko, indem sie als Erste ihre Trom­meln auf Räder gestellt haben. Von Stück zu Stück werden die Trommeln rasant auf neue Positionen gerollt. Immer wieder verändern sich das Bühnenbild und die Laufwege der Künst­ler. Im Vergleich zu anderen Taiko Produktionen, die durch Gi­gantismus glänzen, erreichen Uzume Taiko mit ihrer Mobilität dieselbe Intensität mit einer erlesenen Schar an Solisten.

Was ist an Uzume Taiko noch wohltuend anderes? Man in­tegriert Perkussions-Instrumente aus Südamerika und Afrika. All das bringt neue Klangfarben und Rhythmen ein. Special Guest der aktuellen Tour ist der Shakuhachi Virtuose Alcvin Takegawa Ramos. Er besitzt den Grad eines Shihan Meisters und gewann den wichtigsten japanischen Wettbewerb für die aus Bambus gefertigte Shakuhachi-Flöte. Zu seinem Reper­toire gehören die auf der Zen-Lehre basierenden traditionellen Stücke – in Japan „koten honkyoku“ genannt – als auch eige­ne experimentelle Werke. Ein Journalist sagte über sein Spiel: „Wenn man Atome atmen hören könnte, dann würde sich das wohl wie die Shukuhachi von Alcvin anhören.“ Alcvin wird zu­dem auf dem australischen Didgeridoo satte Bordunklänge und polyphone Rhythmen unter die Taiko Trommeln legen.

Das Resultat: Ein Uzume Taiko Konzert ist eine äußerst ab­wechslungsreiche Angelegenheit. Alle Trommler der Gruppe haben sich auch mit dem Jazz beschäftigt und bringen die federnde Leichtigkeit und Improvisation mit ins Spiel, die den Jazz auszeichnet. Uzume Taiko ist ein kreatives und für Ein­flüsse der Weltmusik immer offenes Ensemble, das zu Recht, zu den großen Innovatoren des Taiko zählt.

Uzume Taiko wurde 1988 in Vancouver gegründet und ist ein multikulturelles Projekt aus japanischen, chinesischen und ka­nadischen Künstlern mit einer deutlich weiblichen Note. Zwei Drittel der Mitwirkenden sind Frauen. Die Athletik und Wucht des Taikotrommels wird mit weiblicher Eleganz präsentiert. Ohne Uzume Taiko wäre die weltweite Taiko Szene um eine der schillerndsten und kreativsten Erscheinungen ärmer.

Am 13. Oktober ist Uzume Taiko auch in Rostock zu erleben. Die Show beginnt um 20 Uhr in der Nikolaikirche.

Karten gibt es an den bekannten Vorverkaufskassen, im Internet unter www.goliath-show.de und unter der Tickethotline 0381 – 60 93 50 (auch Kartenversand).

Quelle: GOLIATH Show & Promotion GmbH

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