
Gleich zu Beginn der Lesung wurde deshalb für die etwa ein Dutzend Zuhörer in der anderen Buchhandlung Prosecco verteilt.

Eigentlich musste Volker Harry Altwasser mit der Buchpremiere ein gewaltiger Stein vom Herzen gefallen sein, denn damit war eine weitere Hürde auf der doch ziemlich steinigen Etappe der letzten Monate geschafft.
Gerade war der Rostocker Autor als einer von 14 Finalisten des begehrten Ingeborg-Bachmann-Preises aus Klagenfurt zurückgekehrt. Bemerkenswert ist dabei, dass von diesen Finalisten ganze drei aus Mecklenburg-Vorpommern stammen, eine große Ehre für unser auch literarisch dünn besiedeltes Bundesland.

Gestern wurde also der zweite von drei geplanten Bänden der Reihe vorgestellt. Das Buch, ein sogenannter „Abwrackroman“, erzählt die Lebensgeschichte des Jungen Robert Rösch. Dieser gilt als Außenseiter der Gesellschaft, muss ständig wechselnde Stiefväter und die mangelnde Liebe seiner eigenen Mutter ertragen und findet schließlich seinen ganz eigenen Weg aus der Misere.
Die Wandlung, die dabei mit dem Jungen vorgeht, wird an seinen wechselnden Namen deutlich. Letztlich sind Robert Rösch, Volker und Jack ein und dieselbe Romanfigur. „Und wie aus Jack wieder Volker und aus Volker Robert Rösch wird, das lesen Sie lieber selbst“, schloss Volker H. Altwasser seine Buchpremiere ab.
Das Highlight des Klagenfurter Buchpreises war übrigens das alljährliche Fußballspiel der Autoren gegen die Buchkritiker, welches die Autoren mit 0:3 haushoch verloren. Tja, man kommt an König Fußball eben wirklich nicht vorbei ;-)