
Insgesamt zehn Großzuber werden auf dem Wasser schauschwimmen. Beinahe wären es nur neun gewesen. Die Merseburger hatten schon abgesagt, ihr Zuber war in den Fluten des Hochwassers verloren gegangen, das Gefährt aus der Garage verschwunden. Eine Woche später wurde er sechs Kilometer flussabwärts gefunden. Neptun, der den Stöpsel nicht gezogen habe, werde sich am Samstag entschuldigen, sagt Lutz Scheibe.
Nicht nur Großzuber sollen prämiert werden. Auch schwimmfähige Reifen oder andere kleinere liebevoll gestaltete Wassergefährte, die das Publikum mitbringt, sollen auszeichnet werden.
Waschzuber und eine Woche später die Drachenboote auf dem Alten Strom, über 600 Boote auf der Ostsee und 937 Meter Kreuzschifffahrtlänge am Passagierkai - die erste maritime Großveranstaltung, die 76. Warnemünder Woche vom 5. bis 14. Juli 2013 steht an.
Flankiert wird das Treiben auf dem Wasser vom Warnemünder Sommerfest an Land. Mit abwechslungsreichen Veranstaltungen, „die zwischen Traditionspflege bis zu modernen Programmpunkten nichts zu wünschen übrig lassen“, wirbt Organisator Jörg Bludau. Bei 80 Programmbeiträgen werden gut 800 Menschen involviert sein. Auf einer ein Kilometer langen Bummelmeilen präsentieren sich 100 Händler. Livemusik von der HMT und vielen anderen vor allem regionalen Künstlern gibt es auf der Bühne am Leuchtturm. Aber auch Gäste begrüßt das Ostseebad Warnemünde: Trachtengruppen und Shantychöre aus ganz Deutschland haben sich traditionell wieder für das zweite Wochenende der Warnemünder Woche angesagt. Auch die Beachhandballtage gehören zum festen Programm und locken etwa 500 Sportler an den Strand.
Los geht es morgen um 10 Uhr mit dem „12. Niege Ümgang“, ein Umzug durch die Straßen Warnemündes bei dem Vereine und Unternehmen in bunter Aufmachung für gute Laune sorgen. 3000 Aktive erwartet Inge Regenthal vom Warnemünder Verein: „Wir haben keine Teilnehmersorgen, sondern Platzsorgen.“ Auch weil der Zug immer länger wird, gibt es in diesem Jahr sogar eine vierte Band. Ein 60-köpfiges Tambourchorps aus Dänemark wird zusätzlich die Straßen beschallen. Außerdem bereiteten die Baustellen auf der traditionellen Route im Vorfeld Bauchschmerzen. Doch die sollen nun bis zum Start beseitigt sein.
