„Warnow in Flammen“ hieß es gestern Abend von Warnemünde bis zum Rostocker Stadthafen. Nein, abgebrannt ist der Fluss nicht und es brach auch keine Panik unter den zahlreichen Schaulustigen aus.
Stattdessen legten viele ihren Kopf entspannt in den Nacken und bestaunten das Höhenfeuerwerk, welches sich in etwa 200 Metern Höhe entlang der Warnow abspielte. Anlässlich der 20. Hanse Sail wurden in diesem Jahr die beiden traditionellen Höhenfeuerwerke in Warnemünde und im Rostocker Stadthafen durch Zwischenstationen miteinander verbunden.



„Das ist toll!“, rief er trotz der späten Abendstunde noch hellwach und zeigte sich von den Spiegelungen der Lichteffekte im Wasser stark beeindruckt. Seine jüngere Schwester Pauline konnte jedoch nur noch mit Mühe ihre Augen aufhalten und das Schauspiel beobachten. Lieber schmiegte sie sich an die Schulter ihres Vaters, bei dem sie auf dem Arm saß. Für viele Zuschauer war das Feuerwerk ein krönender Abschluss eines langen und ereignisreichen Hanse Sail Tages.

Auch in diesem Jahr hatte er sich wieder am Warnowufer gegenüber den Silos positioniert und etwa 750 Kugelbomben und Feuerwerkskörper aufgebaut. Für das Rostocker Publikum hatte er auch einige neue Bilder mitgebracht.
Das Feuerwerk folgt einer ausgeklügelten Dramaturgie. „Man merkt, dass es auf das Finale zugeht. Dann werden die Kaliber immer größer“, erklärte er zum Ablauf des Feuerwerks.

Auch von den Schiffen erschallten zum Abschluss die Hörner und sorgten noch einmal ordentlich für Stimmung. Dann kehrte wieder etwas Ruhe ein und Pauline (und sicherlich auch viele andere) konnten endlich ins kuschelige Bett hüpfen.