
Spruchbanner, Kerzen und der legendäre Stern als Symbol der friedlichen Revolution durften selbstverständlich auch nicht fehlen. Ein Opi ging an einem Banner vorbei und meinte: „Da habt ihr so recht. Das ist immer noch nicht besser!“
Am Ende des ersten Programmteils auf dem Marktplatz setzte sich der Erinnerungszug mit ca. 1000 Teilnehmern in Gang. Begleitet von der Polizei wurde das ehemalige Klubhaus der Volksmarine, das „Ständehaus“, angesteuert. Studenten der Hochschule für Musik und Theater (HMT) gestalteten ein Programm mit Blechbläsermusik und Zitaten von 1989 gehaltenen Reden. Die Menge blieb zusammen und lauschte den Darbietungen. Kuschelig aneinander gestellt sah man viele nickende Gesichter.

Den Abschluss fand diese gelungene Veranstaltung dann mit der Fürbittenandacht mit Festvortrag vom Begründer des Neuen Forums Joachim Gauck in der evangelischen Marienkirche. Der ehemalige Pastor Arvid Schnauer war als Zeitzeuge ebenso dabei. Er zündete unter anderem Kerzen für die Kämpfer und Opfer des Regimes an.
Am 5. November findet ab 18 Uhr im Gewerkschaftshaus Rostock (August-Bebel-Straße 89) eine Fotopräsentation mit dem Thema “Die Gewerkschaften in der Wende – der Fall des FDGB” statt.