Wissenschaftsspielplatz „Eureka“ zu Gast in Rostock

EUROPA-Tage an der Uni Rostock: Wissenschaftlicher Spielplatz begeistert im Foyer des AudiMax

28. Oktober 2010, von
Experimente mit Seifenblasen im AudiMax
Experimente mit Seifenblasen im AudiMax

Wer glaubt, dass Physik und andere Naturwissenschaften langweilig sind, der kann sich von dem „Eureka“ Projekt aus Stettin in Polen eines Besseren belehren lassen. Im Rahmen der EUROPA-Tage, die momentan in der Universität stattfinden und vom Akademischen Auslandsamt veranstaltet werden, waren die Wissenschaftler zu Gast im Foyer des AudiMax.

Neun Leute arbeiten in Stettin für „Eureka“. Vor acht Jahren wurde das Projekt von der mathematischen und physikalischen Fakultät der Universität Stettin ins Leben gerufen, unterstützt von der Abteilung für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Anfangs gab es nur zehn kleinere Experimente, inzwischen sind es ungefähr 150. In Stettin gibt es an mehreren Stellen themenbezogene Standorte des Projekts, weitere sind noch in Planung.

Bartosz Klepacki und Grzegorz Aslamowicz
Bartosz Klepacki und Grzegorz Aslamowicz

Neben einem Vertreter der Universität Stettin waren zwei Forscher aus Polen mit nach Deutschland gekommen, um die Experimente zu betreuen. Bartosz Klepacki und Grzegorz Aslamowicz sind schon von Beginn an bei Eureka dabei und hatten sichtlich Spaß, die Gäste zu täuschen und zu verblüffen. Die beiden sind der Meinung, dass Physik nicht nur durch Bücher gelehrt werden soll. Dadurch, dass man die Phänomene selbst erleben kann, merkt man sie sich auch besser.

Wissenschaftsspielplatz Eureka im AudiMax
Wissenschaftsspielplatz Eureka im AudiMax

Etwa 15 kleinere und größere Experimente hatten Bartosz und Grzegorz dabei. Thematisch drehte es sich vor allem um optische Täuschungen, Seifenblasen, Wellen, Strom und die Wirkung von flüssigem Stickstoff.

Dadurch, dass parallel im Hörsaal die Kinderuni stattfand, hatten die zwei Wissenschaftler alle Hände voll zu tun. Viele staunende Blicke waren das Ergebnis der Bemühungen.

Experimente mit flüssigem Stickstoff
Experimente mit flüssigem Stickstoff

Es war für die Kinder zum Beispiel möglich, sich in ein Becken mit Seife zu stellen und dann von einer großen Seifenblase gefangen zu werden. Es durften aber auch selbst kleine Seifenblasen gemacht werden, die fast wie Klebstoff wirkten und auf der Haut haften blieben. Gregorz zeigte außerdem, was man alles mit flüssigem Stickstoff anfangen kann. Eine Waffelrolle hineingetaucht, gegessen und schon konnte man kalten, weißen Rauch durch die Nase pusten.

Elizabeth Wagner steht unter Strom
Elizabeth Wagner steht unter Strom

Eine besondere Erfahrung war es auch, sich unter Strom setzen zu lassen. Auf einer Matte stehend, wurden die Kinder mit 50000 Volt geladen, was dazu führte, dass ihnen die Haare zu Berge standen. Die achtjährige Elizabeth Wagner hat es ausprobiert und berichtet, dass man bis auf ein leichtes Ziepen nichts gemerkt hat. Und natürlich die Entladung am Ende: „Das kenne ich vom Trampolin springen, da passiert das manchmal auch. Trotzdem haben mir die Seifenblasen am besten gefallen.“

Ein Vergnügen für alle Altersklassen – heute und morgen besteht jeweils von 10 bis 16 Uhr noch die Möglichkeit, den Wissenschaftlichen Spielplatz Eureka im Foyer des AudiMax zu besuchen.

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