Eine überfüllte Mappe mit ganz vielen Projekten hat sich bei Stadtkonservatorin Birgit Mannewitz in den letzten Jahren zur Bebauung der Brachfläche zwischen Gruben- und Großer Wasserstraße angesammelt. Nun liegt ein weiterer Plan für ein Bauvorhaben auf den Tisch, ziemlich konkret, wie der Architekt Christian Klein auf der Ortsbeiratssitzung gestern betonte.
Wohn- und Geschäftshäuser sollen hier gebaut und damit eine Kriegsbaulücke, die seit über 70 Jahren in der Östlichen Altstadt klafft, geschlossen werden. Etwa 165 Menschen sollen in 58 Wohnungen Ein- bis Vierzimmerwohnungen ein neues Zuhause finden. Fünf Gewerbeeinheiten auf 230qm entstehen.
Dafür soll an jeder Straße ein Baukörper errichtet werden, die unterirdisch zwar durch eine Tiefgarage miteinander verbunden sind, nach außen hin jedoch durch ihre kleinteilige Fassade den Eindruck unterschiedlicher Häuser vermitteln.

Bei den 50 Stellplätzen sei man hingegen deutlich über dem Soll, zumindest nach der neuen Stellplatzverordnung. Die Anwohner hingegen halten die Anzahl für nicht ausreichend. Schon jetzt gebe es in der östlichen Altstadt nicht genügend Platz zum Parken.
Platz hingegen gibt es für die Fledermäuse. Knapp hundert Tiere wurden in einem alten Keller, der als Europäisches Fledermausquartier eingestuft ist, auf dem Gelände gezählt. Dieser soll erhalten bleiben und ein neuer Fledermauskeller gebaut werden.
Der Projektleiter würde am liebsten so schnell wie möglich mit dem Bau beginnen. Über 5 Millionen Euro sind dafür veranschlagt. In 2,5 Jahren möchten die Bauherren, die zur Hanse Gruppe gehören, das Objekt an ein großes Berliner Unternehmen übergeben, das es bereits gekauft hat.