Das Kreuzfahrtschiff „MS Amadea“, vielen bekannt als „Traumschiff“ aus der gleichnamigen ZDF-Serie, hat am Freitagmorgen außerplanmäßig den Kreuzfahrthafen Warnemünde angelaufen. Gegen 7:30 Uhr passierte der 193 Meter lange Kreuzliner die Warnemünder Molenköpfe und machte nach dem Drehen auf der großen Wendeplatte im Überseehafen mit Hilfe des Schleppers „VB Baltic“ am Liegeplatz P7 fest.
Eigentlich sollte das Schiff das Ostseebad Binz auf Rügen anlaufen. Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr musste die „Amadea“ ihr Reiseziel witterungsbedingt von Binz nach Rostock ändern. Grund für die Kursänderung war eine amtliche Wetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes. Bis Samstagmorgen sind Windböen zwischen 50 und 60 km/h angekündigt, in exponierten Lagen sogar Sturmböen bis 70 km/h. Da die „Amadea“ in Binz nicht anlegen kann und die Passagiere dort per Tenderboot (Beiboot) zur Seebrücke an Land gebracht werden müssten, entschied man sich aus Sicherheitsgründen für den Kurswechseln nach Warnemünde.

Dreharbeiten finden auf der „Amadea“ aktuell nicht statt; an Bord führt Kapitän Burkhard Müller das Kommando – nicht Florian Silbereisen alias Serienkapitän Max Parger.
Das Kreuzfahrtschiff „Amadea“ lief am 6. April 1991 als „Asuka“ im japanischen Nagasaki vom Stapel. Unter diesem Namen legte es erstmals am 29. Mai 2002 in Rostock an. 2006 übernahm „Phoenix Reisen“ das Schiff und taufte es in „Amadea“ um. Unter seinem neuen Namen machte der Kreuzliner erstmals am 19. Mai 2011 in Warnemünde fest.
Planmäßig soll das Schiff in diesem Jahr noch einmal in Warnemünde einlaufen: Am 18. Dezember beendet die „Amadea“ mit einer Adventsreise durch die Ostsee die Kreuzfahrtsaison im Rostocker Seebad.