
Und der ist nicht allzu schwer zu finden. Zwei junge Frauen versuchen gerade mühsam ein störrisches Eselpärchen, ganz wie aus dem Bilderbuch, am Ufer des Rostocker Stadthafens entlang zu führen – eigentlich kein ungewöhnlicher Anblick mehr, baut dort doch seit heute Zirkus Probst seine Zelte auf.
Bei einem kleinen Rundgang wird schnell deutlich, mit wie vielen Wagen und Gepäck der Zirkus eigentlich unterwegs ist. Besonders faszinieren die wenigen Schaulustigen
Mein Ziel ist allerdings das Zelt auf der anderen Seite, im Zirkus Fantasia – ohne Tiere. Dort soll heute das Programm für die kommende große Geburtstagsgala beider Zirkusse vorgestellt werden, die in diesem Jahr zusammen 80 Jahre alt werden.

Zu den Highlights der Show zählen die Tiger, die mongolischen Artisten, der Haustierzirkus und das Tennis-Hochrad-Jonglage-Theater von Fantasia. Dabei werden sich beide Zirkusse in den Showeinlagen abwechseln und teilweise sogar vermischen. „Unser Ziel ist, dass man nicht merkt, wer die Profis und wer die Amateure sind“, sagt Patrick Adolf. Auch der achtjährige Alexander Probst, Sohn von Rüdiger Probst, wird bei der Geburtstagsgala zum ersten Mal richtig in der Manege auftreten.

Fantasia ist als stationärer Zirkus jährlich von Mai bis Ende Oktober im Rostocker Stadthafen angesiedelt. Seine erste Saison hatte er 1996, seitdem hat er sich von Jahr zu Jahr weiterentwickelt und nicht nur an Quantität sondern auch an Qualität stark hinzugewonnen. Neben Projekten mit Schulen und fast täglichen Kursen vom Jonglieren bis zur Feuershow gibt es ein buntes Programm, welches Theaterstücke, Konzerte, Infoveranstaltungen und Filmabende beinhaltet.
Nichtsdestotrotz stellt die große Jubiläumsgala für beide Zirkusse einen besonderen Höhepunkt der Saison dar. Der Eintrittspreis von zehn Euro (pro Person, ab sechs Jahren) kommt der Projektarbeit des Zirkus Fantasia zugute. „Wir hoffen, dass wir ein volles Zirkuszelt bekommen“, sagt Arne Feuerschlund mit ungebrochenem Optimismus. Wir hoffen es auch!